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Mittwoch, 1. Februar 2017

Leidenschaft ...

"Oft habe ich gehört, kein guter Dichter könne leben, ohne dass seine Leidenschaft entflammt sei und ohne einen gewissen Anflug von Wahnsinn." - Cicero

Nur Dichter?

"Oft habe ich gehört, kein guter Läufer könne leben, ohne dass seine Leidenschaft entflammt sei und ohne einen gewissen Anflug von Sucht." - Peter G.

Leidenschaft!
Wahnsinn?
Sucht?



Vielleicht trifft es das Zitat von Eduard Mörike aber viel eher!?
Sich auf etwas freuen. Was einem Gut tut. Glücklichsein verschafft.

Leider wird uns Läufern immer wieder Suchtverhalten unterstellt. 
Meist aber von Leuten, die selbst den Ar... nicht hoch bekommen, lieber auf der Coach sitzen und in die Kiste sehen.

Naja: die Rausschmisse, das gegenseitige Angiften und Niedermachen in einem Dschungel ist auch wesentlich interessanter, als der morgendliche Austausch am Montagmorgen im Büro, über das Wochenende im Familien- oder Freundeskreis oder welche der phantastischen Landschaften/Strecken man erwandert hat, oder welchen Lauf man am Wochenende vielleicht erfolgreich absolviert hat 

Als Läufer tut mir das sehr weh. Als Vertriebsmann kann ich das gar nicht nachvollziehen.
Ich fahre jährlich 70-75T km Auto.
Ich arbeite in der Woche ca 45 h oder mehr.
Ich habe unendliche Telefonate in der Liste stehen.
Auch das tue ich mit Leidenschaft. Verkäufer aus Leidenschaft halt 
Das merken meine Kunden. Im Geschäft nennt man das auch authentisch sein.
Wenn ich übers Laufen rede, merkt man das ja auch 

Wenn man dazu den Beitrag hier liest, der die Merkmale von Sucht auflistet, merkt man ganz schnell, dass Job auch eine Art Sucht ist.

  • Nicht Nein-sagen können.
  • Jeden Termin irgendwie dazwischen fummeln.
  • Private Sachen hinten an stellen.
  • Soziales Umfeld vernachlässigen.
  • Termine nicht abzusagen.

Aber im Zusammenhang mit Job redet niemand von Sucht.
Das kommt dann, wenn ich in die Stille, die Hektik des Tages vergessend, in den Wald eintauche und laufe. Das ist Sucht 

So ist das mit der Sichtweise und der Leidenschaft.
Was dem einen Leiden schafft, schafft dem anderem Entspannung und Freude. Leidenschaft eben 

Nein, das ist kein Mecker-Blog. Es soll nur meine Sicht der Dinge darstellen und was einem so alles durch den Kopf gehen kann 

Na und etwas zu haben, worauf man sich freut, ist doch das aller Beste 

Und ich habe etwas, worauf ich mich freue: den sächsischen Mount Everest zum Beispiel, oder den Keufelskopf Ultra oder oder oder. Das ist alles im Laufplan zu finden, auf der Freudeliste.

Freudeliste ...
Manchmal sind die spontanen Einfälle ja die Besten 

Und bevor ein einziger Ultra in 2017 gelaufen wurde, steht bereits die Freude auf 2018 in der Freudeliste: mein 1. Mehr-Tages-Rennen 

Jupp. Ich habe es getan und mich auf die zufällige Meldung bei Facebook hin für die Bergischen 5 im April 2018 angemeldet .

5 Tage am Stück 275 km durchs bergische Land flitzen und das mit Freunden, die das genauso genießen werden, auch wenn die angekündigten Höhenmeter Rund um Solingen und Wuppertal sicher das eine oder andere Mal für Verzweiflung sorgen werden. Und doch werden wir es genießen. Uns gegenseitig tragen, unterstützen und mitnehmen. Und am Abend über das erlebte Reden. Über die Schmerzen. Die schweren Beine. Über die Eindrücke, die Landschaft und an die daheim gebliebenen denken, die dies nicht mit uns teilen können oder wollen.

Etwas haben, worauf man sich freut ☺

Der erste Monat des nun nicht mehr ganz neuen Jahres ist abgelaufen und der Mt. Everest rückt mit seinen 8848 Metern und 100 Runden über die Spitzhaustreppe in Radebeul immer näher.



Die Vorbereitungen sind im vollen Gange, obwohl der Plan erst im Februar beginnen soll, aber was man hat, hat man 樂



Im einzelnen:
520 km auf dem Spinning-Bike gesessen 
362 km gelaufen. Davon 285 km im Wald 
45 km auf schmalen Reifen 
37 km mit der Liebsten gewandert 
1:30 h was für den Rumpf getan 

Da fragt man sich schon etwas besorgt: Wo soll das noch hinführen?

Ich sag's euch:
Zu Entspannung und Zufriedenheit.

Wie sag ich doch immer so schön?
Wer sich bewegt, bewegt was!

Mit Gedanken im Kopf und lässt die negativen unterwegs zurück 

Versucht's mal! Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut!
Manchmal reicht ja auch nach einem anstrengenden Spaziergang der warme Ofen oder ein leckeres Stück Kuchen 

Ich wünsche allen alles Gute, bliebt Gesund und mir gewogen.
Mit sportlichen Grüßen und lieben Dank für's Lesen

Euer Gnü aus Zü

Mittwoch, 18. Januar 2017

Sehen, Sucht, Sehnsucht ...



Ja, auch ich versuche das. Und nein, auch mir missfällt das 

Es ist nicht vernünftig, im Dunkel durch den Wald zu laufen.
Es ist nicht vernünftig,  ohne Lampe im Dunkel durch den Wald zu laufen.
Es ist erst recht nicht vernünftig. nachts im Dunkel ohne Lampe durch den verschneiten  Wald zu laufen.
Aber: es gefällt mir nicht vernünftig zu sein 

Es ist auch sicher nicht vernünftig, jeden Weg mit dem fahrbaren Untersatz zu erledigen. Und doch wird es getan.
Es ist für die meisten nicht nachvollziehbar, mehr als 10 km am Stück zu laufen. Geschweige denn mehr, als einen Marathon, von den Distanzen dahinter ganz zu schweigen 

Auch wenn die Einleitung nicht ganz der Rechtschreibung entspricht, entspricht es doch meinen Gedanken.

Sehen --> Sucht --> Sehnsucht

Es ist eine der besten Jahreszeiten zum Laufen.
Der Schnee knirscht unter den Füßen, der Atem weht wir Rauch an dir vorbei und unzählige Augen beobachten dich im Wald.
Sehnsucht kommt auf. Länger dieser Sucht nach Stille und Einklang zu erliegen, nachzugeben.
Leider nicht uneingeschränkt möglich. Denn es gibt noch die Familie, Haus und Hof.
Sicher nicht einfach, alles unter einen Hut zu bekommen, und doch kein Zwang zu laufen.
Denn das ist die Befreiung vom täglichen Stress. Der Unruhe und Hektik, die der Alltag mit sich bringt.
Sehnsucht nach Ruhe und Stille. Genau darum tue ich das. 
Wo ein Wille ist, ist ein Weg.
Wo ein Vorsatz existiert, gibt es Ausreden 樂

Für mich ist es, wie mehrfach geschrieben und doch von vielen Seiten unterstellt, nicht der Wahn nach "Höher, Schneller, Weiter". Nein! Es ist die Sucht nach Stille und Ruhe und dem, was ich am liebsten tu ...
Laufen!

Das Jahr hat gerade angefangen und es ist noch nicht ein Ultra gelaufen. 
Die Planung jedoch abgeschlossen und fixiert, wer nachlesen möchte. 

Macht man sich doch schon ein klein wenig Gedanken, was es in Zukunft geben kann, geben wird.
So kommt aus dem Nichts die Idee: Etappenlauf 

Zufall! 
Und ich Feuer und Flamme und werde es tun 
2018 wird also der erste Etappenlauf für mich stattfinden und das so nah vor der Haustür, dass ich einfach nicht widerstehen kann.

April 2018 die "Bergischen 5".
In meinem täglichen (Vertriebs)Gebiet und in Deutschland.
Wer mich kennt, weiß, dass ich mein Geld am liebsten hier ausgeben und nicht für Tausende von Euro ins Ausland tragen muss.
Und das bergische Land hat was zu bieten. Und wie die ersten Infos des Veranstalters erahnen lassen, wird es eine tolle Organisation werden.

Also ist es fixiert und das erste Ziel für 2018 steht im Plan. Und welcher Süchtige kann seiner Sucht schon widerstehen, wenn er ihr 5 Tage frönen kann? Am Stück mit 275 km und 6300 Höhenmetern?
Ich jedenfalls nicht 


Voll verfallen 

Sehen --> Sucht --> Sehnsucht

Somit ist es also wieder belegt:
Wer sich bewegt, bewegt was!

und wenn es der Geldtransfer im Bankhaus ist 

Ich verbleibe mit sportlichen Grüßen in die Weiten der Republik
Euer Gnü aus Zü

Dienstag, 29. Dezember 2015

"Träume ...

sind Schäume" , sagte die Oma immer.
"Wenn Träume sterben, dann wirst du alt", sangen die Phudys

Mein Traum war weder Schaum, noch bin ich alt (vielleicht in den Augen meiner Kinder).
Mein Traum ist einfach geplatzt :-(((

Vulkanausbruch :-(
Hatte ich während unseres Traumurlaubs auf Teneriffa im Juni 2015 Blut geleckt und als Ziel 2016 die Inselüberquerung mit 96 km im Oktober ganz fest im Plan stehen, so platzte mit der letzten Mail des Teneriffa-Kre-Aktiv-Teams eben dieser Traum :-(

War ich zu ungeduldig?
Zu schnell?
Zu sehr der Planungsjunkie?


Steffi und Lothar haben sich im Juni sehr viel Mühe gegeben mich auf den El Teide zubringen. Leider blieb ihnen und uns dies verwehrt. Sturmwarnungen machten den Aufstieg an den geplanten, und leider einzigen, Tagen unmöglich. Es hätte mich warnen -vorwarnen- können. So platzte schon damals mein Kopfkino in den Krater spucken zu können, wie auch sie leer ausgingen.

Warum eigentlich? Warum waren wir auf Teneriffa gelandet?
Unsere Urlaubsplanung 2015 war ziellos. Wir sind ins Reisebüro mit der Aufgabenstellung "einen Mix aus Malle und Medeira", Baden für meine Frau und Wandern für den Peter :-)
Heraus kam der Tipp auf Teneriffa, welcher als einfach perfekt zum Ende des Urlaubes zu Buche stand.

Am 24.10.2015 sollte der Teneriffa Blue Trail stattfinden, wobei mir da die Teilnahme 1. noch zu früh erschien und 2. durch den selben Grund, wie die Teilnahme am 100 km Jubiläumslauf in Remscheid verwehrt wurde :-)
Dieser Start wurde wegen Unwetter aus Sicherheitsgründen auf den November verschoben und als Fazit entschied der Veranstalter  den Start in 2016 auf den 11.Juni zu verlegen :-(
F***

Beschissener hätte die Entscheidung nicht sein können.
Der Urlaub ist eingetragen, der Flug und Hotel gebucht und eine Verschiebung in den Juni einfach unmöglich.

Was heißt das für mich?
Das 2. Halbjahr 2016 muss neu geplant und strukturiert werden. Ein Ziel ist in weiter Ferne, denn Ultra- und Trailläufe sind im Oktober in Deutschland eher selten bis gar nicht zu finden.
Röntgenlauf, der mir einfiele ... 30.10.2016 :-)))
Müritz-Lauf den 3. Start (alle guten Dinge sind 3), allerdings nicht im Oktober und August sollte Lauffrei blieben und dem Rennrad gegönnt sein.
Vorschläge? Ich bitte drum!


Stecken wir nicht den Kopf in den Sand!
Letztens fiel mir ein sehr schönes Zitat in die Hände:
Der Pessimist steht im Regen!
Der Optimist duscht unter Wolken!

So sehe ich das auch. Und da ich gern im Regen laufe, wird sich auch der Rest, getreu meines Mottos, ergeben:
Wer sich bewegt, bewegt was!

So danke ich heute schon allen, die mir Trost spenden werden und mir neue Tipps geben (ich weiß schon, wer mit welchen Tipps kommt, Max, Michael, Guido ...)
Bleibt alle schön und gesund :-))

mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Montag, 26. Januar 2015

jetzt geht das wieder los ...

mit dieser Lauferei :-)

Wobei sie doch nie so wirklich aufgehört hat. Ich gestehe. Aber wenn es von allen Seiten drückt und es scheint fast der Kopf platzen zu wollen, dann musst du eben was unternehmen und dagegen tun. Nicht umsonst wird einem ja immer wieder, auch von Menschen die keine Ahnung haben, eine gewisse Sucht unterstellt. Und obwohl es wissenschaftlich nicht bewiesen ist, würde ich fast zustimmen - es ist so!

Und so habe ich meinen guten Vorsatze, im Januar zu pausieren, nicht eingehalten und bis heute schon wieder einige km abgelaufen, wobei ich gern mehr auf dem Rad gesessen hätte. Aber das Wetter ... :-)
Sorry, allen die jetzt den Zeigefinger heben. Aber wer hat denn seine guten Vorsätze von Sylvester eingehalten?

Januar-Umfang
So startet in dieser Woche die offizielle Vorbereitung auf meinen ersten großen Wettkampf in 2015 - den 6-Stunden-Lauf in Rotenburg an der Fulda, mit Michael K.

Nun wird sich vielleicht der eine oder andere fragen, was soll das? Warum läuft der 6 Stunden? Das kann der doch, wie bereits an der Müritz und in Remscheid unter Beweis gestellt. Allerdings ist ein 6stundenichlaufimkreis-Wettkampf doch noch mal eine andere Nummer.

Der Parcours, der mich in Rotenburg erwartet, wird durch den sicherlich schönen Schlosspark führen. Aber 1,4 km im Kreis ... Ich gehe davon aus, dass man nach 3 Stunden keinen Bock mehr haben wird :-)
Dann heißt es mentale Stärke zeigen und genau das ist der Grund, weshalb ich mich für diesen Wettkampf entschieden habe. Mentales Training. Denn immer wieder muss ich mir nach meinen Wettkämpfen eingestehen, kommen Phasen, in denen ich stehen bleiben möchte, obwohl es körperlich ganz gut geht. Naja, das was weh tut nach 40 km, ist glaube ich normal :-))

Allerdings muss es doch möglich sein, diesen Punkt überwinden zu können und da in 2015 so einiges an Ultras geplant ist, gehe ich mal davon aus, dass das ein ganz guter Test ist, was man kopfseitig so alles schaffen kann. Denn 12 Stunden oder gar 24-Stunden-Läufe soll es ja auch noch geben :-)

Somit ist nun vorerst mal Schluss, mit dem unkoordinierten rumgehöppel und ein Plan wird mich hoffentlich wieder sicher und koordiniert den Zielen entgegen tragen. Denn Ziele sind dafür da erfüllt zu werden.
Und diese erreicht man besser, wenn man sie aufschreibt und am Ende kontrolliert :-)

Hier ist also der 10-Wochen-Plan für den 6-h-Lauf:

Trainingsplan
Dazwischen wird natürlich noch die Winterlaufserie in Ahnatal beendet, denn die Wettkampfhärte zu trainieren darf man keinesfalls unterschätzen.

Die Zielkontrolle im Blog habe ich auch auf aktuellen Stand gebracht.

Damit soll es dann auch mit der Ankündigung genug sein.
Ich hoffe sehr, dass es mir gelingt, meine Ziele zu erreichen. Weiß, dass ganz viele liebe Freunde und Laufkollegen und Kolleginnen in Gedanken bei mir sein werden und mich mental mit Lob, Tadel, Kommentaren und Daumendrücken unterstützen. Vielen Dank dafür schon mal vornweg.

Allen zusammen danke ich für das Lesen meines Blog, ich freue mich, wenn ihr wieder hierher findet und wünsche uns allen ein erfolgreiches, verletzungsfreies Laufjahr. Denn: Wer sich bewegt, bewegt was!

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü