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Dienstag, 3. September 2019

Vorbilder ...

sollten und müssen Eltern sein 💕



dann wird aus den Nachkommen auch was 😉
Dazu gehört ohne Zweifel, das mit gutem Beispiel vorangegangen wird.

Wie Pascal Ackermann in seinem Interview mit der HNA auf die Frage antwortete:


Wollten Sie eigentlich schon immer Radprofi werden?


Auf jeden Fall. 

Ich fahre Fahrrad, seit ich sechs Jahre alt bin, und war damals schon bei der Tour de France als Kind mit meiner Familie am Straßenrand dabei.
Vor allem meine Eltern haben mich da immer gut hingeführt und mir den Sport schmackhaft gemacht, so dass es durchweg mein Traum war,
Radprofi zu werden.

Du kannst es aber nicht planen, es muss alles passen.

Quelle HNA



Radgefahren bin auch ich schon immer leidenschaftlich. Auch ab dem 6. Lebensjahr. Aber dann fehlte die Möglichkeit auf das Erleben der wirklich großen Radevents. Keine Chance auf die Tour de France 😨
Vielleicht Friedensfahrt 😊
Aber auch dazu gehört ein Heranführen und so blieb es eher beim Hobbyradeln.
Einzig, und das weiß ich noch, war eine Teilnahme bei einem Jedermannzeitfahren auf der Fischhausstraße von Dresden in Richtung Radeberg durch die Heide.

Ich weiß leider weder mehr wann das war, noch wo meine Urkunde abgeblieben ist 😭
Aber ich weiß noch, dass ich mit Jeans, Wollpullover und Schnappatmung inkl. brennender Beine und Lunge den 3. Platz erkämpft hatte 😊


Irgendwie konnte ich meine Eltern überreden mit mir auf die Hamburger Straße in Dresden zu fahren, um mich beim Bahnradsport anzumelden.
Als das Thema auf Kosten für so eine Maschine kam, wurde ich zum Kanu am Blauen Wunder angemeldet 😩. Die Sportgeräte wurden wenigstens gestellt 😂


So blieb ich beim Hobbyradeln. Und das liebte ich.
Stundenlang durch die Welt radeln, bis nichts mehr ging und Berge geschoben werden mussten.
Meine verhassteste Straße: Grundstraße mit meinem Eisenschwein und 3 Gängen 😡

Nun. Beim radeln bin ich auch heute noch und es ist eine prima Alternative zum Laufen oder wenn man gar gar nicht laufen kann 😢


Am Wochenende war´s mal wieder soweit.

"Ist der Gnü allein zu Haus, denkt er sich was schönes aus" war das Motto und sobald die bessere Hälfte aus dem Haus war, war es auch der Gnü.

Unsere Tochter ist inzwischen in Niederaula sesshaft geworden und ich dachte, dass das doch ein lohnenswertes Ziel sei.

Route auf der movescount-Seite ausgearbeitet und 10:00 Uhr Starttaste gedrückt.

Über Borken ging´s, mit kleinen Abweichungen, auf der Route der RTF vom letzen Sonntag in Richtung Dillich.






Wenn man wüsste, dass die Straßen gesperrt sind, würde man die Routen anpassen. Zum Glück gab es aber einen parallel laufenden Radweg und die nutze ich ja am liebsten. Dafür sind sie schließlich da.


Hinter Dillich wurde es dann schon immer mehr ansteigend und es ging ins Knüllgebirge. Das ist vielleicht einfach nur ein Mittelgebirge, aber der zweithöchste Punk dessen, das Knüllköpfchen, will erst einmal erklommen sein.




Nach 20 km bergauf, was fast an die Tour de France erinnert 😃, war der höchste Punkt meiner Tour erklommen.






Schwarzenborn stand an.

Wer kennt Schwabo nicht?
Also wer gedient hat, der schon.
Frage: über den Truppenübungsplatz oder Außen herum?
Wenn die Schranke oben ist und die BW eh bei knapper Kasse, wird also nicht geschossen und der Gnü folgte auf der Betonplattenstraße seiner Route.



Unversehrt kam ich in Oberaula an und wurde hinter dem Schlagbaum von Gevatter Fuchs begrüßt 😍


Auf der Bundesstraße ging´s Richtung Niederaula und nach 66 km war ich beim Töchterchen und Enkel-Hund zu Kaffee und Kuchen.






Aber der Heimweg?
War eigentlich wie der Hinweg geplant, aber das ist doch langweilig.

Aber den Fuldaradweg R1 ab Rotenburg an der Fulda! Den kannte ich noch nicht 😉
Kurzentschlossen also diesen Weg gewählt und so ging es recht flach an der Fulle in Richtung Melsungen gen Heimat.

Hier wollte ich entscheiden, ob ich den Umweg über Kassel noch schaffe, oder über den Berg hopse, um ins Schwalmtal zu kommen.






Über schöne Radwege erreichte ich Rotenburg. Nur ab und an könnte ein Schild mehr stehen 😔



Weiter ging die Tour zum Kloster Haydau



Zwischen Binseförth und Beiseförth überholte ich kurz vor der Radfähre eine Damen-Rad-Gruppe, die nicht schlüssig war, ob sie die Straße oder die handgetriebene Gondel nutzen sollten.

Ich nutze diese natürlich und mit 4 Damen ging´s an die Überfahrt.

Lustig waren wir, wenn auch nicht schneller, wie die anderen, die die Straße genommen hatten.



Das Kollektiv der sozialistischen Arbeit hat´s gemeinsam erreicht: das andere Ufer 😂

Die Mädels setzten ihre Fahrt nach Melsungen fort, um am Folgetag weiter nach Kassel zu radeln, um von da mit dem Zug wieder nach Hause nach Halle zu kommen.

In Melsungen angekommen, konnte ich natürlich nicht ohne Bild vom Marktplatz weiter.



Ich traf die Entscheidung nicht mehr bis Kassel zu fahren, denn das würde mit der früher einsetzenden Dämmerung nicht mehr klappen. Und zu Hause war ich ja auch noch nicht.

Also ging´s in Richtung Felsberg übern Berg.

In Niedervorschütz war der Ofen dann tatsächlich aus und ich musste an der Ems erst einmal den Kopf kühlen. Zu heiß war der letzte Sommertag mit 32°C 😲



Trotzdem habe ich durchgezogen und bin nach 166 km und 6:09 h im Sattel wieder wohlbehalten zu Hause gelandet.



Nach der Dusche, Karboloading und füßehoch ging´s dem Gnü doch schon viel besser und für den Sonntag kamen neue Ideen 😊

Sauerland ...
Oh ja.
Zu lange ist die letzte Tour her und die freie Zeit muss einfach genutzt werden.


Also schnell eine Route von 2016 auf die Soonto gespielt und so saß ich nach dem Frühstück 9:00 Uhr schon wieder auf dem Rad.

Aber das Wetter 😳
Der metrologische Herbstanfang machte seinem Namen alle Ehre und mit 16° war es nicht mehr wirklich warm, eher kalt und frostig 😭
Aber wurschd. 

In Naumburg hieß es auf Bahnradweg nach Korbach.



Aber mit klammen Fingern ist das fotografieren nicht schön und so blieb das Handy meist am Lenker 😞

In Korbach mit der Lokomotive vom VEB Schraubenwerk Tambach, wie auch immer und warum die hierher gekommen ist.




Weiter ging´s in Richtung Landesgrenze NRW. Wenn man dann in Oberschledorn angekommen ist, offenbart sich der weite Blick ins Sauerland.



Aber auch in NRW werden Straßen renoviert, erneuert und aufgerissen, und die Straße zwischen Küstelberg und Winterberg war gesperrt. Da ich nicht den Umweg in Kauf nehmen wollte bin, auf meinen Kuchen in Wintererg verzichtend, vor Elkeringhausen ins Tal hinab abgebogen, um im Orketal in Richtung Edersee zu fahren.

Aber nicht jeder Radweg ist Rennrad tauglich, auch wenn er anfangs noch geteert ist.




So manchmal muss man bei dem einen oder anderen Ortsnamen ja schmunzeln, auch wenn es dir auf dem Schotter auf schmalen Reifen schnell vergeht 😓

Und natürlich kam das, was eigentlich nicht angesagt war: Regen. Zum Glück immer nur kurz und wenig, aber doch genug, um die Freude vergehen zu lassen.
Ja und der Popo fand´s auch zu k....

So fuhr ich manchen Berg stehend hinab, um die 4 Buchstaben zu beruhigen, denn ein paar km hatte ich ja noch.



Aber im Sauerland ist´s schon schön 💚

Nach ziemlich genau 100 km war ich an meinem Edersee gelandet und konnte bei meinem Lieblingsbäcker in der Ecke erst einmal zuschlagen 😍



Ich träumte von meinen Edersee-Umrundungen mit Micha und Tommy bei Sonnenschein und dachte, das müssen wir unbedingt wiederholen 😉




Oder zu letzt mit Falk bei heißen Sommertemperaturen.



Die letzten 50 km konnten gestärkt angetreten werden und wärmer wird´s vom sitzen auch nicht 😭

Durchgezogen hab ich´s trotzdem und bin nach 145 km, 6:00 h im Sattel und wunden Po gesund zu Hause gelandet.




Dafür hatte die Strecke auch ein paar knackige Anstiege mehr 😉


So ist also mein Wochenende "Gnü allein zu Haus" abgekurbelt und der Herbst eingerollt 😢

Euch danke ich mal wieder von ganzem Herzen für euer Interesse an meinen Erlebnissen und kann wieder nur bestätigen:
Wer sich bewegt, bewegt was!
und wenn es viele Erinnerungen auch an die eigene Kindheit sind, die fast vergessen waren.


Mit sportlichen Grüßen 
Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 14. Januar 2018

Der Gnü der spinnt und singt ...

"Du hast ja ein Ziel vor den Augen,
damit du in der Welt dich nicht irrst.
Damit du weißt, was du machen sollst,

damit du einmal besser (leben) radeln wirst."



So, oder so ähnlich 😃

Die ersten 2 Wochen des neuen Jahres sind bereits wieder abgelaufen bzw. abgekurbelt, wenn man auf die 1. Woche zurück blickt.

Meine beiden Radbegleiter unserer Sauerlandtour aus dem Jahr 2016, Christian und Thorsten, meldeten sich sehr unerwartet und fragten nach einer gemeinsamen Rennradrunde. Im Januar? Wie lange?, Wie viel?
Unsicher stimmte ich zu und es wurde eine wundervolle, sehr winterliche Tour bei 6°C un 85 km auf schmalen Reifen 😉



Nee, im Ernst. Mit Winter hat das alles nichts wirklich zu tun und der Jahresstart schlägt alleine in der ersten Woche mit 175 Rennrad-Kilometern ins Buch 


KW1
175 km geradelt
49 km gelaufen
5 gewandert

Wo soll das noch hinführen, fragt man sich da.
Umwelttechnisch und sportlich so und so 😳


Na und wie das dann so ist, wenn man mit solchen ebenfalls bisschen Verrückten unterwegs ist, kommen schnell neue Ideen, die man schon geraume Zeit mit sich rumschleppt.

Ich hatte 2016 beim Treppenmarathon die 111 Runden geschafft, finishte danach die 111 km in Bödefeld und so kam sehr spontan die Idee auf unserer Sauerland-Kaffetrinken-Tour die 222 km voll zu machen, was ja auch gelungen ist.

Nun muss man, oder eigentlich ja nicht, immer noch einen daraufsetzen. Und so entsprang meinem völlig umnachteten Hirn die Idee im Sauerland 333 km zu kurbeln 😲

Und warum musste da doch tatsächlich einer nach der Umsetzung des Projektes fragen?
Nun gut. So ist also ganz fest im Plan ein neues, privates, Ziel hinzugekommen, im Juli konsequent auf diese irre Ding vorbereitet und die geplante Laufpause mit eben dieser Tour gekrönt, sofern nichts dazwischen kommt, was es ausfallen lässt. Radeln ist nicht Laufen und bei Regen werde ich das nicht in Angriff nehmen. Ich will mich ja nicht umbringen 😉



Wir werden also wieder Bad Berleburg für ein Käffchen und Kuchen ansteuern und uns dann durchs Sauerland zurück nach Hessen kämpfen.
Wenn alles klappt werden wir zum Schluss wirklich die 333 km und ca. 4800 pos hm auf der Uhr stehen haben.

Ich würde mich riesig freuen, wenn das so stattfinden wird und bin so wieder bei meinem Zitat:
"Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht (oder radelt) immer noch geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt."

Es ist eben wirklich so: 
Wer sich bewegt, bewegt was!
Und wenn es am Anfang nur Ideen sind. Wer ohne Ziel lebt, meines Erachtens, lebt einfach nur so in den Tag. Und das ist nicht mein Ding. Ich hab ja ein Ziel vor den Augen, damit ich mich in der Welt nicht verfahr 😂

KW2
Die 2. Woche blieben die Laufschuhchen auch ein bisschen geschont, sowie auch der Bewegungsapparat. Aber ohne? Nie! 😉 

122 km gekurbelt auf`m Spinning-Bike
56 km geradelt, im Freien, an der frischen Luft 😥
43 km gelaufen
8 gewandert

Euch danke ich herzlich für´s Lesen meines Blog und würde mich freuen, wenn ich euch ein bisschen inspirieren kann, mit dem was ich tue.

Ich verbleibe mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 10. Januar 2016

Terroristen ...

terrorist
Webdefinitionen
  1. Unter Terrorismus sind Gewalt und Gewaltaktionen gegen eine politische Ordnung zu verstehen, um einen politischen Wandel herbeizuführen. Der Terror dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten oder Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen. ...
    http://de.wikipedia.org/wiki/Terrorist

Das verstehen wir inzwischen weitläufig unter Terror, Terrorismus  und Gewalt.
Ist dem so?
Wirklich nur politische Ziele ? Nicht auch Angst und Schrecken im Straßenverkehr verbreiten? Den Schwächeren bedrängen? Über alle Regeln der StVO hinwegsetzten! 

  • Blinken --> nein 
  • Telefonieren --> immer und überall
  • Drängeln --> klar doch. Jetzt komme schließlich ich
  • Hupen --> Platz, ich ich ich
  • Nötigen --> aber so was von
Das scheinen für so manchen Autofahrer Begriffe sein, um die eigenen Rechte durchzusetzen. Angst und Schrecken für den (unbeblechten) Radfahrer zu erzeugen.

All das durfte ich in den letzen Tagen auf dem Rennrad wieder erleben. Ich hatte es fast vergessen, wie das ist :-(
Stille im Wald. Die Abgeschiedenheit auf dem Trail. Doch ...
Krankheitsbedingt stehen die Schuhchen im Keller und warten auf den nächsten Einsatz.

Aber ohne Bewegung kann ich eben nicht und stattete mein Rennrad mit den Raceblades von SKS aus. Natürlich in Weiß :-) Bin schließlich ein Ästhet  :-))


chic :-)
Am Donnerstag noch ohne diesen Schutz die erste Rund in 2016 bei erträglichem (Winter) Wetter, zwar etwas grau der Himmel, aber die Temperaturen angenehm und für einen Winter fast mild :-)




Daten zur Tour gibt es wie immer bei Klick auf Bild.

So ging es im moderaten Grundlagentempo, möglichst ohne ins Schwitzen zu kommen Richtung Edersee.
Nur ging die Rechnung mit der Dämmerung nicht auf und die letzten 5 km waren schon etwas grenzwertig :-(
Zwischen Ungedanken und Fritzlar nutze ich, obwohl es einen Radweg gibt, der aber fürs Rennradfahren nicht geeignet ist, für ca. 3 km die Bundesstraße. Mit Blicklicht hinten und deutlich erkennbarer hellen Radjacke wurde ich in Abständen von 10 cm bis vorgeschriebenen 1,5 Meter überholt, angehupt, genötigt, mit Stinkefinger ectpp. gegrüßt. 
Hey, ihr Vollidioten. Was soll das? Irgendwann baue ich mir für euch mal eine Latte ans Rad: 1,5 Meter Lang, am Ende mit nem Fähnchen und Nagel bestückt. Mal sehen, wer mich dann noch versucht umzubringen. Denn ich bezeichne das als versuchten Mord.

Davon lasse ich mich dann aber nicht abhalten, es wieder zu tun und montierte also am Freitag die Raceblades und machte mich bei fast frühlingshaften 6°C und strahlendem Sonnenschein auf den Weg. Aber erst nachdem ich den Plattfuß instand gesetzt hatte :-(
Blöd, wenn der Flicken an der Seite aufreißt, oder ich zu doof war. Wie haltet ihr das? Neu oder Reparatur?
Mit 30 Minuten Verspätung machte ich mich dann auf den Weg. Den ersten Teil der Strecke legte ich wieder in Richtung Bad Wildungen.
Ich wollte heute natürlich die Tauglichkeit der Schutzbleche testen und nutzte dazu oben besagten Radweg. Schön schlammig und den Jahrhundertläufern unter uns sicher noch in guter Erinnerung, als Peter über die Absperrung ein Salto drehte, um Helena zu winken :-)

Die Schutzbleche sind Top, das ist sicher. Was weniger Top war, dass sich der Terror von der Straße auf den Radweg verlagert hatte.
Heute waren es nicht die Autofahrer, die sich versuchten Platz zu schaffen. Nein. Heute waren es die Spaziergänger, denen ich ein Dorn im Auge war.
Sorry. Das ist auch ein Radweg und mehr als mich von weit hinten anzukündigen kann ich auch nicht tun. Warum müsst ihr den stehen bleiben und euch umdrehen, wenn es klingelt? Wenn von vorn keiner kommt, kann es nur von hinten sein, denn Fallschirmspringer haben i. d. R. keine Klingel :-)))
Also auch hier in Schlangenlienien und mit anmaulen eine Tour entlang der Eder.


an der Eder fährt der Peter :-)
Ich blieb auf dem Radweg bis nach Wabern und folgte soweit es ging der Eder. In Felsberg kurzes Meeting mit Fauli und Ditsche und weiter ging es. Die letzten 25 km würden auch nicht wärmer werden und die Sonne würde auch bald unter gehen, aber heute war ich ja mit Frontfunzel ausgestattet :-)
Man lernt schließlich dazu!

In Fritzlar kam die Funzel dann tatsächlich zum Einsatz und zu allem Übel fing es an zu regnen :-(


keep smiling :-)
Es sind doch 58 km geworden. Die ersten 55 sehr schön, die letzten bei 3°C :-(



Die Daten wie immer bei Klick.


hat sich gelohnt
Der Sonnabend startete mit Frühstück und einer SMS zur gemeinsamen Tour mit Kai und Nico. Da sagt der Gnü doch gern zu und nach dem Einkauf ging es los. Die beiden in Lohne eingesammelt , Gruppenbild und ab.


Smile :-)
Kurze Rundenbesprechung und als Ziel flach und nicht anstrengen. Das wird hoffentlich nicht den Rest des Jahres so weiter gehen :-)))


kalt ;-)
Dafür hatten wir heute mal so was wie Winter. Wenigstens annähernd in den Temperaturen.



Kreuz und Quer durch den Chattengau kamen knapp 55 km zusammen.



die Daten auch hier ... Klicken :-)

Damit ist die Woche 1 des Jahres 2016 abgekurbelt und ich wünschte das war´s mit Winter. Denn so kann es gern weitergehen. Schließlich wartet ein neues Ziel auf mich.


angemeldet :-)))
Jupp. Ich habe es getan und mich am Freitag spontan mit meinem Kollegen Ralf zum Velothon Berlin 2016 angemeldet. Ich freu mich sehr drauf und bin auf die neue Erfahrung gespannt. Schließlich wird das mein erstes Radrennen. Aber wie heißt das so schön? Neue Ziel braucht der Mensch. Und überhaupt:
Wer sich bewegt, bewegt was!

Sag ich doch.
Somit bin ich über den Verlust meines Zieles El Teide im Oktober hinweg und neue Ziele sind in meiner Übersicht fixiert.
Im Juli geht es nun zum SAXOPRINT Sachsen Trail auf den Rabenberg als neues Highlight 2016. Danke an Ralf, für den Tipp.
Den Rest des 2. Halbjahres konzentriere ich mich auf den Kassel-Marathon im September. Vielleicht kann man hier ja doch noch mal ...

Was dann kommt? Werden wir sehen und ich denke mit 4 Ultras in der Liste und dem P-Weg im September in der Planung (noch nicht gemeldet) ist auch genug der Ultra-Läufe. Wobei der Schwerpunkt wie gewollt auf den Trails liegt und für 2017 ausgebaut werden wird.
Treppen-Ultra wird eine Erfahrung und die Flachstrecken- und schnellen Ultras werden sicherlich nicht auf meiner "must do"-Liste landen. Aber man weiß ja nie ...

Euch danke ich natürlich wieder von ganzem Herzen für das Lesen meines Blog, bleibt alle schön und gesund und vor allem mir gewogen. 
Danke für eure Kommentare und Motivationen weiter zu machen. Denn #LaufenistLeben ...

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Montag, 11. August 2014

Durchhalten ...

ist die Maxime.

Aber das ist etwas, was wenige Menschen können. Sind wir Ausdauersportler anders?
Am Montag habe ich meine Rennradrunde durch den Chattengau gedreht. Am Himmel zogen dunkle Wolken auf. Bis nach Lohre hatte ich Glück und blieb trocken. Dann fing es an. Erst sacht, dann immer dickere Tropfen. In kürzester Zeit war ich patsch nass und des Wasser lief oben in den Helm rein und hinten an den Schuhen wieder raus.
Mir ging durch den Kopf, ob jetzt alle weiter treten würden, oder aufgeben und sich abholen lassen würden.
Am Sonntag, beim spazieren, so auch meine Liebste. Gut gelaunt bis es dunkel wurde und zu regnen begann. Am Auto angekommen, Frisur angededscht, Shirt nass und die Laune dahin.
So viele geben auf, wenn es raus geht, aus der Komfortzone. Aber warum?

Man kann natürlich am warmen Ofen sitzen, vorm Fernseher, die Füße oben.
Aber hätten das unsere Vorfahren gemacht ...

Wir wären ausgestorben.
Natürlich war es auch in der Steinzeit bei Mutti am Feuer gemütlicher, aber dann hätte es nichts zu essen gegeben. Oder man hätte sich beim Höhlennachbarn ein halbes Mammut geliehen. Das hätte aber bedeutet, bei der nächsten Jagt 2 erlegen zu müssen. Eins für den Nachbarn (Zinsen und so) und eins für sich selbst. Und ob man so viel Jagdglück gehabt hätte...

So kann ich auch bei einigen Kollegen beobachten, kurz vorm Ziel aufzugeben. Natürlich kann Projektgeschäft langwierig und anstrengend sein und auch mal nervig. Dann heißt es sich zu motivieren.
Wenn man sich als Sportler nicht selbst motivieren könnte ...
Wer hört schon bei km 8 auf zu laufen? Oder dreht bei km 35 um, weil der Mann mit dem Hammer an der Strecke steht?
Wäre ja schön doof!

So heißt ein Punkt auf meiner Liste zum erreichen persönlicher Ziele: "aneignen von guten Gewohnheiten"
30 Tage am Stück tun, dann ist es Gewohnheit.

So bereitet man sich auf widrige Umstände vor. Hitze, Regen, Kälte, Schmerzen, Blasen ...
Läuft Tag aus, Tag ein. Wird von Mitmenschen als Junkie, als Irrer, als Freak abgestempelt. Kopfschütteln ist dann noch das humanste, was man sieht.
Aber wir halten durch! Auch wenn der 10te am Telefon keinen Termin mit dir braucht, rufst du auch den 11ten noch an.
Und wenn der Kunde das 7. Angebot noch mal aktualisiert haben will, tust du das.
Und wenn es regnet, trampelst du weiter, auch wenn dir das Wasser am Kinn runter tropft.
Denn du weißt, beim nächsten Wettkampf ist es das, was dir den Vorteil verschafft. Dich besser macht. Dich noch einen überholen lässt, der irgendwann nicht trainiert hat, durchzuhalten.

In Summe waren es am dann doch 64 km mit 790 pos. hm in 2:30 h und ganz viel Wasser zum Schluss :-)

Montags durch den Chattengau
Die kompletten Daten gibt es hier

Dienstag:
Pause. Ich habe es versprochen. Mir und meinem Ziel: Müritzseeumrundung. Und die Zeichen stehen gut, denn ich bin den 2. Tag in Folge schmerzfrei. Die Summe der Maßnahmen scheint anzuschlagen.

Mittwoch:
Training mit dem SRC.
Zum Glück pünktlich Feierabend, so dass ich bereits 17:00 Uhr in der Spur bin und ein paar Zusatzkilometer einsammeln kann.

der Winterturm in Fritzlar
Nach knapp 18 km traf ich pünktlich ein und kurze Zeit später waren wir bereit zur Abfahrt.

Treffpunkt
Frank, 2 x Wolfgang, Erwin und Ich machten uns auf den Weg, um noch Ralf und Günter einzusammeln, die uns entgegen kommen wollten.
Truppe komplett - machten wir uns "mal wieder" auf den Weg durch den Chattengau.
Also, so langsam brauche ich ne Abwechslung denke ich und lege mir schon ne Runde für Freitag zurecht :-)

Team komplett
Gemeinsam fuhren wir in Richtung Zennern und weiter nach Böddiger.

am Böddiger-Berg
Irgendwie waren alle spitz auf Berge, denn die Auffahrt nach Wolfershausen nahem wir auch noch mit :-(

Ralf
Bergauf
Wir fuhren weiter nach Besse und Frank und ich hatten uns bis 20:00 Uhr zu Hause freigemacht und entschieden uns, auch noch den Langenberg von Großenritte nach Niedenstein mit zunehmen. Wenn schon Berge, dann richtig ...

In Summe waren es für mich dann 72 km mit 682 pos. hm in 2:43 h.

Mittwochstraining
Die gesamte Tour gibt es hier.

Zur Zielankunft in Fritzlar gab es noch eine paar tolle Bilder mit Frank :-)

Einfahrt nach Züschen
Irgendwie muss ich am +uli benke denken :-) Warum nur?

Donnerstag:
Ich habe es bereits gesagt: Pause!
4. Tag in Folge schmerzfrei. Das wird was und die Liebste bekommt schon die Krise :-)
"Wehe, wenn der Urlaub wegen deinem Lauf in einem Desaster endet!"

Ich werde einen Testlauf machen und wenn der schmerzfrei verläuft, dann ...

Freitag:
letzter Arbeitstag, Abwesenheitsnotiz einstellen, Telefon auf Rufumleitung und Tschüß Büro!
3 Wochen ich, Familie und Sport!

Und heute fange ich gleich damit an und fahre eine Runde um den Edersee :-)
Banane, Riegel und Iso verstaut und 16:00 Uhr abfahrt Richtung Geismar. Mit einem 30er Schnitt ins Edertal. Windstill und durch die Ferien wenig Verkehr machten es vom Anfang an sehr entspannt. Ein paar Idioten gibt es immer, die uns anhupen müssen, heute ist mir das aber echt egal.

Über Bergheim ging es den ersten leichten Anstieg hoch zur Sperrmauer.


Edersee - immer schön
ol: Schloss Waldeck
or: kalt, die erste :-))
ml: an der Uferrandstraße
mr: Unteres Staubecken bei Hemford
ul: der Peterskopf auf der anderen Seeseite
ur: kalt, die zweite :-))

Was mich aber verwundert, ist, dass auf der Randstraße so weinig Verkehr ist. Ich hätte mit mehr Radfahrern gerechnet. Wissen wohl alle nicht, wie schön es hier ist?! Dann habe ich eben mehr Platz.

Diese Woche hatten wir mal eine kontroverse Diskussion wegen der Missachtung von uns Radfahrern und der Radwege. Das ist nicht nur in Hamburg so +Michael Mankus. Auch bei uns gibt es das, und sogar am Edersee musste ein Freund mit nem gelben Nummernschild auf dem Radweg parken und das auch noch unter einem Halteverbotsschild :-)
Auch unterwegs gab es mal so ein paar Spinner, die sich von mir behindert fühlten. Wo soll ich denn hin, wenn ich schon mit 65 den Berg runter donner?
Aber heute war Tiefenentspannung angesagt und so sagte ich mir: "Ihr dürft mich heute mal ganz genüsslich am Ar... lecken :-) Ich habe Urlaub!"

In Herzhausen wurde es noch mal richtig dick. Ist aber die einzige große Straße und auch noch die Verbindung aus dem nordhessischen Bergland zur Autobahn.

Dafür kamen hier wieder Erinnerungen auf:


Herzhausen
7 Monate her, da liefen +Regine Wagner +Guıdo Strauß und ich hier durch die blaue Stunde :-) Und hatten die ersten 30 km hinter uns.

Ja ja, das Laufen lässt mich nicht los. Ich bin zwar inzwischen ganz gut auf dem Rennrad angekommen und auch Verbesserungen sind spürbar, aber es ist einfach zeitlich ein Problem. 3 Stunden für eine Runde freizumachen ist schon schwieriger, als mal eben eine Stunde zu Laufen.
Der Plan für den Wiedereinstieg liegt bereit und nachdem ich nun 5 Tage schmerzfrei bin werde ich am Sonntag meine vorerst letzte Rennradrunde drehen und am Dienstag einen ersten Testlauf starten und dann wird entschieden, was am Müritzsee passiert.

Nachdem ich in Kirchlotheim von der Bundesstraße abbiegen konnte und auf den Radweg, entlang der ehemaligen Bahnstrecke von Korbach nach Frankenberg, kam, wurde es Zeit für eine erste Stärkung. Banane und Gel in den Kopp und erste Flasche geleert, um wieder den Speicher aufzufüllen, denn ab Schmittlotheim geht es bis Frankenau, zwar nicht steil, aber stetig bergauf.


durch den Kellerwald nach Bad Wildungen
ol: die Eder bei Kirchlotheim
or: das liebe Vieh, nur am Fressen :-)
ml: bei den saftigen Wiesen ...
mr: was soll man denn sonst hier machen?
ul: zwischen Reizenhagen und Bad Wildungen
ur: das Schloss in Bad Wildungen

In Frankenau standen so viele Autos mit gelben Nummernschildern auf den Straßen, dass ich erst mal am Ortsausgang nachsehen musste, ob ich mich nicht verfahren hätte. Ich dachte ich bin schon in Holland :-)

Von Frankenau geht es auf frisch renovierter Straße abwärts ins Wesetal, mit dem Hinweis: "Langsam! Wildkatzen". Würde ich ja gern mal eine sehen wollen. Aber das ist mir leider nicht vergönnt.

In Frebershausen habe ich dann die eingehäkelten Fahrräder entdeckt. So kann man Diebstahl auch unterbinden. Wer will denn mit so was noch fahren? :-)


eingepackt
Bis Gellershausen blieb ich im Wesetal und musste an meine letzte Tour hier denken und den schönen Regenbogen. Der blieb mir zum Glück erspart, ebenso der Regen :-)

In Gellershausen bog ich noch mal rechts ab und nahm Ziel Bad Wildungen auf, denn die 100 sollten heute stehen!
In Richtung Albertshausen und weiter in den Kurort Reinhardshausen kam Bad Wildungen immer näher.

Die Investitionen der letzten Jahre in den Straßenbau haben sich definitiv gelohnt. Von Reizenhagen kommend nach Altwildungen und nach Bad Wildungen rein ist eine super Fahrbahndecke mit blau aufgemaltem Radweg entstanden und auch der Kreisel und die Ortsdurchfahrt in Wildungen sind Topp und machen wirklich Spaß befahren zu werden, auch wenn Kreisel immer etwas gefährlich sind für Radfahrer.
Raus aus dem Kreisel ging es an der Unterkunft von +Jürgen Weinreich und +Sylwia Weinreich aus dem Januar vorbei.
Was ein toller Blick auf das Schloss ;-)


Schloss Friedrichstein in Bad Wildungen
Inzwischen zeigte die Uhr auch schon knapp 82 km und das Ziel der 100 war in Sicht. Allerdings nicht auf dem direkten Heimweg. Nein; Fritzlar musste ich schon noch mitnehmen.

Aber ich habe das Ziel erreicht:
106 km mit 1117 pos. hm in 3:47 h machen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 28 km/h. Das ist spitze. Freut mich sehr, bei den Höhenmetern und den Rampen. Von Niederwerbe nach Basdorf geht es immerhin stellenweise mit >10% aufwärts.


Ederseeumrundung
Sonnabend:
wieder Sportpause, wie geplant. Dafür wieder Gartengestaltung und Weg weiter gelegt. Fast fertig, werde ich den Wegebau in der nächsten Woche beenden und mich neuen Herausforderungen stellen, die die bessere Hälfte sicher für mich finden wird :-)




Sonntag:
wollte ich die Herausforderung Gran Fondo 08, bei Strava 130 km Rad zu fahren, beenden. 
Wecker auf 6:15 Uhr gestellt, aber die Katze war schneller und wollte bei Regenstart 5:30 Uhr ins Trockene :-)


Schlaues Tier und ich konnte liegen bleiben, denn im Regen starten muss ja nun auch nicht sein, dachte ich und drehte mich wieder rum und verwarf meine Radpläne :-(

Nach dem Frühstück und schlecht gelaunt, wegen der Aufgabe der letzten Tour, Unwetterwarnung und keine Chance auf Besserung in Sicht machten wir uns wenigstens zur obligatorischen Spazierrunde an den Edersee auf. Klasse; tolles Wetter und ich nicht auf dem Rad, und keine Regenwolke am Himmel.

Schloss Waldeck
ruhig im Hafen
Ganz ehrlich!?
Diese Wetter-Apps sind doch auch der Mist vorm Herrn!
Früher haben wir den Kopf aus dem Fenster gehalten:
Kalt     --> Jacke
Warm     --> keine Jacke
Nass     --> Schirm
Trocken  --> kein Schirm

Heute:
Unwetterwarnung! Ab 15:00 Uhr Gewitter mit Sturmböen.
Und alles bleibt im Warmen und wartet auf das Unwetter, um am Ende eine Begründung gehabt zu haben, wieso man nicht draußen gewesen ist.

Aber mit mir nicht, Nein! Ich nicht!
Zurück und 15:30 Uhr, ohne Unwetter in Sicht, aufs Rad und weg. Ziele sind dafür da, eingehalten zu werden!

Nach genau 5 km fing es an zu regnen. Frischer, warmer Landregen. Leck mich am nassen ... Egal. Ich sitze jetzt und bin unterwegs, zurück ist nicht im Plan!

Nachdem ich ja nun eine ganze Woche schmerzfrei an den Füßen bin, das Radfahren gut am Laufen ist, aber viel Zeit in Anspruch nimmt und der Sonnenuntergang immer früher stattfindet, zuckt es doch wieder in den Lauffüßen :-)

Aber die 130 km die hole ich mir. Soll so ein bisschen der krönenden Abschluss der Laufpause sein und die längste Tour, die ich je gefahren habe.
Die Touren der letzten 3 Wochen haben mir sehr gut getan und ich konnte auch eine stetige Verbesserung feststellen. Die Längen der Touren machten mir überhaupt nichts aus und ich muss gestehen, ich habe an keinem Ende einer Tour gedacht: "Geschafft, Gott sei Dank". Nein, im Gegenteil, ich hätte ewig weiter fahren können.

Heute also das vorläufige Ende. Ein bisschen Wehmut kommt dann doch schon auf.
Von Züschen verließ ich die Heimatlichen Gefilde in Richtung Kassel und hatte als erstes Ziel den Herkules im Kopf. Und nicht nur das. Denn vor fast auf den Tag genau, am 08.08.2013 bin ich mit +uli benke die Strecke gemeinsam gefahren :-)

Allerdings nahm ich die Auffahrt zum Herkules heute über Ehlen und damals sind wir durch die Innenstadt auf den Fernradweg R1 nach Melsungen.
Und damals hat es auch nicht anhaltend geregnet, sodass die Fotoknipse in der Tasche blieb :-(
Oben angekommen musste ich heute die Abfahrt durch das Druesetal langsam angehen lassen, ich wollte ja nicht stürzen.
Über die Frankfurter Straße ging es in Richtung Auestadion und zum zurückliegenden Marathon. Ich bin für 2015 immer noch nicht angemeldet und überlege, ob ich überhaupt will.
Dem Radweg R1 folgend, an der Fulda entlang, hatte ich als nächstes Ziel Melsungen auf dem Schirm. Waren die Straßen bis Kassel einfach nur nass, war der Radweg eine einzige Dreckpiste und die Sand war unangenehm zwischen den nassen Fingern. Aber wie eingangs geschrieben: bei einem Wettkampf kannst du auch nicht stehen bleiben. Also, kannst du schon, nur ...

Weiter. Immer schön nach oben buckeln und nach unten treten (Vorgesetzten-Sport) weiter, immer weiter. Durch Fuldabrück, Dennhausen und Guntershausen ging es nach Guxhagen und am NS-Lager Breitenau vorbei weiter an der Fulda entlang.
Ziemlich einsam, nur eine Radgruppe überholte ich, die wohl vom Regen überrascht wurde, ging es immer weiter dem nächsten Etappenziel entgegen und immer noch regnete es. So schön sacht, das es fast nicht störte. Bis auf den Sand :-(

Kurz vor Melsungen musste ich erst einmal die Liebste daheim informieren, dass ich etwas später kommen würde. Durch den Regen konnte ich doch nicht so schnell fahren, wie ich geplant hatte, so dass das Ziel 20:00 Uhr nicht zu halten war. Und tatsächlich hörte es sogar für die Telefonpause auf zu regnen.
Kurze Info und weiter; Melsungen Marktplatz. Hier lies sich sogar ganz kurz die Sonne sehen und ich konnte den Brunnen nutzen, um den Sand von den Trinkflaschen und dem Lenker zu spülen. Sollte aber nicht lange halten :-(

Letzter Aufstieg, dachte ich mir, und trampelte auf der B253 Felsberg entgegen,im Wissen gleich nach 5 km und 170 pos. Höhenmeter auf der anderen Seite ins Edertal zu brettern. Aber auf der Höhe gab es was? Neuen Regen. SPITZE ICH WILL MEHR DAVON!

Da ich ja eh schon nass bis auf die Haut bin, ist es schon fast egal. Oder ist es schon das Fleisch, weil die Haut sich auf- und abgelöst hat?
Die Finger sahen aus, als ob ich 4 Stunden in der Badewanne gesessen hätte! Ach. Habe ich doch! Nur nicht so gemütlich.

Und die Kilometerberechnug sagte, dass ich nicht direkt nach Hause kann, sondern mir noch 15 km fehlen würden. Shit. Also In Felsberg auf meine Chattengau-Runde abgebogen und weiter nach Böddiger. Und noch einen Anstieg: Wolfershausen vom Mittwoch mit den Jungs vom SRC wiederholt. Und weils so schön ist und auch noch nicht stockfinstere Nacht, gleich noch mal die Langenberge von Großenritte und runter nach Niedenstein.

Man, ich muss doch echt nicht alle Tassen im Schrank haben! Wie viele Höhenmeter werden das heute? Sicher über 1500. Und es wird langsam dunkler. Die Sonnenbrille, die verhindert, das mir die Tropfen in die Augen kommen, verschwindet in der Tasche im Shirt, wo auch die Kamera ihr Dasein fristet und nichts zu tun hatte heute.

Und endlich auch mal wieder ein Depp von Autofahrer, der mir zeigen muss, was für ein tolles Licht er hat. Oder warum gibt er mir Lichthupe?
Hinten blinkt mein Licht schon seit einer halben Stunde und wenn du schön auf deiner Seite bleibst, kann eigentlich nichts passieren. Vogel. Können auch gerne tauschen.

In Metzte dann wieder Hochrechnung. Züschen 9 km. Shit. Reicht immer noch nicht. Neues Ziel: Gudensberg!

Oh Man. Langsam könnte es aufhören zu regnen und in Begleitung wäre es sicher auch kurzweiliger. Und Hunger, und Appetit auf ein alkf. Weizen und warme Dusche und und und ...

Letzte Abfahrt und weißt du was, lieber Gnü? Scheiß egal. Jetzt fährts du gefälligst noch über Fritzlar und Geismar nach Züschen. Strafe muss sein! Jupp. mach ich!

Also die letzten 6 km im Elbetal nach Züschen waren dann schon so langsam ein Ausrollen, denn der rechte Oberschenkel begann langsam zu verkrampfen und ich klickte aus den Pedalen um die Beine auszuschütteln.

Kurz vorm Ortseingang Züschen wollte dann noch ein Rehböckchen mit mir ein Rennen veranstalten, aber Querfeldein habe ich nicht mehr mitgemacht und blieb auf der Straße. Gute Nacht und pass auf dich auf!

Und dann war es geschafft. Im Dämmerlicht schob ich nur noch das Rennrad in den Holzstall, Schloss vor. Saubermachen fällt aus, wegen is nich :-(
Schlamperei, aber heute echt nicht mehr. Morgen bekommst du ne Vollversorgung. Versprochen und besten Dank für die tolle Tour.

Denn: Ziel erreicht!

135, 1 km
5:18 Stunden
1523 pos. Höhenmeter
Herausforderung bestanden und abgeschlossen.
Und promt kommt der Link zum limitierten Trikot. 150 US$. Ich glaube das Ding hat vergoldete Reißverschlüsse und ich belasse es lieber in USA :-(


Laufpauesnabschlusstour
Die gesammte Tour gibt es hier.

In Summe ist somit folgendes Ergebnis für die KW32 zu verbuchen:

KW32

Was beliebt ist ein Fazit über die letzten 3 Wochen zu ziehen:

  • Laufpause vom 21.07.14 bis zum 10.08.14.
  • 1022 zurück gelegte Rennradkilometer
  • 9643 Höhenmetern
  • 38:51 Stunden
  • 3 x Krangengymnastik (3 x noch offen)
  • 1/2 Tube Heilerde
  • 1/2 Tube Voltaren Emulgel
  • 12 Tabletten Ibuprofen 400
  • 9 Tabletten Voltaren
  • Fußgymnastik
  • Massagen

Die Summe aller Maßnahmen scheint Erfolg zu zeigen und ich hoffe es hat was für den Lauf in 2 Wochen am Müritzsee gebracht. Schaun mer ma :-)

Countdown
In 2 Wochen wissen wir mehr :-)

In diesem Sinne danke ich allen, die mir in den letzten 3 Wochen zur Stange gehalten haben, mir Glück wünschten, Mut zusprachen, oder auch mal ins Gewissen (+ultraistgut Ostsee) Danke herzlichst :-)

Ich versprechen hiermit: Wenn der Lauf am morgigen Dienstag nicht das hält, was er verspricht, oder ich nicht zufrieden bin, werde ich NICHT um den Müritzsee laufen, sondern das Rennrad weiterhin als Alternative nutzen und die Ziele für den Rest des Jahres neu definieren.

So danke ich allen für das Lesen und freue mich sehr, wenn ihr wiederkommt.

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü