Samstag, 17. Oktober 2026

zum Abschied ...

sag ich leise "Servus" 😞

Damit hängen die Laufschuhe (vorerst) am Haken. 

Schon vor 2 Wochen war ich mir unsicher, ob ich wirklich den Marathon am Rothaarsteig laufen soll und habe entschieden: Nein!
Ich meldete mich um auf den Halbmarathon und auch der war dann letztendlich am Freitagabend passé 😞

Die Studie läuft ja eigentlich ganz gut, aber seit einer Woche habe ich wieder diese Schnappatmung und damit macht laufen einfach keinen Spaß. Und Spaß sollte einem das Hobby schon machen 😊
Da auch am Dienstag beim Regeltermin im Hannover der Chef-Druide keine Erklärung hatte, ich meinen Zaubertrank aber ganz gut vertragen habe, dachte ich bis Donnerstag noch an einen Start. 
Nach dem Lauf dann aber kam der Zweifel.

Es hätte alles so schön gepasst 😔
Nach 15 Jahren, mehr als ausgiebig, laufen und meinem 1. Halbmarathon in Kassel 2011, wäre heute ein Halber zum Abschluss genau richtig gewesen.
Na wenigstens die 60 Marathons stehen auf der Habenseite und die macht mir keiner mehr streitig ☺️

Aber aufgeben kannst du bei der Post, sagt der Gnü ja immer und so hat er sich neue Ziele gesteckt ☺️

Der Naturpark Habichtswald hat ein paar neue Stempelstellen eingerichtet, welche es abzuholen gibt und dann ...

Kam ich bei meiner Brocken-Wanderung auf die Idee, doch alle 16 "Gipfel" in den 16 Bundesländern unserer Republik zu erklimmen 😱


Wobei "erklimmen" wohl eher nur auf die Zugspitze zutreffen mag, aber logistisch ist das schon kein unerheblicher Aufwand, so ein Projekt.

Aber 2 von 16 habe ich im Sack und neben Sachsen-Anhalt ich den höchsten von Hessen, die Wasserkuppe, im Sack 😊


Ich werde dazu mehr in meinem Blog schreiben und würde mich natürlich sehr freuen, wenn der wieder zum Leben erweckt würde.
Über die lange Schreibpause kann ich natürlich auch gern berichten, bin mir aber nicht sicher, ob ich das tun sollte 🤔

Also damit erstmal danke für's lesen und immer schön in Bewegung bleiben.
Denn: wer sich bewegt, bewegt was 😉

Euer Gnü aus Zü

Dienstag, 31. Dezember 2024

Ein Jahr geht, ein neues kommt ...

Man soll das Jahr nicht mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd.
Wenn man es allzu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.

Je üppiger die Pläne blühen,
um so verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat!

Es nützt nicht viel, sich rotzuschämen.
Es nützt nichts, und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen.
Lasst das Programm! Und bessert euch drauflos!

Erich Kästner

Und doch bin ich ein Freund von Plänen, um Ziele zu erreich, um sich nicht "zu verlaufen" 😉
So hielt ich es immer und bin damit immer gut gefahren und gelaufen 😉

2024 hatte ich allerdings zu Beginn noch keinen Plan, noch kein Ziel.
Zu schlecht waren meine Werte, zu schlecht fühlte ich mich, um wieder Anmeldungen raus zu schicken und dann doch nicht starten zu können. Das frustriert schon sehr.

Aber aufgeben kannst du bei der Post 😉
Und da mich mein geliebter Enkel-Hund ja immer ordentlich durch Wiesen und Wälder getrieben hat, auf unseren täglichen Mittagsspaziergängen, wurde es doch immer besser und ich habe tatsächlich im Februar 2024 das erste Mal wieder die Laufschuhe geschnürt.
Zaghaft 6 km zu Beginn und dann sachte steigern. Mal sehen, wo die Reise hin geht 
😉

Im März stellte ich den Antrag auf Reha und tatsächlich bekam ich bereits im April den Bescheid zur Reha, wie ausgesucht, in Clausthal-Zellerfeld.
Na wenn das kein Fingerzeig ist 😳

Clausthal-Zellerfeld liegt im Harz und das Mittelgebirge ist eindeutig meins 
😉
Reha im Oktober?
was ist im Oktober?
Brocken-Marathon 😳
Wenn das mal kein Ziel ist!?

Also kurzer Hand zum Harzgebirgslauf angemeldet und einen Trainingsplan aus der Vergangenheit rausgekramt, modifiziert und in den Kalender übertragen 😉
So geht das und das, was im Kalender steht, wird gemacht. Oder wie ein guter Freund sagt: "nur was auf Strava steht, ist passiert" 😝
Na und wenn der gute Freund auch am Brocken starten wird ...

Bis zum Start der Reha war aber noch viel Zeit und ich nutze diese, um wieder in etwa dahin zu kommen, wo ich mal war, auch wenn das nie wieder in den Sphären endet wird und auch nicht muss. 
Aber einen Marathon? Das sollte doch machbar sein?

Vorher standen aber noch viele andere schöne Dinge an:
Urlaub mit meinem Lieblingsmensch auf der uns nun so liebgewordenen grünen Insel im Mittelmeer 💚


Wir genossen die Zeit und entdeckten auch dieses Jahr wieder Neues in der doch vermeintlich bekannten Ecke.
In den vergangen Jahren bin ich nach den Strandtagen, vorm Abendessen, an der Playa gelaufen oder in die andere Richtung am Strand entlang.
Nur nie bin ich in das Natur-Reservat hineingelaufen. Dieses Jahr hatte ich mir aber Routen dahin ausgearbeitet und war so überrascht, dass ich das auch meinem Lieblingsmensch zeigen musste.



Ja. Echte lebende Schildkröten 💖

Wir erkundeten neue Buchten, neue Märkte, neue touristische Highlights und am Ende stand für uns fest: Malle ist nicht nur 1 x im Jahr 😄
Und so hatten wir bereist am Tag der Abreis das Hotel für das kommende Jahr reserviert. Und das dann gleich für Mai 4 Tage und zum 30. Hochzeitstag für 12 ❤❤❤

Im September ging's mit Schwiegermama, Enkel-Hund und Töchterchen nach Callantsoog in die 3. Heimat Nordholland und wir "genossen" den Hebst bei einem Wetter, wie wir selbst noch nie in den vergangenen 26 Jahren in Holland erlebt haben 😕
Der Urlaub fiel so zu sagen ein bisschen ins Wasser.
Und doch haben wir das Beste daraus gemacht.
Haben eine Ritterburg erkundet, Aaplejebaak genossen und natürlich bin ich Rad gefahren 😏


Mit'm Italiener zum Ijsselmeer muss schon sein 😉

Im Plan für den Brocken-Marathon, der ja auch gleichzeitig der Abschluss meiner Reha sein sollte, stand für September natürlich auch ein Halbmarathon als Testlauf im Kalender. Und wie der Zufall es wollte, genau an dem Wochenende fand der Kassel-Marathon statt. Und auch das ein perfekter Zufall. Denn hier lief ich meinen ersten Halben und habe den 2011 überlebt 😌
Nur hätte ich damals nie vermutet, was sich daraus mal ergeben wird.

Also lief ich den Halben in Kassel und wie der Zufall so wollte:


Tatsächlich in der gleichen Zeit, wie meinen Ersten 😊
Nur heute 13 Jahre später und krank, wenn man das mal anmerken darf 😉

Dann ging's also im Oktober auf zur Reha und nach Ankunft in Clausthal-Zellerfeld war ich erst einmal sehr enttäuscht.
Zwar eine wirklich schöne Klinik, modern und hell, aber doch sehr abgelegen und trist gelegen. Und, als ob mich jemand ärgern möchte: Zimmer nach hinten raus und keinen Ausblick in Richtung Brocken 😭
Okay, man muss es nehmen, wie es ist. Es ist schließlich kein Urlaub!

Die ersten 2 Tage waren sehr zäh und das erste Gespräch mit der mich behandelnden Ärztin war nicht das, was ich erwartet hatte.
Aber ich muss auch gestehen: die erste Reha in Bad Berka und das Team da hatten die Latte auch verdammt hoch gelegt, um es sportlich auszudrücken.
Aber zum Glück wurde es ab dem 3. Tag besser und zum Schluss, muss ich gestehen: Ich hätte noch 3 Wochen bleiben können 😊

Am ersten Wochenende bin ich mit einer guten Freundin auf den Brocken gewandert und konnte so erste "Höhenluft" schnuppern 😉


Das Training zum Marathon stand natürlich auch noch im Plan und dazu kamen die Anwendungen, um die herum ich meinen Plan anpassen musste. Aber das hat mir gut getan und war doch genau nach meinem Geschmack. Anderen war der Plan zu voll und viele konnten meine Energie, die ich an den Tag legte, nicht nachvollziehen, geschweige denn mithalten.

Dann der Tag der Abrechnung 😄
Ich hatte mir natürlich im Vorfeld die Meinung meiner mich behandelnden Ärztinnen eingeholt und grünes Licht erhalten.
Wie sagte meine Ärztin hier in Kassel?
"Versuchen Sie es doch! Wenn's nicht geht, werden Sie schon stehen bleiben."
Um es kurz zu machen: Es hat geklappt, auch wenn ich unterwegs viele Berganpassagen gegangen bin, aber unterm Stich zählt der Wille und wie schon erwähnt: Aufgeben kannst du bei der Post!


Auch wenn ich unterwegs ehrlicher Weise mehrfach nicht mehr konnte 


In der Woche nach dem Marathin konnte ich es natürlich nicht lassen und bin zum 3. Mal auf den Brocken gestiefelt und bin für die Zeit da sehr dankbar.



Ja. So bin ich sehr zufrieden und Happy wieder nach Hause zu meinem Lieblingsmensch gefahren, der mich natürlich in CLZ besucht hatte.

Die Ziele der Raha konnte ich alle als zu 100% erledigt abhaken und eines, was noch bleibt, bleibt leider, auch am letzten Tag des Jahres, noch offen.
Denn der AG zieht leider nicht so mit, wie ich das von einem Inhaber geführten Familienunternehmen nach 18 Jahren erwartet hätte 😩

Daran wird gearbeitet und ich hoffe doch sehr, auch dieses Ziel zu Beginn den neuen Jahres als erledigt abhaken zu können.

Alle anderen Vorhaben habe ich erreicht und ich weiß nicht wie, und hätte es auch nie gedacht, dass ich es schaffe, ich diese Ziele erreicht habe. Auch meine Ärztinnen sind da erstaunt und haben somit einen völlig aus der Reihe tanzenden Patienten. Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich so wäre, wie allen anderen 😂😂😂

Zum letzten Tag des Jahres gehört auch bisschen Angeberei und eine Präsentation der Ziele 😉


Im Einzelnen:





Mir bleibt also zum Schluss nur Danke zu sagen, an alle die mich begleitet und unterstütz haben und vor allem und allen voran, meinem geliebten Enkel-Hund.


Ohne dich, ohne dein täglich zerren an der Leine und dir hinterhergestürzte wäre ich sicher nicht so fit, wie ich wieder bin und dafür bin ich dir sehr dankbar.
Aber natürlich auch meinem Lieblingsmensch für die Geduld mit mir. Ich weiß, ich bin nicht einfach und wenn ich mein Chef wäre, hätte ich mich schon entlassen 😂

Euch danke ich ganz herzlich für's Lesen und freue mich über jeden Kommentar, so lange er nicht beleidigend ist.

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Dienstag, 17. September 2024

Aufgeben ...

kannst du bei der Post.

sage ich immer und dieses Motto ist inzwischen ein echtes Lebensmotto geworden 😉

2020 hatte ich mir in Nordholland vorgenommen wieder mehr den Fokus aufs Laufen zu legen, aber es lief nicht wirklich gut und heute weiß ich, woran es lag.
Nicht, wie vom Onkologen aufs Alter geschoben, sondern ganz klar Fehlinterpretation der Blutwerte Seinerseits.

Aber: Aufgeben kannst du bei der Post!

Das Bild geht mir so oft durch den Kopf und genau so habe ich es gehalten.

Zweitmeinung eingeholt und inzwischen kann ich nach nun 4 Jahren nach dem letzten Wettkampf in Marburg sagen:

ich bin wieder hier, in meinem Elexier 😜

Ja. Oft war ich am Verzweifeln, am Aufgeben, da laufen so keinen Spaß machte. Schmerzen in der Brust, Atemnot, stehenbleiben, nach Luft schnappen. Selbst Rennradfahren machte so keinen Spaß und ich war wirklich ab und an dran, meinen Italiener verkaufen zu wollen 😱

Arztwechsel und Neustart mit Verständnis und Zuspruch. Heute bin ich ihr sehr dankbar und bin (fast) wieder da, wo ich eigentlich dachte, nie wieder hinzukommen.

Ich startete gaaaanz langsam mit Laufen. Abwechselnd Gehen und Laufen. Wie man es in vielen Büchern für Einsteiger lesen kann. Aber ich dachte, dass das als "Alter Hase" ja nicht sein muss. Heute weiß ich, dass das der richtige Einstieg war.

Meine Hämatologin bestärkte mich in meinem Vorhaben und gab grünes Licht. "Tun Sie es! Wenn es nicht geht, werden Sie es schon merken." Aus ihrer Sicht sprach also nichts dagegen und als ich meine Blutwerte von "früher" mit denen von heute verglich, stellte ich fest, dass ich mit so beschissenen Werten noch Ultra gelaufen bin. Warum also nicht? 🤔

Mein Reha-Antrag wurde im April genehmigt und somit entstand ein Plan im Kopf, der es lohnte angegriffen zu werden. Ich werde versuchen den Brocken-Marathon als:

1. Reha-Abschluss in Angriff zu nehmen und 

2. als Wiedereinstieg ins Laufleben 😌

Also einen alten Marathonplan ausgekramt und als Zielzeit 4:00 h ganz vorsichtig anvisiert. Irgendwann kam im Plan die Vorgabe auf einen Test-Halbmarathon und der fiel doch tatsächlich auf das Datum des Kassel-Marathon.

Wenn das kein Zeichen war?

Hier habe ich schliesslich mit dem Laufen begonnen und habe meinen ersten Marathon laufen wollen. Was macht Man(n) denn sonst, wenn die 42 im Lebenszyklus auftaucht?

Damals habe ich tatsächlich den Halbmarathon "überlebt", Blut geleckt und bin so richtig ins Laufleben eingestiegen.

57 Marathons und Ultra-Marathons stehen inzwischen auf der Haben-Seite und wenn ein Neustart, dann doch in Kassel ☺️

Nach der Ankunft aus Nordholland, wo wir, wie jedes Jahr, unseren Urlaub verbracht haben, also auf nach Kassel zur Startnummernausgabe und Wettkampfluft schnuppern.

Ja. Das war echt schön und ich fühlte mich, wie in alten Zeiten. Nur nicht mehr so aufgeregt und hibbelig 😄

Am Sonntag ging's nach Kassel. Bei 4,5°C genau nicht mein Wetter 🥶.

Ich habe wirklich mehrfach überlegt, ob ich es lasse und nicht starte 😮.

Aber: Aufgeben kannst du bei der Post 😉.

Im Startbereich traf ich Thomas, mit dem ich viele viele Läufe im Nordhessen-Cup gelaufen bin und der auch ein alter Ultra-Hase ist. Inzwischen auch ruhiger, wie er meinte und ich war gespannt. Mein Plan war einfach ohne zu überpacen ins Ziel kommen, auf den Körper hören und sehen, wie es, bzw. der Gnü, läuft.

Am Start war ich so ziemlich der einzige mit Mütze. Alle eher mit Cap und lockerer Kleidung. Ich mit Longslive und Windjacke und am zittern, wie ein junger Hund, froh, als endlich der Startschuss fiel.

Dann also mal los und ruhig bleiben, Brauner 😉

Von der Damaschestraße in Richtung Waldau und ich kann heute sagen: die Strecke war richtig richtig schön: vorbei bei BODE Richtungs Salzmannhausen, Holländische Straße, Mombachstraße und den ersten Anstiegen.

Der Endspurt, über die Obere Königstraße, vorbei am Rathaus, runter zum Ottoneum und vorbei an der Orangerie, waren meiner Meinung nach eine richtig gute Aufwertung der Strecke.

Und dann natürlich der Zieleinlauf im Auestadion. Das Beste, was dir passieren kann ❤️.

Der Stadionsprecher und der HR1 sorgten zusammen mit den gut gefüllten Stadionplätzen für Gänsehaut pur und als der Gnü dann endlich die Stopptaste drücken könnte liefen unweigerlich Tränen 🥹

Nie im Traum hätte ich das erwartet: von Anfang an einen guten Lauf gehabt. Hinter der Messehalle an die Seite und Pipi. Der Zugläufer war natürlich weg.

Aber sowas von Hupe 😜

Ich habe bei km 5, 15 und vorm Ziel ein Iso getrunken, ein Gel bei km 12 und kann mich einfach nicht beschweren.

Ohne Atemprobleme, ohne Einbruch ohne Gehpausen, eine konstante Pace um die 5:22/km die ich auf den letzten km sogar noch forcieren konnte und bei 5:16/km zum Schluss mehr als sehr dankbar und zufrieden sein kann.

Also ich dann auch noch das Ergebnis meines ersten Laufs sah:

Unglaublich: auf die Minute genaue Zeit, und das schließlich 13 Jahre später und um einige Erfahrungen und eine beschissene Diagnose reicher.
Aber endlich ein neue Medaille an der Wand ☺️
Lange genug habe ich darauf gewartet und bin total Happy und zufrieden, wie man mir auch sicher ansieht 😉

Dann mal vielen Dank für's Lesen und vielleicht einen Kommentar, für den ich heute schon Danke 🙏

mit sportlichen Grüßen 

Euer Gnü aus Zü

Donnerstag, 25. April 2024

Neustart?

Wenn ich etwas vorhabe, ist meist nichts dahinter.
Nur was ich hinter mir habe, hatte ich vor.

Heinz Rudolf Kunze

So begann ich meinen Post im Jul 2020.

Ich hatte alles auf Null gestellt und wollte neu anfangen.
Aber ersten kommt es anders, und zweitens als man denkt 😔


Daraus wurde nichts.
Eher Sendeschluss 😕



Alles schlief ein.
Freunde meldeten sich nicht mehr, Wettkämpfe fanden nicht statt und Corona machte so manchem Verein den Gar aus und auch der Blog wurde kaum noch gefüllt.
Womit auch?

Aber
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Der Gnü kann nicht aufgeben und ich habe neue Ziele anvisiert:
So werden mein Lieblingsmensch 💓 und ich natürlich wieder zu unserer Lieblingsinsel aufbrechen, die Sonne und Mallorca genießen.

Im September geht´s natürlich auch wieder in unsere 2. Heimat Nordholland und wenn wir von da wieder kommen ...

Ich werde genau da wieder anfangen, wo mich 2011 das Fiber packte 😊


Genau. In Kassel werde ich wieder mit einem Halbmarathon starten und versuchen in Ziel zu kommen 😂
Ich denke, dass das zu schaffen ist und dann werde ich entscheiden, ob das "große" Ziel Harz-Gebirgslauf zu schaffen ist 😲

Einen Marathon möchte ich so gerne noch mal schaffen.
Ob es dann gleich so hoch hinaus gehen muss?



Aber da ich ab September quasi vor der Haustür Norddeutschlands höchsten Berg zur Reha sein werde ...
Warum nicht versuchen 😌
Aufgeben kannst du bei der Post 😉

Ich werde es sehen und Kassel wird mir sagen, ob das geht oder nicht 😏

Also steigt die Vorfreude und Ziele braucht der Mensch im Leben. Sonst dümpelt es vor sich hin und nichts ist geschafft.

Also immer schön dran blieben.
Euer Gnü aus Zü

Freitag, 19. April 2024

ein Läufer, der nicht Läuft ...

... bei dem läuft´s nicht 😩


So habe ich in dem Post im August 2020 geschrieben.

Corona war das eine, weswegen das Laufen ausfiel und dann kam es noch härter.

Warum ist das hier schreibe?
Um mir und meinen Gedanken Luft zu machen und zu berichten, was man erreichen kann, wenn man nicht aufgibt.
Denn wie wir wissen:
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So habe ich einfach versucht, nicht aufzugeben und kann euch gestehen: es war verdammt schwer 😕

Vorgeschichte:
Als vernünftiger Sportler nutzt man das, was einem angeboten wird und geht brav und kontinuierlich zur Vorsorgeuntersuchung.

Denn man kann viel über diese Land meckern, aber man kann auch das, was geboten wird positiv sehen. Und ich wage mal zu behaupten, dass es kein besseres Gesundheitssystem, als das unsere gibt.

So bin ich also jährlich zur Blutkontrolle gegangen, bis es meinem damaligen Hausarzt, der inzwischen in seinen wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, zu komisch wurde und er mich zu einem Hämatologen schickte, da meine Werte für ihn nicht plausibel waren.

Diverse Blutbilder und eine Knochenmarkpunktion später brachten dann das vernichtende Urteil: Blutkrebs ...

Ein Schock 😱
War auch meine Mutter bereits am Krebs jämmerlich verreckt, um es mal sehr krass auszudrücken , kann ich euch sagen, ist das Gefühl echt beschissen, wenn du zum ersten Mal vor der Tür eines Facharztes für Hämatologie und Onkologie stehst.

Ja und die doch sehr direkte und offene Offenbarung nach Vorliegen der Pathologischen Untersuchung reißt dir einfach den Boden unter den Füßen weg.

Aber wie oben steht:

Aufgeben kannst du bei der Post ...

Nicht der Gnü und liefert noch ausreichend Ergebnisse ab.
Bis. Ja bis 2020.


Corona und die Verschlimmerung meines Allgemeinzustandes fielen zusammen, haben aber keinen direkten Zusammenhang.
Nur fiel es mir immer schwerer zu Laufen, Rad zu fahren und selbst das Sprechen wurde eine Herausforderung, geschweig denn Treppen steigen.
Schnappatmung, Brustschmerzen, Angstgefühle.

Der Hämatologe schob vieles auf´s Alter und meinte ich solle mich einfach damit abfinden nicht mehr der Jüngste zu sein und man kann ja nicht ein Leben lang Marathon, oder noch weiter, zu laufen.

Denkst du.
Ich kenne genug, die das Gegenteil beweisen und selbst mit 70 oder 80 locker jeden Jungspund einsacken 😊

Also andere Quellen gesucht und gefunden, die mir meine Fragen beantwortet haben.
Nach der Einholung einer Zweitmeinung 2022 in Aachen der nächste Schock.
Aus der Luxusversion meiner Mutation ist der Hauptgewinn geworden und das perspektivische Ziel heißt wohl Stammzellentransplantation.

Aber noch ist es nicht soweit und nach einem wirklich sehr schlimmen Jahr 2022 habe ich die richtige Dosierung und den Weg zurück zum Laufen gefunden 💓

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Ich habe nicht aufgegeben und war auch immer, wenn auch mit Zurückhaltung, sportlich aktiv.
Mit meinem Lieblingsmenschen sind wir auch zu Corona im Urlaub gewesen (wer erzählt eigentlich immer, dass wir Reiseverbost hatten?) und ich habe versucht auch dort aktiv zu sein.
Ich bin die Imrosschlucht gewandert und war glücklich, als ich es geschafft hatte.


2023 war ich auf Mallorca zum Radeln und habe in 5 Tagen 600 km abgespult 😮



Was eine Trauminsel 💓

Früher war Malle für uns eher mit Ballermann und Saufen verbunden, weswegen wir nie da hin wollten.
aber 2019 habe ich mich in die Insel verliebt und meinen Lieblingsmenschen angesteckt 💕


Aber ans Laufen dachte ich nicht, oder habe es mir nicht getraut.
Zu schwer fiel es mir auf Kreta meine Laufstrecken zu packen.


Dabei waren die Ausblick in die weißen Berge Kretas ein Traum.

Ich lies es irgendwie lieber sein. Zu stark die Schmerzen in der Brust 😩

2022 dann meine erste Reha und es tat gut, sich mit "Leidensgefährten" auszutauschen und psychologischen Rat bekommen.
So war ich froh 2023 "gehen" statt laufen zu können und mit meinem Italiener vor mich hin zu kurbeln.

2024 nun der Neustart.
Ich bin medikamentös gut eingestellt, bekomme wieder gut Luft und die Schmerzen in der Brust gehören der Vergangenheit an.
Ich getraue mich wieder in ein Schwimmbad und habe keine Angst, das ich auf 25 Metern untergehe.
Habe ich mich im Urlaub nicht mal mehr in die Pools der Hotels getraut, in denen wir waren 😰
Hoffen wir, dass das so bleibt.

Die ersten Kilometer in den Laufschuhen sind absolviert und es stehen unfassbare 265 km auf der Haben-Seite für das 1. QT 2024.
Im letzten Jahr waren es für´s ganze Jahr so viele (oder so weinige) Kilometer 😱

Also warten wir mal ab, wohin die Reise geht und ob es mehr zu berichten gibt.
Denn neue Ziele wären schon nicht schlecht.
Es muss ja nicht gleich ein Ultra sein.
Ein Marathon würde für´s erste ja reichen 😂

In dem Sinne immer schön daran denken:
Wer sich bewegt, bewegt was oder
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Ich verbleibe dann mal mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Dienstag, 29. Dezember 2020

Geburtstag ...

der 8.

 

Schon so lange am Start 😲
Am 29.12.2012 wurde der erste Beitrag ins Netzgestellt.
Ich denke, dass das ein Grund zum feiern ist.

Vieles habe ich seit dem geschrieben.
318 Beiträge 😳

Und die Aufrufe erst 😲


Am meisten freue ich mich über die besonders hohen Aufrufe der Beiträge zum Treppenmarathon 2017 mit 1116 Aufrufen 💓

Und den zum Sachsentrail am Rabenberg von 2016 mit immerhin 1112 Aufrufen 💚

Ganz lieben Dank an alle Leserinnen und Leser 😍

Doch wird es in letzter Zeit ruhiger 😞
Wie geht es weiter?
Geht´s überhaupt weiter?

Nun heißt der Blog ja nicht umsonst "wer sich bewegt, bewegt was!"
Doch wie ich auch schon zum 5. Geburtstag schrieb:
"... mir fiel nichts passendes ein!"

Ja. Man kann es auch aus den Aufrufen ablesen.
Die Beiträge werden seltener.
Warum?
Was soll ich berichten?

Ohne Wettkampf, keine Wettkampfvorbereitung.
Und wen interessieren schon meine täglichen Läufe?

Das tun so viele andere auch. Laufen.
Macht es Sinn, sich gegenseitig an Zeiten, Distanzen und Bergaufläufen zu messen?
Ich denke nicht.
Denn mein Berg ist sicher nicht mit dem eines anderen zu vergleichen und meine Strecke an meiner kleinen Elbe ist sicher auch nicht mit denen an der großen Elbe in Dresden zu vergleichen, auch wenn beide Flüsse "Elbe" heißen 😉

Nur fließt meine von Wolfhagen, nahe Ippinghausen entspringend, in die Eder und ist kaum selten breiter als 1,50 Meter, floss die andere noch vor 30 Jahren durch 2 Staaten mit Wirtschaftsmächten, die kaum unterschiedlicher hätten sein können. Mit Wünschen und Träumen, die uns hätten ins Gefängnis bringen können, hätten die Falschen von ihnen erfahren.

Ja. So ändern sich die Zeiten.

Die Corona-Pandemie hat uns alle ein wenig auf den Boden der Realität zurück geholt, wie ich meine.
Tausende Läuft sind abgesagt worden.
Viele Wettkämpfe werden wohl nie wieder ausgetragen werden.
Geraten in Vergessenheit.

Und auch ich bin ein Stück geerdet.
Ja.
Mir fehlt der Antrieb, mich bei Wettkämpfen anzumelden und daraufhin zu trainieren.
Vielleicht kommt das aber wieder?
Hoffen wir doch.
Dann kommen auch wieder die Ideen zu Berichten und Erlebnissen zu Wettkämpfen und Erfahrungen.

Aber bis dahin ...
Lassen wir das verflixte Jahr hinter uns und hoffen, dass 2021 besser wird.

Schließen möchte ich mit dem Zitat:

„Niemand von uns kommt hier lebend raus. Also hör auf, dich wie einen nachträglichen Einfall zu behandeln. Iss leckeres Essen. Geh in der Sonne spazieren. Spring ins Meer. Sag die Wahrheit, die du wie einen versteckten Schatz in deinem Gehirn aufbewahrst. Sei albern. Sei freundlich. Sei merkwürdig. Für alles andere hast du keine Zeit.“
Sir Anthony Hopkins

Auf die nächsten Jahre und immer dran denken:
Wer sich bewegt, bewegt was!

Mit sportlichen Grüßen 
Euer Gnü aus Zü

Samstag, 10. Oktober 2020

Seelentröster und Ursachenforschung ...

in der Reihenfolge 😉


Der Kuchen schmeckt und man kann an die Ursachenforschung.
Doch wie startet man? 😰
Am Anfang des Jahres?
Oder mit Beginn der Wettkampfabsagen?
Was ist die tatsächliche Ursache für die Entscheidung heute?

Wenn ich es auf Corona schieben würde, wäre es nur die halbe Wahrheit.

Sicher. Seit dem ist es mit der Motivation für Wettkämpfe nicht mehr weit her. Aber doch bin ich regelmäßig und fleißig am Trainieren. Wofür auch immer.

Wer die Zielplanung des Gnü verfolgt, weiß, dass in 2020 alles anders kam, wie geplant und wer so ein Orga-Freek ist wie ich, den wirft so ein ständiges hin und her wirklich aus der Bahn 😓

Unter uns: das geht mir auch so, wenn Kunden kurzfristig Termine absagen, was zum Glück sehr selten passiert, denn dann hänge ich ein bisschen in der Luft und die ganze Tagesplanung ist im Eimer.


Kyffhäuser --> abgesagt

Keufelskopf --> abgesagt

Müritzlauf --> abgesagt

ect pp

Für alle geplanten Läufe habe ich einen Trainingsplan aufgelegt, angefangen und letztlich abgebrochen und zerrissen.

Dann unsere Silberhochzeitsreise nach Teneriffa.

Pustekuchen 😭 

Doch zum Glück haben wir sehr schöne Tage auf Kreta genießen dürfen. Aber das Gejammer, welches mein Lieblingsmensch 💖 ertragen musste ...

Grausam.

Warum fange ich jetzt  aber von Kreta an?

Zum einen wegen der geplatzten Planung und zum anderen, passierte mir kurz vor unserer Reise das Missgeschick, was mich heute letztendlich zum Rennabbruch zwang 😱

Bei einem Lauf in meinem Versteck vor Idioten bin ich mit meinen flachen, ungedämpften, Fludern so unglücklich mit dem Ballen auf einem spitzen Stein gelandet, da hatte ich den ganzen Urlaub bei allen Strandbarfussspaziergängen Spaß mit 😟

Auf Kreta blieb mir zum Laufen nur Asphalt und die  Brooks Launch 5 halfen mir ganz gut beim abheilen.

Freitag, vorletzter Woche, dann Wiederholung 😲

Wie doof muss man dafür sein?

Ich bin ja so ein Platsch!

Diese Woche also mit Bedacht und schön gedämpft.

Bis Freitag natürlich nicht weg, aber wird schon ...


Am Samstagfrüh klingelt der Wecker 4:30 Uhr und es ist also wirklich Raceday. Ohne Absage. Ohne Verschiebung. Wirklicher realer Wettkampf. Kein Virtueller Lauf mit anschließender Urkundenzusendung.

Halte ich alles für Quatsch. Sorry. Dazu kann ich mich nicht motivieren und das mit Motivation soll heute auch noch eine Rolle Spielen.

5:30 Uhr startet Hotel Henry Richtung Vogelsberg, denn eine Übernachtung kam bei 1:30 h Anreise nicht in Betracht.

7:00 Uhr traf ich in Schotten ein.

Man kennt sich ja aus, und weiß, wo man, unter Einhaltung der Corona-Regeln, die Startunterlagen empfangen kann 😷

Ja, in diesen Zeiten ist die GPS-Uhr nicht mehr das wichtigste Utensil; nee. Mundschutz, Abstand und Akzeptanz diverser Einschränkungen. Aber die haben, scheint es, nicht alle.


Zurück am Hotel hieß es in das Laufdress springen und ab zum Start.

Da sah es aber wirklich sehr trostlos aus und zum ersten Mal kam so ein komisches Gefühl von Unlust auf ...


Vielleicht lag das auch an meiner Pastaparty? 😂😂😂


Aber das Selfie habe ich mir natürlich noch gegönnt.


Denn da Gnü, das Weichei, am 10.10.2020, mit Handschuhen läuft, wird das Fotografieren unterwegs nicht einfach werden 😩

Und das mit dem Weichei ist dann auch das 3. Problem des heutigen Tages 😭

Kurz nach 8:00 Uhr erfolgte der Startschuss und die 66 Ultra-Läufer setzten sich 2 Stunden nach dem Start der XL-Ultras in Bewegung.

Leichter Niesel und Kalt ...

Für den Nachmittag war Sonne und Ende des Regens angemeldet. Doch das sollte der Gnü gar nicht mehr erleben. Also wenigstens nicht mehr im Rennen.

Das Feld zog sich ziemlich schnell auseinander, denn schon zu Beginn ging es den einen oder anderen Anstieg hoch und bis zum ersten VP, bei km 15, war ich ziemlich alleine. Eine Läuferin 100 Meter hinter mir und 2 Läufer kurz vor mir.

Am VP Wasser in den Faltbecher und einen Fruchtriegel in die Kippe und so machte ich mich nach der Läuferin an die Eroberung des Bilstein.

Aber was war das?

Als ich so in mich hinein hört, hörte ich was von: "mir ist kalt" und "ich habe keine Lust".
Was war denn hier los?

Komm, Gnü. Das geht gleich wieder.


Ich versuchte mir schöne Gedanke einzureden. Das ich schließlich auf dem Jakobsweg unterwegs sei und unser Haus an selbigem steht.

Aber irgendwie blieb dieses schöne Gefühl heute aus 😩

Auch der tolle Waldweg und der sich in den Bäumen verfangene Nebel konnte mich nicht aufmuntern.


Ich sah an meinem Handgelenk mein TeneriffaBlueTrail-Buff und musste an den Nebel nach dem VP Recibo Quemado denken und das Moos, was so gespenstig von den Bäumen hing ...
Ich will zurück.
Ich will auf Teneriffa sein.
Die Wärme spüren, die den Schweiß verdunsten lässt und deine Klamotten auf der Haut trocknet.
ich will ..

aufhören 😱

In dieser Träumereien passiert´s: wieder passe ich nicht auf und platsch; wieder traf mein Ballen einen spitzen Stein.
Der Schmerz schoss hoch bis ins Knie.

Pass doch auf!

Doch statt meinem Rat zu folgen; gleich nochmal und nochmal.
Gnü!!! Bist du Bescheuert? 😠

Jetzt geht das Kopfkino endgültig los:
noch 50 km.

soll ich es wagen?

Oder doch lieber am nächsten VP raus?

Der ist beim Hoherodeskopf. Noch ca. 4 km.

Die Klamotten triefen vor Nässe.

Die Hände sind eiskalt, trotz der Handschuhe die ich wegen der Nässe inzwischen auch schon ausgezogen hatte.

Der Kopf ist so was von ganz weit weg, heute 70 km laufen zu wollen.

Nee. Schluss. Raus. Ende.

An der Straßen steht eine Frau und achtet auf den Verkehr, wenn wir die Straße kreuzen wollen.

Ich frage Sie, ob eine Möglichkeit besteht abgeholt zu werden, oder erst am VP?
Sie klemmt sich sofort ans Telefon und fragt nach.

In heimatlichem Akzent meint sie, ich solle mich ins Auto setzen, es sei schließlich kalt.
Nein, meine ich, ich bin klatsch nass. Das müsse nicht sein. Sie bestand aber so sehr drauf, das kein Widerwort galt 😍

So sind se, de Ossis 💖

Keine 5 Minuten später war die Bergwacht vor Ort, der Gnü im Auto und winkend verabschiedete ich mich von der lieben Seele und Ihrer nassen Jacke, die ich als Sitzauflage nutzen durfte.

Keine 6 km später wieder in Schotten.

Ich meldete mich noch ganz brav beim Rennleiter ab und trottete zum Hotel Henry.

Tja. So schnell kann ein lange erhofftes Rennen vorbei sein und was noch viel schlimmer ist: ich bin noch nicht einmal sauer. Weder auf mich, noch auf´s Wetter, noch auf den doofen Stein, der da so bekloppt im Weg rumliegen musste.

Nur verwundert, wie schnell man die Motivation verlieren kann. 

Aber natürlich war es die beste Entscheidung auszusteigen, anstatt sich irgendwie noch 50 Kilometer vorwärts bewegen zu wollen. 
Wer weiß, wie dann das Ende ausgesehen hätte. Einmal falscher Ehrgeiz auf Teneriffa haben gereicht.

Nee. gut so.

Haken dran und Basta.

Ich denke, ich werde meine Wettkampfplanung mehr mit den Jahreszeiten abstimmen müssen.
Bisher waren für mich alle Sachen nach dem Oktober passe. Doch nun werde ich wohl das sogenannte off season schon mit Beginn des Oktober starten.
Du Weichei du!!!

Und?

Ist mir auch wurschd.

Denn noch so eine Startnummer mag ich nicht an die Wand hängen.


Auch wenn man eigentlich im Herbst sehr schöne Bilder machen kann 😍


Also werde ich dann mal bisschen Pausieren, das Füsschen schonen und schließlich habe ich in der kommenden Woche schon ein Projekt:

Renovieren des neuen Büros 😉

Ich Danke euch für´s Lesen meines Blog, die vielen lieben Worte, die mich erreicht haben und kann euch versichern, dass mein Mantra: "Aufgeben kannst du bei der Post" nicht auf Biegen und Brechen umgesetzt werden darf!

Mit sportlichen Grüßen

Euer Gnü aus Zü

Donnerstag, 3. September 2020

die offene Rechnung ...

oder
Ich hab noch einen Koffer in Berlin auf dem Teide 😏



Pläne machen und Vorsätze fassen bringt viele gute Empfindungen mit sich.

Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph, Philologe und Schriftsteller


Gute Vorsätze und Pläne sind wichtig.
Für mich auf jeden Fall.

Und noch was:
Etwas abzuhaken.
Auch das ist für mich wichtig.
Etwas als erledigt betrachten.

Dazu hat mich auch das Buch von Max Leonard "Laterne Rouge - Der letzte Mann der Tour de France" bestärkt.

Zitat aus dem Kapitel "Epilog" Seite 283:

"Du kannst es für deine Selbstachtung, für deine Mannschaftskameraden, für deinen DS (Directeur sportif), für deine Frau und deine Familie tun.
Wichtig ist, dass du es tust."

Ich habe die Bilder im Kopf nicht vergessen (können), wie ich meinen Lieblingsberg ohne Finishermedaille und ohne Urkunde verlassen musste 😪



Okay.
Ich bin, mehr oder weniger, gesund von ihm runtergekommen und doch habe ich immer noch die letzten 40 km im Kopf, die mir nach dem Fehltritt im Abstieg vom VP Rambleta fehlen.

Ich konnte meinen Lieblingsmenschen überzeugen unseren Urlaub auf meiner Lieblingsinsel Teneriffa zu verbringen und ich konnte meinen Plan, mir die letzten Kilometer zu holen, in nähere Betrachtung ziehen.
Es für die Selbstachtung zu Ende bringen.
Vielleicht kann das niemand verstehen, aber es ist fast unerträglich, die letzten "paar" km nicht im Sack zu haben 😪

In vielen schlaflosen Nächten ging es mir immer wieder durch den Kopf, wie ich mit meinem Trinkrucksack und dem Outfit von damals den Weg antreten werde.

Auch ohne der Nummer "203" auf dem Bein 😪



Auch wenn kein Zieltunnel existieren wird.


Aber der BlueTrail Spirit existiert 😊


Nun war es also so weit.
Die letzten Wochen vergingen und die Meldungen des RKI und den Auswärtigen Amtes wurden aufmerksam verfolgt.

48 h vor Abflug erfolgte der Web-Checkin mit einigen Hürden, bei deren Bezwingung mich aber unser Reisebüro, das Ratio Reiseland in Baunatal sehr gut unterstütze 👍
Herzlichen Dank nochmals dafür.

Der Mitwagen war gebucht, der Parkplatz in D´dorf reserviert und es galt nur noch die letzten Stunden zu ertragen.

Doch dann ...


Ist genau das passiert ...

Der Traum vom zu Ende bringen (m)eines größten Traumes ist am 02.09.2020 um 19:37 Uhr geplatzt, als mich mein Bruder beim Abendessen über die Entscheidung des RKI und die Einstufung gesamt Spaniens inkl. der Kanaren zum Risikogebiet kalt erwischte, bevor ich die Nachrichten zu Ende lesen konnte 😱

Danach überschlugen sich natürlich die Ereignisse und alle Planung, alle Vorbereitung, alle Vorhaben sind im Ar***.

Es sollte schließlich auch für uns, meinen Lieblingsmenschen 💖 und mich, eine besondere Reise werden.
Der Lauf, mein Vorhaben, stand für mich zwar auf dem Plan, aber er war nicht der eigentliche Grund der Reise nach Teneriffa.
Der Hauptgrund war unser, um es in die Läuferwelt zu übertragen, unser gemeinsamer Einlauf in einen der schönsten und wichtigsten Zwischenstopps, VP so zu sagen: unser 25. Hochzeitstag 💕💕💕

Ja. So lange geht nun schon unser gemeinsamer Lauf über so manche Höhe und manches Tal. Gemeinsam haben wir vieles erreicht und geschafft. Ich bin sehr dankbar dafür.
Denn mich zu nehmen, wie ich bin, ist sicher nicht einfach und man braucht an manchem Tag bestimmt ein dickes Fell 😕
Danke mein Schatz, dass du mich erträgst 😘

Aber auch diese Planungen zu unserem besonderen Tag kann ich nun vorerst ad acta legen und wir werden sehen, was wir spontan mit unserem Urlaub anfangen.
Ich hoffe doch sehr und gehe fest davon aus, dass unser Reisebüro uns auch hier unterstützen kann und wir eine schöne Alternative finden.
Wenn auch nicht am Berg meiner schlaflosen Nächte, dafür in der Hauptsache mit meinem Lieblingsmenschen 💖

Ja. Nun ist das Geheimnis aus meinem letzten Post gelüftet und ein Traum, der seit nun genau 15 Monaten durch den Kopf geistert, muss weitergeträumt werden.

Aber auch hier ist es doch nahe liegend an eine Fügung des Schicksals zu glauben:
die Umsetzung des Vorhabens hätte fast auf den Tag genau 15 Monate nach dem Teneriffa Blue Trail stattgefunden.
Und mit einem kaputten Knie wollte ich dieses Mal nicht die Heimreise antreten 😉

Ich Danke allen die meinem Blog folgen und lesen, allen deren tröstenden Worte mich erreichten und hoffe irgendwann den Koffer Heim zu holen 😔

Bis dahin verbleibe ich mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü, nach einer weiteren schlaflosen Nacht 😵