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Samstag, 25. Juni 2016

Glück ...

ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt :-)
Albert Schweizer

Das kann ich bestätigen.
Oder dieses:



Ich kann es bestätigen. Definitiv.
Letzteres Zitat ist von einem Kalenderblatt welchen ich von meinem lieben Freund +Michael Kloß geschenkt bekam und ersteres kennt glaube ich jeder.
Und ich kann es bestätigen. 

Mein letztes Glücksgefühl hatte ich ganz sicherlich beim Zieleinlauf in Bödefeld.
Der 2. Platz und auch so ganz ohne Blessuren die 111 km zu laufen hatte ich nicht erwartet. Um so mehr freute ich mich darüber und musste mich wirklich zwingen, nicht zu laufen. Zu pausieren.
Denn das hatte ich mir ganz fest vorgenommen. Den 1. Start bei meinem 1. Radrennen in Berlin nun ganz fest in den Fokus zu rücken und mich zielsicher darauf vorzubereiten.
Vorbereiten?!
Das war schon die erste Hürde. Denn da fehlte sämtliche Erfahrung und, anders als bei einem Marathon, konnte ich auf keinerlei Hinweise hoffen.
Die Entscheidung, dieses Rennen in Berlin zu fahren, kam sehr spontan und die Zustimmung, mich in der Gruppe mit 35 km/h einzutragen, bereute ich fast.

Der Tag des Starts kam immer näher und ich war sehr verunsichert, ob das, was ich trainingstechnisch tat, zielführend sei.

Wir hatten, wie bereits für Potsdam ein E-Bike für die Liebste gemietet und wollten und mussten natürlich das Wetter nutzen und radelten zur Sperrmauer an den Edersee, genossen das Wetter und ein leckeres Eis.
Wir trafen Iris . Mit Jürgen und Anja mit Frank waren auch dabei. Sie drückte mich ganz herzlich zum Erfolg des Vortages. Das war sehr lieb und tat gut, Anerkennung zu erfahren, ohne auf die Gefahren hingewiesen zu werden.

Glück ...

Den Montag nach Bödefeld schaffte ich doch tatsächlich noch den Popo still zu halten, doch bereits am Dienstag  kam wieder Unruhe auf und ich wollte doch auch mal mit dem Rad auf Arbeit fahren ...
Allerdings fiel mir unterwegs ein, dass ich ja ein Home Office habe. So wurde es also wieder eine Runde und pünktlich 8:00 Uhr saß ich am Schreibtisch und plante den Rest der Woche.

In Summe hatte ich in der KW22 und 23 folgendes Ergebnis auf dem Rad:



Für die Bödefeld-Woche kamen immerhin 202 km auf dem Rennrad und 148 Lauf-km. Nicht schlecht.

In der KW23 winkte wieder das Glück ...
1. in Form einer Rad-Tour und 2. in einem Besuch bei meinem ältesten Blog-Leser.

Dieser war doch nicht so erfreulich, wie erwartet, denn meine Tante lag im Krankenhaus.
69 gemeinsame Jahre, 65 verheiratete Jahre. Mit guten und schlechten Tagen, mit Glück und Bangen. Ich kann mir vorstellen, wie es sein muss darauf zurück zu blicken.
Als ehemalige Hessin war für Eka und den Wahlhessen Edgar der Edersee in den Jahren nach dem Krieg das erste und oft einzig erreichbare Urlaubsziel und so ist Edgar immer sehr auf Berichte von meinen Touren zum und um den Edersee erpicht. Gern berichte ich und gern lausche ich, wenn er erzählt, wie beide nach dem Krieg, nachdem er das zerstörte Dresden verlassen hatte, von Bad Hersfeld aus über den Eisenberg mit den Tourenrädern und Anhängerchen zum Edersee fuhren. 9-10 h für die knapp 80 km mit Zelt und den Dingen, die man für einen Campingurlaub damals so brauchte. Keinen Kühlschrank, kein Ladekabel, keinen Schnick, keinen Schnack. Zelt, Schlafsack und die Liebe des Lebens.

Glück ...

Der 2. Glücksmoment der Woche wartete am Donnerstag auf mich. Jens wollte dringend mal eine Runde gemeinsam drehen. Doch da er eher mit dem MTB unterwegs ist musste ich meines erste einmal Startklar machen und sah mich auch nicht wirklich Jens gewachsen.
Mit mulmigem Gefühl verabredeten wir uns aber doch und nachdem die Termine abgearbeitet waren trafen wir uns bei ihm zu Hause und nach kurzen Plausch waren wir im bergischen Land unterwegs.
Ein Traum. Endlich einmal das Vertriebsgebiet mit einem Sattel unter dem Hintern zu durchfahren und nicht im Space Shuttle sitzen zu müssen.
Jens hatte eine tolle Tour erarbeitet:
über den höchsten Punkt im bergischen Land, hinter Tillkhausen, auf 505 Meter ü NN, hatten wir einen traumhaften Blick bis ins Siebengebirge.


im bergischen Land
Ach was war das toll. Berauf hatte ich Jens hinter mir, bergab konnte er seine Erfahrung voll ausspielen. Ich bin da eher der Angsthase :-(



Vorbei an Wiesen, Weiden und Straßensperren ...



Durch Tunnel ...


Noch mehr Ausblick am Flugplatz Derschlag ...



An Staumauern ...



Aggertalsperre
Über Wandersteige, die neue Ideen aufkommen lassen ...



wo bleibt er denn?  :-)



Alle Daten zur Tour findet ihr wie immer beim Klick aufs Bild.

Wir ließen den Tag auf der Terrasse bei Pizza mit seiner Familie ausklingen, nicht ohne uns auf eine Revanche im nordhessischen Bergland zu verabreden.
Die Tour steht und ich freue mich drauf.

Glück ...

Dieses verließ mich dann gewaltig, als am 10.06. der 6. Lauf im Nordhessencup anstand.
Bei km 1 war die Luft raus. Ich blieb stehen, musste bis km 2 gehen. Auch hier scheiterte der Versuch eines Neustarts des Systems und bei km 3 war ich fast daran abzubrechen und die Serie Serie sein zu lassen.
Doch auch hier hatte ich Glück.
Glück, das mich vorbeilaufende "Konkurrenten" aufmunterten, aufbauten, antrieben, nachfragten. Ich konnte tatsächlich das System neu starten und das Feld von hinten aufrollen. Wenn es auch nicht mehr zu einer sonst üblichen vorderen Platzierung reichte, so konnte ich doch wenigstens ins Ziel laufen.
Das Ergebnis darf hier besichtigt werden.

Glück ...

Auch nach der Erfahrung hatte ich Glück. Glück bei Strava viele Freunde zu haben, die mit Tipps und Ratschlägen zur Seite stehen.
Auch wenn ich mich nicht strikt daran gehalten habe, taten die kurzen und regenerativen Touren gut und ich bin wieder auf der Höhe.

Glück ...

War es in der letzten Woche vor dem großen Ereignis eine Dienstreise zu haben und ein großes Auto :-)



Der Gnü musste nach Amberg und dieses Mal war nicht die Lauftasche im Space Shuttle, sondern das Rennrad :-)

Nach dem Meeting und vor dem Abendessen mit Kunden nutze ich mein enges Zeitfenster und machte mich auf die ausgearbeitete Route durch die Oberpfalz. Da es pünktlich zum eigentlichen Start wie aus Eimern anfangen musste zu regnen, verschob ich die Startzeit und verkürzte die Tour.
Schön war sie trotzdem und ich hatte das Glück, das die Sonne vom weiß blauen bayrischen Himmel schien ;-)



In Richtung Schmidmühlen wurde der Verkehr ruhiger und als ich ins Lauterrachtal einbog, war ich Mutterseelen allein.

oberhalb Schmidmühlen

in Richtung Winbuch und in den Naturpark Hirschwald
Die Runde könnt ihr hier ansehen.

Trotz einiger Verfahrer erreichte ich glücklich und zufrieden das Hotel und auf die Minute stand ich geschniegelt und gebügelt bei meiner Kundschaft :-)

Glück ...

Dann war es soweit. Das große Wochenende und mein erstes Radrennen standen bevor.
Mit meinem Kollegen Ralf gingen die Wettermeldungen hin und her und für Sonntag sollte es in der Tat sonnig und trocken bleiben.
Der Sonnabend standen unter dem Stern des entspannens und packen, denn im Anschluss an unsere Berlin-Tour folgte die Anreise zur Tagung in Amberg und am Mittwoch die weiterfahrt nach München zur Messe. Ja. Ich laufe nicht nur viel, oder fahre viel Rad. Nein, ich kann auch viel Autofahren :-(

PetersPastaParty hat ja fast Tradition, doch diese hatte ein außergewöhnliches Highlight zu bieten:



Hihi. Die hatte ich mir aufgehoben. Von meinen Kindern zum Geburtstag geschenkt, war heute der richtige Zeitpunkt gekommen :-)
Aber ...
Ich glaube ich war so aufgeregt, dass mir aus dem Grund die Pasta nicht schmeckte und ich mich beizeiten ins Bett verkrümelte.
Der Magen rumorte und ich konnte nicht wirklich gut schlafen. Kennt man ja ...

3:00 Uhr klingelte der Wecker.
Raus aus den Federn und rein in die Klamotten und pünktlich 4:00 Uhr startete der Gnü sein Abenteuer Velothon Berlin.
Ohne Stau und pünktlich am verabredeten Ziel gelandet dauerte es nicht lang und Ralf fuhr vor.



Er half mir gut die Nervosität zu vertreiben und nachdem wir das letzte Mal ins Brötchen bissen und die Autos verschlossen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Start, wo die anderen 12.000 Starter warteten :-)

Mein Gott. 12.000! Was eine Menge. Vermeide ich doch beim Laufen diese Events, so hat das beim Radeln eine ganz andere Qualität.
Räder zwischen wenigen Euros bis hin zu Maschinen jenseits der 5.000er-Liga.
Oh ha. Und ich mittendrin :-(


500 Meter bis zur Siegessäule ...


letztes Selfie ...
Die Aufregung stieg und ich war hyper nervös.
Dann endlich ...
Der Startschuss fiel und gemeinsam rollten wir über die Startlinie, aufmerksam und vorsichtig. Denn nicht alle schienen die notwendige Routine für solch ein Event zu haben.
Eine letzte Abstimmung zwischen Ralf und mir und die Einigkeit, dass jeder "sein" Renn fahren werde. Wir sehen uns im Ziel .-)

Wir fuhren die ersten 25 km zusammen und hatten uns immer mal wieder in Blickkontakt und ich genoss das Dahinfliegen in der Menge. Über die Havelchaussee und durch die Alleen.
Allerdings konnte man hier bereits erkennen, wer aus dem Flachland kommt. Einigen waren die "Berge" hier bereits zu steil und sie konnten das Tempo nicht halten. Schließlich schossen wir mit teilweise deutlich über 45 km/h dahin :-)
Das hat gefetzt :-)

Leider war es auf Grund der Geschwindigkeit weniger ratsam Fotos zu machen. So musste ich warten und auf eine passende Gelegenheit warten. Denn ganz ohne ...


über Brandenburgs Alleen

im Pelothon

übers Rollfeld Berlin Tegel

vorbei an der east side gallery

mit dem Hamburger auf den letzten Kilometern ins Ziel
Es war einfach so geil ...
Dahin zu schießen. Über abgesperrte Straßen. Über die Alleen, das alte Rollfeld in Tegel und das geilste, über die gesperrte Stadtautobahn.
Auch wenn es hier besonders gefährlich war und wir einige Stürze erleben und umfahren mussten, ein Erlebnis sonders gleichen.

Dann jagst du wieder nach Berlin rein. Innenstadt, Großstadt, mit all den Gerüchen, die man so gar nicht vermisst: Dönerbuden, Zigarettenqualm, Abgas und und und

Die letzen km kommen. Die Oberschenkel fangen an zu brennen, wieder ein Anstieg über die Spree, wieder aus dem Sattel. Die nächste Kurve: abbremsen, anvisieren, Blick links, rechts, nach hinten.
Was treibt der Nebenmann, Vordermann. Was macht der?
Fährt weit links raus, um dann spitz zur Mitte zurück zurück zukehren. Was ne Fahrweise. Mir wird Angst :-)
Geschafft. Aus der Kurve raus. Der Hamburger, der mir vor die Linse gefahren ist an der east side gallery bleibt dran. Gemeinsam schießen wir Richtung Siegessäule. Noch 5 km. Kurzes Gespräch, kurze Witze, Lachen. Gesucht, gefunden ...

Linkskurve, Kreisverkehr, Siegessäule, Rechtskurve, Zielgerade.
Wir geben alles. Das Tempo geht noch mal hoch auf 40-45 km/h. Genau wir der Puls. Der ist inzwischen bei 175 bpm und ich habe Angst, dass das Herz hier aussteigen will :-)
Bleib. Gleich sind wir im Ziel.

Letzter Antritt. Der Hamburger will mir den Vortritt lassen. Nichts da! Wir rollen gemeinsam ins Ziel. Durch den Torbogen. Setzen uns Aufrecht. Hand in Hand, die Arme in der Luft. 
Super Glücklich. Zufrieden, Gesund, geschafft. 39 km/h im Schnitt.
Alle Befürchtungen umsonst.
Neues Hobby ...

Ausrollen. Von hinten wieder auf die Zielgeraden. Medaille um den Hals, Ralf gefunden, abgeklatscht. Glücklich, zufrieden, gesund.



Weizen geschnappt, geschwatzt, runterkommen, Endorphine verdauen. Glück ...



Bei Klick aufs Bild kommt ihr zur Urkunde und alles zum Velothon Berlin 2016 findet ihr hier.

Ralf und ich rollten zurück zu unseren Autos, denn der Weg zum Sales Meeting stand uns noch bevor.

Und 4 Stunden später standen die beiden Raser im feinen Zwirn beim Sektempfang :-)



So schnell geht das bei uns :-))))

Sehr schnell, wenn es sein muss. Zwischen unserem Telefonat und der Anmeldung lagen nur 5 Stunden. Zwischen unserem Zieleinlauf und dem Sekt auch :-)

Was kommt als nächstes?
Nüchtern betrachtet ist so ein Radrennen sicherlich eine feine Sache. Wenn man Tage später die "Verlustmeldungen" liest, denkt man anders.
Es ist gefährlich, es ist schnell, es ist teuer ...
80 Euro empfinde ich als viel Geld. Sicher ist die Orga für solch ein Event sehr aufwendig. Doch rechnet man das auf 12.000 Starter hoch ...
Und wenn bei einem Sturz das Rad hinüber ist, oder noch schlimmer ...

Leider ist es schlecht kalkulierbar, wer vor oder neben dir fährt. Ist er/sie fit? In der Lage richtig zu reagieren? Geübt im Pelothon zu fahren? Geübt im vorausschauenden Fahren? Kennt man die Handzeichen? So viel Risiko!

Aus der Sichtweise bleibe ich doch lieber Läufer. Wobei ...
Am 18.09. kann man die Runde der Tour de France 2917 in Düsseldorf abfahren :-)))
Aber nein, da laufe ich meinen letzten langen Lauf vorm MainTalUltra :-))))

Also heißt es ab sofort wieder: Wer sich bewegt, bewegt was! 

Bewegend war der Weg zum Velothon Berlin allemal.
Ich hoffe euch hat es gefallen. Hoffe sehr, das ihr wiederkommt. Wünsche euch ganz viel Glück, bei allem was ihr tut.
Bleibt vor allem Gesund und mir gewogen

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 21. Februar 2016

Einsam ...

Die Einsamkeit des Langstreckenläufers von Alan Sillitoe

"Das ist ein schönes Leben ...
Trab-trab-trab, poch-poch-poch; schlapp-schlapp-schlapp, so machen die Füße auf dem harten Boden. Swisch-swisch-swisch, wenn ich mit den Armen und der Seite die kahlen Zweige eines Strauches streife."

Das ist es! Die für viele Menschen nicht wichtigen Dinge des Lebens wahrnehmen. Auf dem Weg die Steine unter den flachen Schuhsohlen zu spüren, Rehe aufrecken und mit ihnen ein Stück des Weges um die Wette laufen, den Hasen aufscheuchen und dem Wissen, ihm nie folgen zu können.

Warum tue ich das? Manchmal kommt auch bei mir die Frage auf. Und dann denke ich an den Lauf mit besagten Hasen und Rehen und freue mich, weiter zu laufen. 

Weiter! Im wahrsten Sinne des Wortes.
Für die Meisten nicht vorstellbar und doch entlockt es ihnen staunende Blicke und anerkennende Worte. So erlebe ich es an manchem Treppentrainingstag.
Dieses ist nun wirklich fest im Fokus und ob man es glauben mag oder nicht; es entsteht fast sowas wie Freundschaft zu den Kaskaden, zu Kassel zum nackten Mann :-))



Die Woche startete wie immer Montags in der Folterkammer und ich merke so langsam, dass die Jungs vom Triathlon anderes vorhaben als ich, der ich doch einfach nur ein "bisschen" was für die Rumpfmuskulatur tun möchte.



Die Stangen werden immer voller gepackt und Hr. Gnü hat diese kaum aus der Ablage herauszubekommen :-(

Dienstag landete ich wieder erwarten zeitig am heimatlichen Schreibtisch und lies Büro Büro sein und nutzte stattdessen das feine Frühlingswetter zu einem längeren Lauf.
Was soll ich sagen? Die Bilder sprechen für sich :-)



Über Lohne folgte ich der Winterlaufrunde, welche mir Nico offenbarte. Danke dafür :-)



Wer möchte darf sich wie immer alle Daten beim Klick zu Gemühte führen.
20 km sind es geworden und der Rückweg an meiner kleinen Elbe war das Größte der Runde an sich.



Sitzenbleiben und die Einsamkeit des Langsterckenläufers genießen sag ich da nur :-)
Aber auch so eine feine Runde geht zu Ende, wie auch das Leben einer Batterie. Und die meines Brustgurtes der Suunto hat nach fast 2 Jahren ihren Dienst getan. Nach immerhin 6500 gelaufenen und 7000 gekurbelten km ist das eine beachtliche Leistung und ich denke die Nachfolgerin wird das nicht schaffen :-(

Mittwoch Termine in Lüdenscheid und Radevormwald, die im, nennen wir es mal Desaster endeten. Der erste auf halber Strecke abgesagt, den nächsten vorziehen können und keinen als Lückenfüller bekommen. Die Heimfahrt im Sonnenschein auf der Autobahn endete im Stau kurz vorm Ziel und mit dunklen Wolken über dem nackten Mann :-(
Perfekter kann es nicht werden. Mist. 
Doch. Kann es!



Mit ner völlig vereisten Treppe und der Erkenntnis, dass ich trainieren möchte, mich aber nicht umbringen will.
Den Rest kann man im Post vom Mittwoch nachlesen.

Also Heim, Büroarbeit erledigt und anschließend zum ersten Mal gefrustet ne Runde gelaufen. Dafür den Frust abgeschüttelt. Bei dem Tempo hatte der auch keine Chance zu folgen :-))
Und weil es da steht, gleich noch 1 h auf dem Spinning-Bike hintendran :-)





Wie immer gibt es alles bei Klick :-)

Donnerstag kalt, nass und keine Lust zum Laufen, aber dafür haben wir ja das neue Spielzeug in Form des Spinning-Bikes :-)


Bis zum Velothon in Berlin am 16.06.2016 mit meinem Kollegen Ralf  ist´s ja nun auch nicht mehr soooo lange hin und die 35km/h, die ich in der Anmeldung abgegeben habe, wollen erreicht werden :-)

Freitags ab 1 macht jeder seins, denke ich und in der Tat erreicht man kaum noch etwas/jemanden ab 14 Uhr in Deutschland.
Also sitze ich 6:30 Uhr im Homeoffice und gebe Gas, um dann auch beizeiten das Wochenende einzuläuten, oder wie es bei mir eher hin kommt, einzulaufen/kurbeln.

In der Erwartung des 24h-Laufes am 16.04.2016 steht das Treppentraining im Mittelpunkt und das ließ sich heute hervorragend mit einem lange geplanten Treffen verbinden.
Jedes Jahr treffen sich die ehemaligen Kollegen meines früheren Arbeitgebers zur "Nachweihnachtsfeier" und als im November die Ankündigung mit Zielvorschlägen kam, wurde tatsächlich mein Vorschlag "Herkules-Terrassen" angenommen :-)

Also 15:00 Uhr Abfahrt aus den heimatlichen Gefilden hin zum Trainingsgelände. 2 h sind eine gute Basis.


Da am Mittwoch die Treppe wegen Glatteis für mich ins (gefrorene) Wasser fiel, nahm ich heute gleich die Yaktrax mit, um sicheren Fußes meine Runden zu drehen.
Die schlechte Meldung vornweg: Sie haben nicht überlebt. In Runde 9 riss einer der Gummis und die Schneekette am linken Fuß versagte den Dienst.
Die gute Nachricht: Ich habe mich nicht davon beeinflussen lassen und habe mit einseitiger Sicherheit die 2-h-Einheit beendet :-)


Und im Vergleich zum Lauf vom 10.02. habe ich tatsächlich eine Leistungssteigerung erfahren :-))



Einen ganten km mehr! Es schein, dass das Training was bringt :-)

Unser Ehemaligentreffen war sehr schön und doch war ich nach den 2 h erledigt und verabschiedete mich bei Zeiten denn am Sonnabend stand noch der letzte Lauf der Winterlaufserie in Ippinghausen auf dem Plan.

Sonnabend also der letzte Lauf in der WLS15/16 mit einer ordentlichen Portion Anspannung.
Schließlich stehe ich vorm Start immerhin auf Platz 2 der Gesamtwertung der zurückliegenden 3 Läufe, weiß aber, dass die Top-Läufer heute den Gnü aus Zü nach hinten durchreichen werden :-(

Aber wie heißt es so schön "Wer nicht kämpft hat schon verloren!"

Also werde ich mich nicht kampflos ergeben und fahre mit Frank gemeinsam um 12:30 Uhr los.
Angekommen eingelaufen, Foto geschossen und schon standen wir am Start.
Über die Strecke und den Rennverlauf gibt es eigentlich nichts zu berichten, außer, dass das Treppentraining doch ein wenig Aua in den Beinen verursacht :-(

An eine recht starke Gruppe von 3 Läufern dran gehangen und versucht dran zubleiben. Bei Anstiegen konnte ich immer wieder aufschließen und zwischen km 10 und 11 sogar überholen. Aber bergab waren sie einfach schmerzfreier. Und ich dachte schon ich kann es laufen lassen. Es gibt eben immer bessere :-)))

Am Ende stand 1:06:00 h auf der Suunto und ich musste einsehen, beim 1. Start in deutlich besserer Verfassung gewesen zu sein. Das Training für den Twistesee-Marathon war also effizienter, als das Treppentraining. Aber dabei geht es ja auch nicht um Tempo, sondern um Ausdauer :-))))

Was soll ich sagen? Das mit dem Durchreichen ist eingetreten, allerdings doch nicht ganz so schlimm wie erwartet:
Platz 5 in der Gesamtwertung AK40
Topp und sehr zufrieden.


Alles wie immer beim Klick aufs Bild :-)

Den Heimweg trat ich, wie beim 1. Lauf, wieder laufend an, denn am kommenden Sonnabend steht bereits der Lahntallauf mit 50 km im Kalender.

Was bleibt ist der Sonntag und der steht unter dem Regenerationsstern :-)
Jupp. Ich werde nicht laufen. Vielleicht aufs Spinning-Bike. Aber nicht in die Laufschuhe.


So ist also wieder eine Woche abgelaufen, auf dem Weg zum Sächsischen Mount Everest und steht mit immerhin 80 km und 1 Wettkampf auf der Habenseite.


Und die Steigerung beim Treppentraining bestätigen mein Credo:
Wer sich bewegt, bewegt was!

Oder es wird langsamer :-)))

Nämlich der Ruhepuls. Und den hat mir sogar der Doc beim Checkup bestätigt :-))))

In diesem Sinne ganz lieben Dank an alle Leser meines Blog. Ich freue mich über eure Kommentare und wünsche euch eine erfolgreiche neue Woche

Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 14. Februar 2016

akribisch ...

Bedeutungen:
[1] sehr genau, äußerst sorgfältig
Herkunft:
Ableitung zu Akribie mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem-isch
Synonyme:
[1] präzise
Genau das, denke ich, muss man sein, um solch eine Herausforderung erfolgreich zu meistern.

Gegenwörter:
[1] nachlässigschlampigungenau
Das wäre unter Umständen das, was das Vorhaben zum Scheitern verurteilen würde.
Oberbegriffe:
[1] sorgfältig
Beispiele:

[1] Er erledigte diese Arbeit akribisch genau.
[1] „Akribisch notierten Geburtshelferinnen Gewicht, Ernährung und Wachstumsverlauf der Säuglinge.“[1]
Oder: notierte der Läufer Aktivitäten, Runden, Höhenmeter, Kilometer in seiner Vorbereitung auf den Sächsischen Mt. Everest am 16.04.2016 in Radebeul.




Die Woche 6 des Jahres 2016 ist abgelaufen und obwohl ich meine Vorbereitung auf das Frühjahres-Highlight erst in der KW8 starten lassen wollte, bin ich nun schon mittendrin :-))

Akribie ist das eine, Nervosität das andere. Ich muss gestehen, dass ein Herdplatte kalt ist, gegen mich. Ich habe 2 Wochen, mehr oder weniger ungewollte mit dem Treppentraining begonnen. War der erste Lauf nur ein antesten, ist die 2. Woche ganz klar des Startenwollens geschuldet. 

Montag wie immer und inzwischen als willkommene Abwechslung im Plan fest integriert, das Gewichtstraining mit Kai und den Jungs vom TUS Fritzlar, auch wenn die durch andere, viel wichtigere Aktivitäten wie Karneval, aufgehalten wurden.


die Kammer des Schreckens :-))
Immerhin sind es 1:15 mit Kai zu zweit allein geworden :-)

Dienstag stand eine schnelle Runde von 20 km in der Ergebnisliste und die Erkenntnis, dass die bisher so treu gedienten Brooks Defyance7 ausgedient haben :-(.
Dafür ging es sehr entspannt mit den Gebr. Kalkbrenner rund um Fritzlar.



Wie immer sind alle Infos zum Lauf beim Klick aufs Bild erhältlich.

Es ist wirklich nicht zu glauben, aber man kann sich an flache Schuhe, und ich spreche noch nicht vom Barfusslaufen, gewöhnen. Die LaSportiva Bushido und die Salomon S-LAB haben sich bei mir einen uneinholbaren Vorteil herausgelaufen. Einzig der Brooks Launch2 ist mir auf der Treppe lieber, als der S-Lab mit 4 mm Sprengung und sehr direktem Kontakt.

Mittwoch sind wir dann also direkt wieder auf der Treppe und mit neuem Ziel: Laufe 2 Stunden im Kreis :-)))
Da ich eh einen Termin in Kassel hatte, packte ich die Lauftasche gleich mit ein und konnte so den Weg zum nackten Mann mit den Vertriebsterminen verbinden.
Interessant ist der Unterschied, den Kleider ausmachen :-))))



Kleider machen Leute dachte ich mir und Laufklamotten machen Läufer, oder wie +Harald Winter meinte: Schlipsträger und Sympathieträger :-)))
Also stürzte ich mich ins Vergnügen und arbeitete meinen Plan ab.
Treppauf, Treppab, immer Tripp Trapp, Tripp Trapp ...



Wenn man sich nicht hin und wieder zwingt die Aussicht zu genießen, hätte ich fast nichts zu berichten :-(
Das einzig aufregende war der Lauf durch die Aggregatzustände. Am Neptunbrunnen Regen, am Fuß des Herkules´ Schnee und mittendrin: Nebel. Läuferherz was willst du mehr?



Alles wie immer beim Klick ...

Donnerstag Dienstreise nach Wuppertal und was ist dann näherliegend, als sich mit einem guten Freund und Seelenverwandten zum Laufen zu verabreden? Nichts!
Also mit +Michael Kloß zum gemeinsamen Läufchen getroffen und da wir beide eben seelenverwandt sind, ging es über nichts anders als den Trail. Wobei "durch die Pampe" es eher treffen würde. 
Traumhafte Tour durchs bergische Land auf dem gleichnamigen Wandersteig.




Über Kuhweiden, durch sumpfige Wassersammelstellen, bergauf, bergab hätte es ewig weiter gehen können und wie immer haben sich Läufer so viel zu erzählen. Vor allem genossen wir beide es ohne Druck zu sein, keinem Plan folgen zu müssen, keiner Zeit hinterher zu hecheln. Sondern auch stehen bleiben zu können, den Blick übers Land schweifen lassen, mal schneller den Trail hinabsausen, mal gemütlich den nächsten Berg gehend.





Aber irgendwann ist es leider auch damit vorbei und nach einem sehr gemütlichen Küchentischplausch machte ich mich auf den Heimweg, nicht ohne Verabredung. Wo, bleibt noch geheim :-)



Daten wie immer :-))


Freitag bekam ich einen ersten Vorgeschmack darauf, wie es sein könnte, wenn man mal alt und gebrechlich werden sollte (Bitte verschone mich!). 

Artztag :-(
Nein, nicht krank, aber jährlicher Check beim Onkel Doktor mit Blutabnahme und wenn man schon dabei ist gleich anschließende zum Zahnarzt. Und da er 2,5 h angesetzt hat, hat Hr. Gnü den Rest des Tages mit Urlaub gefüllt. Konnte ja keiner ahnen, dass der Herr so schnell ist, oder der Gnü so tapfer und wir bereits nach 1 h fertig waren.
Was also mit dem angefangen Tag machen? Schnell ne Lösung gefunden und spontan 3 h Kaskaden in Angriff genommen :-)))

Also war der Herr Gnü aus Zü 13:00 Uhr startbereit am Besucherzentrum Herkules und stürzte sich mal wieder die Kaskaden abwärts :-)
Oh man. Saukalt und ungemütlich hoffe ich für Radebeul wirklich auf besseres Wetter und muss immer wieder an den Film denken :-)



3 Stunden waren aber auch eine Chance, mal über die bisherigen 2 hinaus zugehen und gleichzeitig zu testen, wie man die Nahrungsaufnahme angehen kann.


meine kleine Labe-Station :-)
Was Neues passiert dann aber auch nicht auf der Treppe. Ich habe es immer noch nicht geschafft, die Stufen zu zählen; bei 385 komme ich durcheinander ;-( Und so lasse ich das.
Allerdings gestehe ich ganz ehrlich, dass die letzten 2 Runden schon hart waren und ich immer öfter auf die Uhr geschielt habe. Trotzdem habe ich die 3 h vollgemacht und dabei 16 Runden geschafft, was mal gar nicht so schlecht scheint. Nun geht es also an die 4 h Marke und damit an die Planung der kontrollierten Pausen und Nahrungsaufnahmen. Dazu bin ich aber noch völlig planlos :-(


die Aussicht mit Banane in der Hand genossen :-)
der Kamm bekommt mehr Zacken :-)
Wie immer dürft ihr euch die Runden beim Klick aufs Bild näher betrachten.

Sonnabend strahlte etwas großes rundes gelbes vom Himmel und aus dem Keller drang wieder der klagende Ruf des Kollegen Drössiger. Also nix laufen; radeln.
Nach den Sonnabendbesorgungen mit der Liebsten vorm Kaffee verabschiedet und auf in Richtung Edersee. Bin schon viel zu lange nicht mehr da gewesen :-(



Über Naumburg ging es nach Netze immer in der Obacht nicht zu sehr ins schwitzen zu kommen, denn die Abfahrt kann bei 4°C sehr ungemütlich werden und der Herr Gnü mag gerade keine Rüsselseuche haben :-)

Aus der Ferne winkte Schloss Waldeck zu mir herüber und ich beschloss kurzerhand ihm mal wieder einen Besuch abzustatten.


Schloss und Restaurant (Link bei Klick aufs Bild)
Auch wenn der Aufstieg sehr steil ist, so lohnt die Aussicht über den See auf jeden Fall.



Aus vergangenen Tagen stehen die Relikte hier auch noch rum und erfreuen sich bei Touristen als Fotomotiv.


hier wurde scharf geschossen :-)
Lange durfte ich nicht verweilen, denn die Heimfahrt stand noch bevor. Wie der Zufall wollte traf ich in der Abfahrt auf Kai, unseren Drill-Sergeant aus der Folterkammer :-)))
Gemeinsam radelten wir durchs Edertal heimwärts und es war sehr kurzweilig, es gibt eben immer was zu erzählen :-)



So kamen noch 60 km auf die Habenseite für das Velothon in Berlin am 19.06.2016, was ja so lange hin auch nicht mehr ist.


Daten bekommt ihr wie immer beim Klick.

Sonntag musste mal wieder ein längerer Lauf her, denn in 2 Wochen startet der Herr ja auch schon beim 1. Ultra in 2016 in Marburg und das Training dafür kam bisher eindeutig zu kurz :-(
Auf die Rechnung dessen bin ich gespannt, denn wenn ich in 2015 mit 4:14:40 und einem 17 Platz in der AK noch glänzen konnte, wird es in diesem Jahr wohl deutlich langsamer werden, dient der Lauf schließlich "nur" als langer Lauf für die Treppe, wenn man das so sagen darf :-)))

Schnell zum Bäcker geflitzt und Brötchen eingefangen und dann los, auf eine altbekannte, allerdings zu lange nicht gelaufene Strecke.
In den letzten Jahren war das eine meiner langen Runden für die Marathonvorbereitung und den einen oder anderen km mit Günter war sie immer gut. Apropos Günter; wo steckt der denn eigentlich? Muss ich mal wieder anrufen!
Durch den Regen ging es nach Lohne und der im Nebel versteckte Hasenberg lies auf keine Wetterbesserung hoffen.


der Hasenberg
Hinter Lohne ging´s ins Tal und auch der Wartenberg bei Kirchberg versteckte den "Gipfel" in den Wolken.


der Wartenberg
Weiter folgte ich dem Radweg in Richtung Dorla durch die Ems-Aue und schreckte so manchen Feldhasen auf :-))
In Werkel ging´s weiter nach Fritzlar und nach 20 km war die Schwelle zum Hungerast erreicht :-(
Tanke und Zwischenstopp oder weiter? Ich entschied mich für weiter und so wurden die letzen 4 km nicht gerade zum Genusslauf ;-(
Froh, endlich Stopp drücken zu dürfen und auf das Frühstück hoffend, war somit der lange Lauf auch Geschichte und die Planung für den Rest des verregneten Tages mit der Liebsten kann beginnen.



Wer möchte, findet die Details zum Lauf beim Klick aufs Bild.

Heute hatte allerdings bei dem bescheidenden Wetter keiner Lust auf ne Wanderung und nutzten stattdessen die neue Errungenschaft aus Velbert und quälten  uns ein bisschen auf dem Spinning-Bike :-)

Erst der Herr Gnü, dann Frau Gnü :-)))




Auch hier findet der geneigte Leser die Daten beim Klick :-)))

Um nun auf die Einleitung zurück zukommen: akribisch planen,  akribisch abarbeiten, akribisch aufzeichnen; alles andere führt nicht zum Erfolg. Oder auch mein Mantra?
Wer sich bewegt, bewegt was!
Das ist ganz sicher so. 

So bewegt sich der Gnü aus Zü im gesteckten Rahmen, zeichnet auf, arbeitet ab und bessert nach und wird am Ende die 100 Runden auf der Habenseite stehen haben. Das hoffe ich und wünsche es mir so sehr :-)))

In der 6. Woche sieht das Ergebnis wie folgt aus:

KW6
88,8 km gelaufen
60 km gekurbelt (an der frischen Luft)
40 km gekurbelt (Indoor)
1:15 h Stabitraining

Was bleibt ist euch wie immer Danke zu sagen, getreu nach Wilhelm Busch:
"Es ist ein lobenswerter Brauch; wer Gutes bekommt, bedankt sich auch."
In diesem Sinne Danke für´s Lesen meines Blog und das ihr mir so fleißig folgt.
Macht´s gut, hinterlasst einen Kommentar, wenn euch mein Blog gefallen hat und noch lieber, wenn ihr Grund zur Kritik habt.

Mit sportlichen Grüßen bis zur nächsten Woche
Euer Gnü aus Zü