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Dienstag, 17. September 2024

Aufgeben ...

kannst du bei der Post.

sage ich immer und dieses Motto ist inzwischen ein echtes Lebensmotto geworden 😉

2020 hatte ich mir in Nordholland vorgenommen wieder mehr den Fokus aufs Laufen zu legen, aber es lief nicht wirklich gut und heute weiß ich, woran es lag.
Nicht, wie vom Onkologen aufs Alter geschoben, sondern ganz klar Fehlinterpretation der Blutwerte Seinerseits.

Aber: Aufgeben kannst du bei der Post!

Das Bild geht mir so oft durch den Kopf und genau so habe ich es gehalten.

Zweitmeinung eingeholt und inzwischen kann ich nach nun 4 Jahren nach dem letzten Wettkampf in Marburg sagen:

ich bin wieder hier, in meinem Elexier 😜

Ja. Oft war ich am Verzweifeln, am Aufgeben, da laufen so keinen Spaß machte. Schmerzen in der Brust, Atemnot, stehenbleiben, nach Luft schnappen. Selbst Rennradfahren machte so keinen Spaß und ich war wirklich ab und an dran, meinen Italiener verkaufen zu wollen 😱

Arztwechsel und Neustart mit Verständnis und Zuspruch. Heute bin ich ihr sehr dankbar und bin (fast) wieder da, wo ich eigentlich dachte, nie wieder hinzukommen.

Ich startete gaaaanz langsam mit Laufen. Abwechselnd Gehen und Laufen. Wie man es in vielen Büchern für Einsteiger lesen kann. Aber ich dachte, dass das als "Alter Hase" ja nicht sein muss. Heute weiß ich, dass das der richtige Einstieg war.

Meine Hämatologin bestärkte mich in meinem Vorhaben und gab grünes Licht. "Tun Sie es! Wenn es nicht geht, werden Sie es schon merken." Aus ihrer Sicht sprach also nichts dagegen und als ich meine Blutwerte von "früher" mit denen von heute verglich, stellte ich fest, dass ich mit so beschissenen Werten noch Ultra gelaufen bin. Warum also nicht? 🤔

Mein Reha-Antrag wurde im April genehmigt und somit entstand ein Plan im Kopf, der es lohnte angegriffen zu werden. Ich werde versuchen den Brocken-Marathon als:

1. Reha-Abschluss in Angriff zu nehmen und 

2. als Wiedereinstieg ins Laufleben 😌

Also einen alten Marathonplan ausgekramt und als Zielzeit 4:00 h ganz vorsichtig anvisiert. Irgendwann kam im Plan die Vorgabe auf einen Test-Halbmarathon und der fiel doch tatsächlich auf das Datum des Kassel-Marathon.

Wenn das kein Zeichen war?

Hier habe ich schliesslich mit dem Laufen begonnen und habe meinen ersten Marathon laufen wollen. Was macht Man(n) denn sonst, wenn die 42 im Lebenszyklus auftaucht?

Damals habe ich tatsächlich den Halbmarathon "überlebt", Blut geleckt und bin so richtig ins Laufleben eingestiegen.

57 Marathons und Ultra-Marathons stehen inzwischen auf der Haben-Seite und wenn ein Neustart, dann doch in Kassel ☺️

Nach der Ankunft aus Nordholland, wo wir, wie jedes Jahr, unseren Urlaub verbracht haben, also auf nach Kassel zur Startnummernausgabe und Wettkampfluft schnuppern.

Ja. Das war echt schön und ich fühlte mich, wie in alten Zeiten. Nur nicht mehr so aufgeregt und hibbelig 😄

Am Sonntag ging's nach Kassel. Bei 4,5°C genau nicht mein Wetter 🥶.

Ich habe wirklich mehrfach überlegt, ob ich es lasse und nicht starte 😮.

Aber: Aufgeben kannst du bei der Post 😉.

Im Startbereich traf ich Thomas, mit dem ich viele viele Läufe im Nordhessen-Cup gelaufen bin und der auch ein alter Ultra-Hase ist. Inzwischen auch ruhiger, wie er meinte und ich war gespannt. Mein Plan war einfach ohne zu überpacen ins Ziel kommen, auf den Körper hören und sehen, wie es, bzw. der Gnü, läuft.

Am Start war ich so ziemlich der einzige mit Mütze. Alle eher mit Cap und lockerer Kleidung. Ich mit Longslive und Windjacke und am zittern, wie ein junger Hund, froh, als endlich der Startschuss fiel.

Dann also mal los und ruhig bleiben, Brauner 😉

Von der Damaschestraße in Richtung Waldau und ich kann heute sagen: die Strecke war richtig richtig schön: vorbei bei BODE Richtungs Salzmannhausen, Holländische Straße, Mombachstraße und den ersten Anstiegen.

Der Endspurt, über die Obere Königstraße, vorbei am Rathaus, runter zum Ottoneum und vorbei an der Orangerie, waren meiner Meinung nach eine richtig gute Aufwertung der Strecke.

Und dann natürlich der Zieleinlauf im Auestadion. Das Beste, was dir passieren kann ❤️.

Der Stadionsprecher und der HR1 sorgten zusammen mit den gut gefüllten Stadionplätzen für Gänsehaut pur und als der Gnü dann endlich die Stopptaste drücken könnte liefen unweigerlich Tränen 🥹

Nie im Traum hätte ich das erwartet: von Anfang an einen guten Lauf gehabt. Hinter der Messehalle an die Seite und Pipi. Der Zugläufer war natürlich weg.

Aber sowas von Hupe 😜

Ich habe bei km 5, 15 und vorm Ziel ein Iso getrunken, ein Gel bei km 12 und kann mich einfach nicht beschweren.

Ohne Atemprobleme, ohne Einbruch ohne Gehpausen, eine konstante Pace um die 5:22/km die ich auf den letzten km sogar noch forcieren konnte und bei 5:16/km zum Schluss mehr als sehr dankbar und zufrieden sein kann.

Also ich dann auch noch das Ergebnis meines ersten Laufs sah:

Unglaublich: auf die Minute genaue Zeit, und das schließlich 13 Jahre später und um einige Erfahrungen und eine beschissene Diagnose reicher.
Aber endlich ein neue Medaille an der Wand ☺️
Lange genug habe ich darauf gewartet und bin total Happy und zufrieden, wie man mir auch sicher ansieht 😉

Dann mal vielen Dank für's Lesen und vielleicht einen Kommentar, für den ich heute schon Danke 🙏

mit sportlichen Grüßen 

Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 2. März 2014

Ich will ...


  • Laufen
  • Wind im Gesicht spüren
  • Vögelgezwitscher hören
  • Rehe auf der Lichtung sehen
  • Frühlingsluft riechen
  • mich bewegen
  • Pfützen um gehen
  • Pfützen durchlaufen
  • Matsch bis zum Ar...
  • Beine voller Dreck
  • ...

So viel, was ich will. Und doch so wenig, um glücklich zu sein :-) 

"Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach".

Fühle ich mich fit wie nie zuvor, sagt das Fußgelenk "Nein".

Blöder Mist. Steht in 14 Tagen doch der 1. Ultra-Trail an.
Was freue ich mich drauf, auf den Trail du Petit Ballon in Frankreich mit Michael, Hanz, Frank und ...

Doch soll es scheint´s nicht sein :-( Später mehr dazu.


So startete in dieser Woche der 10-Wochen-Plan zum Marathon sub 3:15 für Kassel gem. Hr. Steffny.

Montag:
Laufpause, aber dafür Alternativtraining mit dem Rennrad.



Von Züschen via Fritzlar an der Eder entlang nach Wabern. Auf der Wiese neben dem Radweg sucht schon wieder Meister Adebar nach Fröschen. Ist aber schon zeitig eingetroffen, Meister Schwarzrock, wahrscheinlich hatte er in der Zeitung vom milden Winter gelesen :-)

34 km mit reichlich Gegenwind und Sonnenschein :-)) Sehr schön! Unterwegs bekam ich allerdings Gewissensbisse für das anstehende Intervalltraining und nahm das Tempo etwas raus.

Dienstag:
erstes Intervalltraining der Saison.
3 km Einlaufen und dann 4 x 2000 m mit 4 Minuten Pause. 




Die Splittingtabelle lässt hoffen:
für das Erste IT kann ich doch recht zufrieden sein:
4:26  4:26
4:09  4:25
4:00  4:22
4:14  4:35

Beim 3 km Auslaufen spürte ich allerding wieder das Stechen im linken Sprunggelenk.
Das kann doch nicht wahr sein!  4:30 Pace ohne Thema und dann ... So eine Sch...


Mittwoch:
Laufpause :-(
Lange genug habe ich es vor mir hergeschoben: ich habe einen Termin beim Orthopäden für meine Füße gemacht.
Um genau zu sein, habe ich 3 Termine: 2 hat mir die bessere Hälfte bei Spezialisten für Sportmedizin in Kassel organisiert, aber erst Mitte März und im Mai. Und ich habe einen für kommenden Dienstag. Sollte zur ersten Diagnose doch mal reichen. Ich bin gespannt. Wenn ich dem erzähle, was ich alles vorhabe, weist er mich in ne geschlossene Abteilung ein, befürchte ich. Also Parole: Maul halten :-)

Donnerstag:
Auf dem Plan standen 70 Minuten Dauerlauf im GA1.

Mit den Salomon Speedcross3 ging es auf den Haustrail. Ist zwar nicht der Plan für Kassel, aber Frankreich steht ja immer noch im Kalender.
Nach 50 Minuten war klar: Abbruch!!!
Zum ersten Mal in meiner Laufkariere habe ich abgebrochen. Keine Chance, den Plan zu Ende zu bringen, ohne Schaden anzurichten.



Aber bevor hier was schlimmeres passiert!

Freitag:
Endlich Freitag, endlich kein Autofahren, endlich alle Anfragen der Woche abarbeiten und den Schreibtisch leerräumen. War aber auch Krass. Ich verschweige mal lieber die km, aber es war 4-stellig :-(

14:00 Uhr alles erledigt; Telefonliste abgearbeitet, Berichte geschrieben, Termine für die kommende Woche fixiert, Hotel für Mittwoch gebucht und somit saß der Gnü aus Zü 14:30 auf dem Rennrad und war mal wieder auf dem Weg durch den Chattengau.

Ich habe meine Ultra-Runde aus dem Januar abgefahren und dachte sehnsüchtig an die Pellkartoffeln. Danke noch mal für den tollen Tipp +Michael Mankus 



Die Reben auf dem Böddiger-Berg sind geschnitten und alles ist aufgeräumt. Nur irgendwie hatte ich keine Lust zum Fotografieren; war so in Gedanken und musste zum ersten Mal eingestehen, das ich keine echte Lust zum Radfahren verspürte.

Ich bin zum Läufer mutiert!

Wirklich! Das ist Krass! Ich war ja eigentlich mehr der Radfahrer und habe das Laufen doch eher als Alternative zum Radeln gesehen. War ich letztes Jahr nach dem Kassel-Marathon noch froh, endlich aufs Rad steigen zu können und erst im August in die Laufvorbereitung auf Essen einzusteigen, war durch die Community, die vielen Läufe und durch die Motivation für den Edersee-Lauf genau das passiert. Ich liebe das Laufen!

Nach Essen folgte 2013 der Siebengebirgsmarathon, am 27.12. meine erste Ultradistanz zum Peterskopf oberhalb des Edersees und durch den Kellerwald nach Hause, 8 Tage später der zweite 50 km-Run und am 19.01.2014 der Edersee-Lauf mit vielen lieben Freunden. Das Rennrad war beiseite gerückt. Auch meine Frau merkte das bereits und stellte fest, das ich erstaunlich wenig fahren würde. Und nun? Bin ich zwangsläufig wieder im Sattel!

Die Monatsstatistik war aber so schlecht nicht, trotz Fußprobleme:



Dabei im Einzelnen:
150 km gelaufen
200 km Rennrad
22 km MTB
10 km Nordic Walking [kann als einmaliger Test abgehakt werden :-( ]

Sonnabend:
mit meinem alten Radkumpel Kai verabredet, 11:00 Uhr Start und ab auf die erste gemeinsame Runde 2014



Wir flogen, durch Rückenwind getrieben, in den Habichtswald nach Naumburg, unterhalb der Weidelsburg entlang.



Über Ippinhausen ging es ins Hugenottendorf Leckringhausen und weiter nach Landau und Elleringhausen ins Arolser Land.



In Nieder-Waroldern führte der Weg wieder zurück ins Waldecksche, nicht ohne eine ordentliche Rampe für uns bereit zu halten.
Ich ließ Kai ziehen und versuchte meinen Tritt zu finden. War ein hartes Stück Arbeit und es kamen ja noch einige Anstiege bis Heim, wir hatten erst 38 km hinter und somit erst die Hälfte geschafft.

Vor genau einem Jahr sind wir hier auch lang. Nur damals mit Schnee, -10°C und wenn wir schon in Erinnerungen schwelgen; an genau diesem Tag hatte sich unsere Tochter selbst um einen Aushilfsjob gekümmert und ist nun schon ein Jahr im Ferienhof Schneider dabei. Na wenn das kein Grund zum Feiern ist :-)



Und damals auch mit Kai :-)



Wie die Zeit vergeht! Seit Montag ist sie nun schon im Besitz eines Führerscheins und bemüht sich unser Auto heile zu lassen und Sohnemann ist schon fast auf seinem Roller festgewachsen :-) Man, Man, Man. Aus Kindern werden Leute :-)

Wir flogen den Abhang runter nach Netzte und entschlossen uns, auf den Radweg auszuweichen. Die alte Bahntrasse von Korbach nach Waldeck ist inzwischen fertig und gut zu fahren, wenn die Freizeitradler nicht die Strecke belagern :-)

Vorbei am alten Bahnhof "Waldeck" fuhren wir in Richtung Edersee bis nach Affoldern und folgten der Eder bis nach Wellen.



Hier musste ich dann echt die Zähne zusammenbeißen. Ist Kai doch permanent mit dem Rad unterwegs, er fährt täglich seinen Arbeitsweg, ob es regnet, schneit, oder die Sonne brennt, bin ich doch in 2014 noch nicht wirklich zur Bergziege mutiert. Das war ein hartes Stück Arbeit und ich war froh, als der Berg hinter mir und die Abfahrt nach Züschen vor mir lag.

So kamen wir immerhin auf 78 km bei 1114 pos. Höhenmetern bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 24,5 km/h.
Nicht schlecht Herr Specht :-)



Was folgte war Gartenarbeit und Entspannen auf der Couch und Planung für den Sonntag, allerdings Ergebnisoffen :-)

Sonntag:
stand wieder der Spaziergang mit der besseren Hälfte an. Sonnenschein, Frühling und bitte; heute nicht wieder die Standardrunde!
Ich konnte sie zu neuen Wegen überreden, den ich mir heute früh beim Aufwachen schon ausgedacht hatte:
Knorreichenstieg in Erinnerung an den gemeinsamen Edersee-Lauf mit den Freunden am 19.01.2014. Da war für so manchen/e die Welt noch in Ordnung, gesundheitstechnisch.

12:00 Uhr ins Auto, Kinder verteilt und 13:00 Uhr waren wir in Vöhl und ab ging es auf den Urwaldstieg.


Hier kommen so viele Erinnerungen auf; hier liefen Regine, Guido, Martin, Thomas, Oliver, Heiner, Jürgen und ich gemeinsam weiter und verabschiedeten uns damals von Helena, Sylwia und den Fellschnautzen.

Auch meine Frau und ich schlugen den Weg über die kleine Furtein und liefen gemütlich den Weg aufwärts bis zum Abzweig auf den Knorreichenstieg.


Nach ein paar 100 Meter wurde der breite Weg zum Singletrail und die bessere Hälfte und ich folgten dem Weg weiter.


Der Ausblick auf den Edersee ist einmalig.



Aber wir waren nicht ganz allein und musste eine Familie überholen, die genug Lärm für ne ganze Wandertruppe machten. Leute; wir sind im Wald, da will ich meine Ruhe haben.
Bald waren sie weit hinter uns und wir konnten die Natur genießen.


Als wir den Pfad hinter uns hatten und obiges Bild entstand, und wir nicht den Weg nach Scheid einschlugen, sondern am See dem Wanderweg folgten, war es traumhaft still um uns her.
Man hörte lediglich die Wasservögel und vom anderen Ufer, aus der Banfebucht, einen Specht das Holz nach Würmer bearbeiten.

Der See lag ganz still.



Als Heimweg nahmen wir den, mir noch unbekannten Weg direkt am See, unterhalb des Knorreichestieges. Schön ruhig und der Blick frei über den Edersee. Rechts klammern sich die Wurzen bizarr in die kragen Hänge.




In den Höhlen werden sich sicher Fledermäuse oder vielleicht sogar Eulen eingenistet haben!?

Dann mussten wir leider einen Toten finden. Ich glaube er hätte überlebt, wenn er den Spruch von Emil Zátopek "Vogel fliegtFisch schwimmtMensch läuft" gekannt hätte :-)


Junge! Du bist der der schwimmt, ich der der läuft. Wenn es mal wieder geht :-(

Nach fast 8 km und 2 Stunden hatten wir die Runde geschafft und meine Frau meinte: "Das könnte eine neue Lieblingsrunde werden".
Na Gott sei Dank!!!


Hier die Runde mit fast 240 pos. hm. Mal sehen, wie es der Guten morgen geht :-)
Nach unserer Runde letzte Woche, die Kaskaden beim Herkules hoch, hatte sie bis Mittwoche Muskelkater in den Wadeln *grins*


Oft haben wir über den Lauf mit den Jungs und Mädels um den Edersee gesprochen und immer wieder kamen wir zum selben Ergebnis: das war ein sehr schönes Event und wird noch sehr lange in unseren Köpfen bleiben.
In meinem auf jeden Fall!

Ein letzter Blick auf den Edersee:


und die einsamen Wassersportler:


Das muss für die kommende Woche reichen, als Motivation!

Ja, das war mal wieder die Woche des Gnü aus Zü, der mit banger Erwartung dem Dienstag entgegenfiebert. Ich hoffe, die Diagnose wird nicht allzu niederschmetternd und euch anderen wünsche ich nur das Beste.

Mit sportlichen Grüßen verabschiedet sich der Gnü aus Zü und danke fürs Lesen, ob im Bett, auf der Couch, im Zug oder sonst wo. Ich hoffe ihr bleibt mir Treu :-)

Sonntag, 23. Februar 2014

Gewohnheiten ...

gibt es.

Gute und schlechte.

  • zu viel Rauchen
  • zu viel Essen
  • zu viel Arbeit
  • zu wenig Bewegung
Und die Guten:

  • zu viel Laufen
  • zu viel Bewegung
  • gesundes Essen
  • weniger arbeiten
wobei letzteres natürlich Quatsch ist :-)
Sichert es uns doch den ersten Punkt und den vorletzten. Und wenn sie dann auch noch Spaß macht ... ist alles gut :-)

Und dann gibt es noch die Gewohnheit, als gute Nachtgeschichte meinem Blog zu folgen. So will ich nicht dafür verantwortlich sein, das hier jemand schlaflos in Hessen ist :-)

Aber das längere abwesend Sein hatte mehrere Gründe:

  • Verletzung bedingt
  • Arbeitstechnisch
  • mal wieder runter kommen
wobei letzteres nicht wirklich stimmt. Denn so als fast täglich Läufer ist es nicht auszuhalten, ohne :-(
Ich kam mir vor, wie Freiheitsberaubt. Kennt ihr das? Etwas ganz tief in euch zu wollen, aber zu wissen, das es nicht sein soll? Furchtbar!

Die vorletzte Woche war mit Arbeit voll gepackt und die letzte Woche wurde vom Treffen beim Arbeitgeber zur jährlichen Vertriebstagung fremdbestimmt. Und ich habe seit meiner Laufkariere zum ersten Mal keine Laufklamotten mit genommen, um der Versuchung zu wiederstehen.
So kamen in den letzen 2 Wochen lediglich 115km mit dem Rennrad zusammen, einige Stabiübungen (hier konnte ich aber nun endlich mal die Session abschließen), eine MTB-Tour, die ich lieber nicht kommentiere und der Versuch Freude am Nordic Walking zu finden.
Und gerade letzteres kann ich als Versuch abhaken. So ein Quatsch. Du wirst nicht warm, du bist nicht kaputt, du bist nicht ...
Zu mindesten ich nicht. Also Erfahrung gemacht und gut.

Statistik Februar
Diese Woche war es dann aber so weit: ich musste die Laufschuhe wieder schnüren und testen, was geht.
Und es geht schon wieder ganz gut. Das Spunggelenk links hat bei einer Pace von 6:00 min/km und den Saucony Jazz16 gut durchgehalten und die Fußwölbung rechts ebenso. Allerdings nur mit den Jazz16 bei ner 8er Sprengung und Asphalt.
So werde ich in der kommenden Woche in die Kassel-Marathon-Vorbereitung starten und hoffen, dass das alles so klappt wie ich das von mir und meiner Orthopädie erwarte.

Die Runde vom Sonnabend:

Sonnabend
Mit viel Disziplin und Kontrolle der Pace, habe ich es wirklich fast geschafft, die 6:00 zu einzuhalten.

Und weil das so gut geklappt hat und die liebe Katze am Sonntag wieder 5:00 Uhr rein wollte und den Alten aus dem Bett geworfen hat, bin ich dann gleich um 7:00 Uhr etwas mutig auf ne größere Runde.


unser Glückskätzchen im September 2004

und im Februar 2014
Ja, so werden aus Ziehkindern "reife" Damen :-)
Mutterseelen allein haben wir sie gefunden und mit der Flasche aufgezogen und heute gibt sie den Ton an.

Hunde haben Herrchen, Katzen haben Bedienstete ;-)

So sah dann meine Sonntagsrunde aus:

Sonntag
Wieder relativ flach und langsam lief ich über Haddamar nach Fritzlar und über Geismar nach Hause.
Über den Feldern zwischen Haddamar und Fritzlar sang schon die Lärche in der Höhe ihr Liedchen und ein Rotmilan blickte sehr böse zu mir rüber, in der Erwartung, ich möge ihn bei seinem Frühstück nicht zu stören.

So kam ich seit gefühlter Ewigkeit auf entspannte 14 km bei einer Pace von 5:47 min/km knapp an der 6 vorbei und relativ schmerzfrei. Ganz weg ist es noch nicht, aber morgen ist lauffrei :-)

Auf dem Rückweg gab es frische Brötchen, ein gemeinsames Frühstück und alle waren zufrieden.

Zum Mittag ging es an die frische Luft, den Sonnenschein und den beginnenden Frühling genießen. Nach kurzer Besprechung hieß es: Kassel Herkules.
Au, fein. War ich doch erst letzte Woche mit dem Rennrad da hoch getrampelt und bin auf dem Heimweg fast verzweifelt, durch den Gegenwind.

Also hoch in das Weltkulturerbe, den Bergpark Wilhelmshöhe. Und was für eine tolle Sicht über Kassel bis in den Hohen Meißner nach Eschwege.



Wir stiegen die Kaskaden hinunter zum Neptunbecken und folgten von hier dem Weg zum Bergsee Asch.

Bergsee Asch
Unterwegs sieht man immer wieder tolle Trails aus dem Bergpark kreuzen und des Öfteren denke ich daran hier einmal mit +Michael Mankus laufen zu müssen. Wie siehts aus? Bock?




Zurück ging es in Richtung Löwenburg weiter am Steinhöfer Wasserfall zum Neptunbecken zurück, immer schön bergauf ;-)

Steinhöfer Wasserfall
Und hier gehts ans Eingemachte: die Kaskaden hoch bringen sogar so manchen Ausdauerathleten ins Schwitzen :-)

Und schon kam mir wieder ne Tolle Idee für einen Community-Lauf :-)
Durch den Bergpark, Trail- und Treppen-Run!!!
Aber die bessere Hälfte meinte, jetzt seien erst einmal andere dran, was zu organisieren :-( Schade!!!

Jo. Und nun? Nun geht es wieder los!

In 10 Wochen ist der Kassel-Marathon wieder einmal Geschichte und bis dahin liegt ein bisschen Arbeit vor uns/mir in Form eines Trainingsplanes von Hr. Steffny. Ja, ja. Ich bin ein Weichei und nehme nicht den von Hr. Greif.
Hat aber eher was mit Zeit, anstatt mit Weichei zu tun. In 8 Woche bei 90-110 Wochenkilometer. Das geht nur als gewerblich Angestellter und nicht als AT. Und die letzten 3 Marathons haben gezeigt, dass ich mit dem Steffny-Plan ganz gut meine Ziele erreichen kann.

So werde ich also am Dienstag seit langer Zeit mit einem Intervalltraining meinen derzeitigen Stand erfahren und wissen, was auf mich zu kommt.

Dann gibt es noch die Läufe, die vom Steffny-Plan abweichen:
16.03. Trail du Petit Ballon in Frankreich mit +Michael Mankus 
30.03. Venloop in Holland mit +Thomas Schöneberg 
12.04. Kyffhäuser Bergmarathon in Thüringen
04.05. Kassel-Marathon mit vielen Bekannten, mehr wird noch nicht verraten.

Ich werde also in diesem Jahr auf den 10k und Halbmarathon-Test-Lauf verzichten und mich von der neuen Streckenführung in Kassel überraschen lassen.
So wird 2014 zwar wieder im Auestadion eingelaufen, aber dazwischen fallen einige Passagen weg, die Kassel so anders gemacht haben, wie die ganzen anderen Städtemarathons.
Der zum Schluss alles von dir abverlangende "Heartbreak Hill" auf der Wittrockstraße entfällt komplett und auch der Rest der Strecke wurde deutlich entschärft. Schade! Ich fand gerade das an Kassel so außergewöhnlich.

So bleibt mir mal wieder nur euch für das Lesen zu Danken, wünsche euch eine tolle erfolgreiche (Lauf)Woche und verbleibe mit sportlichen Grüßen

Euer Gnü aus Zü

PS: Hier noch der Countdown

Freitag, 15. November 2013

Wenn ich laufe fühle ich ...


  • den Wind im Gesicht
  • die Sonne auf der Haut
  • die Kälte an der Nase
  • angenehme Schwere nach dem Lauf
  • Zufriedenheit
  • mich frei
  • mich gut
  • als könnte ich Bäume ausreisen
  • Wut, über die die nicht Blinken, wenn sie einem entgegenkommen (der hinter euch wüsste gern, warum ihr einen Schlenker fahrt)
  • Unverständnis über die, die vor ihrem Kopf winken (ist das Ärger, dass ihr im Auto sitzen müsst, oder wie muss ich es werten?)

Was Andre über mich denken, wenn sie mich Laufen sehen:

  • Bekloppter
  • Extremist
  • Spinner
  • Verkehrshindernis
  • Gesundheitsapostel
  • Ernährungsjunkie
  • wie behindert sieht der denn mit dem Rucksack aus? (Leider auch in der Familie)
Und soll ich euch was sagen? Es ist mir egal, was ihr denkt. Wenn ihr wüsstet, was ich über euch denke, Ihr armen Fettis, kranke Autofahrer, gestresste Mitmenschen. Ihr tut mir leid. Nicht ich muss euch leid tun.

Danke an +ultraistgut Ostsee für die Inspiration des Stils. Aber all das ging mit heute durch den Kopf und wollte raus. Entschuldigung für die harten Worte.

So sah mein Lauf heute aus:


10 km nach Fritzlar Auto der Frau aus der Werkstatt abgeholt und zu ihr auf Arbeit gefahren. 12 km bis heim mit der Sonne im Gesicht und der Trinkblase auf dem Rücken.

So schön war es heute im Chattengau:

Fritzlar

Wartberg

Leichenkopf bei Gleichen

bei Lohne

Hasenberg bei Lohne
Mit der Sonne im Gesicht, dem aufgehenden Mond im Rücken und tollen Bildern, unverlierbar im Kopf, ging es nach Hause.

Da mich der Lauf aber auch noch mal darauf hingewiesen hat, dass mein Laufpartner, linke Wade, immer noch nicht 100% belastbar ist, werde ich morgen mal nicht laufen.

Diese Woche war es schon ein Marathon (42.6 km). Mal sehen, wie es am Sonntag aussieht.

Was aber nun steht, ist die Planung für das erste Halbjahr 2014:

  • 19.01.2014 Edersee-Lauf (60 km)
  • 30.03.2014 Venloop NL (Halbmarathon)
  • 12.04.2014 Kyffhäuser Berglauf (Marathon)
  • 04.05.2014 Kassel (Marathon)
  • 23.08.2014 Müritz-Lauf (1. Ultra 75 km)

Alle Anmeldungen sind raus und alle Unterkünfte gebucht. Ich freue mich so drauf!!!

Bleibt der Blick auf den Countdown für dieses Jahr:


Zur Erklärung: diesen Countdown gibt es in Echtzeit auf meinem Handy. Ihr wisst doch: Ziele definieren und aufschreiben. Anschließend kontrollieren!

In diesem Sinne. Danke fürs Lesen und komm bitte wieder.

Mit sportlichen Grüßen

Euer Gnü aus Zü