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Donnerstag, 16. Juli 2020

Vorhaben ...

Wenn ich etwas vorhabe, ist meist nichts dahinter.
Nur was ich hinter mir habe, hatte ich vor.

Heinz Rudolf Kunze


Das trifft es bei mir nicht wirklich. Und doch muss ich genau an die Worte von HRK denken, wenn ich das Jahr bisher betrachte 😟

Vor genau einem Jahr waren mein #Lieblingsmensch💕 und ich in unserer fast 2. Heimat Nordholland.
Ich fasste den Entschluss, nach dem doofen Unfall auf Teneriffa und den immer wieder aufkommenden Knie-Problemen, die Ultra-Trails sein zu lassen und wieder bei 0 anzufangen.

Die Absagen der geplanten Läufe, wie der Südthüringen Trail oder der Brockenmarathon, ließen zwar Wehmut aufkommen, aber nach überstandener OP und Neustart ins Laufen sowie dem Ergebnis in Marburg geben meiner Entscheidung Recht 😉


Auch eine fast unterbewusste Entscheidung hat sich als intuitiv Richtig herausgestellt.
Ich dachte beim Anblick der vielen Starter in Marburg, ich werde nicht mit 20 Mann unter der Dusche stehen bei den Meldungen im Radio über Infektionszahlen zum neuen Corona-Virus. Stattdessen stieg ich ins Auto und müffelte einsam vor mich hin.

Was dann folgte muss ich glaube nicht erzählen. Zu Präsent sind die Folgen.
Tausende Tote in Frankreich, Italien und Spanien. Jeder einzelne einer zu viel, zeigt es uns doch, was eine globalisierte Welt verursachen kann 😪

Es folgte Absage auf Absage und so manches Kopfkino wurde durch die Veranstalter beendet.
Ja. Ich bin ehrlich: ich hatte auch nicht auf jeden Lauf wirklich Lust. Aber das hat andere Ursachen.

Aber die Entscheidungen wurden mir abgenommen, auch wenn ich als Fußballgegner nicht alle als Richtig erachte.
Unsere Fußballmillionäre und der zu erzielende Umsatz aus der Sparte sind Grund genug, das freizugeben, während andere Bereiche nicht mehr ums Überleben kämpfen brauchen, sondern den Kampf inzwischen aufgeben mussten und noch weitere aufgeben werden müssen 😭

Aber, wie ich schon mal schrieb, soll das kein politischer Blog sein, sondern sich ums Laufen und den Weg zu neuen Zielen und Erfahrungen drehen.
Nun ist aber genau das der Grund, warum seit dem letzen Beitrag in meinem Blog so viel Zeit verstrichen ist.
Es gibt keine Events, keine Ziele, keine Erfahrungen 😔

Okay. Ich kann über die vielen Aktivitäten berichten, die ich erleben durfte.
Und erleben durfte ich wahrlich viel 😊

Wie viele andere auch hatte und habe ich Kurzarbeit, weil ja die Vertriebler die Pestverbreiter der Nation sind 😡
In vielen Unternehmen wurden Besuche von Externen untersagt, Schichtmitarbeiter und Bürokollegen getrennt, um nach Feierabend dann doch wieder als Fahrgemeinschaft Heim zu fahren 😂

Auch wurde mir berichtet, dass Ehepartner in gleichen Schichten getrennt wurden 😂😂😂
Ja. Und nachts haben die dann die Plastikscheibe in der Besucherritze?

Gut. Ich muss gestehen: auf der einen Seite waren viele Maßnahmen nachvollziehbar, wie Mundschutz und Abstand, auf der anderen auch überzogen, was die Anzahl von Kunden in Geschäften angeht oder die Berichte über Mitarbeitertrennungen.

Aber nun wieder nach Nordholland:
nicht nur die Wettkämpfe wurden abgesagt, natürlich auch Urlaube und geplante Reisen.
Wie auch unsere in die Türkei, worüber wir mehr als traurig waren 😢.
So kam die Idee, nach Abklärung der Möglichkeiten, unseren Urlaub in den Niederlanden zu verbringen.

Und auch da ist und war das Virus präsent. Aber, wie wir finden, maßvoller der Umgang damit.
Es gibt auch da die Abstandsregelungen und Mund-Nase-Schutz. Den aber nur in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Und?
Es geht!
Die Holländer sind eben irgendwie gut drauf. Auch wenn wir in Alkmaar die Auswirkungen der Pandemie an den geschlossenen Geschäften sehen mussten 😟





So, jetzt ist aber Schluss und es geht zurück zu den Zielen.
Wir lagen also am Strand und genau mein Bild vom Beginn diesen Beitrags entstand da und wenn ich damals gewusst hätte, dass daraus nichts werden wird ...

Dafür habe ich natürlich die unfreiwillige Urlaubszeit genutzt und einige Projekte im heimischen Garten endlich umgesetzt, die man so gern vor sich herschiebt 😏
Da müssen alte Baumaterialien entsorgt werden und vom Lieblingsmensch💕 angedachte Veränderungen realisiert werden.

Und dann natürlich Sport 😌
Wegen abgesagter Wettkämpfe hatte ich inzwischen den 3. Trainingsplan gelöscht und, was noch viel schlimmer war, ich hatte gar keine Lust mehr zu laufen.
Also zum Laufen schon, nur nicht mehr auf Wettkämpfe.
Aber dafür umso mehr Lust zum Radfahren. Und das habe ich wirklich ausgiebig gemacht.

Ich bin auf neuen Wegen zu unsere Tochter über den Eisenberg nach Niederaula geradelt 😲




Von da zurück auf neuen Wegen nach Homberg/Efze.



Bin mit dem MTB durch meinen Kellerwald auf Teilen des Urwaldsteiges 😍




Durch´s Sauerland auf NRWs 2. höchsten Berg 😲





Mit meinem Lieblingsmenschen💕 habe ich natürlich auch was unternommen 😊
Wir haben uns endlich für die Anschaffung eines elektrifizierten Rades entschieden und schon können wir gemeinsam Nordhessen erkunden.

Für mein Duracell-Häschen ist es einfach nicht möglich mit mir zusammen zu fahren. Zum einen gibt es hier kaum eine Möglichkeit flach zu fahren und zum anderen sind die Distanzen zu groß.
Also ist ein e-Bike eine gute Sache.

Der Anfang ist gemacht und mein Duracell-Häschen ist inzwischen schon mal der Anstifter auf eine Rad-Tour, was mich mehr als nur freut 💕💕💕

Natürlich sind wir auch in den Niederlanden geradelt und haben es endlich mal nach Texel geschafft 😊





Irgendwie musste ja der Kuchen, die Fritijes und die anderen leckeren Sachen verbrannt werden 😃

So kommen in 2020 bereits 4.500 km auf dem Rad zusammen und ich bin, wenn man Strava glaubt, meinem geplanten Ziel von 5.000 Rad-km bereits 1.888 km voraus 😱
Auch das Laufen läuft wieder besser (was ein Wortspiel 😁).
Auch da stehen bereits 1500 km auf der Habenseite, allerdings 99 km im Rückstand zum Ziel 3.000 km 😕

Das ist eigentlich irgendwie egal und nach den letzten Meldungen aus Rauschenberg und dem stattfindenden Burgwald-Märchen-Marathon kommt tatsächlich wieder Lust auf, sich nach einem Trainingsplan akribisch auf einen Wettkampf vorzubereiten.

Die 2. Woche dazu ist bereits im Gange und lediglich zu den Intervallen kommt keine Lust auf.
Stattdessen werde ich diese wohl wider in den Wald auf mehr oder weniger anspruchsvolle Anstiege verlegen 😌

Letzte Woche habe ich seit langer langer Zeit mal ein Intervalltraining nach Plan durchgezogen.
Aber:
1. muss ich dann noch mal mit dem Auto los 😔
2. ist´s so lustig auch nicht 😉

Dann lieber in den Wald, die Ruhe genießen und das eine oder andere Reh aufscheuchen 😍

Das war aber ein langer Beitrag. Der letzte ist ja auch schon lange her und wenn man´s sich mal wieder vom Herzen geschrieben hat, stellt man fest, dass die Worte vom Eingang so doch gar nicht passen.

Wenn ich etwas vorhabe, ist meist nichts dahinter.
Nur was ich hinter mir habe, hatte ich vor.

Bei mir ist doch immer irgendwie immer was dahinter.
Ich bin nicht der Typ, der Ziel- und Planlos in den Tag leben kann, auch wenn das manchmal mich selbst schon nervt.
Aber man könnte ja am Ende des Tage sagen: hätte ich doch, wären wir doch ...

Okay, der Plan ruft und ich bin dann mal weg: Laufen.

Euch danke ich von ganzem Herzen für das Lesen meines (langen) Beitrags und hoffe doch sehr, den einen und die andere bald mal wieder im wahren Leben zu treffen. Denn das ist das, was mich am traurigsten macht: die fehlenden sozialen Kontakte. Die Privaten, wie die mit Kunden 😔
Wie sagt dazu schon mein Mantra?
Wer sich bewegt, bewegt was!

Alles klar?

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 1. März 2020

wieder dabei oder Back to the roots

😉

Wie oft habe ich das hinterfragt und bereits während unseres Urlaubs in Petten, Niederlande, letztes Jahr die Entscheidung getroffen.
Vielleicht kann sich der eine oder andere Entsinnen 😉



Und der Entschluss war richtig, wie ich heute weiß 😉
Ich habe mir vorgenommen auf Trails vorerst zu verzichten und wieder bei "0" zu starten.
Wenn man das so sagen kann 
🤔



Ja, ich kann es bestätigen. 

Diese Entscheidung war vollkommen richtig, ich bin mehr als zufrieden und vor allem sehr dankbar 🙏

8 Wochen nach Plan und das Zitat von Herrn Lessing ist bestätigt 😊

Auch wenn es teilweise schwer fiel, die Trails und den Wald links liegen zu lassen 😔

Aber ich habe den Plan durchgezogen und stand am Samstag, voller Erwartungen zum 4. Mal in Marburg am Start beim Lahntallauf.



Aber nicht nur der Trainingsplan wurde eingehalten.
Nein! Ich besann mich ebenso an "alte" Gewohnheiten 😉


So galt es am Freitag die Birne zu polieren (
👴) und die Race-Friese herzurichten, Füßchen zu pflegen und letztlich ganz wichtig:
Carboloading 😋





Der Gnü stand 17:30 Uhr pünklich am Herd und bereitete sein LieblingsVorWettkampfMenü zu: Kidneybohnen a´la Afrika 😋😋😋

Wer mag kann gern das Rezept bekommen, solange ihr hinter mir bleibt 😂

Auch meiner Herzdame hat´s geschmeckt, auch wenn Sie sicher am unsichersten in Bezug auf die Distanz war 💓💓💓

7:45 Uhr Start in Richtung Marburg.

Am Parkplatz angekommen endlich wieder dieser Wettkampfduft:
Gel, Aufregung und bei manchen den Duft der Klamotten, die seit dem letzten Wettkampf keine Waschmaschine gesehen haben 😨

Und natürlich liebgewordene Freunde.
Hans-Dieter, der sich auf seine 24h-Meisterschaft vorbereitet und natürlich, wie kann´s anders sein?
Corinna und Alex.


Nach gemütlichen dahinschleichen in Richtung Start und entspanntem Geplapper reihten wir uns 2 Minuten nach dem Startschuss dann endlich auch mal ein und setzten uns in Bewegung 🏃

Was kann man von einem Wettkampf, der 5 Runden beinhaltet, berichten?
Irgendwie nichts.


Das Wetter war gut für einen Wettkampf.
Ab 14:00 Uhr war Regen angesagt. Wind und Böen gab es ja in der Vorbereitung schon genug, wieso soll´s also zum Wettkampf anders sein 😟
Die Strecke ging durch die Lahnaue. Bis km 6/7 gab es genug Gegenwind und ab km 7 hatten wir diesen auf der "Zielgeraden" also im Rücken.

Der erste Schreck kam bereits bei km 7, als uns ein Läufer mit Startnummer entgegenkam.
Dumme Sprüche blieben stecken, denn kurz darauf lag eine Läuferin, umsorgt von mehreren Helferinnen und Helfern am Straßenrand. Kurz darauf kam uns bereits das Rettungsfahrzeug mit Blaulicht entgegen und man hat auf einmal keine Lust mehr auf den Wettkampf😥
Es gibt so viel wichtigeres 😕
Hoffen wir mal, das es "nur" ein Schwächeanfall war und sie wohlauf ist 🙏

Also, was gab es auf der Strecke sonst?
Runde 1: natürlich die "schnellen" 10k und 20k-Läufer alle vorn und bereits bis km 6 überwiegend eingesammelt 😏

Rund 2 und 3 galt es dem Gegenwind zu trotzen. Und der war echt gemein 😟

Runde 4 lief eigentlich ganz gut.

Runde 5: jetzt die Pflicht, wenn das vorangegangene die Kür war 😱 
Es hieß wirklich beißen und die Zweifel besiegen.


Die erste Runde war wohl ein bisschen zu schnell angegangen?
5:14/k m waren deutlich über die Zielpace von 5:30/km und wurden also in der letzten Runde bestraft.
Aber okay.
Wenn´s leicht wäre, wäre es Fußball und nach 2 x 45' erledigt 😂

Auf der "Zielgeraden" konnte ich noch nen Ultra einsammeln der leider abreißen lassen musste.

Auf der Brücke über die Lahn kam mir noch Ron entgegen und klatschte mich ab.
Leider habe ich ihn im Startbereich nicht entdecken können.


Dann letztes Mal die 180°-Kehre und runter auf den Radweg und endlich Zieleinlauf 😌😌😌

Es hat aber auch echt gereicht und ich war sehr sehr dankbar so gut und ohne Beschwerden durchzukommen.
Na klar sind die Beinchen schwer und der Gnü hat neben der mittleren Zehe nun auch den Nagel vom kleinen Zeh eingebüßt. Aber wenn´s einfach wäre (s. o.)...

Ich habe es geschafft und ich möchte den Kommentaren gern zustimmen:
Gnü is back 😊😊😊

Wie hatte Alex in der Sporthalle gemeint?
"Wird Zeit, das ich zurückkomme, bevor der DUV-Account gelöscht würde." 😂😂😂

Nun wird die Datenbank also wieder einen Eintrag seit Mai 2019 bekommen 😊

Und eine neue Medaille und Urkunde schmücken meine Wand 😊



Damit ist der 57. Marathon/Ultra abgelaufen und ich bin guter Hoffnung, die Auszeit endlich hinter mir gelassen zu haben und freue mich auf die nächsten Ziele 😉

Da wartet als nächstes Kaiser Barbarossa auf dem Kyffhäuser und dieses Mal BITTE ohne Schnee im April 😔

Euch Danke ich von ganzem Herzen für eure vielen Lieben Worte, Glückwünsche und sonstigen Kommentare und für das Lesen meines Blog.
Freue mich, wenn ihr mir gewogen bleibt und verbleibe mit sportlichen Grüßen in die Weiten der Republik nicht ohne euch wieder bestätigen zu können:
Wer sich bewegt, bewegt was!

Euer Gnü aus Zü

Freitag, 28. Februar 2020

ein Rückblick zum Ausblick ...

Wer vor seiner Vergangenheit flieht, verliert immer das Rennen.

Thomas Stearns Eliot

Nein.
Geflohen bin ich sicher nicht.
Gewonnen habe ich allerdings auch nie.
Gewonnen? 😱
Vielleicht doch? 🤔
An Erfahrung 😉

Und wenn es "nur" die Erfahrung ist, in die Vergangenheit zu blicken und aus den Erfahrungen Rückschlüsse für die Zukunft zu ziehen 😉

Nach, bzw. während, meiner langen Zwangspause blickte ich also zurück und überlegte, was damals anders/besser lief.
Wie habe ich es, bis auf kleine und kurze Unterbrechungen, geschafft, mich auf meine Ziele vorzubereiten?

Der Schlüssel lag im ...
Trainingsplan 😉
Ja.
Ganz einfach.
In einer Excel-Tabelle 😊


2010 habe ich mit dem Laufen begonnen.
2011 war das Ziel einen Marathon zu laufen.
Was man halt so mit 42 für Ziele hat 🤣
Was daraus wurde ist hinlänglich bekannt.
Nüschd 😢
Also wenigsten kein Marathon.
Dafür kam ich zu der Erkenntnis, dass ein Trainingsplan zum Ziel führen kann/muss/sollte.

Das Ergebnis 2012 bestätigte mich und so muss ich also auch Herrn Eliot Recht haben, wenn er von der Flucht vor seiner Vergangenheit abrät.

Also "Back to the roots", wie man heute so schön sagt und fein nach Plan trainieren.

Heute kann/muss/will ich Herrn Eliot zustimmen.
8 Wochen nach dem Plan von Herrn Olbricht brachten mich wieder zurück zu alten Leistungen, wenn auch nicht gleich zum Sieg 😉

Gut.
Ich habe den Plan nicht in allen Umfängen durchgezogen.
Vielleicht liegt das Ausbleiben von Ausfällen auch daran.?
Aber auf jeden Fall wird er mich zur Startlinie nach Marburg bringen.
Das Ergebnis wissen wir morgen 😉

Im Januar mit ersten zaghaften Läufchen gestartet. Und nach bereits nach einer ersten Woche mit unglaublichen 33!!! km bin ich in den Plan eingestiegen 🤨

Nein. Die Wochenziele habe ich nie erreicht.
Aber ich bin seit langem mal wieder 8 Wochen ohne Ausfällen durchgelaufen.




Montags Stabitraining und etwas für die Rumpfstabilität getan.
Schließlich hatte ich ausreichend Tipps vom Physiotherapeut mitgenommen 🥰

Sonst nie übertreiben, immer auf den Körper hören 😉
Das war die Maxime.
Und die war gut.

Ich hatte Muffe vor dem ersten "langen" Lauf >20k.
Früher hätte ich über 20k gelacht 🤣
Dann habe ich an meine Vergangenheit gedacht und daran, das ich "früher" bei solchen Wahnsinnsdistanzen den Trinkrucksack inkl.  Wasser, Brötchen oder Salzkartoffeln gepackt hatte 😱🤣🤣🤣

Heute nehme ich "nur" 500 ml mit auf Läufen bis 30 km.
Leute. Wie sich Zeiten ändern 😉

Dann kamen die ersten "Tempoläufe" und ich blieb bei 5:05/km förmlich am Asphalt kleben.
Wie habe ich es "früher" auf sub 4:00/km gebracht?
Lassen wir das lieber 😉

Dann der erste >30k.
Der, oder besser der Gnü, lief besser, als gedacht und die Woche drauf das gleich noch Mal.
Gut.
Auch hier hatten eigentlich 45k im Plan gestanden.
Aber ich dachte mir, wenn 30 gehen werde ich schon irgendwie noch +20 im Wettkampfmodus schaffen.

Okay.

Wie sagte gestern mein Lieblingskollege zu mir?
Wir sollten Dankbar und Demütig sein, bei dem was wir leisten können und das wir die Chance haben, es leisten zu dürfen.
Genau das trift es, was in meinem Kopf vorgeht.
Dankbarkeit unverletzt, ohne Ausfall, ohne Trainingsunterbrechung morgen nach Marburg fahren zu können und zu sehen, ob ich wieder zurück auf den langen Distanzen bin.

So danke ich dem, der mir die Kraft und die Chance dazu gibt, euch wie immer von ganzem Herzen für´s Lesen meines Blog, euren vielen aufmunternden Worte in der Vergangenheit und schon mal für´s Daumendrücken morgen 🥰

Ich verbleibe mit sportlichen Grüßen in die Weiten der Republik
Euer Gnü aus Zü

Donnerstag, 15. August 2019

Zeit ...

ist heute unser wertvollstes Gut. 



Zu wenig haben wir davon 😢

Oder verschwenden sie sinnlos mit Dingen, die uns von wirklich wichtigem abhalten.
Familie und Freundschaften pflegen. Oder Laufen zum Beispiel 😉

Oft werde ich gefragt, wie ich das alles mache.

Das Laufen, radeln und arbeiten muss ich ja irgendwie auch noch.
Leider ja. Noch 😂
Ihr wisst ja: die erste Million ist die schwerste 😄
Und irgendwie müssen ja die Stargebühren verdient werden, solange die Sponsoren sich nicht melden 😂

Aber im Ernst.

Es ist doch letztlich alles eine Frage der Organisation.



Zeitmanagement, wie es heute so schön heißt.


Mein Vorteil ist ganz klar, dass ich im Außendienst einen selbst planbaren Kalender habe. Und da stehen natürlich neben meinen Geschäftsterminen auch meine Vorgaben des Trainingsplanes drin. 

Und was steht, wird gemacht, wie eben die Termine mit Kunden eingehalten werden 😉

Ich geb ja zu, ein bisschen der Orga-Freak zu sein. Aber sonst bekäme ich, glaube ich zu mindesten,  nicht alles unter einen Hut oder auf die Reihe.
Aber vielleicht kann es mal wieder ein Anstoß für andere sein, die eigenen Pläne besser zu koordinieren 😉

So bin ich also mal wieder mittendrin, im Laufen und der Vorbereitung, ein Held zu werden.
Aber ...

Nachdem ich meinen Sturz und die Zwangspause nach Teneriffa gut weggesteckt habe und die ersten 5 Wochen sehr zufriedenstellend gelaufen waren, bis auf einen Anflug der Lustlosigkeit, kam dann mal wieder was dazwischen, was so in keinster Weise gewollt war 😳


Die Form stieg wieder an und auch das bergauflaufen war wieder so möglich, wie es der Gnü mag: langsam, aber beständig; wie ein Lanz-Bulldog 😊



"mein" Hasenberg bei Lohne
Das Ziel war, alle Hügel in der näheren Umgebung in der Vorbereitung auf den Heldentrail in Südthüringen mitzunehmen, auf "nur" 15 km.

Da stand was von Fahrtspielen in 3 Tempi, was aber nicht näher beschrieben war und so sagte ich mir: langsam, langsamer, am langsamsten 😂
Sind auch 3 verschiedene Tempi.

Als der Hasenberg "bezwungen" war ging´s weiter zur Abbruchkante oberhalb des Steinbruchs über meinen Haustrail 😍



schön, auf´m Trail 💚

zurücktreten von der Bahnsteigkante!
Und wenn man schon hier ober ist, dann darf der Ringwall natürlich nicht mehr fehlen.

aus dem Archiv :-)
Bergab habe ich noch immer meine Probleme. Nicht in Form von Schmerz. Eher ängstlich. Und so bin ich bei meinem letzen Lauf eher bedächtig vom Ringwall abgegangen.
Und doch hat es geklappt und so ein "lieber" Baum hat mir ein Bein gestellt 😠

Recht hart schlug ich auf, aber nichts schlimmes passiert.
Wie immer ein bisschen Blut, aber das gehört doch zum Geländelauf dazu 😉
Oft genug rennt man durch Dornenhecken oder ritzt sich an einem Ast.


Kommt. Sei ein Mann und weiter geht´s.
Die Aussicht entschädigt für einiges.


Wieder einmal war die Sicht über den Chattengau bis in den Knüll frei. Immer wieder stelle ich fest, wie schön es doch in Nordhessen ist. Bis auf die bösen Bäume ...

So lief die Vorbereitung wirklich ausgesprochen gut und ich muss wohl auf Teneriffa einen Schutzengel gehabt haben.


Vielleicht war´s auch der Talisman meines Sohnes, der mich behütet hat?


Im Jul und August steht folgendes:
ca. 300 km waren abgelaufen
ca 1100 km abgekurbelt 

Wie es auch sei. Nun habe ich mich definitiv mal wieder selbst ausgeknockt und über Nacht wurde das Knie dicker und dicker und an einen langen Lauf, oder überhaupt an Laufen, ist nicht zu denken. Mist!!!

Also bleibt zu hoffen, dass es schnell abschwillt und ich doch in Suhl am Start stehen kann. 
Zu viele haben mich inzwischen auf den Lauf angefixt, wie schön er sei und was für mich sei.
Ich denke, dass die Anwesenheit von Freunden meine fehlende Vorbereitung kompensieren kann und werde nun also meinem Knie, die eingangs erwähnte Zeit geben (müssen), wieder an Laufen denken zu können.

Aber ich musste ja unbedingt husch husch durch den Busch ...
Wer nicht hören will, muss fühlen und ich fühle gerade meine Form dahin gehen 😳

Tja, so ist das und mir bleibt nicht´s zu sagen außer:
Wer sich bewegt, bewegt was!
und wenn es ein dickes Knie ist 😭

Ich verbleibe mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Montag, 22. Juli 2019

Aufgeben ...

kannst du bei der Post 😁


oder 
Wer nicht kämpft hat schon verloren ...

Es gibt so viele Motivationssprüche.
Die einen sind lustig.
Die anderen geben zu Denken.
Wieder andere hört man und vergisst sie.

Aber alle haben eins gemeinsam: wollen sie uns doch ermutigen, es noch einmal zu versuchen. Anzugreifen. Nicht aufzugeben.

Ob immer eine Niederlage im Umkehren steckt?
Ich denke nicht.
So bin auch ich versucht, wieder anzugreifen. Nicht aufzugeben 😉

Nach 6 Wochen der Bewegungslosigkeit ist ein neuer Trainingsplan kreiert und ich werde (versuchen) ein Held zu werden 😂

Im September, in nun 7 Wochen werde ich, wenn alles klappt und ich schmerzfrei durch den Plan komme, in Suhl stehen und unter Herbert Roths Aufsicht (😂) durch Thüringen hoppeln. Mal sehen, wie´s geht und was dabei herauskommt.

Die erste Woche des Trainingsplanes ist erledigt und der Termin beim Osteopath lässt hoffen, dass es klappt.

Bewusst bin ich vom eigentlichen Plan abgewichen und habe den Umfang reduziert, um nichts über´s Knie zu brechen (Haha, über´s Knie).

Die ersten Einheiten fühlten sich eher wie ein Laufanfänger an, als wie jemand der "nur" verletzungsbedingt pausieren musste 😳
Der "lange" Lauf am Sonntag zeigte zum Schluss "nur 16 anstatt 20 km.
Aber es wird wieder besser 😊

Die Woche begann dafür um so besser.
Am Sonntagabend überraschte mich mein Renntier-Freund Tommy und wollte auf dem Heimweg bei mir Zwischenstopp einlegen.

Mist!
Voller Terminplan und wenig Spielraum.
Aber ...

Wenn Kunden dann mitspielen klappt´s irgendwie doch 😍

Also landete ich 2 Stunden eher, wie geplant, in Zü und Tommy wartete bereits.
Schnell aus dem Businesszwirn in die Laufklamotten und ab, ne Runde durch Gnüs Revier.


Ich bin so sehr froh, dass das geklappt hat, denn der eine oder andere Einsatz hat uns zu Freunden gemacht.
Sei es als Edelhelfer beim Sächsischen Mount Everest 


oder einem gemeinsamen Lauf und Gnüs Dorfteich, den Edersee 😂


Und die triffst du meist unverhofft und wenn die Chemie stimmt, und bei Läufern stimmt sie meist, dann setzt man einiges in Bewegung, um sich zu sehen. Danke, mein Freund 💜

Dienstag kam dann die nächste Überraschung aus der alten Heimat und Kerstin hat mir mein Shirt vom  SachsenTrail zugesandt.
Zum Glück steht nicht "Finisher" drauf 😉
Sonst dürfte ich es nicht tragen 😂


Ganz lieben Dank noch mal dafür 💜

Ansonsten habe ich immer wechselt. Also nicht die Unterbuchsen sondern die Trainingseinheiten.
Einen Tag Laufen und den Folgetag Radfahren.
Das Knie blieb schmerzfrei und die Form wird hoffentlich bis September auch wieder stimmen 😥


Überhaupt war das eine Woche voller Überraschungen.
Am Samstagabend meldet sich dann ein wirklich vollkommen aus den Augen verlorener Jugendfreund.
Also wenn 2 in Radeberg unzertrennlich waren, waren das Alex und ich.
Es fing beim Musikgeschmack an und dem gemeinsamen Traum einer eigenen Band.
Die eigene Band hat es wenigstens bis zum Schulwettbewerb geschafft. Leider ohne Auszeichnung, das wir über 3 Jahrgänge verstreut waren mit Alex als Leader, Ulli an den Drums, Eric an der Guitarre und ich durfte singen 😲.

Doch unser größtes Highlight war unser erster öffentliche Auftritt im Dorfsaal, ich glaube in Arnsdorf oder Langebrück. Das weiß ich aber leider nicht mehr ...

Ulli und Eric machen heute noch Musik. Mehr oder weniger professionell.

Die Zeit rennt und auch heute haben Alex und ich Rennen zum gemeinsamen Hobby gemacht. Na er noch radeln und schwimmen dazu, wenn man sich halt nicht entscheiden kann 😂

So liegt also wieder eine tolle Woche hinter mir und die 2. wird mit etwas mehr Umfang, aber immer noch verhalten, starten.
Denn eins habe ich nun ersatzlos aus dem Plan gestrichen: Intervalltraining 😃

Das wurde oft genug als nicht notwendig für die langen Kanten von vielen Seiten abgetan und ich denke, dass ich meinem Knie damit auch keinen Gefallen tun werde.
Also immer schön langsam. Dafür lange 😂😂😂

Lang war auch wieder dieser Post und ich danke allen, die bis zu letzt durchgehalten und gelesen haben.
Ich freue mich natürlich wie immer, wenn ihr mir einen Kommentar hinterlasst und inzwischen klappt auch die Benachrichtigung dazu 😉

Ich verbleibe
mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Dienstag, 29. Januar 2019

Wer selbst nicht brennt ...



©Bild pixabay
Ein sehr weiser Spruch eines sehr weisen Politikers, Hans Dietrich Genscher, über das Wesen von Hr. Hallervorden zum 80. Geburtstag.
So passend und treffend.

Auch die Aussage von Diddi in "Sein letztes Rennen": "Wer stehen bleibt, hat schon verloren!"

Brennen.
Was ein Wort!
Und doch gehört das brennen für etwas, was man tut, dazu.
Sonst wird es halbherzig erledigt.
Ohne Feuer und Flamme zu sein, heißt meist auch ohne Leidenschaft.

Zitate und Mantras sind für mich sehr wichtig und ich habe viele davon.
Auch zum Thema Leidenschaft:
"Leidenschaft ist es, wenn es Leiden schafft."


Oder:
"Erfolg hat du dann, wenn du das tust, was du liebst!"

Albert Einstein



Steht doch genau das Bild mit dem Zitat, von meinem Töchterchen geschenkt, vor mir, in meiner kleinen Fitnessecke und motiviert mich so sehr.

Und brennen?
Nun brennen muss man wohl definitiv, wenn man solch einen Brocken vor Augen und auf dem Plan hat:



Ja. El Teide.
Der Grund meiner schlaflosen Nächte und seit gestern in greifbarer Nähe.


In den Nachbarländern ist ein Start ohne ärztliches Attest nicht möglich und der upload war mit meinem super spanisch 😂 ein bisschen holprig.
Aber gestern traf sie ein: die schriftliche Bestätigung und ich träume nun wirklich jede Nacht, was auf mich zu kommen wird, was ich alles noch brauche, wie ich was unterbringe und und und ...

Aber die Checkliste ist schon so gut wie abgehakt:
Anmeldung ✔
Parkplatz ✔
Flug ✔
Hotel ✔
Trainingsplan ✔
Test-Wettkämpfe ✔
auferegt ✔

😉

Nun.
Ruhe bewahren!
Schock bekämpfen!
Füße hoch lagern!


Das ist aber gar nicht so einfach, wenn man für eine Sache brennt.
Ich sag mal so:
Kommt mir nur nicht zu nahe!
Feuergefährlich 
😉

Aber noch sind´s ja 130 Tage und der Rest von heute, bevor der Bus mich von Puerto de la Cruz nach Adeje bringt und wir uns 23:30 Uhr auf den Weg zum Gipfel machen werden, um auf der anderen Seite wieder von 3555 Meter ü NN zurück auf 0 zu laufen 😲

Wer mag, darf hier in meiner Zielplanung gern mit mir fiebern.

Euch danke ich mal wieder von ganzem Herzen für das Lesen meines Blog, wünsche euch nur das allerbeste und vielleicht trifft man sich mal, auf dem Weg zum großen Ziel 2019

Ich verbleibe mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü