Montag, 6. Mai 2019

Woche 3 ist abgelaufen ...

in der Vorbereitung zum großen Ziel 😉



Das Lotterleben muss ein Ende haben, dache ich nach der Rückkehr aus Dresden und dem abgebrochenen Lauf am Sonntag 😥

Auch wenn´s schön ist, einfach mal so zu tun, wie man mag, so ist das große Ziel, Teneriffa Blue Trail in nicht mehr allzu weiter Ferne.
In "nur" noch 5 Wochen werde ich schon am Ziel sein und wissen, was und ob ich es erreicht habe.

Erreicht habe ich aber, dass ich in der vergangenen Woche den Plan konsequenter eingehalten habe, wie es in den ersten beiden Wochen gelungen war.

Montag:
Stabi und Regeneration sagt der Plan.
Also die Rolle wieder aufgebaut, 30 Minuten warmkurbeln und Rumpfstabi mit Yoga-Ansätzen 😉




Kaum zu glauben, wie wichtig es ist und auch gut tut, wenn man den ganzen Tag im Büro gesessen hat 😊
Ich kann die Menschen nicht verstehen, die das den ganzen Tag tun, ohne sich zu bewegen 😨

Dienstag:
sagt der Plan Schwellentraining oder Tempodauerlauf 😰
Ich kann mich nicht begeistern.



Denke stattdessen, dass Berge gut sind 😍
Schließlich wartet auf Teneriffa El Teide auf uns und lockt mit einem Aufstieg von 1 üNN auf 3555 üNN 😲

Mittwoch:
lockerer Dauerlauf. Den liebe ich.
In meinem Wohlfühltempo 5:20/km.

Aber nein. Es ist Feiertag und an freien Tagen ist oberstes Gebot:
Brötchen holen.
Aber gern doch 😊



Ich liebe es, morgens aus dem Bett zu schleichen, wenn die bessere Hälfte sich noch mal rum dreht und ich mich auf den schmalen Reifen fortbewegen kann.

Aber freie Tage stehen auch für das Zusammensein mit der Familie.
Auch wenn sich unsere Familie auf nun nur noch 2 Personen reduziert hat und die "Kinder" ihren eigenen Weg gehen, ist es schön, die freien Tage zusammen zu genießen.
Wir waren uns einig, dass ein Feiertag pro Woche unbedingt einzuführen ist 😄

Seit Wochen stand im Kalender, dass die Wasserspiele, wie immer zum 1. Mai, eröffnet werden.
So war die Auswahl nicht schwer und 12:00 Uhr machten wir uns auf dem Weg.
Natürlich nicht direkt zum Herkules. Das kann jeder.

Unser Startpunkt war der Parkplatz Sichelbach, wo auch eines der Wasserspeicher für die Wasserspiele zu finden ist.

Knapp 3 km sind es durch wunderschön grünen Wald oder bisschen mehr auch über den Habichtswald-Steig auf schmalen Wegen und vorbei am Silbersee.

Wir wählten den etwas komfortableren Waldweg vorbei am Gasthaus "Silbersee" wo ordentlich der 1. Mai gefeiert wurde. Das ist nicht unseres und wir gingen weiter über die Karstlandschaft, uns von hinten dem nackten Mann nähernd.



Es ist schon wieder so lange her, dass ich mit Tommy den Bergpark erlaufen habe 😢



Kurz verweilten auch wir auf der Baumelbank und genossen den Blick zurück.



Weiter ging´s zum Herkules und die Treppen runter zum Neptunbrunnen.



Da wir doch schneller waren, wie gedacht, konnten wir uns einen schönen Farbton in der Sonne sitzend abholen.

Pünktlich 14:30 Uhr war es dann soweit.
Wir mischten uns unter die wartenden Touristen, Einheimischen und Jugendlichen, die mit Bollerwagen und lauter Musik das Tönen der Trompeten etwas beeinträchtigten 😒



Dann war es unten angekommen 😍



Danke ihr Landgrafen und Kurfürsten von Hessen-Kassel, dass ihr uns noch heute so erfreut.
Vielleicht ziehen unsere Ur-Ur-Urenkel auch mal in 300 Jahren zu einem Atommeiler und erfreuen sich an dem Mist, den wir ihnen hinterlassen haben 😳😵

Wir gingen durch den Wald auf dem Kassel-Steig wieder nach oben und haben in der Herkules-Terrasse natürlich nicht dem Duft der Pommes und der Kartoffelsuppe widerstehen können 😋




Zurück am heimischen Herd machte sich die Herzdame an selbigem zu schaffen und ich konnte meinem Plan folgen.




Nur die Rache der Kartoffelsuppe war übel 😣

Donnerstag:
Intervalltraining 😳
Aber davon haben mich meine lieben FB-Freunde mit ihren einstimmigen Aussagen von abgebracht 😂



Also habe ich mit René vereinbart ihm die langen Läufe abzunehmen und bin stattdessen in leichten Schuhen in Richtung Fritzlar durch den Wald.
Falsche Schuhe 😞
Tatsächlich 2 x mit dem Ballen so doof auf spitzen Steinen gelandet, dass es unangenehm bis schmerzhaft war, darauf zu landen.
Na das wird ein Späßchen am Sonnabend.



Aber was soll´s und irgendwie muss Hotel Henry ja auch vom Blutbild zurückkommen.

Also niemals direkt, war das Motto und ich machte mich auf den Weg über Wellen an die Eder und auf dem Eder-Radweg nach Fritzlar.

Ich liebe ja "meinen" Wald und genieße die Stille.



Vorbei am Lieblingsplatz und schon Wellen vor Augen, sehe ich was braunes auf der Wiese und denke, dass da Pferde in ner Koppel stehen.
Doch nein. Was sehe ich?
2 Rehböckchen, die um´s Revier kämpfen.

Bremse rein und das Schauspiel genießen.



Leider ging´s nicht mehr lang und beide verschwanden im Wald.
Da ich aber noch ein bisschen da stand und den Weg der beiden verfolgt, hörte ich, wie einer der beiden keuchend, mir fast gegenüber, verschnaufte.



Leider kann man das im Video nicht hören.
Krass und sehr beeindruckend, so etwas live erleben zu dürfen 💓

Entlang der Eder ist eigentlich nichts erwähnenswert, nur das die Rapsfelder schon in voller Blüte stehen und wir dieses Jahr bestimmt 2 x anbauen können 😉



Freitag:
ist Regeneration angesagt und wie immer nutze ich den Tag zum radeln.



Ich habe das Motto "Regeneration" strickt versucht einzuhalten und flach zu fahren und bin an der Eder lang. Denn an der Eder lebt der Peter 😍


Aber ein bisschen Berg hast du eben immer 😉

Dann endlich ...

Samstag:
Wettkampftag 😊



Die Klamotten waren bereit, doch die Wettervorhersagen ließen schlimmes erwarten 😳
Der April zog verspätet wieder ein und der Winter meldete sich zurück.

Somit wurden die Windjacke und die dünnen Handschuhe durch die dicken Fäustlinge und Winterjacke ersetzt, welche aus dem Sommerquartier wieder ans Tageslicht zurück gekramt wurden.



Aber umso näher ich dem Treffpunkt mit Thomas kam, umso stärker wurde der Schneefall.



9:15 Uhr trafen wir uns dann bei der goldenen Möwe und zusammen ging´s in den winterlichen Vogelsberg.



10:00 Uhr Landung und Shuttle-Bus war gerade weg.
Ein anderes Läufer-Trio nahm uns mit zum 5 km außerhalb liegenden Startort.

Angeblich sei das Vereinsheim aufgeschlossen und beheizt.
Die einzige offene Tür war die der Garage und die einzige Wärme, die sich ausbreitete, kam von dem im Dunkel wartenden Menschen.

An die Veranstalter: nächste Jahr bitte Stirnlampe in die Packliste aufnehmen!!!



Kurzes Selfi, von Thomas und mir und dann durften wir uns unter freundlicher Anleitung etwas körperlich ertüchtigen 😂




Vielen Dank dafür.

Der Sprecher versuchte uns was zu sage, aber ersten hörte man nichts und zweitens hörte auch niemand zu 😨

Ein bisschen Abseits des Weges stellten sich die Meute von sagenhaften 35 Startern hinter der Startmatte auf und als Motto wurde ausgegeben: "gelber Schnee pfui!" 😂

Pünktlich 11:00 Uhr der Schuss aus der Pistole und wir trabten gegen den fiesen Wind los.

Vulkan-Trail!
Name steht doch tatsächlich für´s Programm, auch wenn ein paar längere Waldwegpassagen dabei waren.
Im großen und ganzen hat der Lauf aber den Namen wirklich verdient.




Nach knapp 2 km kam der erste Anstieg, der uns hoch zum Bilstein bringen soll.
Da der Lauf für mich ein Vorbereitungslauf auf den Teneriffa Blue Trail ist, war klar: nicht verausgaben und bergauf gehen!



Und wenn ich "meine" Jakobsmuschel entdecken darf ...
Muss das Handy natürlich raus 😊



Bei besserem Wetter hätte ich wahrscheinlich den Blick hinter den Bilstein gewagt, aber so ...

Weiter geht´s.

Nach 10 km sollte der erste VP auf uns warten. Aber nicht bevor du den Gipfel erstapft hast ...


F***

Na Bödefeld lässt grüßen 😉

Oben mit einem Ultra zusammen gerappelt, der auf meine Bitte, ob ich mal an die Verpflegung darf, mit einem äußerst blöden Kommentar geantwortet hat.
Ich verkniff mir meine Antwort, habe mich aber die nächsten 5 km nicht wirklich beruhigen können. Gibt schon Ochsen.

Einen echten traf ich dann sogar auf den letzten 3 km.



Nun gut.
Bei km 20 kam der nächste VP und ich lief auf die führende Frau auf. Wie ich das immer halte, halte ich mich schon ein bisschen länger an den VPs auf und wurde prompt von den lieben Herren, die den betrieben gefragt, ob Marathonis nicht immer nur zugriffen und weg seien. Nee. Bei dem Angebot: Käsewürfel, warmer Tee und Trockeaprikosen 😍

Aber als die 3 Läufer aufliefen, die uns mit zum Start nahmen, machte ich mich dann doch los. Überholen lassen wollte ich mich dann doch nicht.






Ein bisschen was zu entdecken gab es auch unterwegs und ich denke, hier müssen wir mal zum Wandern her. Der hohe Vogelsberg hat schon was!

Kurz vor dem Turm kam mir einer humpelnd entgegen und musste leider aussteigen. Hinter dem Turm ging es ein paar Stufen runten und ich traf die führende Frau wieder, die sich wohl ein Stück verlaufen hatte.
Ich hatte zum Glück die Route auf der Uhr, denn der Schnee lies ja erwarten, dass nicht alle Markierungen zu sehen sein werden.

Zusammen setzten wir unseren Weg fort und ich glaube, es war für uns beide zum Vorteil: sie bremste mich und ich zog sie. Eine Win-Win-Situation so zusagen.
Leider musste sie dann bei km 6 vorm Ziel doch abreisen lassen.

Doch die Gedanken nur noch 6 km und es bald geschafft zu haben zerschlugen sich im Wind 😓
Es nahm und nahm kein Ende.
Noch ein Anstieg, noch ein bergab und wieder hoch.
Endlich dann in Schotten, nachdem wir ja schön außen um´s Städtchen gerannt sind, ging´s über die letzte Straße und am Schwimmbad in Richtung Ziel.

Nach 4:30:07 h durfte ich dann endlich die Stopptaste drücken, bekam die Medaille um den Hals gehangen und durfte mir tatsächlich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen 😲



Ein Blick ins Zeitnehmerfahrzeug lies mich die Strapazen fast vergessen. Kommt gleich ...

Erst ein Stück Kuchen und auf Thomas warten.



Die Duschen wurden in die Grundschule verlegt. Auf den Weg hatte ich aber keinen Bock, zog mich stattdessen auf dem Parkplatz um und schlüpfte in trockene Klamotten.

Inzwischen kam auch Tommy ins Ziel und unser Ergebnis zauberte uns ein freudiges Strahlen ins Gesicht.



Nach Quasselei mit Hinz und Kunz machten wir uns dann auf den Heimweg und fuhren durch den frühlingshaften Vogelsberg 😨



Unfassbar.

Am Abend kam dann auch die offizielle Bestätigung des Ergebnisses.



Damit bin ich doch schon mal sehr zufrieden und die Zeit für die ersten 8 km lassen mich für die erste Hürde auf Teneriffa hoffen.



Sonntag:
Wie immer ...

Brötchenrunde 😊



Und bevor jemand fragt, ob ich krank bin.
Nein. Es gab Kuchen.
Leider ohne Bild. Vergessen. 😢
Aber der war sehr lecker. Und selbstgebacken. Von meiner Frau 💓

Um dem Trainingsplan folge zu leisten stand aber noch ein kleiner Lauf an und der nicht nur, um dem Plan gerecht zu werden. Auch ein Auslaufen nach dem Marathon wird ganz gut tun, dachte ich mir.





Na, lief doch ganz gut und die Oberschenkel sind auch wieder locker 😊

Somit habe ich es tatsächlich geschafft die erste Woche nach Plan abzuhaken.



Mal sehen, was die neue Woche bringt, denn Dienstreisen reisen immer ein Loch in den Plan. Aber irgenwie müssen ja die Startgelder erarbeitet werden, solange man keinen Sponsor hat 😂

Euch danke ich ganz herzlich für das Lesen meines Blog und kann euch bestätigen:
Wer sich bewegt, bewegt was!
und wenn es der Schnee ist, der auf den Schultern liegt 😉

Ich verbliebe mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Montag, 29. April 2019

nichts ist so beständig ...

wie die Änderung 😩


Oder man hält es wie Hannibal und findet einen Weg 😊

Der Trainingsplan für den Teneriffa Blue Trail steht nun schon seit letztem Jahr und an dem wird auch nichts mehr gerüttelt. Wenigstens nichts Grundlegendes.
Aber doch in Nuancen.


Was auch seit langer Zeit feststand, war unsere Feier unter dem Motto: "100 Jahr, graues Haar ...".
Dies feiert man auch nicht so oft 😉
Also muss man Prioritäten setzten.
Und dann gerät der Trainingsplan schon mal ins Wanken. Nicht so schlimm ...

Doch aus den geplanten 90 Kilometern wurden mit hängen und würgen 56 😣


Nun gut. Haken dran und auf die kommende Woche hoffen.

Aber die Woche drauf hatte ich für meine andere Hälfte des 100. Geburtstages ein Honeymoon-Wochenende in Dresden geplant.
So richtig ohne Laufen.
Und das tat schon ein bisschen weh, wenn genau an dem Wochenende der OEM stattfindet und direkt am unserem Hotel vorbeiführen wird.
Ich gestehe, dass ich mehrfach mit dem Gedanken gespielt habe, mich nachzumelden, aber ...

Da ich ja vor Start des Trainingsplanes den 3-Berge-Lauf und den Kyffhäuser als Formtest ganz zufriedenstellend abhaken konnte, wird die Planabweichung nicht zum Desaster führen. Hoffentlich.

Also am Freitag kurzerhand Urlaub und 12:00 Uhr abfahrt nach Dresden.
Natürlich doch nicht ohne die Lauftasche. Man weiß ja nie ...

Ein bisschen Bewegung tut immer gut und so haben wir es tatsächlich auf den Turm der Kreuzkirche geschafft.
Auch bisschen Training; Treppentraining 😊


Der Ausblick über unsere alte Heimat entschädigte, zumal das Wetter am Freitag deutlich besser war, als zu Hause bei unserer Abfahrt.


Den Abend verbachten sehr entspannt mit alten Freundinnen und ohne Lauf geht´s auch 😊

Samstag in der Früh das erste Highlight: Besichtigung der Semperoper.
Nicht nur ein Wahrzeichen, nein auch Treffort für so manchen Touristen und natürlich auch bekannter Gesichter: steht doch auf einmal tatsächlich unser ehemaliger Ortsvorsteher vor uns ...
So ein Zufall.
In unserem 1000-Einwohner-Städtchen sieht man sich nicht, aber in Dresden 😉

Die Führung durch die Semperoper kann man durchaus empfehlen, wenn auch sicher ein Konzert schöner ist. Aber da muss schon das passende kommen und Oper ist nun wirklich nicht unser Favorit.


Aber das Haus ist sehr beeindruckend und gehört auf jeden Fall auf die Todo-Liste ...

Da natürlich auch die Familie was von uns haben möchte ging´s danach zu den Eltern, aber ich nur als Chauffeur 😉

Mein Ziel war die Dresdner Heide.
Auch wenn klar war, dass ich den Plan nicht einhalten werden kann, so muss doch wenigstens ein bisschen was getan werden.
Die bessere Hälfte hat ein Einsehen und so durfte ich meinem Hobby frönen.


2013 hatte ich mir bereits mal eine Route durch die Heide geplant und 2015 in der Vorbereitung auf meinen ersten 6h-Lauf abgelaufen.
Aber was sich in 6 Jahren alles verändern kann ...

14 Uhr war ich am Startpunkt in Ullersdorf und ab ging´s.
Wenn ich allerdings gewusste hätte, dass die Reitwege teilweise so schlecht zu belaufen sind, hätte ich einen anderen Weg eingeschlagen.

Nun gut. Die Sonne kam raus, was mich freute. Die Softflask fing an zu tropfen, was mich ärgerte. Hatte ich ausgerechnet die eingepackt, die ein Loch hat. Warum man die nicht gleich entsorgt ...

Vorbei am Ortsschild Radeberg, nach Langebrück und Klotsche wurde die Zeit nicht langweilig, wenn man an schöne Kindertage zurück denken kann.




An der Priesnitz entlang, an meinen Opa denkend, mit dem ich oft im Waldbad in Klotsche war.
In der Nähe vom Weißen Hirsch an meine Zeit im Kindergarten und die Besuche in der Heide. Wir waren gefühlt immer draußen 😍

Dann querte ich "meinen" Jakobsweg und denke an zu Hause. Steht unser Haus ebenfalls an einem Zuweg.


Zum Glück sah mich niemand, als ich der Muschel meinen Kuss gebe 😎

Aber doch war´s schwer und ich hatte nach km 25 keine Lust mehr und habe das Ziel "Hotel Henry" herbeigesehnt.
Das hat wohl auch so´n Vogel gemerkt und mich mit nem "Flapps" auf die Schulter aus meinen Gedanken gerissen.
Danke, du Kackvogel im wahrsten Sinne des Wortes!

😂😂😂

Nach 27 km und mit dem 5:30/km-Schnitt war ich doch sehr zufrieden und nach 40 Minuten wieder bei der besseren Hälfte angelangt, denn am Abend stand eine Führung mit dem Nachtwächter durch´s abendliche Dresden an.

Sollte man auch als Dresdner hin und wieder mal tun, denn in seiner Heimatstadt kann man auch als Tourist ne Menge erfahren 😉


Und der Eindruck am Abend, wenn´s auch ein bisschen (wirklich nur ein bisschen) ruhiger geworden ist, ist wunderschön.


Zurück in unsere Herberge, wenn man das Hilten so bezeichnen darf 😔, gab´s nen kleinen Schlummertrunk und schon waren die beiden Dörfler friedlich eingeschlafen 😃

Aber der Ausblick war schon toll, so vis-á-vis zur Frauenkirche.


Die Reise nach Dresden schlossen wir mit einem leckeren Mittagessen in Possendorf und einem tollen Blick über das Osterzgebirge ab.


Dafür wollte der Gnü natürlich nach so viel gutem Essen, wenig Bewegung und 4 h Autofahrt noch mal los, brach das ganze aber nach 1000 Meter ab und lies den Plan plan sein und wanderte nach Hause 😓

Manchmal ist´s eben so dachte ich und versprach meinem Trainingsplan in der kommenden Woche mehr Disziplin an den Tag zu legen und werde gleich heute damit anfangen 😉


Aber man muss auch der Seele was gutes tun denn Stress und Hektik haben wir doch in der Tat genug?!

Euch danke ich ganz herzlich für das Lesen meines Tagebuches auf dem Weg zum Teneriffa Blue Trail, würde mich freuen, wenn ihr bei den verbleibenden 39 Tagen dabei bliebt und mich nächste Woche durch den Vogelsberg beim Vulkan-Trail begleitet.

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 14. April 2019

(fast) ein Winterlauf ...

Ich hör die Leitungsrohre knacken
und das Gesicht war zugefroren 😖
Ich hatte blauche Backen und Eisgebilde an den Ohren 😢
Da kam ich ganz von selbst dahinter,
es ist (noch) Winter 😩

Eigentlich, ja eigentlich ...
Sollte mein 4. Start beim Kyffhäuser Berglauf ein bisschen anders ablaufen, wie er es dann tat.
Aber ...

Die Zeit des unkoordinierten rumgehöppel sollte mit dem KBL aufhören und als Auftakt für den Trainingsplan zum Teneriffa-Blue-Trail dienen.
Die kommenden 8 Wochen, ja so schnell vergeht die Zeit, stehen nun im Schatten des El Teide, den es am 08.06. zu erklimmen gilt.

Am Donnerstag schrieb mich Ingmar an, das er mich in der Starterliste gesehen hat und er auch in Bad Frankenhausen sein werde. Das war eine schöne Überraschung denn ich habe mich nicht wirklich mit den Listen beschäftigt, was mir noch eine schöne Überraschung bescheren sollte.

Am Sonnabendmorgen, nachdem die Wetterprognosen der vergangenen Tag für das Wochenende die Rückkehr des Winters ankündigte, machte ich mich 5:45 Uhr auf den Weg der vor mir liegenden 180 km.

Die Strecke ist mir bekannt und auch der anzusteuernde Parkplatz. Hatte ich in den letzten Jahren immer direkt am Schulzentrum und den zugänglichen Duschen einen Polepositionparkplatz ergattert, kam dieses Jahr die Ernüchterung: wegen Umbau keine Dusche in der Sporthalle 😩

Auch die Fahrt hielt genügend Überraschungen bereit: Schnee, Schneeregen, dunkle Wolken und alles andere als Frühlingsgefühle. Na das wird ja ein Spaß werden und in Höhe Heiligenstatt habe ich wirklich mit dem Gedanken gespielt, abzubrechen und umzukehren, denn ohne Winterräder wird die Fahrt durchs Kyffhäusergerbirge nicht kalkulierbar.
Aber der Gedanke kam nur kurz. Schließlich freute ich mich zu sehr auf den Kyffi und Kaiser Barbarossa, der uns zur Halbdistanz auf seinem Ross in Empfang nehmen würde.



7:30 Uhr erfolgte die Landung am Schulzentrum mit Planänderung und keiner direkten Einkehr in die Sporthalle. Stattdessen Tasche schultern und Fußmarsch zum Startort.

Das nächste Dixi direkt angesteuert und danach in den Ausgabepavillon zum Startnummernempfang.

Mit entsprechender Routine alles kein Problem und kurze Zeit später habe ich auch schon Marcel gesichtet.



Na wenigstens haben wir uns am Start noch mal gesehen, denn so schnell wie er ist ...
bin ich alter Sack schon lange nicht mehr 😂

Nach dem Umziehen und Klamottenbeutelabgabe ging mein Blick auf Ingmarsuche ...

Kein Ingmar ...

Dafür eine nette Überraschung:



Susi. Prima.
Wir sind schon so manchen Kilometer nebeneinander bzw. hintereinander hergetrabt aber es war mir natürlich nicht bewusst, wenn man die Startlisten nicht liest 😡
Schon 2 x sind wir beim Kasselmarathon zusammengelaufen und zuletzt beim BiMa und auch da schon 2 mal.

Ich lauschte ein bisschen den Moderatoren des 41. Kyffhäuser Berglaufes.



Wobei die meisten lieber noch im wärmeren Pavillon hockten, anstatt in der Kälte.

Und dann hat es geklappt:
Ingmar kam über die Wiese geschlendert.



Die Wiedersehensfreude war groß, denn auch wir sind nun schon so ein paar Wettkämpfe nebeneinander hergetrabt.
Zum ersten Mal beim Sächsischen Mount Everest 2016 und dann beim SaarschleifeTrail, der ein einziges Desaster für uns war.
Es folgte der nächste gemeinsame Start an der Treppe und darauf der ArberlandUltraTrail im letzten Jahr. Aber dieses Jahr hatten wir uns beide gegen die Treppe entschieden, umso schöner war es, sich trotzdem zu treffen 😊

Durch die ganzen Quasselei verging die Zeit wie im Flug und 8:30 Uhr fiel der Startschuss.
Wie immer mit Ingmar, kurze Absprache: zwangloses Zusammenbleiben, wie jeder mag und kann.
Ja und aus dem Zwanglos wurden mal wieder 42,195 km 😌

Bei Ingmar war es der 2. Start nach 2009 in Bad Frankenausen und bei mir nun bereits der 4., was mit besserer Streckenkenntnis belohnt wurde.

Wir nahmen immer gemeinsam die Versorgungspunkte in Anspruch, hielten gemeinsam zum Pippipäuschen und so verging die Zeit sehr schnell und kurzweilig.

Wir quatschen wie immer über Gott und die Welt, kommende Läufe, zurückliegendes und private Dinge. Immer wieder schön, wenn man auf einer Wellenlänge liegt.

Das Wetter jedoch war eine einzige Katastrophe und ich war froh mich zu einem WK angemeldet zu haben. Bei dem Wetter hätte ich einen langen Lauf ausfallen lassen. Aber so ...
Ist´s doch eine gute Chance Wettkampfhärte für El Teide zu trainieren, denn wer weiß, was mich da auf dem Höhenunterschied von 0 üNN auf 3555 üNN alles erwarten wird 😨

Aber auch Emotional liegt mir der Kyffi am Herzen.
Denn Kaiser Barbarossa ging seiner Zeit von Korbach nach Tilleda und der X8, wie der 325 km lange Fernwanderweg bezeichnet ist, ist auch so manches Mal mein Weg bei meinen Läufen in meinem Nordhessen.



Und soviel vorn weg: am Abend stand ein Konzertbesuch in Bad Wildungen an und auch da:



Die Welt ist klein ...

Nun gut. Auf jeden Fall schrumpften die Kilometer und mir ist die Zeit noch nie so kurz vorgekommen.
Schon stand das Schild am Rand: Noch 22 km und gleich sollten wir unseren Stempel am Kyffhäuser empfangen. Nur leider heute ohne Bild. zum ersten mal seit meinem 1. Start 😭

Na wenigstens haben wir die Bärlauchwiese gerochen, wenn man sie auch nicht sehen konnte unter der Schneedecke. 
Und davon hatten wir in der Tat genug.
Von den 42 km hatten wir nur ca. 8 keinen Schneefall 😱.
Entsprechend sahen wir alle aus: weiße Augenbrauen, Schnee in den Bärten der Männer und Eiszäpfchen an den Wimpern 
😱

Es hilft ja nichts. Angemeldet ist angemeldet. Wir wollten es ja so ...

Schon waren wir am Flugplatz und einen Vorteil hatte das Wetter: es gab kein Angriff der Stechfliegen, wie in den vergangenen Jahren 😡

Dafür gab es seit langem mal wieder Krämpfe. Im den Pobacken. Na wenn man die Salztabletten vergisst...
Nur bei dem Wetter hätte ich die mit den dicken Handschuhen nicht aus der Tüte bekommen 😲

Ja. Richtig gelesen. Dicke Handschuhe.
Alles was schon in die Winterpause geschickt wurde, wurde wieder rausgekramt.
Die warme Jacke genau so, wie die Handschuhe und die Wintermütze. Dafür konnten das Geburtstagsgeschenk von meiner besseren Hälfte, die neuen Calfs von CEP eingelaufen werden, denn die werden mit mir nach Teneriffa reisen.

Durch das Wetter wurden wir dieses Jahr leider nicht durch die Musikkapelle am letzten Berg am Panorama Museum empfangen 😢

Dafür gaben Ingmar und ich auf den letzten 4 km noch mal alles 😊
Ich sag mal so: wir flogen so ziemlich dem Ziel entgegen mit 4:30/km.

Irgendwann war´s dann wirklich geschafft und die Stopptaste der Suunto durfte gedrückt werden.


Nun gut. Es war nicht der Teide, aber bei 750 pos hm bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden und denke auf einem guten Weg für mein Highlight zu sein 😊


Damit geht´s also in der nächsten Woche mit meinem Trainingsplan los, wenn es in nur noch 54 Tagen auf den höchsten Berg Spaniens geht.
Davor kommt noch der Vulkan-Trail in heimatlichen Gefilden und der Bödefelder Hollenlauf im Sauerland.

Euch danke ich natürlich ganz herzlich für das Lesen meines Blog, freue mich, wenn ihr es nachempfinden konntet und kann euch nur bestätigen:
Wer sich bewegt, bewegt was!
und wenn es manchmal nur die Schneeflocken auf den Klamotten sind.


Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Montag, 8. April 2019

hinter den 3 Bergen ...

bei den 7 Zwergen ...

Ja. Da stimmt was nicht. 😌
Ich weiß.


Aber wie kommt der Gnü denn nun wieder auf so was?
Fangen wir also mal lieber vorn an: mit der Wettkampfsaisoneröffnung 2019.

Es gibt nun wirklich wenige Veranstaltungen, die ich noch nicht besucht habe, in meinem schönen Nordhessen. Aber ein paar nun eben doch 😖
Wie zum Beispiel den 3 Bergelauf in Dodenhausen in "meinem" schönen Kellerwald 😊

Also war es in der Planung für mein großes Ziel TeneriffaBlueTrail nahe liegend, diesen Lauf, mit den Bergen sicher ganz hilfreich für Teneriffa, mit einzubinden.

Aber irgendwie ist der Name, in Verbindung mit Kellerwald, Grimmheimat und Schneewitchendorf Bergfreiheit, verbesserungswürdig 😉
Hier werden sich doch sicher noch 4 Berge finden lassen, um hinter den 7 Bergen bei den 7 Zwergen starten zu können 😃😃😃

Ich habe meine Gedanken natürlich vorgetragen. Mal sehen, ob man darauf eingeht.


Und dann sieht´s vielleicht so aus 😂

Wobei ...
Die 3 Berge haben auch gereicht.
Das es nicht leicht wird, war mir bekannt. Denn laut Ausschreibung warteten 973 Höhenmeter bei 26,2 km auf die Starter und Starterinnen der langen Strecke.

Mit gerade mal 35 Minuten Anreise ist´s ja fast sträflich hier noch nie gestartet zu sein, aber es stand eben immer was im Weg 😞
Nun war es aber so weit und wie es immer ist, sichert zeitiges Kommen gute (Park)Plätze 😊
Hotel Henry direkt vor dem Sportplatz abgestellt und den Weg zum DGH zu Fuß zurückgelegt. Na die 500 Meter ...

Startnummer und Chip in Empfang genommen und vorm DGH unter dem leider noch kahlen Kastanienbaum auf das Eintreffen der lieben Freunde und Mitläufer/innen gewartet.

Es dauerte nicht lang und Corinna und Alex kamen angetrabt. Auf sie freute ich mich sehr, denn unser letztes Treffen war am Twistesee zum Adventsmarathon und die Plätzchen von damals waren auch schon alle 😂





Wie immer gibt es natürlich einiges zu erzählen und auszutauschen, aber ein bisschen warmlaufen ist sicher nicht verkehrt, bei dem was auf uns wartete.

Dabei entdeckte ich, dass wir den Tischbein-Weg queren würden und fand sein Zitat oben mehr als passend.

So muss man´s machen.
Nicht eher aufhören, bis man nichts mehr sehen kann, was noch verbessert werden könnte.


Dem ist, in Bezug auf den TBT, sicher erst einmal nichts hinzuzufügen und abgerechnet wird zum Schluss, sage ich immer.

Das sagte ich auch Iris, Peter und Frank, die für die Laufgruppe Züschen startend, meinten:ich sei doch viel zu schnell.

Naja ...

Die ersten 2 km beim Einlaufen ließen mich schon ahnen, was hier schnell ist. Der Gnü schnell müde vielleicht 😓


Dabei dachte ich noch: ein paar Runden um den Weiher würden eigentlich auch ausreichen, aber würden mich für Teneriffa nicht voranbringen.


Pünktlich 13:00 Uhr fiel der Startschuss und die 55 Teilnehmer der Langstrecke setzten sich mit den anderen Läufern und Läuferinnen der kürzeren Distanzen in Bewegung.


Der erste Anstieg sollte uns hinauf zum "Hohes Lohr" bringen, wo wir mit unseren Kindern schon rodelnder Weise hinabgeschossen sind 😤.

Hier hatten wir nach 5 km auch schon den ersten Getränkepunkt erreicht und ich war wirklich froh nach dem warmen Tee greifen zu können.

Dann durften wir uns mal 3 km erholen und es laufen lassen. Es ging tatsächlich bergab 😲.
Und laufen ließ ich es wirklich. Einmal bergab und einmal in die Hecke 😞
Wenn ich nicht so eine Pissnelke wäre ...

Und wieder bergauf ...
Es ging hoch zum "Jeust" und WP 2 wartete auf uns.
Zum Glück ist erst April, dachte ich so bei mir. Im Sommer möchte ich das nicht tun.

Und wieder bergab ...
Es ging runter nach Schönstein und es wurde tatsächlich eine Straße gequert, welche von den Kameraden der Feuerwehr abgesichert wurde.

Mir ist die Ecke ja nun nicht unbekannt. Schließlich fahre ich hier öfter mit dem Rad entlang. 
Wenig Verkehr. Tolle Straßen (meistens wenigstens) und wunderschöne Landschaft 💚
Hier ist mein Zuhause. Ich liebe Nordhessen sehr.

Aber es wartete noch der letzte Brocken auf uns, wenn auch nicht gleich DER Brocken 😉 
Aber auch der Kellerwaldturm auf 680 üNN muss erst mal erklommen werden.


Der Kollege, der mich gerade noch beim Aufstieg dahin überholt hatte, war aus den Augen und kam mir auf einmal entgegen gelaufen. Hatte sich leider  vertan und verlaufen, was meiner Meinung bei der tollen Ausschilderung fast unmöglich war.

Gemeinsam ging´s auf den Trail hoch zum höchsten Punkt des Laufs und war genau mein Ding.


Na und der Downhill erst 😁
Yes ...
Da flog der Gnü fast runter. Zum Glück nur fast und ich kam heil unten an.
Genau mein Ding und ich konnte tatsächlich noch 2 junge Wilde und den Verläufer hinter mir lassen.

Nach 2:24:50 h konnte ich die Stopptaste der Suunto drücken und mich bei den LaSportiva Bushido bedanken. Sie werden mich hoffentlich genau so trittsicher über den El Teide bringen 😔

Das war er also: mein ersten Wettkampf in der neuen AK, mein erster in der Vorbereitung auf den TeneriffaBlueTrail, mein erster in 2019 und nach fast 4 Monaten den dumpfen vor sich hin höppeln 😩

Na und mit dem Ergebnis kann ich doch auch sehr zufrieden sein für mit ohne Training 😂


Nächste Woche folgt der Kyffhäuser Berglauf, einer meiner Lieblingsläufe, in toller Landschaft und in Erinnerung hier einen inzwischen sehr guten Freund kennengelernt zuhaben 💗

Euch danke ich natürlich wieder von ganzem Herzen für das Lesen meines Blog, wünsche euch alles Gute für alle eure Vorhaben und vielleicht kann euch mein Mantra 
Wer sich bewegt, bewegt was!
auch ein Stück voranbringen. Mich würde es freuen.

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Montag, 4. März 2019

Was stimmt denn nicht mit dir (mir)?

Solche Fragen muss man sich immer mal wieder anhören 😢



Von Menschen in der Nachbarschaft - mit ungläubigem Blick 😩

Von Kunden - mit ein bisschen Achtung vor der Organisation, die solche Vorhaben zwangsläufig mit sich bringen 😊

Sogar in der Familie - mit häufiger Angst vor dem Kommenden 😱

Es ist aber auch schwer, allen Versuchungen zu widerstehen 😔

Zu häufig werden neue Läufe angeboten.
Getreu dem Motto: Höher, schneller, weiter 😡

Einige reizen mich sehr.
Andere lassen mich unbeeindruckt. Fast kalt.

Wenn doch aber Oliver wieder mit einer neuen Idee um die Ecke kommt, und sich eine Veranstaltung ausgedacht hat, die es wohl nur einmal geben wird und schon einen gewissen Reiz hat ... 😉

"Die glorreichen 7" ließen meine, mich bremsende besser Hälfte, genau zu wieder zu so einer Aussage hinreisen.
"Kennst du eigentlich noch Grenzen? Was stimmt nicht mit dir?"

Was wäre, wenn sie dies nicht tun würde?
Ich hätte mich wohl schon wieder angemeldet 😄

Aber man hat ja auch noch andere Ziele/Aufgaben/Ausgaben 😩
und es ist schwer, bis fast unmöglich, den vielen Ankündigungen zu widerstehen.

So kommt es, dass man den Plan am Ende des Jahres für das bevorstehende schon wieder gut gefüllt hat und die vielen Termine kaum unter einen Hut bekommt.

Da ist der Job, der natürlich dafür sorgt, die Startgebühren zu erwirtschaften und, nicht zu vergessen, die Familie, die einen auch noch mal sehen will 😍

So ist allein die Urlaubsplanung schon eine gewisse Herausforderung, welche wir aber ganz gut gemeistert haben und unseren Erholungsurlaub perfekt in den Laufplan integriert bekamen 😊

Dann sind da noch die unerwarteten Ankündigungen, welche man nicht absagen kann. Schon gar nicht, wenn die Geschäftsleitung ruft 😔
So hieß es sehr überraschend, dass wir uns im Sommer in Amberg treffen werden und schon ...

drehte sich das Kopfkino vom Gnü, und schwuppdiwupp ...
Hatte ich auch das wieder mit einer lang gehegten Idee verbunden 😉

Schon lange wollte ich mit dem Rad mal die Heimreise antreten.
Zu warten, bis ich in Rente gehe und meinen Dienstwagen abgeben muss, ist mir dann doch noch zu weit weg und so verbinde ich es eben mit der Tagung 
😊

Erstes Konzept war eigentlich die 350 km mit dem Rennrad am Stück zu bewältigen. Aber nach genauerer Betrachtung der Strecke, dachte ich mir: nö, das machst du nicht und fährst nicht auf der Bundesstraße. Das wird zu stressig.
Also neu geplant und herausgekommen sind:
Tata ...



Sagenhafte 412 km mit 3800 hm entlang an vielen Flüssen und natürlich über den einen oder anderen Anstieg, um von einem Flusstal ins nächste zu kommen.
Warum können die auch nicht besser ins Gestein gewaschen sein? 😂

Aber der Mensch wächst mit seinen Aufgaben und Herausforderungen und wenn der Weg immer nur flach verliefe, wäre es zu einfach, gar langweilig.

Und wie hatte ich letztens bei Hans Kammerlander gelesen?
"Du weißt nur, ob du es kannst, wenn du es versuchst"

Yes!

So werde ich von Amberg nach Vilseck über Seitenstraßen fahren, um  mich dann in Richtung Hiltpoldstein in die Fränkische Schweiz nach Ebermannstadt durchzuschlagen 😊
Dann geht´s nach Buttenheim, dem Heimatort der Fam. Levis 😏
In Bamberg werde ich dem Main folgen, in Schweinfurt diesen links liegen lassen und mich durch Franken auf den Weg nach Bad Neustadt an der Saale machen.
Hier habe ich (natürlich) bereits ein Hotel gebucht 😉 und werde mir für die 2. Etappe das Wänstchen vollschlagen, wenn ich nicht gleich todmüde in Bett falle 😓

Der 2. Tag wird mich durch die Rhön nach Kaltennordheim an der Felda entlang nach Vacha bringen, wo ich Thüringen verlasse und in Philippsthal wieder im Hessischen sein werde.

Dann ist man ja fast (aber eben nur fast) wieder zu Hause und ich muss nur noch den Weg zur Fulle finden.
Ab Rotenburg an der Fulda werde ich dieser, auf dem mir bekannten Fernradweg R1, bis an die Fuldaschleife bei Büchenwerra folgen und an der Mündung der Eder in die Fulda bei Guxhagen/Edermünde "meiner" Eder folgen.

Denn: an der Eder lebt bekanntlich der Peter 😍

Ja, und wenn Gott will, werde ich mein Ziel am Sonntagnachmittag erreichen und ...
vielleicht von meiner besseren, mich zum Glück hin und wieder bremsenden, Hälfte mit einem extra großen Stück Kuchen empfangen werden 💗

Klingt nach einem tollen Plan und mein MTB ist bereits (fast) einsatzbereit.

Aber ...
So ganz ohne Einschränkungen ist eben solch Abenteuer nun doch nicht möglich.

Teneriffa ist und bleibt mein großes Ziel und hinter dem wird alles andere zurückgestellt.



Es gibt aber auch andere Läufe, die schön und toll sind, aber bereits mehrfach gelaufen wurden.
So habe ich mich entschieden, dass ich den SachsenTrail am Rabenberg absage und auch den 6h-Lauf in Herne werde ich sausen lassen.

Der SachsenTrail ist mir zu nah am MTB-Event und das Desaster vom letzen Jahr habe ich noch gut in Erinnerung, als ich nach dem Rabenberg auf´s Rad stieg, und vielleicht ein bisschen übertrieben habe.
Und zu 6h im Kreislaufen kann ich mich zur Zeit kein bisschen Motivieren 😢
Aber so ist das nun mal und man muss seinem Herzen folgen und nicht immer wild Plänen hinterherjagen. Oder?

So ist also mein 2019 ein Jahr des Genusses.
Gespickt mit ordentlichen Herausforderungen und feinen Dingen für die Seele.
Denn die sollte man auf keinen Fall vernachlässigen ...

In diesem Sinne danke ich euch mal wieder für das Lesen meines Blog, möchte euch meine Zielplanung empfehlen, wer mehr wissen möchte, und verbleibe

mit sportlichen Grüßen
Eur Gnü aus Zü