Montag, 11. August 2014

Durchhalten ...

ist die Maxime.

Aber das ist etwas, was wenige Menschen können. Sind wir Ausdauersportler anders?
Am Montag habe ich meine Rennradrunde durch den Chattengau gedreht. Am Himmel zogen dunkle Wolken auf. Bis nach Lohre hatte ich Glück und blieb trocken. Dann fing es an. Erst sacht, dann immer dickere Tropfen. In kürzester Zeit war ich patsch nass und des Wasser lief oben in den Helm rein und hinten an den Schuhen wieder raus.
Mir ging durch den Kopf, ob jetzt alle weiter treten würden, oder aufgeben und sich abholen lassen würden.
Am Sonntag, beim spazieren, so auch meine Liebste. Gut gelaunt bis es dunkel wurde und zu regnen begann. Am Auto angekommen, Frisur angededscht, Shirt nass und die Laune dahin.
So viele geben auf, wenn es raus geht, aus der Komfortzone. Aber warum?

Man kann natürlich am warmen Ofen sitzen, vorm Fernseher, die Füße oben.
Aber hätten das unsere Vorfahren gemacht ...

Wir wären ausgestorben.
Natürlich war es auch in der Steinzeit bei Mutti am Feuer gemütlicher, aber dann hätte es nichts zu essen gegeben. Oder man hätte sich beim Höhlennachbarn ein halbes Mammut geliehen. Das hätte aber bedeutet, bei der nächsten Jagt 2 erlegen zu müssen. Eins für den Nachbarn (Zinsen und so) und eins für sich selbst. Und ob man so viel Jagdglück gehabt hätte...

So kann ich auch bei einigen Kollegen beobachten, kurz vorm Ziel aufzugeben. Natürlich kann Projektgeschäft langwierig und anstrengend sein und auch mal nervig. Dann heißt es sich zu motivieren.
Wenn man sich als Sportler nicht selbst motivieren könnte ...
Wer hört schon bei km 8 auf zu laufen? Oder dreht bei km 35 um, weil der Mann mit dem Hammer an der Strecke steht?
Wäre ja schön doof!

So heißt ein Punkt auf meiner Liste zum erreichen persönlicher Ziele: "aneignen von guten Gewohnheiten"
30 Tage am Stück tun, dann ist es Gewohnheit.

So bereitet man sich auf widrige Umstände vor. Hitze, Regen, Kälte, Schmerzen, Blasen ...
Läuft Tag aus, Tag ein. Wird von Mitmenschen als Junkie, als Irrer, als Freak abgestempelt. Kopfschütteln ist dann noch das humanste, was man sieht.
Aber wir halten durch! Auch wenn der 10te am Telefon keinen Termin mit dir braucht, rufst du auch den 11ten noch an.
Und wenn der Kunde das 7. Angebot noch mal aktualisiert haben will, tust du das.
Und wenn es regnet, trampelst du weiter, auch wenn dir das Wasser am Kinn runter tropft.
Denn du weißt, beim nächsten Wettkampf ist es das, was dir den Vorteil verschafft. Dich besser macht. Dich noch einen überholen lässt, der irgendwann nicht trainiert hat, durchzuhalten.

In Summe waren es am dann doch 64 km mit 790 pos. hm in 2:30 h und ganz viel Wasser zum Schluss :-)

Montags durch den Chattengau
Die kompletten Daten gibt es hier

Dienstag:
Pause. Ich habe es versprochen. Mir und meinem Ziel: Müritzseeumrundung. Und die Zeichen stehen gut, denn ich bin den 2. Tag in Folge schmerzfrei. Die Summe der Maßnahmen scheint anzuschlagen.

Mittwoch:
Training mit dem SRC.
Zum Glück pünktlich Feierabend, so dass ich bereits 17:00 Uhr in der Spur bin und ein paar Zusatzkilometer einsammeln kann.

der Winterturm in Fritzlar
Nach knapp 18 km traf ich pünktlich ein und kurze Zeit später waren wir bereit zur Abfahrt.

Treffpunkt
Frank, 2 x Wolfgang, Erwin und Ich machten uns auf den Weg, um noch Ralf und Günter einzusammeln, die uns entgegen kommen wollten.
Truppe komplett - machten wir uns "mal wieder" auf den Weg durch den Chattengau.
Also, so langsam brauche ich ne Abwechslung denke ich und lege mir schon ne Runde für Freitag zurecht :-)

Team komplett
Gemeinsam fuhren wir in Richtung Zennern und weiter nach Böddiger.

am Böddiger-Berg
Irgendwie waren alle spitz auf Berge, denn die Auffahrt nach Wolfershausen nahem wir auch noch mit :-(

Ralf
Bergauf
Wir fuhren weiter nach Besse und Frank und ich hatten uns bis 20:00 Uhr zu Hause freigemacht und entschieden uns, auch noch den Langenberg von Großenritte nach Niedenstein mit zunehmen. Wenn schon Berge, dann richtig ...

In Summe waren es für mich dann 72 km mit 682 pos. hm in 2:43 h.

Mittwochstraining
Die gesamte Tour gibt es hier.

Zur Zielankunft in Fritzlar gab es noch eine paar tolle Bilder mit Frank :-)

Einfahrt nach Züschen
Irgendwie muss ich am +uli benke denken :-) Warum nur?

Donnerstag:
Ich habe es bereits gesagt: Pause!
4. Tag in Folge schmerzfrei. Das wird was und die Liebste bekommt schon die Krise :-)
"Wehe, wenn der Urlaub wegen deinem Lauf in einem Desaster endet!"

Ich werde einen Testlauf machen und wenn der schmerzfrei verläuft, dann ...

Freitag:
letzter Arbeitstag, Abwesenheitsnotiz einstellen, Telefon auf Rufumleitung und Tschüß Büro!
3 Wochen ich, Familie und Sport!

Und heute fange ich gleich damit an und fahre eine Runde um den Edersee :-)
Banane, Riegel und Iso verstaut und 16:00 Uhr abfahrt Richtung Geismar. Mit einem 30er Schnitt ins Edertal. Windstill und durch die Ferien wenig Verkehr machten es vom Anfang an sehr entspannt. Ein paar Idioten gibt es immer, die uns anhupen müssen, heute ist mir das aber echt egal.

Über Bergheim ging es den ersten leichten Anstieg hoch zur Sperrmauer.


Edersee - immer schön
ol: Schloss Waldeck
or: kalt, die erste :-))
ml: an der Uferrandstraße
mr: Unteres Staubecken bei Hemford
ul: der Peterskopf auf der anderen Seeseite
ur: kalt, die zweite :-))

Was mich aber verwundert, ist, dass auf der Randstraße so weinig Verkehr ist. Ich hätte mit mehr Radfahrern gerechnet. Wissen wohl alle nicht, wie schön es hier ist?! Dann habe ich eben mehr Platz.

Diese Woche hatten wir mal eine kontroverse Diskussion wegen der Missachtung von uns Radfahrern und der Radwege. Das ist nicht nur in Hamburg so +Michael Mankus. Auch bei uns gibt es das, und sogar am Edersee musste ein Freund mit nem gelben Nummernschild auf dem Radweg parken und das auch noch unter einem Halteverbotsschild :-)
Auch unterwegs gab es mal so ein paar Spinner, die sich von mir behindert fühlten. Wo soll ich denn hin, wenn ich schon mit 65 den Berg runter donner?
Aber heute war Tiefenentspannung angesagt und so sagte ich mir: "Ihr dürft mich heute mal ganz genüsslich am Ar... lecken :-) Ich habe Urlaub!"

In Herzhausen wurde es noch mal richtig dick. Ist aber die einzige große Straße und auch noch die Verbindung aus dem nordhessischen Bergland zur Autobahn.

Dafür kamen hier wieder Erinnerungen auf:


Herzhausen
7 Monate her, da liefen +Regine Wagner +Guıdo Strauß und ich hier durch die blaue Stunde :-) Und hatten die ersten 30 km hinter uns.

Ja ja, das Laufen lässt mich nicht los. Ich bin zwar inzwischen ganz gut auf dem Rennrad angekommen und auch Verbesserungen sind spürbar, aber es ist einfach zeitlich ein Problem. 3 Stunden für eine Runde freizumachen ist schon schwieriger, als mal eben eine Stunde zu Laufen.
Der Plan für den Wiedereinstieg liegt bereit und nachdem ich nun 5 Tage schmerzfrei bin werde ich am Sonntag meine vorerst letzte Rennradrunde drehen und am Dienstag einen ersten Testlauf starten und dann wird entschieden, was am Müritzsee passiert.

Nachdem ich in Kirchlotheim von der Bundesstraße abbiegen konnte und auf den Radweg, entlang der ehemaligen Bahnstrecke von Korbach nach Frankenberg, kam, wurde es Zeit für eine erste Stärkung. Banane und Gel in den Kopp und erste Flasche geleert, um wieder den Speicher aufzufüllen, denn ab Schmittlotheim geht es bis Frankenau, zwar nicht steil, aber stetig bergauf.


durch den Kellerwald nach Bad Wildungen
ol: die Eder bei Kirchlotheim
or: das liebe Vieh, nur am Fressen :-)
ml: bei den saftigen Wiesen ...
mr: was soll man denn sonst hier machen?
ul: zwischen Reizenhagen und Bad Wildungen
ur: das Schloss in Bad Wildungen

In Frankenau standen so viele Autos mit gelben Nummernschildern auf den Straßen, dass ich erst mal am Ortsausgang nachsehen musste, ob ich mich nicht verfahren hätte. Ich dachte ich bin schon in Holland :-)

Von Frankenau geht es auf frisch renovierter Straße abwärts ins Wesetal, mit dem Hinweis: "Langsam! Wildkatzen". Würde ich ja gern mal eine sehen wollen. Aber das ist mir leider nicht vergönnt.

In Frebershausen habe ich dann die eingehäkelten Fahrräder entdeckt. So kann man Diebstahl auch unterbinden. Wer will denn mit so was noch fahren? :-)


eingepackt
Bis Gellershausen blieb ich im Wesetal und musste an meine letzte Tour hier denken und den schönen Regenbogen. Der blieb mir zum Glück erspart, ebenso der Regen :-)

In Gellershausen bog ich noch mal rechts ab und nahm Ziel Bad Wildungen auf, denn die 100 sollten heute stehen!
In Richtung Albertshausen und weiter in den Kurort Reinhardshausen kam Bad Wildungen immer näher.

Die Investitionen der letzten Jahre in den Straßenbau haben sich definitiv gelohnt. Von Reizenhagen kommend nach Altwildungen und nach Bad Wildungen rein ist eine super Fahrbahndecke mit blau aufgemaltem Radweg entstanden und auch der Kreisel und die Ortsdurchfahrt in Wildungen sind Topp und machen wirklich Spaß befahren zu werden, auch wenn Kreisel immer etwas gefährlich sind für Radfahrer.
Raus aus dem Kreisel ging es an der Unterkunft von +Jürgen Weinreich und +Sylwia Weinreich aus dem Januar vorbei.
Was ein toller Blick auf das Schloss ;-)


Schloss Friedrichstein in Bad Wildungen
Inzwischen zeigte die Uhr auch schon knapp 82 km und das Ziel der 100 war in Sicht. Allerdings nicht auf dem direkten Heimweg. Nein; Fritzlar musste ich schon noch mitnehmen.

Aber ich habe das Ziel erreicht:
106 km mit 1117 pos. hm in 3:47 h machen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 28 km/h. Das ist spitze. Freut mich sehr, bei den Höhenmetern und den Rampen. Von Niederwerbe nach Basdorf geht es immerhin stellenweise mit >10% aufwärts.


Ederseeumrundung
Sonnabend:
wieder Sportpause, wie geplant. Dafür wieder Gartengestaltung und Weg weiter gelegt. Fast fertig, werde ich den Wegebau in der nächsten Woche beenden und mich neuen Herausforderungen stellen, die die bessere Hälfte sicher für mich finden wird :-)




Sonntag:
wollte ich die Herausforderung Gran Fondo 08, bei Strava 130 km Rad zu fahren, beenden. 
Wecker auf 6:15 Uhr gestellt, aber die Katze war schneller und wollte bei Regenstart 5:30 Uhr ins Trockene :-)


Schlaues Tier und ich konnte liegen bleiben, denn im Regen starten muss ja nun auch nicht sein, dachte ich und drehte mich wieder rum und verwarf meine Radpläne :-(

Nach dem Frühstück und schlecht gelaunt, wegen der Aufgabe der letzten Tour, Unwetterwarnung und keine Chance auf Besserung in Sicht machten wir uns wenigstens zur obligatorischen Spazierrunde an den Edersee auf. Klasse; tolles Wetter und ich nicht auf dem Rad, und keine Regenwolke am Himmel.

Schloss Waldeck
ruhig im Hafen
Ganz ehrlich!?
Diese Wetter-Apps sind doch auch der Mist vorm Herrn!
Früher haben wir den Kopf aus dem Fenster gehalten:
Kalt     --> Jacke
Warm     --> keine Jacke
Nass     --> Schirm
Trocken  --> kein Schirm

Heute:
Unwetterwarnung! Ab 15:00 Uhr Gewitter mit Sturmböen.
Und alles bleibt im Warmen und wartet auf das Unwetter, um am Ende eine Begründung gehabt zu haben, wieso man nicht draußen gewesen ist.

Aber mit mir nicht, Nein! Ich nicht!
Zurück und 15:30 Uhr, ohne Unwetter in Sicht, aufs Rad und weg. Ziele sind dafür da, eingehalten zu werden!

Nach genau 5 km fing es an zu regnen. Frischer, warmer Landregen. Leck mich am nassen ... Egal. Ich sitze jetzt und bin unterwegs, zurück ist nicht im Plan!

Nachdem ich ja nun eine ganze Woche schmerzfrei an den Füßen bin, das Radfahren gut am Laufen ist, aber viel Zeit in Anspruch nimmt und der Sonnenuntergang immer früher stattfindet, zuckt es doch wieder in den Lauffüßen :-)

Aber die 130 km die hole ich mir. Soll so ein bisschen der krönenden Abschluss der Laufpause sein und die längste Tour, die ich je gefahren habe.
Die Touren der letzten 3 Wochen haben mir sehr gut getan und ich konnte auch eine stetige Verbesserung feststellen. Die Längen der Touren machten mir überhaupt nichts aus und ich muss gestehen, ich habe an keinem Ende einer Tour gedacht: "Geschafft, Gott sei Dank". Nein, im Gegenteil, ich hätte ewig weiter fahren können.

Heute also das vorläufige Ende. Ein bisschen Wehmut kommt dann doch schon auf.
Von Züschen verließ ich die Heimatlichen Gefilde in Richtung Kassel und hatte als erstes Ziel den Herkules im Kopf. Und nicht nur das. Denn vor fast auf den Tag genau, am 08.08.2013 bin ich mit +uli benke die Strecke gemeinsam gefahren :-)

Allerdings nahm ich die Auffahrt zum Herkules heute über Ehlen und damals sind wir durch die Innenstadt auf den Fernradweg R1 nach Melsungen.
Und damals hat es auch nicht anhaltend geregnet, sodass die Fotoknipse in der Tasche blieb :-(
Oben angekommen musste ich heute die Abfahrt durch das Druesetal langsam angehen lassen, ich wollte ja nicht stürzen.
Über die Frankfurter Straße ging es in Richtung Auestadion und zum zurückliegenden Marathon. Ich bin für 2015 immer noch nicht angemeldet und überlege, ob ich überhaupt will.
Dem Radweg R1 folgend, an der Fulda entlang, hatte ich als nächstes Ziel Melsungen auf dem Schirm. Waren die Straßen bis Kassel einfach nur nass, war der Radweg eine einzige Dreckpiste und die Sand war unangenehm zwischen den nassen Fingern. Aber wie eingangs geschrieben: bei einem Wettkampf kannst du auch nicht stehen bleiben. Also, kannst du schon, nur ...

Weiter. Immer schön nach oben buckeln und nach unten treten (Vorgesetzten-Sport) weiter, immer weiter. Durch Fuldabrück, Dennhausen und Guntershausen ging es nach Guxhagen und am NS-Lager Breitenau vorbei weiter an der Fulda entlang.
Ziemlich einsam, nur eine Radgruppe überholte ich, die wohl vom Regen überrascht wurde, ging es immer weiter dem nächsten Etappenziel entgegen und immer noch regnete es. So schön sacht, das es fast nicht störte. Bis auf den Sand :-(

Kurz vor Melsungen musste ich erst einmal die Liebste daheim informieren, dass ich etwas später kommen würde. Durch den Regen konnte ich doch nicht so schnell fahren, wie ich geplant hatte, so dass das Ziel 20:00 Uhr nicht zu halten war. Und tatsächlich hörte es sogar für die Telefonpause auf zu regnen.
Kurze Info und weiter; Melsungen Marktplatz. Hier lies sich sogar ganz kurz die Sonne sehen und ich konnte den Brunnen nutzen, um den Sand von den Trinkflaschen und dem Lenker zu spülen. Sollte aber nicht lange halten :-(

Letzter Aufstieg, dachte ich mir, und trampelte auf der B253 Felsberg entgegen,im Wissen gleich nach 5 km und 170 pos. Höhenmeter auf der anderen Seite ins Edertal zu brettern. Aber auf der Höhe gab es was? Neuen Regen. SPITZE ICH WILL MEHR DAVON!

Da ich ja eh schon nass bis auf die Haut bin, ist es schon fast egal. Oder ist es schon das Fleisch, weil die Haut sich auf- und abgelöst hat?
Die Finger sahen aus, als ob ich 4 Stunden in der Badewanne gesessen hätte! Ach. Habe ich doch! Nur nicht so gemütlich.

Und die Kilometerberechnug sagte, dass ich nicht direkt nach Hause kann, sondern mir noch 15 km fehlen würden. Shit. Also In Felsberg auf meine Chattengau-Runde abgebogen und weiter nach Böddiger. Und noch einen Anstieg: Wolfershausen vom Mittwoch mit den Jungs vom SRC wiederholt. Und weils so schön ist und auch noch nicht stockfinstere Nacht, gleich noch mal die Langenberge von Großenritte und runter nach Niedenstein.

Man, ich muss doch echt nicht alle Tassen im Schrank haben! Wie viele Höhenmeter werden das heute? Sicher über 1500. Und es wird langsam dunkler. Die Sonnenbrille, die verhindert, das mir die Tropfen in die Augen kommen, verschwindet in der Tasche im Shirt, wo auch die Kamera ihr Dasein fristet und nichts zu tun hatte heute.

Und endlich auch mal wieder ein Depp von Autofahrer, der mir zeigen muss, was für ein tolles Licht er hat. Oder warum gibt er mir Lichthupe?
Hinten blinkt mein Licht schon seit einer halben Stunde und wenn du schön auf deiner Seite bleibst, kann eigentlich nichts passieren. Vogel. Können auch gerne tauschen.

In Metzte dann wieder Hochrechnung. Züschen 9 km. Shit. Reicht immer noch nicht. Neues Ziel: Gudensberg!

Oh Man. Langsam könnte es aufhören zu regnen und in Begleitung wäre es sicher auch kurzweiliger. Und Hunger, und Appetit auf ein alkf. Weizen und warme Dusche und und und ...

Letzte Abfahrt und weißt du was, lieber Gnü? Scheiß egal. Jetzt fährts du gefälligst noch über Fritzlar und Geismar nach Züschen. Strafe muss sein! Jupp. mach ich!

Also die letzten 6 km im Elbetal nach Züschen waren dann schon so langsam ein Ausrollen, denn der rechte Oberschenkel begann langsam zu verkrampfen und ich klickte aus den Pedalen um die Beine auszuschütteln.

Kurz vorm Ortseingang Züschen wollte dann noch ein Rehböckchen mit mir ein Rennen veranstalten, aber Querfeldein habe ich nicht mehr mitgemacht und blieb auf der Straße. Gute Nacht und pass auf dich auf!

Und dann war es geschafft. Im Dämmerlicht schob ich nur noch das Rennrad in den Holzstall, Schloss vor. Saubermachen fällt aus, wegen is nich :-(
Schlamperei, aber heute echt nicht mehr. Morgen bekommst du ne Vollversorgung. Versprochen und besten Dank für die tolle Tour.

Denn: Ziel erreicht!

135, 1 km
5:18 Stunden
1523 pos. Höhenmeter
Herausforderung bestanden und abgeschlossen.
Und promt kommt der Link zum limitierten Trikot. 150 US$. Ich glaube das Ding hat vergoldete Reißverschlüsse und ich belasse es lieber in USA :-(


Laufpauesnabschlusstour
Die gesammte Tour gibt es hier.

In Summe ist somit folgendes Ergebnis für die KW32 zu verbuchen:

KW32

Was beliebt ist ein Fazit über die letzten 3 Wochen zu ziehen:

  • Laufpause vom 21.07.14 bis zum 10.08.14.
  • 1022 zurück gelegte Rennradkilometer
  • 9643 Höhenmetern
  • 38:51 Stunden
  • 3 x Krangengymnastik (3 x noch offen)
  • 1/2 Tube Heilerde
  • 1/2 Tube Voltaren Emulgel
  • 12 Tabletten Ibuprofen 400
  • 9 Tabletten Voltaren
  • Fußgymnastik
  • Massagen

Die Summe aller Maßnahmen scheint Erfolg zu zeigen und ich hoffe es hat was für den Lauf in 2 Wochen am Müritzsee gebracht. Schaun mer ma :-)

Countdown
In 2 Wochen wissen wir mehr :-)

In diesem Sinne danke ich allen, die mir in den letzten 3 Wochen zur Stange gehalten haben, mir Glück wünschten, Mut zusprachen, oder auch mal ins Gewissen (+ultraistgut Ostsee) Danke herzlichst :-)

Ich versprechen hiermit: Wenn der Lauf am morgigen Dienstag nicht das hält, was er verspricht, oder ich nicht zufrieden bin, werde ich NICHT um den Müritzsee laufen, sondern das Rennrad weiterhin als Alternative nutzen und die Ziele für den Rest des Jahres neu definieren.

So danke ich allen für das Lesen und freue mich sehr, wenn ihr wiederkommt.

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 3. August 2014

Stillstand ...

ist Rückschritt.
Ob in der persönlichen Entwicklung oder in der Wirtschaft.
Darum heißt einer meiner 7 Punkte auf meiner Liste zum Erreichen persönlicher Ziele: "Investiere in dich - lies Bücher, höre Audio-CD ...".

Sportlich betrachtet nennt man das auch Superkompensation oder krankheitsbedingte Pause. Letzteres trifft dann mal auf mich zu ;-(

Montag:
tierische Schmerzen im Schienbein oberhalb des Sprunggelenkes lassen mich froh sein, heute keinen Termin zu haben. Auf Drängen der Ultra-Pläne und des anstehenden Laufes am Müritzsee muss etwas passieren.
Die Laufpause der vergangenen Woche hat zwar den Schmerz im Zeh abklingen lassen, dafür wurde der andere schlimmer. 
Länger Warten ist auch keine Option. Also den Orthopäden des Vertrauens angerufen, Charme spielen lassen und tatsächlich für Dienstag einen Termin bekommen. Glückspilz!

Hieß aber den beruflichen Termin verschieben.
OK. Ab ins Sauerland - Kunden zufrieden gestellt und wieder Heim.
30°C und Kompressionsstrümpfe ließen es schön warm werden ;-(
Aber der Fuß tat nicht mehr weh.
Fazit: für länger Autofahren durchaus empfehlenswert, auf Messen und langen Tagen im Stehen habe ich sie eh an.

Am Nachmittag, bei dem Wetter, musste ich natürlich aufs Rennrad! Nach getaner Arbeit ab, in den Chattengau.

Start in Richtung Altendorf, ersten Aufstieg nach Elbenberg, Abfahrt nach Merxhausen und mal wieder geblitzt in der 30er-Zone :-)
In Niedenstein den Aufstieg zum Hessenturm und den Langenberg abwärts nach Großenritte. Über Hertingshausen und Gudensberg nach Hause und mon Amour fast unterwegs getroffen. Aber zeitgleich daheim angekommen.


Montagsrunde
50  km
595 pos. hm
2:00 h

Dienstag:
  • Arzt
  • Pause
  • Regen
In dieser Reihenfolge.

12:30 Uhr rein in die Praxis, keine 5 Minuten gewartet und schon hatte ich sie, die Diagnose:
Akute Reizung des Schienbeines.
Auch Shine Splins oder Schienbeinkantensyndrom genannt.
Ursache?
3 Faktoren treffen wohl zu 100% auf mich zu:

  • Umfang zu groß
  • Geschwindigkeit zu hoch
  • Untergrund zu hart

Super! Habe ich auch schon vermutet, denn in der Vergangenheit hat mir das Asphalthoppeln keine Freude bereitet und im Wald habe ich seit meiner Frühjahrespause keinerlei Probleme mehr gehabt. Und nun?
Eine Woche Pause habe ich ja schon weg. Die 340 km Rennrad waren toll, aber wohl auch nicht so der Bringer. Ich werde also auch diese Belastung runterfahren und mit jeweils einem Tag Pause fahren und fange gleich heute damit an :-(

Außerdem regnet es!

Mittwoch:
Tag der Freundschaft :-)
"Schicken sie doch einfach mal an einen Freund eine Nachricht." , sagt die freundliche Stimme der 1Live-Moderatorin und ich tue es und sende Kai eine Anfrage auf eine gemeinsame Runde. Ist schon viel zu lange her, dass wir zusammen gefahren sind.

Er sagt zu und 17:00 Uhr sitzen wir auf unseren Rädern und wollen vor dem Mittwochstraining mit dem SRC noch ein paar km extra ziehen.

So rollen wir gemütlich aus Züschen raus und den Berg nach Wellen hoch, andere Seite runter ins Edertal und auf dem Radweg in Richtung Fritzlar. In Ungedanken verließen wir das Tal und fuhren über Rothelmshausen.



Mitte: liebevoll restauriert
ul: abgestellt
ur: Fritzlarer Dom von der Ursulinenschule aus
ol: Kai voraus
or: wilde Sau

In Fritzlar angekommen warten schon Yvonne, Wolfgang, Hartmut, Ralf und Udo. Kai und ich machen die Truppe komplett, Tempo und Strecke abgestimmt und ab


Mittwochs-Team
Chattengau, ein paar Berge und Piano waren das Ziel und man hielt sich dran. 


sortiert ...
Bis ... Kai einen Platten vermelden musste und in Kirchberg nach Hause rollte, Yvonne uns in Niedenstein am Ende des Langenberg verließ und Kai auf einmal am Ortseingang Niedenstein wieder zu uns stieß :-)

Zu sechs fuhren wir noch den Berg hinab und Kai und ich trennten uns vom Rest der Truppe, die nach Fritzlar Heim wollten. Wir hatten ja aber bis 20:00 Uhr frei bekommen :-)
Also noch mal Richtung Breitenbach abgebogen und weitere Extrakilometer eingesammelt.
SRC-Mittwochstraining
Sehr schön finde ich auf Strava die Möglichkeit, Verbesserungen zu sehen und/oder den Vergleich mit anderen.

In Summe fast 78 km mit 980 pos. hm in 3:03 h. Super Runde, Danke und hoffentlich bis nächste Woche :-)
Zu Hause angekommen, ohne Schmerz, allerdings wieder etwas angeschwollen, der Fuß :-(

Donnerstag:
am Plan festgehalten und Pause! Brav, Peter!
Dafür habe ich vom Doc ja einen umfassenden Heilplan bekommen:

  • Krankengymnastik
  • Voltaren
  • Ibuprofen
  • Kühlen
  • Heilerde
Und in der Reihenfolge habe ich es durchgezogen :-)
Und? Es wirkt!

Freitag:
Ferienzeit in Deutschland und nichts mehr los. Das Telefon steht still und kaum jemand ist erreichbar, und die, die noch da sind, müssen die Arbeit der Anderen mit machen und haben keine Zeit, oder nichts anliegen für mich.

Mittags Büro zu und wieder zur KG.
Wohltat! Und tatsächlich fand er noch einen Grund für die Schmerzen:
Ich bin ja mit dem Rennrad auf das Knie gestützt. Kann also auch ein Grund sein, denn das Knöchelchen, kurz unterhalb des Knie und der umschließende Muskel können in den Bereich abstrahlen, denn die Massage und die Triggerpunkte ließen sich bis in das Fußgewölbe spüren.
Nach 25 Minuten Massage wurde das Schienbein noch getapt und ich war Tiefenentspannt.

Zurück, Kinderlos und allein daheim natürlich aufs Rennrad und Kellerwaldrunde im Kopf.
Ich wollte mal wieder über den Kellerwaldturm bei Dodenhausen fahren. Aber es kam noch so viel besser.

15:00 Uhr saß ich auf dem Maschinchen, Banane, Riegel, und Gel in die Taschen verstaut. Iso in die Flaschen und los.
Über Werkel, Obervorschütz und die Braunkohleroute durch Borken ging es in das Schwalm-Tal.

Leider kann man es auf den Bildern nicht festhalten, denn das Gefühl von Freiheit und der Natur muss man selbst erleben. Kaum ein Auto, tolle Landschaft und viele Berge.


Alleen in Nordhessen
Schöne Alleen zwischen Uttershausen und Großenenglis sind ein Teil der Landschaft. Steile Auffahrten mit 10% und rasante Abfahrten ein anderer.

Kurzentschlossen bog ich hinter Dodenhausen am Kellerwaldtum noch mal ab und fuhr weiter nach Battenhausen.



ol: im Wesetal
om: ich :-)
or: die Eder
unten: kurz vor Battenhausen

Hinter Battenhausen kommt ein Abzeig nach Löhlbach in Richtung Heimat. Oder noch mal links weg nach Heina (Kloster)? Jupp! Das mach ich dann mal, denn ich habe ja noch Zeit bis Eintreffen der besseren Hälfte.

So schoss ich die einsame Straße nach Heina runter und konnte gerade noch einer Kröte ausweichen. Das hätte ja ne feine Sauerei gegeben :-(


eingepackt

das Kloster in Heina
Ab hier geht es sehr schön strack bergauf. Was für den Kopf :-)
In Löhlbach fuhr ich weiter bis Hundsdorf und bog auch hier noch mal ab und fuhr in Richtung Wesetal. 

Soll ich was sagen? Irgendwann kommt der Punkt, da willst du einfach nur noch weiterfahren. Es rollt, du fühlst dich gut, nichts tut weh und keiner nervt ...
Und ich hätte ewig weiterfahren wollen ...


ein Reh :-)
Im Wesetal ging es dann doch mal in Richtung Heimat. Durch Kleinern weiter nach Gifflitz und in Bergheim hatte ich es fast geschafft. 
Mon Amour wird auch 18:30 Uhr zu Hause sein und ich wollte pünktlich mit ihr eintreffen.
Den letzten Berg zwischen Wellen und Züschen lies ich langsam angehen und nach 92 km und fast 1100 pos. hm in 3:32 h war ich wieder daheim. Nur die bessere Hälfte nicht :-(

Mist! Hätte ich das gewusst, das sie heute länger macht, hätte ich mir die 1 vorn geholt :-(
Beim nächsten Mal :-)


Kellerwaldrunde
Sonnabend:
Am Mittwoch hatte ich mich bereits mit Kai für Sonnabend verabredet und ich wollte entgegen der Planung noch mal aufs Rad. Die Wetterprognose für den Sonntag sah nicht Radfahrerfreundlich aus.

Am Morgen Gartenarbeit und Heckenschnitt und 11:30 Uhr Plan mit Kai fixiert.
11:45 Uhr los und Kai in Singlis am See abgeholt.

kein Stillstand bei der Bahn :-)
Die ersten 22 km in 0:47 h abgespult und gemeinsam ging es weiter in die Schwalm rein.

Durch Borken ging es vorbei am ehemaligen PreussenElectra Werk, heute Besucherbergwerk in Richtung Trockenerfurt und Dillich.



Da hier irgendwie keine Radfahrerlobby existiert, sehen die vorhanden Radwege eher trostlos und verwahrlost aus, sind aber immer noch besser, als die Straße.

So fuhren wir immer sehr gemütlich in Richtung Homberg und versuchten die Hauptstraßen zu vermeiden. Das klappte auch sehr gut, bis wir uns in Homberg verfahren hatte und einen kleinen Kreis fuhren. Passiert :-)

Der Himmel wurde leider immer dunkler und es sah nach Regen aus. Hinter Homberg blieben wir dann für ein paar km auf der Bundesstraße und bogen in Hebel dann ab, auf den Mosenberg.
Immer schön bergauf (mal wieder) durch Falkenberg (Berg halt, sonst hieße es ja Tal), fuhren wir bis fast hoch zum Flugplatz und bogen dann links ab in Richtung Rockshausen und Hesserode.

Schöne kleine verschlafene Dörfchen, in denen das Aussterben der Dörfer leider sehr gut zu beobachten ist. Fachwerkhäuser säumen die Straßen und verwahrlosen :-(
Sehr schade, das hier keiner mehr wohnen will/kann. Aber es scheint ja lukrativer zu sein, Neubaugebiete zu erschließen und junge Familien mit Finanzierungshilfen zu unterstützen, als etwas gegen den Wegzug aus den Dorfkernen zu tun.
Zu dem Thema läuft auch am Sonntag eine Reportage im ZDF. Energieeinsparverordnung der Bundesregierung und Subventionen für das Einpacken von Häusern mit Styropor :-)
Das habe ich schon hinter mir und will an die Haltbarkeit und die Entsorgung gar nicht denken. Ich hoffe nur, ich nicht mehr :-(

Hier hatten wir auch den höchsten Punkt der heutigen Tour hinter uns und rollten von 317 ünN schon wieder abwärts nach Gensungen und kamen ins Edertal zurück.
Durch Felsberg und über Böddiger ging es in Richtung Niedervorschütz mit tollem Gegenwind :-(
Der stärkt bekanntlich den Charakter und so wurde es langsam still zwischen uns.
In Hadamar trennten wir uns. Kai führ rechts nach Lohne und ich kämpfte mich die letzten 4 km nach Züschen.

durch die Schwalm
In Summe waren es auch heute wieder 80 km in 3:07 h und mit 755 pos. hm.
Sehr schön, auch wenn es nicht immer durchs Schwalmtal ging :-)

Im Anschluss wurde die Gartenarbeit abgeschlossen und auf Wunsch der Liebsten ein weiters Beet eingefasst :-)
Langsam kommen wir zum Ende!

Sonntag:
ihr werdet es nicht glauben: Ar... stillgehalten; keinen Sport, kein Schmerz.
Ich glaube fast, der Müritzsee-Ultra wird doch noch stattfinden. Ich hoffe es sehr!

Dafür mit der Liebsten an den Edersee spazieren. Bis zum Wolkenbruch war es sehr schön mit Naschen von Brombeeren direkt vom Busch ... sehr lecker.

am Edersee

Urlaubsfeeling
Leider fing es stark an zu regnen und wir fuhren ohne den nun fast schon obligatorischen Kaffee nach Hause.
Naja, beim nächsten Mal wieder.

Was sagt die Wochenstatistik?

Woche 31
302 km Rennrad in 11:45 h mit 3162 pos. hm und fast die Vorgabe mit je einem Tag Pause eingehalten.
Etwas weniger als in der letzten Woche, aber so war es geplant und der schmerzfreie Fuß geben mir Recht.

Eine Woche werde ich noch die Laufschuhe stehen lassen und auch in der nächsten Woche das Rennrad nutzen.
Denn wie es in so vielen Beiträgen in der Lauf-Community bei Google + zu lesen ist:
Wer sich bewegt, bewegt was!

Es ist sehr erfreulich, wie viele durch die Motivation in und durch die Com zum Laufen kommen und beim Laufen bleiben.
Auch wenn es mal nicht so läuft, ob durch Verletzung oder Verhinderung durch den ISH (inneren Schweinehund) wird hier aufgebaut, mit Rat und Tat unterstützt oder in Lauftreffs zusammengefunden.
Wenn man mal überlegt, das die Com seit 07.12.2012 existiert und mit 1348 Mitgliedern auch nicht unbedingt zu den Kleinen im Netz zählt, ist der Umgangston immer ein netter und zuvorkommender. Keine abfälligen Bemerkungen, keine Übergriffe, in welcher Art auch immer. Im Gegenteil. Hier wird JEDE Leistung entsprechend geachtet. Denn andere haben es noch nicht einmal versucht, sag ich immer.

Dafür Danke ich euch allen sehr und ganz besonders +Guıdo Strauß +Oliver Wiesner und +Thomas Sonntag für eure tolle Unterstützung

In diesem Sinne danke ich allen fürs Lesen und freue mich natürlich sehr, wenn ihr wieder kommt und verbleibe

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Hier geht es zu den Zielen

Montag, 28. Juli 2014

Statistiken ...

14,8 Jahre hält im Schnitt eine Ehe, siehe auch Scheidungsrate
1,8 Stück Kind hat die Familie
70 % der Männer und 50% der Frauen sind übergewichtig (BMI >30)

Mein BMI sollte zwischen 20-25 liegen. Ist = 22
Wir sind also voll außerhalb der Werte.
20 Jahre verheiratet
2 Kinder
BMI siehe oben
Woran liegt das? Sind wir anders? Oder haben wir nur eine andere Sicht, auf die Dinge? Oder liegt es am Ausgleichsport? Oder haben wir in 20 Jahren Ehe einfach gelernt Kompromisse einzugehen? Oder haben wir das vorgelebt bekommen?

Oder doch eher der alten Weisheit festhalten: glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälschst hast?

Apropos:
Der Jäger schießt einmal links am Hasen vorbei, einmal rechts. Statistisch gesehen ist der Hase Tot ;-)
Soviel dazu.

Was einem so alles durch den Kopf geht, wenn man im Auto sitzt. Und auch hier weiche ich wieder von der Norm ab. Der Durchschnitt fährt 10.000 - 20.000 km in Jahr. Ich <75.000. Upps!

Montag:
nichts. Die Laufpause ist für die Füße (im wahrsten Sinne des Wortes).
Ich werde das Laufpensum in der Woche 5 vor dem Müritzsee-Ultra mal deutlich reduzieren und dafür Ausdauertraining auf dem Rennrad betreiben.

Angefangen habe ich damit gleich heute.
Schöne Entspannungsrunde durch den Chattengau. Immernoch 350 hm, aber sehr langsam. Die gesamte Runde gibt es hier.
Interessant finde ich bei Strava die Top-Ergebnisse auf bestimmten Streckenabschnitten. SO kann man ganz gezielt nach Verbesserungen sehen. Wenn man möchte :-)

Dienstag:
Begann sich ein komisches Gefühl ins Bein einzuschleichen und bei mir ein ungutes ins sonst so optimistische Läuferhirn.
Der lange Lauf am Sonntag mit den fast, oder auch nicht, 40 km war zwar schwer, aber ohne Schmerzen abgelaufen. Aber ich hatte so ein Gefühl, als ob man das Schnürbändchen zu fest gebunden hatte und erfahrungsgemäß lässt das nach 1-2 Tagen nach. Dass das aber erst 2 Tage später eintritt war mir neu :-(
Also war die Entscheidung zur Laufpause nicht allzu schlecht und kam ganz gelegen.
Nach getaner Arbeit, z. Z. spiegeln sich die Ferien in NRW in meinem Terminkalender, und abarbeiten der Berichte, folgte ...

Rennrad :-)
Man. Das hat aber auch komisch geschaut, als es schon wieder ran musste. Das wird sich noch mehr wundern :-)

Der Chattengau ist groß und bietet mehrere Runden.


Ein bisschen gesteigert, gerade was die hm angeht und die Länge. Die gesamte Strecke gibt es hier.
Nicht nur, das es bergisch ist, in Nordhessen, manchmal haben wir auch noch Wind. Und der kam heute scheint es immer von vorn :-(
Aber wie heißt es so schön? Gegenwind stärkt den Charakter!

Zwischen Edermünde-Besse und Dissen kamen mir, auf meinem Heimweg, noch ein paar Jungs vom Ski- und Radclub Fritzlar entgegen und ich rief Wolfgang noch zu: "bis Morgen!" 
Er schien es nicht gehört zu haben, denn am Mittwoch ...

Mittwoch:
wieder leerer Terminplan, ist aber auch furchtbar :-(
Das halbe Vertriebsgebiet ist in den Ferien, und der Rest hat so viel Arbeit, das sie mich nicht sehen wollen, oder nicht konkretes ansteht. Und nur zum Kaffeetrinken muss ich auch nicht rum fahren.
Also die Zeit mit schon langen vor mir hergeschobenen Projekten verbracht und Neukunden angerufen.

Am Nachmittag Büro zu, Fuß nicht besser, ab auf Rad :-)
17:15 Uhr los, so dass ich noch ausreichend Zeit hatte vor dem eigentlichen Treff um 18:00 Uhr noch ein paar km zusätzlich zu sammeln.

Ich fuhr über Hadamar nach Werkel und Obervorschütz durch das Edertal nach Fritzlar und plötzlich fiel mir ein, dass ja eine Umleitung durch die Stadt geht, da die Hauptstraße Grundsaniert wird. Wird ja auch Zeit und so kann man nur Stadtauswärts runter, hoch muss man Außen rum. Mist. Wird knapp und so musste ich noch mal Gasgeben.

Ich schaffte es trotzdem pünktlich (3 Minuten vor der Zeit) und konnte so durch Zufall noch ein paar Wort mit Wolfgang, meinem Retter bei meinem Sturz, wechseln.
Dann kam Frank, ab und zu klappt es halt und Günter rief bei 2Rad Stehl an und gab Bescheid, das er mit fährt, wir sollten ihm entgegen kommen.


Frank und Wolfgang
So machten wir uns 5 nach 6 auf Weg und vereinbarten Ziel Edersee, da Frank 20:00 Uhr daheim sein wollte.
Unterwegs kam uns Günter schon entgegen und gemeinsam machten sie die 3 Züschen auf den Weg zum Mittwochstraining des RSC. Zu dritt, 3 Züscher ..
Bisschen wenig für einen Club und in der Ferienzeit sollten ein paar mehr Zeit haben. Einige waren aber bereits am Morgen 120 km für die RTF am Sonntag nach Schrecksbach abgefahren und so erklärt sich die geringe Teilnehmerzahl.

Unterwegs gab es viel zu erzählen und schnelle, unkomplizierte Wechsel in der Führungsarbeit, so dass jeder mal mit jedem Quatschen konnte und sich zeihen lassen.


Mittwochs-Runde
Wir fuhren über Rothelmshausen nach Ungedanken, kannte eich noch nicht weiter nach Wega auf dem Radweg und begegneten unterwegs noch Hermann


Hermann
Hier ein Bild vom letzten Jahr :-)

In Wega ging es weiter Richtung Anraff. Das Tempo war schon hoch, 30km/h im Mittel bis nach Hemfurth und ab hier ließen wir es etwas gemütlicher angehen, denn der Aufstieg nach Schloss Waldeck sollte auch noch kommen.

Es ist einfach ein Traum, an der Uferrandstraße, den See zur linken Hand. Andere machen hier Urlaub :-) Wir dürfen hier wohnen!


Edersee - Blick nach Scheid
Es folgte der Aufstieg nach Waldeck, was bei den immer noch herrschenden Temperaturen eine echte Herausforderung war :-(
Aber die Abfahrt über den Hof Dingel und den Radweg nach Netze lassen die Anstrengung schnell vergessen und der Fahrtwind trocknet den Schweiß.

Angekommen im Elbetal in Naumburg ging es über Elbenberg in Richtung Züschen. Nur irgendwie verpasse ich hier immer den Antritt und die anderen verlieren mich :-(

Zeit für ein Foto, denke ich :-)


Elbenberg und ich :-)
Alles in Allem eine sehr schöne entspannte Runde, nur leider zu wenig Teilnehmer. Oder vielleicht gerade darum schön ...


Mittwochstraining
So kamen wir doch auf 70 km mit 740 pos. hm in 2:36 h.
In Züschen trennten wir uns und mal sehen, ob es nächsten Mittwoch wieder so klappt?!

Donnerstag:
begann der Traum vom Müritzsee-Ultra so langsam zu zerplatzen.
Alle Freunde der Laufszene haben sich irgendwie was angetan und fallen aus, und vom reinem Lesen wird mein Fuß immer schlimmer :-(

Guido hat sich eine Marschfraktur zugezogen
Regine hat die falschen Schuhe getragen und macht schmerzbedingt Pause
Michael hat auch was mit der Muskulatur
Margitta hat ebenfalls einen Ermüdungsbruch

Da scheint sich mein Fuß aus reiner Anteilnahme auch zum Totalausfall entschieden zu haben.
Am Sonntag nach meinem langen Lauf war ich wirklich schmerzfrei, ich schwöre!
Einzig am Spann hatte ich das Gefühl, als wenn das Schnürband mal wieder etwas zu fest gewesen sei. Läufer wissen wovon ich rede. Aber nichtder Rede wert und die Laufpause bis Mittwoch hieß nur ein ausgefallener Lauf von 17 km. Also alles im grünen Bereich und die Pause tat echt gut. Nur der Fuß ...

Nach getaner Arbeit und dem Erfolglosen Versuch Schotter zu organisieren, um den Gartenweg weiterbauen zu können setzte ich mich mit einem Anflug von Verzweiflung aufs Rad, denn Bewegung muss sein!

Ich wollte die RTF-Runde des SRC-Fritzlar abfahren, denn in der Woche ist hier wenig los und die Landschaft zum Genießen uns Radlern überlassen :-)

Auf ging es in Richtung Fritzlar, weiter Richtung Borken, wo ich auf der Straße hinter der Kalbsburg erst einmal mit der versuchten Tötung meinerseits durch völlig bescheuerte und dämliche Autofahrer und Berufskraftfahrern klar kommen musste.
Der erste LKW fuhr völlig schmerzfrei in 10 cm Abstand zum Ellebogen an mir vorbei. Blöder Vogel, kannst du in Rastatt machen denke ich noch so und freute mich dann über den der dann kam.
Denn der war vorbildlich. Ich fuhr ja bereits ca. 45 km/h und für ihn heiß das gerade mal 15 km/h unter seiner Höchstgeschwindigkeit Außerorts von 60 km/h.
Also fuhr er etwa 2-3 km brav hinter mir her und dann kam so ein fetter Sack in seinem Mercedes M-Klasse und muss hupen.
Ar...loch. Ist deine Kiste nicht schon Potenzverstärkung genug, musst noch hupend auf dich aufmerksam machen. Vogel. Wenn Bauer Lindemann mit seinem Bulldog hier fahren würde, kannst du auch nicht überholen und musst hinter her fahren.
So ein Spinner. Wenn du dich umbringen willst kann ich dir gern einen Baum zeigen, aber lass mich da raus, oder meinen Sohn. Denn der könnte hier auch mit seinem Roller her fahren.
Ihr seid so rücksichtslos und denkt überhaupt nicht daran, wie es dem geht, an dem ihr so eng oder hupend vorbei donnert. Und von 1,5 Meter Abstand zum überholenden habt ihr scheints alle noch nichts gehört.
Und das Beste ... An der Stopp-Straße an der B3 Richtung Kerstenhausen hatte ich ihn wieder und war bereits an der Auffahrt zur A49 vorbei, als er endlich mit seiner Dreckschleuder an mir vorbei fuhr. Warum muss man so viel Luft in einem so großen Auto bewegen? Und warum muss den jeder überhaupt so einen Panzer fahren? Und warum müssen so viele Frauen so einen riesen Panzer fahren? Q5, Touareg und Porsche Caenne schienen echte Schnäppchen zu sein. Sondersprit für 50€/Liter sage ich da mal!

So und nun zur Tour.
Nachdem ich in Kerstenhausen dem Straßenkrieg entronnen war und im Schwalmtal Richtung Bad Zwesten rollte zogen von Norden bereits graue Gewitterwolken auf. Nicht gut, dachte ich und hoffte ihnen zu entkommen. Manchmal bleiben sie hängen und kommen nicht über den Kellerwald. Nee, aber ich aus dem Kellerwald wieder raus. Und sie haben auf mich gewartet ;-)

In Oberurff-Schiffelborn ging es das Urfftal hoch und die schwüle Luft wurde im dem schattigen Tal zu einem angenehmem kühlen Fahrtwind.


im Urfftal
Nach dem Aufstieg mit ca. 100 hm auf 5 km n das Schneewittchendorf Bergfreiheit ging es in Richtung Armsfeld weiter. In Summe haben mich bis ins Wesetal dann nur 3 Autos überholt. So muss das!

In Gellershausen angekommen hat sich der Regen die Hände gerieben. Denn genau hier hat er mich erwartet :-(
Ich komm aus dem schattigen Tal und biege um die Ecke, da sehe ich die schwarze Wolke über dem Wesetal hängen.
Ich rettete schnell die Kamera ins Folietütchen konnte aber noch ein so sehr schönes Bild aufnehmen, wie man es wohl nur einmal im Leben trifft.


Küssen unterm Regenbogen ...
So schön. Überspannte der Regenbogen in 3-facher Ausführung (leider nur 2 x aufs Bild bekommen) das gesamte Tal. Links vom oberen Staubecken am Peterskopf bis rüber nach Reitzenhagen.
Mit kleinen Freudentränchen machte ich mich auf, unter ihn hindurch zu fahren und es war mir so egal, ob der Regen oben in den Nacken rein lief und unten aus den Schuhen wieder raus :-)

Seid ihr schon mal durch einen Regenbogen gefahren? es geht! In Kleinern hatte ich ihn und so einiges ging mir mit Regenbogen durch den Kopf: "Küssen unterm Regenbogen" von Manuela oder Johannes Mario Simmel "Jimmy ging zum Regenbogen".

Jaja. Die Gedanken sind frei.

Aber irgendwann war auch die Tour rum und im Edertal wurde es trocken. Na Gott sei Dank darf ich die Klamotten trotzdem waschen :-(


durch den Kellerwald und Wesetal
70 km bei 690pos. hm in 2:42 h waren ganz ordentlich.

Freitag:
Büroarbeit und in der Mittagspause jemanden finden, der mir mal eben 3 Tonnen Schotter bringen kann :-(
Die Weggestaltung getsaltet sich in den Details komplizierter als man erwartet hätte. Ist aber auch doof, wenn man keine Anhängerkupplung hat :-(
Schlussendlich habe ich doch noch um 12:00 Uhr eine Spedition gefunden und die war pünktlich 15:00 Uhr mit 3,25 Tonnen auf dem Hof und 18:30 waren die im Weg verteilt und abgerüttelt.
Wat bin ich ein Held :-))


Am Abend war Töchterchen mit dem Papa noch was beim Italiener essen, denn Mama war mit den Kolleginnen aus



Sonnabend:
startete mit Höllenschmerzen im linken Fußgelenk - mal wieder. Ich glaube der Schaufeleinsatz vom Freitag war nicht die Bester Kraftübung für den Fuß.
Dieses Mal aber nicht direkt im Gelenk, sondern mehr am Schienbein.
Der Gartenweg wartete auch und so hieß er Zähne zusammenbeißen und durch :-(
Mit mehreren Pausen lies es sich ertragen und mon Amour brachte in den Arbeitspausen immer das Kühlkissen angeschleppt und so kam ich denn doch ganz gut voran.



So darf ich dann Stolz das Resultat des sonnabendlichen Arbeitseinsatztes präsentieren :-)
Und damit ist der Großteil geschafft und ich habe vorerst meine Ruhe :-)

Eine kleine Runde gönnte ich mir dann doch noch, denn nur auf allen 4er durch den Garten ...


Sonnabendabschlussrunde
Und wenn es auch nur 42 km waren - so eine kleine Entspannungsrunde ist einfach was wunderbares :-)

Sonntag:
Urlaubsstimmung im Haus Gnü in Zü :-)
Tochter verabschiedet sich für eine Woche nach Bulgarien und wer darf sie zum Bahnhof bringen?
Ich! Juhu. 7:00 Uhr aufstehen, Brötchen holen 8:45 Uhr Abfahrbereitschaft hergestellt!

Winke, winke! Und pünktlich verließ der ICE Kassel in Richtung München. Man, was die Kinder alles so alleine können. Erster Urlaub mit Freundin, ohne Mama und Papa :-(
Aus Kindern werden Leute und aus Eltern Großeltern, ach nee. Noch nicht!

Also! Mama und Papa allein zu Haus, denn Sohnemann geht ja schon seit einer Woche eigene Wege :-(

Seerosenfest in Fuldatal Rothwesten! Schönes Ziel, denn die Wetter-App meldete Regen. Die Frage war nur in welchem Kassel auf dieser Welt :-(
30°C und wir zu einem Gartenfest. Naja.


Seerosenfest
Schön war es trotzdem und auch noch einen der ehemaligen Geschäftsführer meines alten Arbeitgeber getroffen.

Zurück daheim natürlich ...
Schaaaatz! Ich würde dann gern noch mal, wenn ich darf, und du nichts dagegen hast ...

Jupp, und schon saß der Gnü aus Zü zum Wochenabschluss auf der Rennmaschine und war zum 3. Mal im Chattengau unterwegs. Ach, was ist es hier schön!
Ich kanns nur jedem mal ans Herz legen: Hier kommt jeder auf seine Kosten. 
Ob Wandern, Laufen, Radfahren oder Schwimmen. Oder einfach mal Seelebaumelnlassen. Alles geht hier in Nordhessen.

Ich fasse es mal so zusammen:
In Sachen geboren und aufgewachsen
In Bayern angestellt
In Nordhessen zuhause
Alles richtig gemacht und Klasse Fügung in meinem Leben.

Hier die Sonntagsrunde:


Wochenabschluss
Zusammengefasst in Zahlen, um der Eingangs erwähnten Statistik wieder gerecht zu werden:

6 Touren
338 km
2951 pos. hm
12:48 h im Sattel


Wochenstatistik
Ich sag es doch: Wer sich bewegt, bewegt was!

In diesem Sinne warten wir mal ab, was der Orthopäde des Vertrauens am Dienstag zu meinem Fußdilemma meint und danach werden eventuell Kurskorrekturen vorgenommen ...

So danke ich euch allen für das Lesen meines Blog, freue mich natürlich, wenn ihr wiederkommt und auch auf eure lieben Kommentare.

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü