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Samstag, 18. Februar 2017

am Scheideweg ...

oder auseinander gelebt 樂
Egal, wie man es nennen möchte, aber so ist es nun mal im Leben.



Viele verlassen ihren Arbeitgeber, wenn es nicht mehr passt oder sich neue Chancen bieten.
Andere verlassen die Familie, weil man sich auseinander gelebt hat.

Nein! Nicht was ihr jetzt denkt.
Ich verlasse weder die Frau noch den Brötchengeber.
Aber ich befinde mich doch am Scheideweg. Eine Entscheidung, die ich nun schon fast 1 Jahr mit mir rumtrage.

08.12.2012. Die Geburtsstunde einer Gemeinschaft. Einer Gemeinschaft, die ein gemeinsames Hobby hatte. Ein gemeinsames Ziel. Einen gemeinsamen Gedanken:
Laufen aus Spaß und Freude laufen - und nicht um bessere Platzierungen kämpfen.


Ist das noch so?
Der Com-Gründer Thomas wurde schon seit Ende 2012 nicht mehr gesehen. Er sprach mich an, ob ich ihn wegen seiner immensen Arbeitsbelastung bei der Pflege der Com unterstützen könne.
Nach langen Für und Wieder entschied ich mich für das Für. 
Vieles haben wir gemeinsam erreicht:
Com-Shirts.
Com-Treffen.
Freundschaften.
Unterstützungen.



















































Inzwischen habe ich mich aus der Com entfernt.
Was ich tue ist für viele der Com-Mitglieder kaum vorstellbar. Ist's ja auch ab und an für mich 

Ich will aber nicht wie der Gründer einfach verduften auf nimmer wiedersehen. Nein. Das ist nicht meine Art. Zu viele schöne Erinnerungen habe ich an die gemeinsamen Treffen.

Der (mein) erster Com-Lauf 2013 auf die Wasserkuppe und der daraus geborenen Idee, um der Edersee laufen zu wollen, was am 19.01.2014 Wirklichkeit wurde.
Der Spendenlauf zum Edersee.
Das Com-Treffen in Mecklenburg-Vorpommern und der Lauf um den Plauer See bei +Guıdo Strauß .
Potsdam ein Jahr später und die wunderschönen Eindrücke vom Park Sanssouci mit +Regine Wagner .
Eine erneute Planung an der Ostsee bei +Martje Neumann .

Und schon die durfte/konnte ich nicht zusagen, weil die Familie Vorrang hat.
Dazu noch meine eigene Entwicklung.

Ist es nicht so, dass man sich ständig entwickelt?
Neue Ziele setzt. Neue Herausforderungen sucht?

Ich habe diese Herausforderungen gefunden und meine Läufe entsprechen einfach nicht mehr dem Gedanken der Com.
Das würde mich aber an sich nicht abhalten, dabei zu bleiben. Nein!

Ich bin noch nie ein Fan von FB gewesen und doch musste ich einfach den Schritt hin zu diesem "sozialen" Netzwerk gehen.
Der Umgang bei FB unterscheidet sich sehr deutlich von dem bei G+.
Ist  der Ton immer respektvoll und von gegenseitiger Achtung geprägt bei dem einen, ist es umgedreht bei dem anderen. Naja, nicht gleich unter den Läufern. Aber auch das musste ich bereits erleben. Und doch ist die Entscheidung gefallen.
Warum?
Einfach weil G+ sich nicht durchsetzten kann. Sagt bitte nicht: G+ ist das, was du daraus machst.
Ja und nein.

Die Plattform für die Läufe, die ich inzwischen unternehme, ist FB. Einzig das ist der Grund. Alle Veranstaltungen, die mich interessieren werden bei FB eingestellt, darüber informiert und neue Ideen kommen von da.

Ich habe einfach zu wenig Zeit und Interesse 2 Plattformen zu pflegen und werde aus dem Grund bei G+ keine Aktivitäten mehr posten. Ich hoffe, dass ihr meine Entscheidung verstehen könnt.

Tolle Menschen pflegen die Com.
+Guıdo Strauß ist einmalig und hat tolle Ideen zum Beispiel mit der Treppen-Challange.
Von Oliver, Heiner und Martin würde ich mir mehr wünschen, aber es ist schließlich alles Freizeit.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen alles, alles Liebe, Gesundheit, Spaß an allem was ihr tut und vielleicht verirrt sich der eine oder die andere auf meinen Blog oder man trift sich bei einem der vielen tollen Läufe, die in Deutschland angeboten werden. Denn hier ist für mich das Zuhause und die Menschen, die ihre Freizeit opfern, damit wir laufen können, gehören unterstützt.

Am meisten würde ich mich freuen, wenn ich für euch Motivator sein durfte und ihr in meinem Kredo: 
Wer sich bewegt, bewegt was! 
für euch eine gutes Motto sehen konntet.

Ich verbleibe mit sportlichen Grüßen in die Weiten der Republik

Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 23. März 2014

genau darum ...

laufe ich!

mein kleines Elbtal
Starten wir den Blog heute mal mit dem langen Lauf und dem besten Grund zu laufen:
Stille, nichts außer der Lärche, die in der aufgehenden Sonne ihr Lied trällert, hin und wieder ein einsames Auto. Was mögen die wohl denken? Mir egal! Ich weiß, was ihr verpasst. Ich weiß, was ihr nicht hört. Eben genau das!
In den Tälern wird der Nebel von der sich erwärmenden Luft verdampft. Was habe ich das vermisst. 
Und dabei habe ich mit mir und dem warmen Bett kämpfen müssen: "Bleib hier, hier ist´s warm, draußen ist´s kalt." Aber ich habe mich durchgesetzt und bin bei 2°C und Nebel auf die Straße. So, wie es schließlich jeden Tag tue und 7:00 Uhr im Auto sitze. Ohne Wiederrede, ohne Ausrede. Gehe meinem Job nach, genau so gern, wie ich laufe. Genau so gern bin ich das was ich bin: laufender Verkäufer! Und auch dabei genieße ich den Blick in die Natur. Jeden Tag, jede Minute. Bei jeder Gelegenheit geht der Blick in die Ferne und ich verspreche mir: Hier wirst du mal laufen! Im Sauerland auf dem Rothaarsteig, im Ruhrgebiet von Zeche zu Zeche, in Ostwestfalen vom Stadthafen Lünen in Richtung Münsterland. Egal wohin, Hauptsache Laufen.

Am Dienstag konnte ich nicht mehr.
Die Füße mussten raus und ich habe nachgegeben, schließlich kann ich schmerzfrei Laufen. Warum also nicht testen?


Schließlich waren es 13 km in den Saucony Jazz16 und das bei einer Pace von 5:45.
Obwohl ich ja lange gebraucht habe, flach, also minimal zu laufen, so fühlten sich die Saucony schon fast wie Highheels an. Und das bei ner 8er Sprengung. Aber nachdem mir der Orthopädie-Schuhmacher-Meister erklärt hatte, worauf ich bei Schuhen und meinen Beschwerden achten soll, musste ich den geliebten Pure vorerst Lebewohl sagen.


Und was man so alles beim Laufen entdecken kann ... Tolle Ausblicke auf jeden Fall :-)



In Züschen :-)

Mittwoch dann gleich noch mal die Saucony angestrengt und ne kleine Joggingrunde von 45 Minuten gedreht.


Und das gute: ich blieb auch im 2. Tag schmerzfrei. Das ist vielversprechend. Auch wenn ich mir eine sub 3:15 für den Kassel-Marathon aus dem Kopf schlagen kann, so bin ich doch froh, wenigstens wieder laufen zu können.

Donnerstag wurde ich dann gleich wieder übermütig und wollte die Salomon SpeedCross3 auf den Haustrail entführen, nachdem der Tag in Iserlohn so toll begann:


Wie Eingangs erwähnt: der Blick ist immer auf der Suche :-)
Im Sauerland zwischen Welschen-Ennest und Wenden wurde es auch nicht schlechter:



Und als ich dann die Tour beendet hatte, wollte ich einfach nur noch raus. Raus und die Welt genießen.
Aber bereits beim ersten Anstieg wurde mir bewusst, was Radfahren mit Laufen zu tun hat: NICHTS!
Die Fitness bergan zu laufen war dahin und der Puls schoss in die Höhe, sodass ich stellenweise in Schritt gefallen bin. Egal!


Es waren trotzdem schöne 15 km in den Trailschuhen, aber leider nicht ohne Schmerzen :-( Irgend etwas ist hier anders. Der Schaft? Die Sprengung ist mit 10 etwas höher, als bei den Saucony, aber nicht extrem anders.

Dafür wurde ich unterwegs mehrfach überrascht. 
Kurz vor dem Sauerbrunnen, zwischen Geismar und Züschen, hörte ich rascheln im Wald und kurz darauf liefen 2 Rehe parallel zum Weg vor mir davon.
Und dann wurde ich auch noch beobachtet: Oberhalb des Mühlengrundes blickte ich zufällig nach rechts. Und auf dem kleinen Hügel sah mir ein Reh beim Laufen zu. So was, und es schien keine Angst zu haben. Erst als ich stehen blieb, trat es die Flucht an.

Freitag stand die Abholung der Einlagen beim Orthopäden an. In den Saucony hin, zum Einpassen. Kurz nachgebessert und perfekt.

Auch der Freitag startete mit einem tollem Sonnenaufgang:



Nach Büroschluss, den ich heute mal auf 13:00 Uhr gelegt habe, die Woche war stressig genug, die Termine für die nächste Woche standen und auch das Telefon stand, nämlich still.

13:30 Uhr auf nach Kassel, die bessere Hälfte von Arbeit abholen und das gleich mit einem Besuch im Laufladen Kassel verbunden. 
Und? Na klar gab es neue Schuhe :-)


Herzlich Willkommen beim Gnü aus Zü :-) Meine neuen Brooks Defyance7.
Und natürlich mussten die mit den Einlagen eingelaufen werden.


45 Minuten Jogging mit Steigerung stand auf dem Plan.
Den vorletzten km versuchte ich in der Marathon-Zeit sub 3:30 mit 5:00 min/km und den letzten mit sub 3:15 bei 4:35 min/km und muss sagen:
Haken dran. Nicht dran zu denken und so werde ich Kassel einfach mal nur nen Marathon laufen :-) Wer mich kennt, weiß was ich meine :-)


Der "Hausen" bei Züschen

Sonnabend standen der übliche Stress an: Einkaufen und Gartenarbeit.
Und ...
Laufen. Na sicher doch! Nachdem die Pflicht erfüllt war stand ein Dauerlauf von 70 min auf dem Plan. Nur die Pace von 5:30 min/km habe ich mir aus dem Kopf geschlagen :-(


Gut war es trotz des leichten Schmerzes im linken Sprunggelenk. Da werde ich wohl das Laufen mit dem Salomon vorerst sein lassen und mich back to the roots begeben und meine Läufe auf die Saucony und die Brooks beschränken.

Sonntag wollte ich dann, wie bereits Eingangs geschrieben meinen ersten langen Lauf seit einer gefühlten Ewigkeit starten.

Nach dem "Bettgeflüster" und Blick auf das Thermometer, brr 2°C, Capri-Hose und Fleec-Shirt, Mütze und Handschuhen an, ging es also in den Morgennebel.
Nach bereits 2 km wurde mir wieder klar, warum wir laufen. Genau aus den Gründen, die ich oben schon beschrieben habe. Und noch mehr: saubere Luft, der Geruch nach frischer Erde, der von den umgeackerten Feldern stammt, die Sonne, die sich durch den Nebel kämpft und diesen so langsam verdampft.


Auch wenn ich mit mir kämpfen musste; die 20 habe ich voll gemacht :-)


Das ist mein Lebenselixier und lange genug musste ich Pausieren. Gefühlte Ewigkeit. Nach dem Blick in den Kalender waren es doch nur 3 Woche Lauffrei, aber die Leichtigkeit beim Laufen ist weg.
Bin ich in der vergangenen Woche bereits 250 km mit dem Rennrad durch den Frühling gefetzt, waren es in dieser Woche schon wieder 73km per Pedes.


Wie gehts nun weiter?
Nächsten Sonntag steht der Halbmarathon in Venlo an. Den werde ich 100%ig laufen, nur in welcher Zeit? Gebe ich Gas, oder nutze ich den als langen Lauf? Soll ich es riskieren?
Keine Ahnung. Ich werde sehen, was die Woche bringt und werde definitiv die Laufsachen nicht mit auf Dienstreise nehmen, da ich sonst meine morgige Laufpause nicht einhalten werde, so wie ich mich kenne. Wenn Zeit ist, werde ich einen flotten Spaziergang machen. Mehr nicht und am Dienstag das Intervalltraining ...

In diesem Sinne danke ich fürs Lesen, wünsche allen eine erfolgreiche (Lauf)Woche und werde den nächsten Post erst am Montag schreiben (Sorry an alle, die auf die Gutenachtgeschichte nächste Woche verzichten werden müssen).

Mit sportlichen Grüßen in die Weiten der Republik

Euer Gnü aus Zü

Montag, 9. Dezember 2013

laufend leben ...

ging es mir die ganze Woche durch den Kopf.
Warum? Keine Ahnung.

Als ich vor nun fast 4 Jahren, am 07.03.2010, das Rauchen aufgab, hatte ich auch keine Ahnung, wo das enden wird.


Ich startete im Dezember 2010 mit der Idee im Kopf: nächstes Jahr wirst du 42, lauf doch einfach 42 km! und meldete mich für den Kassel-Marathon an.


Heute weiß ich, dass die von 0auf42-Idee nicht so prall war. Das Sprichwort sagt dazu doch: "Gut Ding will Weile haben!"


Der Erste wurde ein Halber, aber Blut war geleckt und ich laufe immer noch. Und das inzwischen wirklich mit Leib und Seele und viel schlimmer: mit jedem Gedanken bin ich dabei. Ich schwanke zwischen: es ist Hobby und "mach dein Hobby zum Beruf".

Aber ich bin auch Realist. Ich bin zu Alt und habe zu spät die Langstrecke für mich entdeckt, um es zum Unterhaltserwerb zu nutzen. So bleibt nur das was ich inzwischen am Liebsten tu: so oft wie möglich laufen: täglich Laufen; laufend (er)leben!

Die letzte Woche, vor meinem ersten Landschaftsmarathon im Siebengebirge, ist angebrochen und als Überschrift steht Tapering drüber.


Montag:

Fest im Plan: Gymnastik mit Liegestütz, Situps und Kniebeugen.

Dienstag:


flotten Dauerlauf in den Saucony Jazz16 auf dem Plan. Hat auch Sau(cony) viel Spaß gemacht.
1:00 h mit ner Pace von 4:45 min/km hingelegt.



Mittwoch:
Echte Pause, auch keine Gymnastik. Punkt! Keine Zeit :-(

Donnerstag:
War die Gymnastik wieder fällig. Liegestütz, Situps und Kniebeugen.
Es geht aufwärts und ich habe die ersten Level der Situp- und Liegestütz-App beendet. Auf zu neuen Zielen :-)

Freitag:



Kleine Joggingrunde mit ner Zielpace von 6:00 min/km in den Brooks PureGrit. 1:06 h und fast 13 km. War schon wieder zu schnell. Hauptsache am Sonntag klappts. Wobei, da habe ich ja noch gar keinen Plan, was Zeit und Geschwindigkeit angeht.
Et kütt wie et kütt.

Sonnabend:



noch mal ein leines Jogging, um die Muskulatur zu lockern vom Tapering der Woche. Und, um sie zu spannen, kleine Steigerungen eingebaut. 4 x um 4:20 min/km und den Puls hochgejagt. Entspannt im Nieselregen ausgelaufen und daheim noch der Liegestütz-App nachgegeben :-)

Die bessere Hälfte ist zur Weihnachtsfeier mit den Kollegen, Sohnemann mit Freundin beim Weihnachtsshopping und Tochter ist mit Papa allein zu Haus.

So war ich bei meiner kleinen Pasta-Party wenigstens nicht allein.
Vollkornpenne mit Lachs in Sahnesauce. Lecker hat der Papa gekocht :-)

Was noch ansteht ist die Tasche für Sonntag packen.



Klamotten trocknen noch, die Utensilien laut Packliste sind verstaut und 5:00 Uhr geht´s auf die Spur nach Aegidienberg.
220 km heißen fast 2:30 h Autofahrt quer durchs Land nach Marburg, Gießen, auf die B49 an meiner Studienheimat Weilburg vorbei auf die A3 Richtung Königswinter.
Aber was soll´s. Wat mut dat mut.



Sonntag:
Und dann war sie dran. Die berühmte letzte Nacht vor einem Lauf. Und sie war immer, lang und schlaflos. Irgendwann bin ich dann wohl doch nach dem 4 Toilettengang eingeschlafen und um so erschlagener war ich als mich der Wecker sanft hoch riss :-)

4:30 Uhr. Ab ins Bad, Müsli ind en KOpp und 5:05 saß ich im Auto. Aber nicht wirklich Topfit, eher zerknittert, missmütig und schlecht drauf. Und die Fahrt über wurde es nicht besser.
Ziel Adresse Peter-Staffel-Straße, Aegidienberg ins Navi und ab.

Anschrift war aber nicht Startunterlagenausgabe, sondern Start. Also im Regen das Bürgerhaus suchen. Mann, mann, mann. Das kann man ja besser organisieren. Irgendwann hatte ich es dann nach ner Ehrenrunde und bekam sogar den "letzten" Parkplatz. Glück gehabt, das erste Mal an dem Tag, sollte aber auch das letzte Mal gewesen sein :-(

Nach dem Empfang der Startunterlagen gönnte ich mir noch einen Kaffee und ein Käsebrötchen und einen Bummel über die "Marathon-Messe" ein Stand von Brooks und Schwuppdiwupp, war der Peter mal eben wieder 70 Euronen los und hatte ein paar neue Laufschuhe. Wie mache ich das der besseren Hälfte klar? 



Brooks PureCadence 2. Das 3. Paar aus der Pure-Serie ist meins!

Ist mein Weihnachtsgeschenk, Schatz, dann musst du dir nicht deinen süßen Kopf zerbrechen. HiHi. Ob sie das auch so sieht?

Irgendwann folgte das Umziehen und Warmlaufen und ab an den Startpunkt.



Irgendwie wusste ich ja, dass das Siebengebirge ein Gebirge ist, aber was ich am Horizont erblickte, war nichts was mich erheitern konnte:



Da gab es erst mal Berge und Täler und noch mehr Berge und wieder Täler.
Die Angaben der Höhenmeter der Marathon-Strecke schwankten auch zwischen 650 und 970 hm. Und die Aussicht tendierte eher zu letzterem.


Punkt 10:00 Uhr erfolgte der Startschuss und die knapp 409 Teilnehmer setzten sich in Bewegung.

Ziemlich schnell ging es durch den Ortskern wieder vorbei am Bürgerhaus und ich konnte mich gut im Läuferfeld einsortieren. Ich merkte schon, dass das Tempo etwas hoch war, aber noch hatten wir keine 2 km hinter uns und sicher würde es sich auseinander ziehen und langsamer werden.

Bei km 1,5 hatte ich meinen Kollegen, der vor meinem Auto 3 Kippen in 20 min. vernichtete, wieder vor mir und wir kamen ins Gespräch. Er sei Ultraläufer und Marathon laufe er unter 3h. Wat? Irgendwas mache ich ja wohl falsch. Und ich machte einiges falsch.

Ich setzte mich bei km 3 ab und ließ es den ersten Berg abwärts so was von laufen. Ich fühlte mich gut und bin fast geflogen. Aber wie sagt das Sprichwort nach dem hohen Flug ...?

Dann kam der erste Anstieg bei km 4,6 und 230 ünN. Es folgten 170 pos. hm auf 4,5 km. Oben war ich tot.



So tot, dass ich mir die Zeit für einen Klick auf die Kamera gönnte, um die sensationelle Aussicht über das Siebengebirge festzuhalten. Wenn ich gewusst hätte, dass das Tot wirklich tot bedeutet wird, ich hätte ne Fotosession draus gemacht. Denn ...

Es folgten kurze knackige An- und Abstiege, die in Summe in etwa dem entsprachen, was ich zu Hause Trainiert konnte. Man kommt ja zum Glück aus dem nordhessischen Bergland. Aber das überstieg eindeutig mein Leistungsspektrum.

Und dann kam ...
Es kam nichts mehr. Ab km 17 war der Ofen aus. Ich habe das so noch nie erlebt. Es war absolut kein Körnchen mehr da, was ich hätte rauspressen können. Was tun? Aufgeben? Nie und nimmer! Das ist für mich zu keiner Zeit, in keiner Situation meines Lebens eine Option. Das kommt nicht in Frage! Nur auf der Trage des DRK und festgebunden!!! Also weiter!



Das Profil zeigt glaube ich ganz gut, was ich falsch gemacht habe:
Wie ein blutiger Anfänger habe ich auf dem ersten Drittel mein Pulver verschossen. Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen. Nach 4 gefinishten Marathons, 4 perfekt absolvierten Halbmarathonläufen und klasse Wertung im Nordhessen-Cup, da stehe ich in meiner AK auf Platz 13 gesamt, habe ich die Anforderungen an einen Landschaftslauf doch einfach falsch eingeschätzt.

Es ist kein 10 km Rennen, was nach 42 min vorbei ist und wenn was weht tut, gehts schon mal eine kurze Zeit gut. Das war absoluter Quatsch mein lieber Freund.

Es folgte ein unglaubliches Kopfkino mit den bittersten Vorwürfen, dem stetigen Versuch neu anzugreifen, aber keine Chance. Die Beine waren leer. Es blieb nur der Kampf nicht den gesamten km von Hinweisschild zu Hinweisschild zu gehen, sondern ab und zu mal ich Trab zu verfallen.
Und es war so deprimierend! Überholt zu werden von so vielen, wo doch sonst ich der Überholer bin. Als dann auch noch mein Raucher an mir vorbei zog, war auch der letzte Funken ausgeblasen.

Ich war froh an jeder Verpflegungsstation gut gelaunte Rheinländer zu treffen, die immer ein nettes Wort, eine Überraschung, in Form von Glühwein, bereithielten und sich alle Mühe gaben uns zu motivieren.

Naja und irgendwann hatte ich die verfluchten 42.195 km im Siebengebirge hinter mir. die letzen 2,5 km konnte ich dann mit Hilfe zweier Holländer etwas abgelenkt in fast locker Laufschritt und meiner Lieblingspace von 5:30 min/km ins Ziel wackeln.

Die gesamte Strecke findet ihr hier.

Was bleibt ist die Erfahrung und eine Medaillie als Beweis, wenigstens angekommen zu sein, gefinisht zu haben.



Und was hier auch gesagt werden muss, ist die Topverpflegung bei dieser Veranstaltung.
Am Ziel gab es Brühe, Apfelsaftschorle, Cola, Wasser, Iso, Laugenbröchen, Trockenobst, Äpfel, Bananen und Nüsse. Das habe ich noch nie erlebt. Das war Spitze!

OK. Was heißt das für mich?
An meinem Motto: laufend leben! werde ich nichts ändern.
Ich hatte auf der gesamten Strecke keine Schmerzen, keine Krämpfe nur Hunger und war einfach leer. Im großen und ganzen bin ich bereit und in der Lage solche Herausforderungen zu bewältigen. Mit Disziplin und Bedacht ist es genau das, was ich in Zukunft laufen will: Landschaft, Trail und Ultra.

Damit bin ich am Ende mit meine Events für 2013 und auf dem Weg zu neuen Zielen in 2014.
Daher hier der Blick auf den Countdown:



Das heißt, nicht nachlassen zu trainieren, denn der Edersee-Lauf ist so lange nicht mehr weg und 60 km mit ca. 1100 hm setzten Fleiß voraus. Und wie sagt man so schön: "Auf die Dauer überholt der Fleißige das Talent"!

So bleibt mit Danke zu sagen, dass du hier warst und ich freue mich, wenn du wieder kommst.

Mit sportlichen Grüßen in die Weiten der Republik und angrenzende EU- und Nicht EU-Staaten.

Euer Gnü aus Zü

Samstag, 7. Dezember 2013

Wie du siehst ...

siehst du nüscht :-)

So ist das im Herbst. Trübe, Nebel, Regen und der 1. Schnee.

Und. Wen störts? Mich nicht. Im Gegenteil.

Montag:
begann wie immer eigentlich mit nichts :-)
Aber ich habe ja mal wieder mit der Gymnastik begonnen, da ich merkte, wie wichtig diese ist und Stabi wird in jedem Buch besonders hervorgehoben.
Also werden ab sofort die Laufpausentage für die Krafttrainings genutzt.
Liegestütze, Situps und Kniebeugen sind mit den entsprechenden Apps von +Runtastic ganz gut zu trainieren. Einzig die Situps sind schlecht mit dem Handy vor der Brust zu meistern. Aber ich arbeite dran ...

Dienstag:
Intervalltraining auf dem Plan



2,5 km Einlaufen
4 x 1500 meter mit 500 meter Trabpause und das in der nicht winterfreundlichen Pace von 4:35 min/km
2,5 km Auslaufen

Aber irgendwie finde ich inzwischen die schnellen Einheiten cool.

Mittwoch:
Wieder Laufpause genutzt und Gymnastik mit den entsprechenden Tools: Liegestütze, Situps und Kniebeugen.

Donnerstag:
Als ich meine Tour im Lennetal beendet hatte und mich so langsam auf den Heimweg machte, wurde der Nebel immer dicker und ..

ich WOLLTE RAUS! LAUFEN! BEWEGEN! Wind auf die Haut, Niesel ins Gesicht, Hauptsache raus aus dem Auto und Laufen!



Der Weg Richtung Hohe Ley war so schön im Nebel und die Weihnachtsbaumplantagen rechts und links lassen Vorfreude aufkommen.


Zu Hause angekommen endlich raus aus dem Anzug, rein in die Laufschuh und ab.


Mein Haus-Trail sollte es sein. Stirnlampe in die Hand, Brooks PureGrit an die Füße und ab Richtung Alte Wiese in den Wald.




Auch hier war die Sicht durch den Nebel eingeschränkt, aber ich war nicht allein.

500 m im Wald traf ich Horst, unseren Malermeister aus dem Ort. Ich hatte beizeiten angefangen mich bemerkbar zu machen, aber bis er es gehört hatte, hatte er sich schon erschreckt. Tut mir leid!
Kurzer Snack und weiter. So langsam bin wohl auch bekannt wie der berühmte bunte Hund :-)

500 m später die nächste Begegnung. Eine Mama versucht ihren Kinderwagen durch den Schlamm zu wuchten. Schlechte Entscheidung :-(


Irgendwann hatte ich dann die Zivilisation hinter mir und war allein. Ich umrundete den Hermannsberg und hatte nach 3,5 km bereits 150 hm hinter mir. Der Weg ist das perfekte Übungsgelände für meinen letzten Marathon im Siebengebirge.




Weiter ging es an den 3 Eichen vorbei Richtung Geismar.




Und wenn man schon mal ohne Druck und Plan unterwegs ist, kann man auch mal das Eine oder Andere Foto schießen :-)














Der Nebel verzog sich nicht bis Heim, war aber trotzdem sehr schön und ich kaputt.

25 km mit 670 pos. hm sind schon knackig :-) Aber gut für das Siebengebirge!


Freitag:

sollte dann vorm Event-Wochenende mit der besseren Hälfte in Köln noch mal eine schnelle Einheit sein.



Ziel war 60 min in ner Pace 4:55 min/km und den Brooks Flundern PureDrift. Schnell war sie, die Runde, aber ich spüre auch, es wird zeit runter zu kommen und das Gewicht auf km-Sammeln zu legen.


Endlich war Sonnabend und unser langes kinderfrei-Wochenende in Köln stand vor der Tür.


AIDA Night of the Proms und Übernachtung im Günnewig Stadtpalais. 


11:00 UHr Start der beiden Gnü in Zü und ab gen NRW.
Unterwegs noch nen Zwischenstopp in Hagen und mit der Guten ins DECATHLON. Aber so ne Sch...

Das Gesicht von ihr sprach Bände. Und das Erste was sie sagte: "n Baumarkt." Bum. Vorfreude verpufft, ne sinnlose Runde gedreht und raus.
OK, versuch war´s wert. Aber so unseren Tempel, den heiligen Gral der Bewegungsjunkies, diesen geweihten Ort des Läufers zu entweihen!!! Das saß tief! Irgendwie kam bis Köln kein Gespräch mehr in Gang.

Ankunft in Köln um 14:00 Uhr und ich habe meinen Ärger runtergeschluckt. Sollte ja ein schönes Wochenende werden :-)





Eingecheckt und ab zum Weihnachtsmarkt auf den Heumarkt. Wie immer sehr schön.







Der ist aber auch wirklich gemütlicher als der am Dom. Sorry.



Aber zum Dom muss man nun mal, wenn man in Köln ist. Nur bei den Menschenmassen ist das Landei froh, wenn er wieder weg darf :-)


Dann war es endlich 20:00 Uhr und Night of the Proms ging nun schon zum 20. Mal in Deutschland über die Bühne.


Amy McDonalds, The Baseballs, Level42, Morten Harket und Hiromi; alle nicht wirklich die, die mich begeistert hätten. Aber ein wenig Spannung muss ja sein. Die Karten hatte ich bereits im Dezember 2012 bestellt, ohne zu wissen wer kommen wird. Doch die Überraschung war gelungen. Allesamt jeden Cent des Eintritts wert und so ein richtig gelungener Abend.

Der Entschluss stand noch am selben Abend fest: nächstes Jahr wieder; allerdings in Dortmund. Sind eben ein paar km weniger. Ich fahre, glaube ich, schon genug und nach Hagen muss der Peter mit der Besten ja nun nicht mehr :-(

Sonntag:
schön ausgeschlafen im Hotel und lecker Frühstückssünde begangen. Ei, Müsli, frisches Vollkornbrot mit Fisch und, Obersünde, frische Pfannekuchen onmass.

Wir verließen Köln satt, glücklich und zufrieden gen Einsamkeit und raus aus dem Trubel. Hat schon Vorteile, wenn man auf dem Land wohnen darf. Allein Lauftrainingsmäßig würde ich hier ne Krise kriegen :-))

Kaum war Fam Gnü wieder in Zü mussten die Füße bewegt werden. In einer Woche startet der Jahresabschlussmarathon im Siebengebirge.



einen schönen langen Lauf hingelegt:
20 km in 2:00 und ner Entspannungspace von 6:00 min/km bei 430 pos. hm in den Brooks PureGrit. Die werden mich definitiv durchs Siebengebirge tragen.

Das sollte also die letzte Trainingswoche vor meinem ersten Landschaftsmarathon gewesen sein. Ich gehe mal davon aus, dass ich gut genug trainiert habe, um dieses Abenteuer im Winter zu bestehen.

Am Abend musste ich dann leider die schlechten Nachrichten von meinen Lauffreunden +Jens Nähler und +Thomas Schöneberg vernehmen. Beide mussten ihren Twiste-Marathon abbrechen. Das ist kein gutes Ohmen. Aber die Gesundheit geht vor und die Strecke in Bad Arolsen hat ein anderes, härteres, Höhenprofil. Warten wir es ab. In einer Woche wissen wir mehr :-)

Ich danke euch fürs lesen und freue mich, wenn ihr wieder kommt.

In diesem Sinne, mit sportlichen Grüßen in die Weiten der Republik und angrenzende EU- und Nicht EU-Staaten.

Euer Gnü aus Zü