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Sonntag, 10. November 2013

Jubel, Jubel ...

renn, Du Tier,
Ich darf Laufen,
Was macht ihr?


Wahrscheinlich wieder vor der Kiste hocken und die Birne verblöden lassen, vom H4-TV ...


Ihr merkt schon; etwas gereizt :-(


Aber eigentlich bin ich gut drauf. Warum? das erfahrt ihr unten am Sonnabend :-) Ein bisschen Spannungsbogen muss schon sein!


Wochenbeginn ist wie immer Montag:

diesmal ohne Laufpause. Dies lässt die Wochenplanung nicht zu.
Dafür stehen zu viele Termine im Kalender. Und der wichtigste am Sonntag mit +Thomas Höttecke und +Thomas Pagenkämper beim Airport Run in Paderborn



Intervalltraining ...
2 km Einlaufen
4 x 1000 m mit 2 min Pause
2 km Auslaufen

Als Zielpace hatte ich 4:20 min/km geplant, nur halten konnte ich sie nicht :-( Manchmal ist dem eben so, denke ich. Haupsache Sonntag kommts :-)
Als Schuh nutze ich mal wieder den Brooks Defyance6. Ich gebe nicht auf, aber der ist hin.

Dienstag:

wollte ich die Beine vom Intervall ausschütteln und wählte einen flotten Dauerlauf für 60 min.



Lief auch wirklich gut. Wenns am Sonntag auch so klappt ...


Zielpace 4:35 min/km wäre die Pace des Essen-Marathon und hieße 43:00 min für die 10k.

Aber die Schuhe! Brooks Defyance6. Man, ich liebe euch, aber ihr seid fertig :-(

Mittwoch:

Laufpause. Dafür ExtremAutoFahring zum Gespräch mit dem großen Chef nach Amberg. Uff, 730 km waren nichts für den Peter, der war echt am Zittern in den Knien :-(

Aber sehr gute kontroverse Diskussion geführt, die mich wieder aufgebaut hat. Der Blick gerade aus; manchmal braucht man das eben!


Donnerstag:

schöne Tour durch Sauerland. Von Fritzlar nach Arnsberg, Menden und Heim über Meschede. Schreibt mir der +Thomas Höttecke doch von seinem Intervalltraining. Na warte, denke ich.



Inervalltraining ...

2,5 km Einlaufen
4x 1500 m
500 m Trabpause
2,5 km Auslaufen

Auch heute wollte ich eine Zielpace von 4:20 min/km festmachen. Lief aber nicht wirklich Rund. Ich war froh die 4:30-40 min/km über die 1,5 km zu retten.

Die langen Autofahrten merke ich wirklich. Werde ich etwa alt? Bitte keine Kommentare ...

Freitag:

mein geliebter Bürotag. Ich brauche den wirklich, um die Woche aufzubereiten und die nächste vorzubereiten.
Die Zeit vor dem Jahresschluss wird den Erfolg des nächsten Jahres bestimmen, es gilt noch mal richtig Gas zugeben und die wichtigsten Kunden und Neukunden zu besuchen. So kam ich in der KW45 auf 1790 km Fahrleistung ...

Dann. Newsletter aus dem Hause Greif. Schnäppchen Angebote. Neue Schuhe. Und? Schuss  Treffen, Versenkt. Neue Brooks PureDrift bestellt. Auslaufmodel. Und? Macht doch nichts. Laufen sich genau so. Wissen doch meine Füße nicht. Die wissen aber, das die Defyance6 durch sind.

Ja, okay. Das sind völlig verschiedene Schuhtypen, der Defyance und der PureDrift. Aber im Trail laufe ich ja schon die PureGrit und die sind sowas von geil. Dann sollten die PureDrift auch so toll sein.

Gelaufen bin ich nicht. Dafür hatte die Tochter Abschlussabend mit dem Schüler-Netzwerk. Schön wars.

Und ich denke so bei mir: Was hatten wir ne öde Schulzeit! Polen, Niederländer, Italiener. Und alles in Englisch. Die Kids heute sind einfach nur toll und haben ein sehr suveränes Auftreten vor Erwachsenen. Ich glaube wir hätten uns in die Hose gesch...

Sonnabend:

Gartenarbeit, bessere Hälfte zum Einkaufen. Klasse, kann ich noch ein wenig den Edersee-Lauf organisieren.

Und dann. Klingeling! Der Mann in Gelb mit nem Päckchen? Nee, ist doch nicht wahr! Der Greif. Der versendet ja schneller, als die NSA die Mail analysieren kann :-)


Meine neuen Brooks:




Das traf sich gut: eine kleine Jogging-Runde stand schließlich noch aus. Und die sehen so geil aus, das sich die Frage stellte: zum Laufen, oder zum so anziehen? Nee, zum Laufen. Fiel die Entscheidung.


Jogging 40 min. mit Steigerungen. Kurze Sprints, den Puls hochgejagt und schnell wieder runterkommen.

Und hierbei fiel mir auch der Einstig in den heutigen Blog ein.
Die Sonne wechselte sich mit dunklen Wolken ab und es fing natürlich an zu tröpfeln.
Aber wer drin sitzt, kann eben die Schönheit der Natur nicht erleben und wie toll so ein Regenschauer sein kann:



PS: ich schwöre! Nicht Nachbearbeitet!

Sonntag:
ist es endlich soweit. Der Airport Run in Paderborn.
Tasche am Abend gepackt, Frühstück und ab die Post. Wir wollten uns am Flugplatz treffen, der +Thomas Höttecke,  +Thomas Pagenkämper  und ich.
Thomas H. und ich hatten es ja schon öfter mal versucht, nur geklappt hatte es nie. Heute gab es aber keine Ausreden :-)

Ankuft, Kurzschluss und am Eingang zur Startnummernausgabe hatte ich sie:


Natürlich gab es wie immer viel zu erzählen; von den letzten Läufen, der Com und der Strategie für den heutigen Lauf.
Thomas H. wollte so um die 4:40 laufen, Thomas P. langsamer und ich... Hatte gar keinen Plan. Wirklich! Ich habe derzeit keinen Trainingsplan für den 7GM am 08.12.2013. Ich will einfach mal einen Bergmarathon testen und trainiere so vor mich hin, je nach Lust und Laune und Zeit.

Nach dem Empfang der Startnummern wurden wir mit den Shuttle-Bussen in einen Hanger gefahren, wo wir bis zum geplanten Start 12:45 Uhr warten mussten. Da der Lauf auf einem benutzen Airport stattfindet, haben die Flugzeuge Vorrang.
So verzögerte sich unser Start, da wir auf eine Condor-Maschine warten mussten und froren so vor uns hin :-(




Ich wählte als Laufschuh natürlich meinen neuen Brooks PureDrift, kurze Hose, Kompressionsstulpen, langes Unterhemd, kurzes Shirt, langes Shirt und die Windjacke ober drüber, denn laut Wetter war mit Schauern zu rechnen. Mütze auf den Kopp und trotzdem war es kalt :-(

Und irgendwann wurde das Rollfeld, runway06, für uns freigegeben und der Startschuss fiel.

1300 Läufer und Läuferinnen setzten sich in Bewegung und brachten die ersten knapp 2,5 km auf dem Rollfeld hinter sich. Und wisst ihr, was besonders geil war?
Es gab kein Gedrängel. Denn die Startlinie war breit genug. Nämlich so breit, wie die Rollbahn. Das war mal echt ein sehr entspannter Start.




Da wir Start gut weg kamen, war ich ziemlich frei im Lauf. Thomas P. hatte ich auf dem Rollfeld hinter mir gelassen und Thomas H. konnte ich noch mal am Ende der Rollbahn sichten.
Raus ging es aus dem Flughafengelände auf einen Radweg Richtung Weidelsburg.
Die Übergänge von den Radwegen auf die Straßen waren gut abgesichert, sodass man es gut laufen lassen konnte.

Der erste Bergablauf stand an. Und ich ließ es laufen. Ich machte lange Schritte und versuchte immer schön auf dem Ballen zu landen, so ein richten tollen Vorderfußlauf halt :-)

Die neuen Flundern hatten es schon in sich. Den PureGrit laufe ich im Gelände schon länger, auch im Wettkampf. So z. B. beim Ruhrtal Marathon in Bestwig. Aber noch nie mit solchem Tempo. 
Die ersten 3 km lief ich mit 4:10-30 min/km. Am Berg abwärts kam ich auf 3:10-40 min/km. Das war echt ein Hammer. Hammerhart wurden auch meine Waden, und das sollte bis zum Zieleinlauf so bleiben.

Am Fuße der Weidelsburg hatte ich Thomas H. wieder eingefangen und wir kamen zur ersten Wasserstelle.


Leider etwas verwackelt, aber bei der Pace :-))

Hinter der Burg ging es bergauf. Ich überholt einen Läufer setzte mich vor ihn und sah im Augenwinkel, dass ich wohl zu scharf vor ihm rein bin und entschuldigte mich bei ihm.

"Nee, ist schon gut, ich lauf in deinem Windschatten."
Eh, geht´s noch, ich mach die Arbeit und Du? Aber nach genauerem Hinsehen dachte ich, sei´s drum. AK60. Locker. Also schleppte ich ihn und mich den Berg gegen den Wind rauf. Oben zog ich das Tempo wieder an und ließ ihn hinter mir :-) Ich bin so fies!!! Ich weiß.

Wir hatten km 7 hinter uns und Thomas H. sagte mir bereits, dass vor dem Einlauf auf das Flughafengelände noch eine schwierige Steigung zu erklimmen sei. Boah, denke ich. Ich bin in der Nordhessencup-Serie auf den Platz 13 in meiner AK gesamt 2013 gelaufen. Das hier ist Flachland!

Ha, sch... Das Ding war echt hart! Es ging strack bergauf bis km 9. Das war ein hartes Stück Arbeit. Aber ich bin ein guter Bergläufer, wie ich bereits mehrfach austesten durfte. Ich kann gut beißen und so zog ich an einem Jungen von der Lauf-AG aus dem Gymnasium ??? vorbei. Den Ort konnte ich mir auf Grund von starker Sauerstoffunterversorgung des Gehirns nicht merken, das war zu viel Text :-)

Oben dachte ich, mir platzen die Oberschenkel. Die Waden hatten mich bereits bei km 8 ausgepfiffen. Der Puls ging seit diesem km von 180 rauf auf 188 bpm. Ich kenne meinen Körper, das kann ich, das ist normal, aber es ist hart und tut am Ende nur noch weh.

Die Lunge platzt fast und die Muskeln sind eh schon am weißes Fähnchen schwingen. Du spürst regelrecht, wie dir das Lactat in die Muskulatur einschießt und du nur noch aufgeben möchtest.
Aber wie sagte Didi Halervorden: "Wer stehen bleibt hat schon verloren!"
Also weiter. Noch nie habe ich das 9 km-Schild so herbeigesehnt wie heute. Der Atem wechselte zwischen Schnapp- und Pressatmung. 

Wie bescheuert muss das für die Zuschauer klingen?
Leckt mich!

Nach dem Schild ist das Terminal bereits zu sehen, Straße durch die Freunde in Grün abgesperrt, leichte Kurve nach rechts, Sambatruppe, Hörsturz, Stadionsprecher. Wir sollen lächeln, schließlich werde von jedem ein Zielfoto gemacht. Nochmal: leck mich!

180° Kehrtwende. So eine Sch... Fast im Schmodder weggerutscht und die neuen Brooks versaut :-(
Und dann endlich den Zielbogen vor Augen und die Uhr: 42:35!!!

Geil. Ich habe es geschafft. Neue PB und wieder 10 sek geholt.

+Runtastic gestoppt und wirklich! Da steht es auch. Und die Urkunde liefert den offiziellen Beweis:


Super.

Dann kommen Thomas H. mit 43:35 und Thomas P. mit 46:05 ins Ziel.
Prima, alle geschafft und keiner in der Steppe OWLs verschollen :-)

Kurzer Snack mit Familie H., Schulterklopfen und nette Worte, fanden wir doch unser kleines Community-Treffen ganz schön.

Da es seitens des Veranstalters nur Duschzelte gab und es nur 45 Minuten bis zum gepflegten Bad daheim waren und ich allein im Auto, verzichtete ich auf dieses Erlebnis, zog mich mit Thomas P. um und machte mich mit Medaille um den Hals auf den Heimweg. Wie immer wartet da die bessere Hälfte.

Was machten die Waden? Die waren eingeschnappt :-( Und haben bis daheim den Zustand nicht gewechselt. Ich bin noch nie nach einem Lauf in die warme Badewanne. Heute war auch das eine neue Erfahrung :-)

Was bleibt ist der Blick auf den Countdown


und die Feststellung, dass nur noch ein Highlight in 2013 bleibt.
Bis dahin werde ich ohne festen Plan km sammeln und sehen, wie es/er auf meinem/seinem ersten Bergmarathon läuft :-))

In diesem Sinne danke ich fürs lesen und freue mich, wenn Du wiederkommst.

Mit sportlichen Grüßen in die Weiten der Republik

Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 3. November 2013

nu isses passiert ...

denke ich und summe so vor mich hin:
"Du hast ja ein Ziel vor den Augen,
damit Du in der Welt dich nicht irrst,
damit Du weißt, was Du machen sollst,
damit Du einmal besser Leben wirst."

Aber das Warum kommt am Freitag.


Wochenstart am Montag:


mit Laufpause.

Dafür um so mehr Stress daheim. Verliert die bessere Hälfte doch ihr Portemonnaie.  Shit. Karten sperren, Rennerei. Ist ja fast wie auf dem Trainingsplan: langer Dauerlauf ;-)
Leider nur sitzend am Telefon :-(


Dienstag:
ExtremAutoFahring ;-(
220 km ins bergische Land
430 km ins bayrische Land


Oh Mann.

Dafür hatte ich die Lauftasche als erstes in den Kofferraum gelegt. Hat man wenigstens keine Ausrede :-))
Angekommen in Amberg, Zimmer beziehen, Peter umziehen und ab mit dem Jungen an die frische Luft. Auto-Stress ablaufen.


Sonntag fiel der lange Lauf zu Gunsten des Wandertags mit der besseren Hälfte aus und wollte heute nachgeholt sein.

Ich wollte an die 20 km laufen mit besonderem Augenmerk auf die Armarbeit und Fuß-Disziplin.
Bis km 6 alles im Lot, außer dem GPS-Signal, das war irgendwie schon in Feiertagslaune in Bayern.
Dann traf ich einen Lauf-Kollegen, mit dem ich vor etwa einem Jahr schon mal hier gelaufen bin.

Ja Hallo und bla bla bla, ihr kennt das ja. Läufer sind ein bisschen wie Frauen. Nicht nur für jeden Lauf Schuhe im Regal, auch quatschen und schnattern wie selbige,  so dass in 5 km alle Wettkämpfe des letzten Jahres mit Endzeiten, Einbrüchen und ausführlicher Analyse besprochen sind ;-)
Dann ist er auch noch ein Lauf-Kollege eines Arbeitskollegen.
Die Welt ist schon klein.




Unterm Strich 18 km

Pace 5:20 min/km
Saucony Jazz16 (mit Blutfleck)

Am Abend lecker mit meinem lieben Kollegen Ralf aus Dresden in der Pizzeria Trattoria Rustica eingekehrt und so viel zu erzählen gehabt:-) Toller Abend. Lieben Dank, falls Du dies lesen solltest!


Mittwoch:

Super tollen Termin mit Kunden und sehr erfolgreich. Mehr gibt es nicht zu sagen.

Zum Mittag hat uns der werkseigene Koch vom feinsten mit Salat und Riesengarnele, Kalbsfilet und Dessert verwöhnt, so dass ich natürlich noch mal Laufen musste.


Und weil die Runde gestern so schön war:




Noch ein mal 17 km

Pace 5:18 min/km
Saucony Jazz16 (immer noch mit Blutfleck)und dieses Mal mit Stirnleuchte und Hecklampe, bevor ich in Bayern von den Mountenbikern überfahren werde, die auch kein Licht haben :-((
Kann dan den Ramsauer schon ein bisschen verstehen. So viel Geld sollte sein!

Zu Abend im Kupferpfandl den nächsten leckeren Fleischklops verdrückt.


Donnerstag:

Laufpause. Dafür eine super Marathonsitzung gehalten, wieder vom Koch verwöhnt (siehe oben) und 17:00 Uhr in Richtung Hessen aufgebrochen.
Den Weg schien sich halb Bayern vorgenommen zu haben :-(

Freitag:

durften die Hessen ran und das Land vor der Pleite retten :-)

Aber das war nicht das heutige Highlight!

Wie sage ich immer? Ziele definieren und aufschreiben.
So hatte ich für den heutigen Tag einen Termin seit Wochen im Kalender stehen: Anmeldestart für den 14. Müritz-Lauf rund im den größten See Deutschlands.
Und nu isses passiert! 



Ich bin für meinen 1. Ultra angemeldet! 78 km AM STÜCK!!! Ich glaube, ich habe sie nicht alle. Wie ich das der besseren Hälfte beibringen soll, weiß ich auch noch nicht. Die Strategie dazu wollte ich mir beim Laufen überlegen.

Aber irgendwie lief es heute nicht so gut.




Puls zu hoch, die Füße zu schwer. 

Aber diese Tage gibt es nun mal und einen Einfall hatte ich auch nicht. Kommt Zeit, kommt Rat!

Wir saßen dann irgendwie alle zusammen und fingen an, den Urlaub für 2014 zu planen. Ha, das ist die Chance :-)

Also: Ich hatte dann, dann und dann vor dort, dort und dort zu laufen. Ach und dann könne wir doch gleich ein paar Tage gemeinsam ohne Kinder die Mecklenburgische Seenplatte länger mit unserer Anwesenheit quälen. Und? Ohne Diskussion! Super gemacht Peter :-))

Sonnabend:
die bessere Hälfte musste schaffen, der Sohn pennt, die Tochter ist beim Freund. Also schnell die hausmännische Pflicht erledigen und raus!

Vorher wollten ich mit +Guıdo Strauß seine Idee des Updates der Community-Rubriken abstimmen.
Das möchte ich hier mal ausdrücklich sagen; das war seine Idee und dafür möchte ich ihm an dieser Stelle mal Danke sagen :-)

12:00 Uhr dann die Trinkblase gefüllt, Energieriegel und Rosinen in den Rucksack, denn heute sollte es mal ein bisschen anspruchsvoller werden.

Bis zum 7GM sind nur noch 35 Tage und so einen echten Trainingsplan hatte ich mir nicht erstellt. Dieser Lauf soll mein erster Landschaftslauf werden, ohne Zeitvorgabe. Mir geht es darum, zu erkennen, was geht und wie es geht. Aber für die 796 pos. hm sollte man schon etwas tun :-)) und nachdem die Anmeldung für den Müritz-Lauf amtlich ist ...

Da auf meiner sonstigen Trail-Runde die Herren der bewaffneten Waldaufsicht Jagt auf meine gutmütigen Freunde, das Reh und das Wildschwein, machten, musste ich auf eine neue Runde ausweichen.

Ich startete in Züschen mit Richtung Heimarshausen. Diesen Weg bin ich schon oft mit dem MTB gefahren und hatte die Idee, den Weg mal abzulaufen. Aber irgendwie fehlte immer der Mut.

Nach ca. 5 km waren die 1. 170 hm im Kasten. Vorbei an der Heidenbluteiche folgte ein 3 km langer Abwärtslauf nach Königshagen.


Hier musste ich mich das erste Mal entscheiden: zu Fuß kurz halten, oder wie mit MTB?
Ich entschied mich für die kürzere Strecke, die zum Schluss aber genau so lang war :-( Egal!

Weiter ging es in Richtung Böhne. Hier, auf der Kuppe hinter dem Ortsausgang von Königshagen hat man einen tollen Blick auf die Ausläufer des Kellerwaldes.


Am Rand der Hügelkette erkennt man das untere Staubecken bei Affoldern und ohne Nebel hätte man den Peterskopf auf 540 m ünN besser erkennen können.
Ich ließ die Straße rechts liegen und lief den kleinen Teerweg weiter, ohne zu wissen, wo er lang ging.
Aus dem Teerweg wurde eine Schotterpiste, aus dem Schotter ein Feldweg, bis er schließlich genau in diesem endetet. Nun gut, hab ja extra die ADIDAS Kandian TR4 angezogen :-)
Quer durch ein trockenes Flussbett und ich hatte wieder Waldweg unter den Füßen, allerdings auch gefühlte 10 kg Feld. Pause! Schuhe abklopfen!


Weiter, ein paar km lagen schließlich noch vor mir.

Geht es euch auch so, dass ihr etwas nervös seid, wenn ihr neue Strecken lauft, unbekanntes Gebiet so zu sagen?
Also ich merke das sehr deutlich am Puls und am Kopfkino.

Ein Stück folgte ich der Landstraße in Richtung Bergheim, bis mir dies auf dem Asphalt zu doof wurde und ich schlug mich wieder querfeldein zum Waldweg durch, den man von der Straße aus sehen konnte. Diesem folgte ich bis Bergheim und fand ihn ausgesprochen schön.

Im Ort konnte ich einen wohl letzten Farbtupfer einfangen:


Und einen Blick auf den jüdischen Friedhof:


In Bergheim selbst dann wieder kurz unentschlossen: weiter über den Radweg an der Eder entlang, oder wieder ab in den Wald. Wald hieß die Entscheidung, was sich als richtig gut herausstellen sollte, aber nur für die hm :-))

Am Wochenendimbiss folgte ich den Schildern "Thermalquelle" und "lieh" mir beim Bauern noch einen Apfel, da meine Rosinen ihr Dasein schon hinter sich hatten. Der war sehr lecker!

Das Zeichen auf dem Boden kannte ich. Dies wird mich Heim tragen:


Aber da sollten noch "ein paar hm" vor mir liege. Nämlich die nächsten 5 km mit 200 positiven. Ich war schon stark am Ende und musste öfter für ein "Foto" anhalten :-))



Die "7 Buchen" habe ich mehrfach gezählt. Stimmten!

Weiter ging es dem Weg folgend durch die "Hühnerpfalz". Es war ein richtig toller Weg, schön gedämpft zu laufen durch die vielen Blätter.

Dann hatte ich es geschafft:

Am Waldesrand offenbarte sich der Blick nach Züschen hinein. So langsam wurde es auch Zeit. Die Trinkblase war fast leer und einen Riegel hatte ich auch schon gegessen. Die Strecke hat irgendwie schon geschlaucht.

Nach dem Beenden der Aktivität wusste ich auch warum:

22 km
540 pos. hm
2:15 h mit 12 min. Pause.
Das war immerhin noch eine Pace von 6:00 min/km. Genau wie geplant.
Aber die hm waren so nicht gewollt. Egal, gemacht ist gemacht!


Nur noch raus aus den Klamotten, unter die warme Dusche und Kaffee mit der besseren Hälfte :-)

Sonntag:
war in soweit mal nichts geplant, aber da hatte ich wohl vergessen, das unsere Austauschschülerin aus Polen kommt. Sch...
4:30 Uhr aufstehe und in Kassel abholen.
Gemacht und wieder zurück in die Kiste. Der Lauf hatte mich wohl doch mehr gefordert, als ich mir anfänglich zugestehen wollte.

Zum Wochenabschluss folgte natürlich wieder der sonntägliche Spaziergang mit der besseren Hälfte. Nicht lang, aber der eisige Wind ließ auch nicht wirklich mehr zu.




Noch ne Runde durch den Schlosspark der Garvensburg gedreht und heim.

Die Wochenleistung war ja so schlecht nun auch nicht, für ohne Plan :-)
4 x Laufen
1 x Wandern
In Summe 80 km in KW 44 und dazu noch in 2013 die 6000 km-Marke geknackt. Alles zusammen, bevor hier wieder Missverständnisse aufkommen. 2013 bereits 2230 km gelaufen und 3370 km mit den Rennrad/MTB können sich doch sehen lassen. Das bedeutet, das die 7000 km noch zu knacken sind :-)

Ja. Ansonsten war die Woche sehr erfolgreich; privat, sportlich und auch beruflich konnte ich wichtige Meilensteine setzten für das nächste Jahr. Letztlich sichert uns das unsere sportlichen und privaten Ziele. Und das macht es ja aus: alles irgendwie unter einen Hut zu bringen!

Was kommt nächste Woche? Mit Sicherheit nicht so viele km, wie in dieser, aber einiges muss ich noch tun, da am Sonntag der 4. Airport Run "RUNWAY 06" mit +Thomas Höttecke in Paderborn auf dem Plan steht und bis zum Siebengebirgsmarathon und Edersee-Lauf ist´s so lang nun auch nicht mehr hin.

Bleibt der Blick auf den Countdown für 2013:


In diesem Sinne danke ich fürs Lesen und freue mich, wenn Du wieder kommst.

Mit sportlichen Grüßen in die Weiten der Republik und angrenzende EU- und Nicht EU-Staaten

Euer Gnü aus Zü