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Sonntag, 30. Juli 2017

Motivation ....

Mo·ti·va·ti·o̱n
Substantiv [die]
  1. 1.
    Haltung, in der die Motive1 einer Entscheidung oder Handlung zusammengefasst sind.

    "Die Motivation seines Handelns ist mir nicht klar."
  2. 2.
    Zustand, in dem man motiviert2 ist, etwas zu tun.

    "Hast du genug Motivation für diese schwierige Aufgabe ?"

Motivation ist wichtig und treibt uns an, Ziele zu erreichen, oder diesen zu folgen.


Ich habe meine Motivation nun vor mir hängen, so wie auch schon andere Zeilen, die mich motivieren an meinem Schreibtisch hängen 😉

Zum Beispiel meine Liste mit den 7 Punkten zum Erreichen persönlicher Ziele. Daraus 1.
Ziele klar definieren (Schreibe sie auf und kontrolliere sie am Schluss)

Genau aus dem Grund habe ich meine Ziele in meinem Blog fixiert.

Und das neue Ziel an meiner Wand wird der Teneriffa Blue Trail 2019 zu meinem 50. Geburtstag sein. 😎

Das ist vielleicht noch lange hin, aber Vorfreude und so 😊.

Bis dahin stehen erst mal ein paar andere Ziele im Plan und das nächste ist so weit nicht mehr weg: in 19 Tagen werde ich zum 3. Mal beim Lauf um Deutschland größten Binnensee, beim Müritz Lauf, starten.

Ich freue mich sehr auf die Müritz und alte Bekannte wieder zu treffen. Auch wenn die Vorfreude in dieser Woche etwas gedämpft wurde.
Lief die letzte Woche mit dem Doppeldecker richtig gut und du denkst es geht noch mehr, kommt sicher irgendwo der Dämpfer her.

Und der Dämpfer war eher das Gegenteil von Dämpfen, eher sehr flüssig in Form von einer Magen-Darm-Infektion. Einzelheiten erspare ich euch gern.

Der Montag war natürlich nach der Doppelbelastung ein Ruhetag und wurde eingehalten.

In der Nacht der Dämpfer, der den Lauf am Dienstag unmöglich machte 😭

Mittwoch Systemcheck IO und locker laufen sollte gehen. Ging genau 10 km. Dann rief ein Busch. Nach 14 km war Ende und ich musste die letzten km nach Hause gehen 😭

Donnerstag wieder alles IO und ich schlug mir die Idee, Laufen zugehen, gleich aus dem Kopf.
Dafür sattelte ich das Rennrad, denn das sollte doch wohl gehen, bzw. rollen.
Es rollte 😤

Ganz entspannt ging es mal wieder in "meinen" Chattengau und beinahe wäre es eine richtig gute Tour geworden, wenn...
Ja wenn Donar Rocker oder Radler währe 😞


Nein. Ist er nicht, sondern sorgte für ne Unterbodenwäsche beim Gnü 😒.
In Felsberg hatte ich die dunklen Wolken bereits durch und meine Klamotten waren es auch 😭


Aber gemacht ist gemacht und dabei konnte gleich ein Plan für den Freitag gemacht werden.
Denn diese Woche war Lauftechnisch eh "gelaufen".

Freitag 
Nach Erledigen und abarbeiten der Job-Aufgaben und Ziele (genau, auch diese schreibe ich auf), Bürotür zu, Kellertür auf und Rennrad raus.

Ederseeumrundung 😁
War ich doch letzte Woche erst laufend herum, so ist die kurbelnde Umrundung eine Ewigkeit her.
Donar blies und pustete, als ob er mich vom Rad holen wöllte, aber in Anbetracht des bevorstehenden Urlaubs in Nordholland, war das gutes Training, ihm zu trotzen 😵

Ein paar extra Kurven nahm ich mit, denn das Ziel hieß km 100+.
Über Geismar und den Radweg durch die Ederauen ging es nach Affoldern. 
An der Sperrmauer vorbei und den Autos auf der Uferrandstraße auf den Radweg ausgewichen, hieß es auch hier wieder besondere Rücksichtnahme auf die Hobbypedalisten, die so sicher zu sein scheinen 😞

Schloss Waldeck hoch oben
In Niederwerbe ging es hinauf nach Basdorf vorbei an der Sommerrodelbahn, die mit Coffee for free für Biker warb. Bin ich Biker? Sicher. Aber ob das andere auch so sehen. Sie meinen sicher die, die die Reste der Dinosaurier verbrennen 😩

Weiter ging der Weg mit Ziel Herzhausen. Da sollte Pause sein. Eher nicht. Und die Entscheidung war richtig 😤


Sehr lecker, du Fresssack 😎
Ein Stück hätte ja auch gereicht, aber der sah so lecker aus und wie ich schon sagte: ohne Kuchen geht gar nicht. Der gehört in die Liste der Grundnahrungsmittel aufgenommen 😂

Nach kurzer, aber leckerer Rast in der Sonne, ging´s auf in den Kellerwald.
Über Schmidtlohtheim und Kirchlotheim hinauf nach Frankenau, dem höchsten Punkt der Tour mit 481 m üNN.


Ist schon schön, wenn man abseits der Motorradstrecken auf Radwegen allein sein kann.


Ab Frankenau ging die Fahrt rasant abwärts durchs Wesetal nach Frebershausen, Gellershausen, Kleinern nach Giflitz.

Auf dem Radweg ging es zurück nach Fritzlar und einer Kleiner Umweg über Haddamar brachte mich zu meiner Punktlandung und zu Erfüllung meines Vorhabens km 100+ 😊


Da waren wir doch mal sehr zufrieden und der Magen-Darm-Infekt hat auch kapituliert 😏

Sonnabend wie immer Brötchen einfangen.

Seit der inzwischen 4. oder 5. Bäcker in unserem Örtchen das Handtuch geworfen hat, ist das Ziel Fritzlar. Das kann man mit dem Stinker machen, oder aber mit dem Rad.
Ich nahm das MTB, denn die Neuanschaffung, Gepäckträger und Tasche, mussten schließlich mal getestet werden.


Ging richtig gut, nur ein bisschen zu klein die Box, oder wir zu verfressen 😪

Ein bisschen Pflege an Haus und Hof standen auf dem Plan und nach 4 h in gebückter FugenAuskratzHaltung war ich bedient und schnürte die Schuhchen.

Nichts wildes und keine Experimente nach der Woche, dachte ich und machte mich lieber mal wieder auf den Weg die Grenze des Fürstentum Waldeck zu kontrollieren.


Das war genau die richtige Entscheidung.
Stille und dieser wundervolle Duft, den der Wald verströmt, wenn es Nachts geregnet hat, sind unbeschreiblich.

Ein bisschen Pfützen ausweichen und dem einen oder anderen Wasserloch, denn geregnet hatte es in den letzten Tagen ja nun wirklich genug.
Mein Messbecher zeigte von Randvoll bis 10 Liter in der letzten Woche so ziemlich, was los war 😞

Kurz vorm Heimatlichen Ziel noch den Kollegen ins Gras gescheucht.


Die Runde lief ganz ok, wenn es auch zum Schluss hin schon etwas zäh waurde.


So stand der Sonntag vor der Tür und mit ihm mein letzter langer Dauerlauf vor der Müritz-Umrundung 😲
Ob das geht?, dachte ich mir am Morgen. Aber Versuch macht kluch, sag ich immer.
Trinkrucksack gepackt und ab ...

Inzwischen ist diese Runde so etwas wie ein Standard geworden und ich kann jederzeit Änderungen vornehmen.
Es ging vorbei am Hasenberg nach Lohne.


Die Sonne drückte ordentlich, aber ich dachte, an der Müritz kann´s genau so werden, wie ich nun bereits bereits 2 x erleben durfte.

Nach bereits 12 km machte sich eine Erschöpfung bemerkbar, die ich eigentlich erst bei 20-25 erwartet hätte. Aber Zähne hoch und Kopf zusammengebissen und weiter.

In Gudensberg ging der Weg nach Maden entlang am Goldbach, der sein erfrischendes Nass für mich bereithielt.

Ein halbes Brötchen in den Bauch, denn schon beim Frühstück hatte ich gar keinen Hunger heute. Vielleicht war auch das der Grund, der Mattheit. Schlecht geschlafen hatte ich außerdem.


Alt wie ein Baum ... trällerte ich vor mich hin und wünschte es heute zu schaffen. Aber nein!

In Obervorschütz kam die erste Änderung: nicht nach Wabern und die 40k anvisieren, sondern hinter dem Obersten Holz in Cappel abbiegen und "nur2 35k.

Schon den kleinen Anstieg zum Forst musste ich durch Gehpausen unterbrechen.
Na wenigstens entdeckte ich noch dieses Prachtexemplar:


Eine Wespen- oder Tigerspinne. Der Zeichnung nach zu urteilen ein Weibchen. In Natura ca. 2,5 cm und saß wartend in ihrem Netz am Wegesrand. Nicht weiter störend ging es weiter.

Zwischen Obermöllrich und Zennern hielt Mutter Natur eine Köstlichkeit für mich bereit , die natürlich liebend gern annahm 😛.


Der Rest des Weges zog sich wie Kaugummi und als Lauf-Novize würde ich jetzt zweifelnd zusammenbrechen, ob des nahenden Ziels 75 km um die Müritz zu schaffen.
Ultra entscheidet sich am Tag des Ultra 😌
Es kann im Training Bombe laufen und dafür im Rennen bescheiden. Dann ist´s mir andersherum lieber 😑.

Bis zur Tanke habe ich mich noch zusammengerissen und da eine Pause eingelegt.
Aber weder der rote Bulle, der dir Flügen verleihen soll, noch das braune zuckerhaltige Wundermittel verhalfen dem Gnü wieder zum Leben 😞


Also Entschluss gefasst und mit Sohnemann verabredet, der mich in Fritzlar mit Heim nehmen musste.
Die letzten km mehr gegangen, als gelaufen und als ich die Stufen zum Ziegenberg erklommen hatte und den Dom vor mir sah, war ich echt am Ar...


Die nächste Tanke hielt wieder eine Zuckerinfussionslösung für mich bereit und die letzen Meter zum Treffpunkt wurden gegangen.
Stopp und aus und vorbei 😭


Na gut. fast 30 km und das mit den Wiedrichkeiten dieser Woche. Belassen wir´s dabei 😖

Die Woche steht damit wie folgt auf der Habenseite:


156 km gekurbelt 
60 km gelaufen
17 km Brötchenkurierdienst 

Es bleibt noch eine Woche, bevor wir noch ein paar Tage am Meer genießen werden und zu Retten ist nun eh nichts mehr.
Was kommt kommt, was nicht kommt bleibt ...

Damit ist also wieder eine Woche geschafft.
Ich danke euch ganz herzlich für das Lesen meines Blog. Freue mich sehr, wenn ihr mir einen Kommentar, oder auch Kritik hinterlasst und hoffe, dass ihr wiederkommt.

Kommt gut durch die neue Woche und immer fein dran denken:
Wer sich bewegt, bewegt was!
Und wenn es die Ziele im Kopf sind, die ihr hoffentlich aufgeschrieben und an die Wand gehangen habt 😊

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 7. September 2014

Zeitreise ...

durch Mecklenburg Vorpommern.
So könnte man die Entspannungswoche nach dem Abenteuer Ultra-Lauf in Waren an der Müritz nennen.

Von Anfang an.
Wir verließen Waren nach dem Frühstück und machten uns auf den Weg an die Ostsee zum ersten kinderfreien Urlaub seit unserer Hochzeit. Komisches Gefühl, so ohne dem üblichen Gemähre und ungezwungen durch die Welt zu kommen. Na ja, Welt nicht ganz, aber doch schon irgendwie :-)

Unterwegs musste ich den Hausverwalter anrufen und der war nicht gerade erfreut, hatte ich durch die Euphorie das Telefonat am Sonnabend erfolgreich verdrängt. Er hatte den Samstagnachmittag vergeblich auf uns gewartet, wurde aber über die Woche wieder friedlicher :-)

Angekommen und Häuschen eingeräumt, versprach die kommende Woche spannend zu werden.
Ohne vernünftiges Netz, in der relativen Einsamkeit. Wie soll ich denn meinen Blog schreiben? Wie soll ich Verbindung halten? Oh ha, das wird ja was!

Heute, mit 2 Wochen Abstand sag ich mal so: "Ich will hier weg!"
Leute es geht! Man kann auch ohne, und nach ein paar Tagen hatte ich mich daran schon mal gewöhnt.

Was gab es Lauftechnisch?
Nicht viel. Denn nach den 75 km muss man sich mal ne Pause gönnen. Und das hatte ich meiner Liebsten auch versprochen und das Rennrad daheim gelassen. Laufklamotten waren ja gezwungener Maßen dabei, sollten aber nicht genutzt werden.

Sollten! Denn bereits am Sonntagnachmittag drehte ich eine Auslaufrunde von 7 km und die war irgendwie gut, aber doch auch unrund.
Wer schon mal nen Marathon gelaufen ist, der weiß wovon ich spreche und so wollte ich es dann endgültig für den Rest der Woche lassen.

Wir genossen die Tage am Bodden im Fischland Darß sehr. Ruhe, keine Verpflichtungen, keine Aufgaben.
Großes Grundstück mit direktem Zugang zum Bodden und allein. Einzig das Wetter ließ es nicht zu, den Zugang entsprechend zu nutzen. Aber die Aussicht am Abend, die Sonnenuntergänge und der Blick vom Frühstückstisch in die Stille der Natur waren einfach überwältigend.


stürmisch am Sonntag

friedlich am Montag

traumhaft täglich :-)
Der Vorteil des kinderfreien Urlaubes bestand darin, das Mama und Papa sich nicht mit der täglichen Nahrungssuche beschäftigen mussten, oder mit Eventplanung, sondern einfach spontan sein durften. Und das waren wir.

Am Sonntag erkundeten wir erst einmal die nähere Umgebung und fanden im Hafen in Bodstedt schon mal eine wunderbare Anlaufstelle.


Chillen im Alten Hafen Bodstedt
Fangfrischer Fisch am Büdchen, Urige Hafenkneipe mit Preisen aus vergangenen DDR-Tagen und so was von Lecker ...

Aber Abseits; ach du Alarm!
War die Hauptstraße durch Fuhlendorf nach Bodstedt mit ausreichender Förderung der EU und anderer Subventionstöpfen richtig chic, so fühlte man sich, wie eingangs erwähnt, um 30 Jahre zurück versetzt.

Waren wir die 1. Hälfte unseres bisherigen Daseins im anderen Teil Deutschlands aufgewachsen, wohlbehütet und mit vielen schönen Kindheitserinnerungen, fiel in der 2. Hälfte die bisherige Heimat kaum noch ins Gewicht; Urlaubstechnisch wenigstens.
Soli und Skandalmeldungen informieren mehr Schlecht als Recht über den Fortschritt des Wiederaufbau. Aber ich sage mal so: "blühende Landschaften" sind leider noch nicht durchgehend zu finden. Im Laufe der Woche sollten wir die schwarzen Subventionslöcher noch finden, aber es gibt Ecken ...



Oben: Sommerkino, leider wegen Krankheit geschlossen :-(
ul: DDR-Plattenweg zum KONSUM :-)
ur: der KONSUM :-)

Feriensiedlung
Dann fanden wir eine alte, verfallene Feriensiedlung. Mensch! Was wären wir früher froh gewesen einen Urlaubsplatz an an der Ostsee in so einem Bungalow zu bekommen. Echt Schade. Ich finde, hier sollte man investieren!

Den Weg zum "KONSUM" musste ich filmen, einmalig :-)



Und? Genossen? Sehr feines geholper :-)

Am Montag war das Wetter nicht mehr so stürmisch, wie am Anreisetag und wir machten uns auf, um in Prerow einen Strandbummel zu machen. Ach, was war das schön!
Windig, aber nicht so rau, wie Holland, genossen wir es sehr.


Strandgenuss
Dienstag stand Kultur auf dem Plan, denn wenn man schon hier ist, sollte man es nutzen und unser Ziel hieß Insel Rügen zu den Kreidefelsen.

Nach einer nervenaufreibenden Fahrt quer über die Insel hatten wir es dann doch geschafft und machten uns per Pedes auf den Weg zur Viktoria-Aussicht, von wo aus man den besten Blick auf den Königstuhl haben soll.

Durch den Nationalpark Jasmund ging der gut ausgeschilderte Wanderweg durch dichten Buchenwald was für Kühle sorgen würde. An heißen Tagen, aber heute ...



ol: Warten auf Zutritt
ur: Fahrt über die Rügenbrücke

Nach etwas mehr als 30 Minuten kommt man, leider nicht allein, an die Viktoria-Aussicht und darf nach Schlangestehen endlich auf die Plattform :-)

Aber der Blick lohnt :-)



kleines Bild: der Königsstuhl


großes Bild: der Königsstuhl

Unten gingen Menschen spazieren, also muss es einen Abstieg geben. Suchen und finden und nutzen :-)
485 Stufen führen hinunter und unten wird man vom Meer begrüßt und vielen Menschen :-( die auf der Suche nach dem Ostseegold, Bernsteinen, oder wenigsten nach einem Hühnergott sind.
Ich schließe mich an und finde derer 4 Stück. Na, wenn das kein Glück bringt.



Nach kurzen Verweilen ging es die Stufen wieder hinauf und ich konnte es nicht lassen: ich bin gerannt :-)
Zwischen erstaunten und schnaufenden Touris hindurch nam ich in riesen Schritten die 485 Stufen und hatte ne neue Idee!
2015 sächsischen Mt. Everest!? Neue Ziele hat er ja! Nur ob sie umgesetzt werden? Schaun mer ma :-)

Mittwoch und Donnerstag kehrte der Sommer zurück an die Ostsee und die Liebste und ich genossen die 2 herrlichen Tage in Prerow hinter der Strandmuschel, welche ich noch im Tempel DECATHLON erstanden habe. Geiles Teil und während andere wild mit dem Aufbauen der Standardteile beschäftigt waren, lagen wir schon Tiefenentspannt im Sand :-)


Windschutz und so einfach 
Danke an dieser Stelle :-)

Freitag nutzten wir zum letzten Kulturtripp, denn nach Stralsund und ins Oceaneum wollten wir unbegingt.
Und hier sahen wir dann die Investitionen über den Soli und Fördergelder.
Oh man. Ich übertreibe mal ein bisschen. Aber jedes 2 Haus hat ne Tafel: Ausgezeichnet mit dem Wiederaufbaupreis, gefördert durch Gelder von xy ...



Liebevoll ist die gesamte Stadt renoviert, inkl. der Stadtmauer und die letzten paar Ecken kommen sicher auch noch dran.
Die Frage, die allerdings bleibt, ist die: Wann wird in den gebrauchten Bundesländern investiert?





Den letzten Abend ließen wir im lieb gewonnen "Alter Hafen" in Bodstedt ausklingen.
Die gesamte Woche bestand eigentlich nur aus Schlemmen, Seele baumeln lassen und in den Tag hinein leben. Muss ja auch mal sein und wir haben die Zeit so sehr genossen.

Un da das ein Laufblog sein soll, hier noch die Ergebniss der Woche:
Sagenhafte 28 km :-)
Prust! Das ist der geringste Wochenumfang seit ...?

Dafür war der Monatsabschluss gar nicht so übel:



880 km Rennrad
222 km Laufen

Was folgte ist das übliche: Abreise, Urlaubsrückreiseverkehr zum Wahnsinnigwerden und Erholungseinbruch.

Ich will wieder zurück!!!

Vielleicht in 2015? Neuer Start an der Müritz? Plan ist offen, aber vorstellbar :-)
In diesem Sinne waren es schöne Tage in MacPom und eine WIederholung kann gut sein.

Die erste Woche nach dem Urlaub stand unter dem Arbeitevielundlangestern und einer Dienstreise nach Amberg, nicht ohne die Laufklamotten im Gepäck.

Dienstag schaffte ich es dann tatsächlich die Montur überzustreifen und in Amberg eine 15km-Runde zu drehen. Der erste lange Lauf seit dem Ultra.


Dienstags in Bayern
Die kompletten Daten gibt es hier.

Das war es dann auch für das Laufdress in Amberg; ich habe es nicht noch einmal geschafft. Termine, Termine, Termine :-(

Freitag konnte ich endlich meinen neuen Dienstwagen im Empfang nehmen und so war der Nachmittag mit Einräumen und Einrichten des Space Shuttle verplant, denn am Montag muss er wieder abheben, der Gnü aus Zü. Die Urlaubszeit ist vorbei und der Termin ist wieder voll :-)

Irgendwie wollte ich aber auch noch Laufen, aber so richtig Bock hatte ich dann doch nicht und das Wetter mit 27°C und gefühlten 90% Luftfeuchtigkeit waren auch im Wald nicht förderlich. Gemacht ahbe ich es trotzdem :-)


Waldrunde im tropischen Regenwald ;-(
Die komplette Runde findet ihr hier.

Und dann kam endlich der Sonnabend.
Der stand zunächst unter dem Gartenbaustern und am Abend unter dem Abendlauf in Baunatal und dem 16. Lauf der Nordhessencup-Serie 2014. Dies würde mein 8. Lauf in der Serie. 17 Läufe gibt es in Summe und 8 werden benötigt, um eben in die Wertung zu kommen. Derzeit Platz 10, würde ich gern noch 2-3 Plätze nach vorn kommen.

Statistisch gesehen stehen die Chancen nicht schlecht:
1. 2 Wochen sind seit dem letzten Wettkampf verstrichen, die sehr ruhig liefen
2. Baunatal ist ein flacher 4-Runden-Kurs

16:00 Uhr Abfahrt und 17:00 Uhr sollte Start sein.
Genügend Zeit also, um sich einzulaufen und mit dem Einen oder Anderen einen kleinen Plausch zu halten, war es ja auch der erste Lauf nach der Sommerpause. 
Wie erwartet traf ich Fred, der am Sonntag den Knast-run in Kassel bestreiten will und unverhofft traf ich +Jens Nähler 

Darüber freute ich mich sehr und es gab natürlich eine Menge zu besprechen.
Mit kleiner Verzögerung fiel der Startschuss und die 5- und 10km-Läufer setzten sich in Bewegung.
Oh ha. Was wurde ich schnell in die Volkslaufrealität zurück geholt!
Wer stand natürlich in den vordersten Reihen? Na klar, die Kinder (Start ab U12 für die 5k und U18 für 10k möglich) und die Langsamen.

So hieß es nach dem sehr geordneten und gemächlichen Start vor 14 Tagen heute wieder im Zickzack die ersten 200 Meter im Stadion, um den Ausgang sicher und Unfallfrei zu schaffen.
Aber der Ausgang! Der hatte es in sich. Fast eine 100° Kurve und auf nur 30 Meter mit 10% steil ansteigend, um danach, nach 800 Meter für 1000 Meter, stetig bergab zu gehen. Oh mein Gott! Und das 4 x? Ich muss gleich ko...
Das wird ein harter Kampf und ob ich mein Vorhaben halten kann stelle ich gerade in Frage :-(
Als ich nach km1 freundlich von meiner Suunto aus meiner Grübelei geweckt werde, traue ich kaum meinen Augen: 3:54 min/km. Alter! Bist du irre? Das ist zu schnell denke ich und versuche ein gemäßigteres Tempo zu laufen.
Km2. Piep. 3:53 min/km. Alter! Tempo raus!
Km3. Piep. 4:14 min/km. Das kommt schon eher hin. Schließlich kommen noch 7km und 3 x der Stadionausgang :-(
Ich fand langsam ins Rennen und bei km4 meldete die Uhr 4:08 min/km. OK. So jetzt weiter.
Kilometer für Kilometer wurde abgespult und die Suunto piepte:
km5 4:17
km6 4:15
km7 4:12
km8 4:27
km9 3:59

Die Streckenführung hätte besser sein, denn der Anstieg am Start und die Abwärtsstrecke sind nicht sehr dienlich. Auch bei km2 war eine echt besch... Schikane eingebaut.
Du kommst über einen sandigen Fußweg angehechelt, >90° Rechtskurve, um sofort 270° in eine Linkskurve einzulaufen, da hier über den Spielereingang ins Stadion zurück gelaufen wird. In der Runde 2 wäre ich hier fast in den Zaun geknallt :-(
Vorbei an den Umkleiden und durch einen Tunnel ins Stadion. Fast eine Runde rum und wieder den Höllenausgang. Eh. Bei der 3. Runde willst du nicht mehr. Nütz aber nichts!

In der 1. Runde überholte ich Fred bei km1,5 und er wünschte mir noch einen guten Lauf. Für ihn ist der WK am Sonntag wichtiger.

Ende der 2. Runde sah ich Jens gerade den Ausgang im Stadion nehmen, als ich vor den Zieltunnel kam. Das hieß etwa 200 Meter Vorsprung.
Beim Einlauf ins Stadion in Runde 3 verließ Jens schon wieder selbiges. Oh oh. Ich zu langsam? Er so schnell? Peter! Hüh! Und die Kontrolle der Rundenzeiten heute sagt, das Jens wohl mehr Reserven in der 3 Runde frei machen konnte, allerdings in Runde 4 ich auch noch was, wie das Ergebnis zeigt.

Nach dem 3. Stadiondurchgang war ich heil froh, diesen Anstieg hinter mir zu haben und ließ es die Abwärtsstrecke schön laufen. Ab jetzt hieß es Vollgas und holen was noch zu holen geht.
Ich sammelte noch ein paar der 5-km-Läufer/innen ein, die ihre 2. Runde schnauften. Toll gemacht. Denn nur wer es versucht, kann gewinnen. Alle anderen haben schon verloren :-))

Bei km9 verfiel ich mal wieder in Pressatmung und dachte: was sollst. Zeigs ihnen!
Letztes Mal Spielereingang, letztes Mal Tunnel!
"Achtung! Bahn frei!" rief ich. Fein machte man Platz und so kam ich gut aber völlig am Ende auf die Tartanbahn. Noch einer hampelte da vor mich rum. "Bahn frei!" stieß ich zwischen den Zähnen hervor und fast wäre ich auf der Rasenbegrenzung umgeknickt :-(
2-3 Schritte auf dem Rasen und dann zurück auf die Bahn und in den Zieltunnel. Letzte Anstrengung und Stopp.

Die offizielle Zeitmessung der Verantwortlichen meldet am Sonntag:
17. Platz gesamt und Platz 8 in der AK40 (ICH BIN 45) bei einer Zielzeit von:
0:41:26,7 h
Jippi! Neue persönliche Bestzeit!
Na wenn das keinen richtigen Schub in der Wertungsliste gibt ...
16. Lauf der Nordhessencup-Serie in Baunatal
Die Wettkampfdaten findet ihr hier.

Jens landete in der AK40 auf Platz 6 mit 1:12 Minute Vorsprung. Klasse und herzlichen Glückwunsch, sowie alles Gute für Frankfurt.

Schuhe aus und Auslaufen, zusammen mit dem Rest Fachsimpeln und schon musste ich los, denn die Mädels warteten daheim mit dem Essen. Zufrieden mit mir und meinem Lauf verabschiedete ich mich und machte mich auf den Heimweg.

Der Sonntag blieb Lauffrei, denn ich hatte keine Lust. So. Punkt. Ich darf auch mal faul sein!

Die Woche gibt es somit nur 37 km zu vermelden, was allerdings einer Steigerung zur Vorwoche um 10 km bedeutet :-)


Außer natürlich der obligatorischen Spazierrunde mit der Liebsten am Edersee und Streckeninspizierung für den Jahrhundertlauf am 19.10.2014. Und das sind nur noch 41 Tage!

Edersee bei Rehbach mit Blick nach Scheid
In diesem Sinne wünsche ich allen eine unfallfreie Trainingszeit und viel Erfolg allen Wettkämpfern im September.
Ich danke euch fürs Lesen meines Blogs und freue mich noch mehr, wenn ihr wieder kommt.

Mit sportlichen Grüßen in die Weiten der Republik

Euer Gnü aus Zü

Und immer dran denken: Wer sich bewegt, bewegt was!

Sonntag, 17. August 2014

Disbalancen ...

  • zwischen Auto- und Radfahrer
  • Läufer und Hundebesitzer
  • zwischen allen und jedem
  • links und rechts
  • Mann und Fr... Ach nee, das nicht!
Es ist fast wie im Krieg

Die ersten beiden Punkte sind aber schon schlimm genug.
Warum? In der Politik nennt man das friedliche Koexistenz und es sollte doch möglich sein, sich wie zivilisierte Lebewesen zu begegnen.

Scheint aber einfach nicht möglich. Die Geschichte dazu kommt am Dienstag.

Punkt 3 bezieht sich auf die Linke zur Rechten Körperhälfte. Komisch, warum nur hat man eine bessere Hälfte. Die Eine macht alles mit, die Andere hat ständig was anderes!

Montag:
Im Kommentar im Blog von +Norman Merten las ich folgendes: 
“Training ohne Wettkampf ist wie Sex ohne Orgasmus”
Dieser Spruch eines Runnersworld-Lesers wurde in einer der letzten Ausgaben abgedruckt und enthält so viel Wahrheit.
Er, der Wettkampf, ist der Lohn des Fleißes. Das Zeugnis deiner Anstrengung und die Bestätigung dessen, was du tust.

Es ist ja nicht wichtig auf dem Podest zu stehen, wobei das sicher ein ergreifendes Gefühl ist und die Krönung an sich, aber eine Urkunde in den Händen zu halten, als Nachweis, für jeden einsehbar, öffentlich im Netz auffindbar ...
Das ist schon ein tolles Gefühl.
Ja! Auch ich habe alle meine Urkunden an der Wand hängen. Aufsteigend sortiert und immer vor Augen. Jeden Tag, wenn ich im Büro sitze und in ein kleines, klitzekleines Motivationsloch abzurutschen drohe, bauen sie mich auf, bringen Schwung in den Vertriebsalltag und in die Laufziele.

Ach so. Und diszipliniert war ich auch: Ich habe den Arsch still gehalten!

Dienstag:
2. Urlaubstag und den ersten Testlauf nach 3 wöchiger Abstinenz.
Ich bin ja so was von brav :-)))

Morgens stand aber erst einmal Edersee auf der Liste und Brombeeren fangen. Diese hatten wir beim Sonntagsspaziergang getestet und ich wollte unbedingt mal eigene Marmelade machen.
8:30 Uhr zum See, ruhe, leere, was für mich. Bis auf ein paar Mütter, die ihre Kinderwagen gen Wildpark schoben.
Mütter, Hundebesitzer und Läufer --> die Schlaflosen :-)

Was soll ich sagen? Traumhaft.


der See erwacht
Nach 2 Stunden fangen, heimtragen, waschen, pürieren und Kücheaufräumen muss ich gestehen, im Supermarkt ist es günstiger :-(
Aber! MEINE IST LECKERER UND SELBSTGEMACHT!



In Summe 5 ganze Gläser und 3 x 300 g für den Gefrierschrank und ein halbes Glas zum kosten. Lecker!

Am Nachmittag dann endlich mein erster Lauf.
Darauf habe ich mich so sehr gefreut, endlich zu testen, was der Fuß macht. Als Strecke wählte ich frohen Mutes den Haustrail, denn nach einer gefühlten Ewigkeit und Asphalt unter den Reifen, Autos um mich her, Aggression von allen Seiten, wollte ich meine Ruhe.

Über die Alte Wiese in den Wald, doch nicht mutig genug, den steilen Anstieg über die Heimarshausener Seite zu nehmen, lief ich links vorm Hermansberg rum, im Richtung Schweinsplatz.

Nach 3 Wochen Pause hast du aber immer so eine Lauerstellung: Tut nichts weh? Muckert nichts? Nee, eigentlich alles OK. Gut, das Spunggelenk hat in den letzten 3 Wochen natürlich auf Grund einer gewissen Schonhaltung schon den Einen oder Anderen Mucks von sich gegeben, aber im Großen und Ganzen ... Topp.

Hinter dem Schweinsplatz in Richtung 3 Eichen sagte der Blick auf die Uhr, dass die Pace für den ersten schon etwas zu ambitioniert sei und ich nahm das Tempo etwas raus.
Vorbei an den ausgesetzten Gartenzwergen



ging es zum Sauerbrunnen und hier kam die Eingangs erwähnte Begegnung.

Ich komme um die Ecke, steht mitten auf dem Waldweg ein Hund, des Läufers liebster Freund :-(
Kein Herrchen, kein Frauchen in Sicht. Peter bleibt stehen und ruft. Nichts. Hallo! Da kommt Frauchen gemütlich den Berg hochgeschnauft und ich rufe ihr zu sie möge den Hund rufen und an die Leine nehmen.
Was dann kommt, ist die Lachnummer vorm Herrn. Hunde sind Rudeltiere und gehorchen dem Rudelführer. Der erkämpft sich diese Stellung oder, als Mensch, er behautet sich durch Stimme. Soweit die Theorie, die man auch als Nichthundebesitzer kennen sollte.
Frauchen mit Piepsestimmchen: "Ja komm her, komm zu Frauchen!" Leute, kein Witz. Ich schwöre, genau so. Was macht Hundi? NICHTS! Steht und glotz mich doof an, glotz zu Frauchen, fehlte eigentlich nur der Mittelfinger, und fing an, mich abzuschnüffeln.
Ich forderte sie noch mals auf, den Hund an die Leine zu nehmen. Pustekuchen, der fand Herbmännlich deutlich interessanter als Frauchens Piepsestimmchen.
Als sie auf meiner Höhe ankam, schnaufend und hoch roten Kopf, min 20 kg zu viel, meint sie: "Sie sind aber unfreundlich!" Also da wars vorebei. Ich sagte zu ihr: "Wenn ich unfreundlich wäre, hätte ihr Köter schon ne Dose Reizgas intus und hätte per Kick den Wald kennen gelernt. Das war unhöflich. Ich habe sie 2 x gebeten ihren Hund an die Leine zu nehmen. Aber der hört echt aufs Wort". 
Und weiter bin ich. Ich frage mich, ob die denn keine Vorstellung davon haben, wie sich Menschen fühlen, die keine Vorliebe für Hunde haben, wie sich Läufer oder Kinder fühlen, von den Fellschnautzen immer wieder und ständig beschnüffelt zu werden. Ich rede hier nicht von Angriff, aber es kann die Vorstufe sein. Weiß sie, was in Hundis Kopf gerade für ein Film abläuft?

Bis nach Hause geht mir die Begegnung nicht aus dem Kopf und ich kam auf den Eingangstext, denn auch auf der Straße herrscht ständig Krieg gegen Radfahrer, gegen Fußgänger, gegen alle ...

Egal. Der Lauf war so sehr schön und schmerzfrei, so dass ich für den Müritzsee neue Hoffnung bekomme.
Ich hatte ja klipp und klar gesagt: Läuft es nicht, läuft er nicht! Allerdings sind die Zielzeiten unter Fern Oliven gerückt und ich werde als Richtpace mal die 5:50-6:00 min/km anpeilen, sodass ich bei sub 7:00 Stunden landen könnte.


1. Testlauf
Details zum Lauf findet ihr hier!

Mittwoch:
Urlaub ist in erster Linie zum Erholen da und zum Abarbeiten offener Punkte :-)
Der wichtigste ist die Fertigstellung des Wegebaus im Garten. Bekommt man auch so hin, aber Werkzeug ran holen, bisschen was tun, Werkzeug wegräumen und und und. So macht das keinen Spaß und heute soll es beendet werden. Und ich habe es beendet:


Fertig :-)
Pünktlich 16:00 Uhr abgeschlossen, Werkzeug aufgeräumt, Bauschutt ins Auto geladen und so stand dem SRC-Mittwochstraining nicht im Wege. Außer das Wetter :-(

17:00 Uhr auf das Rennrad und Richtung Wellen Züschen verlassen und was passiert am Ortsausgangsschild? Regen! Juhu! Ich ko... gleich! Aber Plan ist Plan und so ging es nach Wellen und weiter auf dem Radweg nach Ungedanken.
Von da aus nach Rothelmshausen und nach Fritzlar zum Treffpunkt.
Und wen traf der Gnü aus Zü da? Den Gnü aus Zü! Denn der war der Einzige, der sich bei dem Wetter rausgetraut hat :-(
Klasse! Dann eben nicht.

SO drehte ich allein meine SRC-Mittwochs-Trainings-Runde durch den Chattengau.


Mittwochstraining
In Summe immerhin 65 km mit 761 pos. hm in 2:30 h
Details zur Tour findet ihr hier!

Donnerstag:
Lauftag. Den Trainingsplan habe ich zu den Akten gelegt und laufe einfach nach Gefühl. Das WK-Tempo von 5:20 und das Asphaltgetrampel habe ich mir aus dem Kopf geschlagen und hoffe inständigst am Müritzsee auf wenigstens Schotterwegen laufen zu können!


Wieder mal in Richtung Heimarshausen und ins Edertal, war mein Plan und ich muss sagen: et looft!
Wunderbar mit Trinkgürtel, denn auf Rucksack konnte ich für die ca. 22 km verzichten und zur Stärkung steckte ich lediglich ein Gel und einen Riegel ein. Wie sich heraus stellen sollte: völlig ausreichend bei den derzeitigen herbstlichen Temperaturen.


  1. Wind
  2. Sonne
  3. Regen
  4. Hagel
in der Reihenfolge. So ein Wetterdurcheinander! Eh, ich habe Urlaub und wir haben August. Da sollte Sommer sein? Bitte noch mal überarbeiten!


Donnerstag
Details zum Lauf findet hier!

Freitag:
der absolute Höhepunkt der Unglücks- und Shitwetterwoche.
Anfangs stand Elektrikerarbeit an: neue Feuchtraumleuchten im Holzstall anbringen. Liegen nun auch schon ewig da und vor der dunkleren Jahreszeit sollte das erledigt sein, damit man endlich im Winter was sieht, wenn Holz für den Kamin ins Wohnzimmer geholt werden muss. 
Radtour stand danach auf dem Plan und zwar so, dass ich die Tochter 16:45 Uhr zur Arbeit bringen kann. 
Also  12:30 Uhr alles erledigt und ab. Tour Richtung Wolfhagen und grobe Richtung Bad Arolsen, etwa 75 km.

Um es kurz zu machen, bis nach Bühle alles ok, etwas kalt mit 18°C aber erträglich.
Weiter nach Elleringshausen und das hätte ich sein lassen sollen. Wolkenbruch, Temperatursturz und einfach nur noch Mist. Dicke, kalte Regentropfen bei 13°C im kurzen Trikot sind einfach nicht optimal.
Aber es gibt kein zurück, also weiter. Mist

In Lieschensruh hörte der Regen zum Glück auf und die Straßen waren im Edertal bereits schon trocken. Weiter auf dem Radweg, entlang der Eder bis Wega und dann, beim abbiegen in Richtung Wellen, pffff ...
Hinterrad platt. Klasse. 15:20 Uhr und Tochter wartet.
Werkzeug raus, Ersatzschlauch und Kartuschenpumpe zurechtgelegt und Hinterrad ausgebaut.
Beim Einschrauben der Druckluftkartusche wohl nicht aufgepasst und schon war das Ding leer, bevor ich der Reifen voll hatte. Mist²
Zum Glück kommt ein Mountenbiker mit Luftpumpe vorbei. Ich hatte meine nach der Regentour vom vergangenen Sonntag vergessen anzuklemmen, ich Depp.
Doch die Pumpe half nichts, denn der Ersatzschlauch hatte sich in den letzten Monaten des ungenutzten Daseins in der Satteltasche aufgescheuert. Na Klasse! Wenn du so ein Ding brauchst, ist er im Eimer. Wie schrieb diese Woche +ultraistgut Ostsee in ihrem Blog in Bezug auf Früher?
Früher hatte man Flickzeug dabei, Sandpapierblättchen, Kleber, Pad und ne normale Luftpumpe, man hat sich ne Pfütze gesucht und den Schlauch geflickt. Also, alles zusammengepackt, Tochter informiert und zu Fuß auf die letzten 5 km mit den Rennradschuhen. Und wer so was kennt, weiß wie klasse man damit laufen kann; und das auch noch bergauf. Mist³

Also, Peter frustriert auf dem Weg gen Züschen und am Ortsausgangsschild passiert etwas, was ich nicht mehr für möglich gehalten hätte:
Autofahrer überholt mich, bremst, Rückwärtsgang und fragt, ob er mich mitnehmen könne.
Juhu! Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Vorderrad raus, Rücksitzbank umgelegt (in ner Familienkiste ist ja viel Platz) und ich war 10 Minuten später daheim und vollkommen happy.
Er sei auch Radfahrer und kann das dem entsprechend nachvollziehen. Man, was hatte ich für ein riesen Glück. Ich hätte unsere Tochter nie pünktlich auf Arbeit bringen können und die Schuhplatten wären auch hinüber gewesen.
Er lud mich am Krämerlädchen in Züschen aus und ich bedankte mich Tausendmal. So viel Glück bei der Pechsträhne heute, hätte ich nicht mehr erwartet :-)


Freitagspechttour
Nach dem ich geduscht war, es war schließlich saukalt, die Tochter auf Arbeit, stand ich im Keller und flickte meine 2 Schläuche. Und wisst ihr was?
Ich habe wieder wie Opa Flickzeug in der Satteltasche und ne richtige Luftpumpe am Rennrad. Alles andere ist Hanebüchen ...
Rennrad ist also wieder einsatzbereit für die RTF am Sonntag durch den Kellerwald :-)

Sonnabend:
stand mein letzter langer Lauf auf dem Plan. Letzter Check für den Müritzsee-Ultra. Wenn da nichts nennenswertes an Schmerzen kommt, werde ich in 7 Tagen in Waren an der Müritz unter den 116 gemeldeten Startern sein, mit der Nummer 13 (ob das was bedeutet?) auf der Brust und hoffen, dass ich über die Runde komme. Ist ja nur eine :-)

6:30 Uhr aufgestanden, Durchfall, ohne Frühstück 7:15 Uhr los. Klasse, besser kann es ja schon mal kaum gehen.
Trinkgrürtel mit 4 x 125 ml, 2 Gels und 2 Riegel sollten bei 11°C reichen. 
Der Hitzerekord der letzten Wochen (ist sagenhafte 4 Wochen her, mein letzter langen Lauf bei 35°) ist für die nächste Woche nicht mehr zu erwarten und die Verantwortlichen sprechen eher von 11°-19°C, was zum Laufen ja optimal ist und meine Wohlfühltemperatur wäre.

Aller 10 km gab es ein Gel und einen Riegel und aller 5 km wurde ein Fläschchen geleert so dass ich von der Seite nichts zu vermelden hatte. Bei Km 8 meldete sich der Magen noch mal und zum Glück auch das letzte Mal, denn das muss ich nicht haben, weder heute, noch eine Krankmeldung so kurz vorm Start.

Um es kurz zu machen. Im Luftverkehr würde die Meldung aus dem Cockpit an den Tower in etwa so lauten:
Hier Flug Gnü aus Zü nach Waren an der Müritz:
System IO checked, Get ready für take of.
Tower an Gnü aus Zü:
OK, Have a nice fly!

So kurz und knapp kann man es sagen. Alles Bestens. Linkes Sprunggelenk muckert, ist aber wohl normal nach 3 Wochen der Ruhe und ansonsten: nichts zu beanstanden.
Was jetzt nicht da ist, werde ich in der letzten verbleiben Woche nicht mehr rausholen können und so bleibt nur das Zitat von Emil Zátopek zu verinnerlichen:

"Ein Athlet kann nicht mit Geld in seinen Taschen laufen. Er muss mit Hoffnung in seinem Herzen und Träumen in seinem Kopf laufen."


Systemkontrolle
Die Details zum Lauf findet ihr hier!

Am Nachmittag stand das Ausschildern der RTF auf dem Plan und entspannen.

Sonntag:
5:45 Uhr aufstehen, Frühstück und auf zur RTF des SRC-Fritzlar durch den Kellerwald
Pünktlich 6:30 Uhr sitze ich bei 11°C auf dem Rad und trampel der Sonne entgegen in Richtung Fritzlar.


Das ist doch schon mal Lohn für das zeitige Aufstehen :-)
Über Lohne geht gerade die Sonne auf und die Felder sind allerorts schon abgeerntet, es scheint es wird Herbst.

In Fritzlar auf dem Sportplatz angekommen wird die Anmeldung erledigt und die fleißigen Helfer wuseln hin und her.

7:15 Uhr bin ich nach ner Tasse Kaffee auf der Spur und mach mich auf den Weg durch den Kellerwald.

Es hieß den Schildern folgen, die wir gestern befestigt hatten. Ich selbst war mit Erwin die 78km-Runde ausschildern und sollte so als Vorhut mal die Strecke kontrollieren, ob nicht irgendwelche Schlingel die Schilder umgedreht hätten :-)


Die Sonne im Rücken und allein auf der Straße:




In Borken ging es am Besucher-Bergwerk vorbei und hier hatte ich schon fast die Faxen dick, denn der Wind kam die gante Zeit bereits von vorn. Das hieß: es bleibt so bis Frankenau. Na Danke sehr!

in Borken
Bis Bad Zwesten ist die Strecke bekannt und fast ohne besondere Vorkommnisse. Bis ich schon von den ersten eingeholt werde :-(
Das kann doch nicht sein, denn Start ist erst 7:30 Uhr und so schnell, kann mich doch noch keiner eingesammelt haben.

Beim Überholen war dann klar, wie es geht:

aufgepimpt :-)
Wie ich später hören musste, ist der Sozius blind und trotzdem sind die Kollegen mit 70 Sachen den Berg nach Heina runter gebrettert. Kein Wunder, dass ich da nicht dran bleiben konnte.

In Bad Zwesten hatte ich auch bereits den ersten Kontrollpunkt erreicht, nur vergaß ich, die Karte abstempeln zu lassen :-(
Ich glaube man wird mir glauben, dass ich da war :-)

Kontrollpunkt 1
Weiter ging die Fahrt nach Schiffelborn das Urfftal hoch. Auch die Strecke war mir bekannt, neues sollte erst ab Armsfeld auf mich warten.
Im Urfftal wurde ich dann schon wieder eingesammelt und gemeinsam fuhren wir bis Bergfreiheit.

Daniel Düsentrieb
Aber 28 km/h waren mir zu hart und ich ließ den Kollegen aus Traysa ziehen und fuhr allein weiter.

Die Landschaft ist einfach zum Genießen. Wälder, Täler, keine Autos (wer will hier auch wohnen, nichts los) und Wind. Ganz viel Wind. Alter Schwede. Ich war bereits in Hüttenrode, dem höchsten Punkt auf der Strecke so was von fertig. Und das nach 50 km.

Gegend ohne Ende
Und was ich noch sichten musste:

Tot
Zu viele tote Tiere. Kann ich meist nicht nachvollziehen, wie man kurz vor oder nach, oder noch besser in einer Ortschaft, Tiere über den Haufen fahren muss.

In Oberholzhausen, hier bin ich im Leben noch nie gewesen, erreichte ich Kontrollpunkt Nr. 2.

Fetzter und Winni
Hier traf ich noch mal den Kollegen aus Taysa und noch 2 fuhren auf. Ich machte mich erst nach einer kurzen Stärkung nach ihnen auf den Weg.
Ich hatte keine wirkliche Lust auf Gesellschaft und wollte allein mein Ding fahren.


So wie die meisten ankamen und fuhren, hatte die wohl nur bis Mittag von Mutti frei bekommen und hatten es eilig. Ich war mit meinem Lauf von gestern zu frieden und wollte die Tour heute nur als Alternativtraining nutzen. Es gibt ja auch nicht zu gewinnen :-)

Weiter ging die Tour, immer noch gegen den Wind und mit Anstiegen immer um die 5-10%, kurzen anschließenden Abfahrten die den Körper so schön auskühlen. Die Temperatur kam trotz der Sonne nicht über 14°C, was auf dem Rad echt nicht gemütlich ist.

Endlich war nach 88 km Frankenau, mit 495 ünN der 2. höchste Punkt der Strecke, erreicht. Von nun ab heißt es Rückenwind durch das Wesetal bis Fritzlar. Und was war das toll.
Einfach nur die Füße fallen lassen und mit teilweise 30 - 50 km/h durch das Tal zu donnern. So macht das mal wieder Spaß.

im Wesetal
In Emdenau erreichte ich den 3. und letzten Kontrollpunkt und fuhr auf eine Truppe der kürzeren 78 km Strecke auf.

letzter Kontrollpunkt

78 km-Truppe
Letzte Stärkung und langes geschnuddel und ich setzte mich wieder in Bewegung.
Aber nach so einer Rast wollen die Beine nicht gleich wieder und brachten eine kleine Anlaufphase :-(

In Wega ging es dann wieder auf den bekannten Radweg in Richtung Fritzlar weiter.
Wind? Jupp! Kam wieder. Seitlich von vorn und so hieß es wieder kämpfen. Mit den müden Beinen, nicht mehr ganz so frischen Po und imer gegen den Wind. Oh, wie ich den heute liebe :-(

In Ungedanken schloss ich dann zu einem Fahrer auf und gemeinsam nahem Christian und ich die letzten km nach Fritzlar unter die Reifen.

gemeinsame letzte km
Endlich hatten wir Fritzlar erreicht und ein letzter Anstieg zum Sportplatz trennte uns vom Ziel und der wohlverdienten Bratwurst.
Bei alle den Läufen hatte ich im Anschluss noch nie Appetit auf ne Wurst verspürt, aber heute freute ich mich drauf ;-)

Dann war es geschafft: Uhr pausiert, den Heim muss ich ja auch noch, Stempelkarte abgegeben und Startnummer und dann bei Wolfgang ne lecker Wurst erstanden :-)

Ballaststoffe 

Kleine Gruppen saßen noch zusammen. Irgendwie recht wenige, waren die alle schon durch?
Es sollten mehr Teilnehmer, wie im letzten Jahr, gefahren sein, denn in 2013 viel die RTF sprichwörtlich ins Wasser.

Kurz mit Wolfgang geschnuddelt und mit Christian die Emails ausgetauscht und dann ging es heim. Ich hatte echt schwere Beine und wollte nur noch unter die warme Dusche.

RTF des SRC-Fritzlar am 17.08.2014
Die Details zur Tour gibt es hier!

Damit liegt die letzte, und eigentlich auch 1. Woche nach 3 Wochen Pause, hinter mir. In der nächsten wird nichts mehr zu retten sein, was mich am Müritzsee noch voran bringen könnte. Was geht geht, was nicht dann eben nicht.
Meine ambitionierten Zielzeiten habe ich bereits anuliert und werde einfach aufs Ankommen setzten.

Die Woche sah wie folgt aus:

KW33
262 km Rennrad
74 km Laufen
alles im grünen Bereich.

Und noch was tolles habe ich seit dieser Woche am Rennrad:


Einen Spiegel für das Oberrohr. Blick nach hinten bringt Sicherheit :-)

So bleiben noch 5 Tage und 17 Stunden bis zum Start in Waren an der Müritz. Am Donnerstag geht es los und dann ...
Ich werde berichten.

Bis dahin danke ich allen für das Lesen meines Blogs, ich freue, wenn ihr wiederkommt und verbleibe

mit sportlichen Grüßen in die Weiten der Republik und angrenzenden EU- und Nicht EU-Staaten

Euer Gnü aus Zü