Sonntag, 12. Oktober 2014

große Ereignisse ...

werfen ihre Schatten voraus :-)

Seit Februar läuft bei Google+ die Veranstaltungsmeldung bei
Running / Laufen zum Jahrhundertlauf am Edersee.
Vor 2 Wochen wurde diese von offizieller Seite ja bekanntermaßen abgesagt und wir haben uns entschlossen trotzdem zu laufen.

Und nicht nur das. Nein! Wir werden einen Spendenlauf zu Gunsten von Ärzte ohne Grenzen daraus machen. Jawoll, ja!
Wir werden unser nicht abgebuchtes Startgeld, und jeder wie er mag noch was dazu, an den Verein spenden. Und auch unsere Zielgaststätte, die Strandoase in Rehbach, von Familie Zimmermann hat eine Spende angemeldet.

Das ist eine ganz tolle Entwicklung und macht mich im nun 2 Jahr der Communinty schon etwas Stolz.
Nicht nur, das wir als Gemeinschaft jedes unserer Mitglieder und seine erreichten Ziele bewerten und zu neuen Leistungen motivieren, auch diese Aktion zeigt, das soziale Netzwerke mehr sind, als nur oberflächlich.


In diesen 2 Jahren, am 07.12. haben wir übrigens Geburtstag, haben wir einen unglaublichen Zuwachs an Mitgliedern jeder Leistungsklasse erleben dürfen. Und wenn ich zurückdenke, an den Anfang, als ich von Thomas gefragt wurde, ob ich ihn etwas unterstützen könne, hätte ich das nie erwartet.
Ich möchte an dieser Stelle mal meinen Dank loswerden: an die vielen fleißigen Kommentatoren und Plusser, die diese Com am Leben halten, auch wenn ich selbst, und meine Mitmoderatoren, mal nicht dazu kommen. Wir beobachten euch :-)

So vergingen also die letzten beiden Wochen mit der Planung des Jahrhunderspendenlauf am Edersee und in 7 Tagen werden wir alle glücklich und zufrieden um diese Zeit in der Strandoase sitzen und uns verwöhnen lassen. Jeder mit einem erreichten Ziel, in seinen Möglichkeiten. Denn auch dann wird das Motto lauten: "Gemeinsam los, gemeinsam an".

Wer von meinen Lesern möchte kann unter folgendem Stichwort auf das folgende Konto eine kleine Spende einzahlen und somit Ärzte ohne Grenzen unterstützen im Kampf gegen Armut, Krankheit und Obdachlosigkeit:

Stichwort: Jahrhundertspendenlauf Edersee
IBAN: DE72 3702 0500 0009 7097 00
BIC: BFSWDE33XXX


(Bitte aber erst ab Sonnabend, den 18.10.2014, da wir noch auf die Rückmeldung des Vereins warten)

Gelaufen bin ich natürlich auch, denn Ziele muss man haben und der Weg dahin ist nicht immer einfach.

Vor 2 Wochen startet dann schon mal ein erster Lauf mit der Stirnlampe.



Ich hatte fast vergessen, wie es ist, mit eingeschränktem Sehfeld durch die Dunkelheit zu höppeln. Und die gefühlten tausend Augen aus dem Wald machen es nicht unbedingt unbeschwerter :-(



Aber wenn ein Elternabend ansteht, lange zu arbeiten war und der Laufplan eine Lauf vorgibt, muss man eben einfallsreich sein.
So lief ich aus Bad Wildungen nach Hause, was zum Einen der Liebsten nicht unbedingt gefiel und zum Anderen den Autofahrern. Wobei letztere mir ziemlich schnuppe sind.

Was mich aber in der letzten Zeit nachdenklich macht, ist das Alt werden.
Das Laufen unter erschwerten Bedingungen mit Stirnleuchte und auch das häufig vergebliche Öffnen von Verpackungen.
Nun sind wir noch nicht wirklich Alt, außer für den Nachwuchs :-), aber so langsam denkt man schon darüber nach, wenn die Augen auch ohne Stirnlampe nur noch einen Kreis sehen oder die Finger diese dämlichen Zipfel an der Käseassiette nicht zu fassen bekommen und man verzweifelt wie ein verhungernder an der Verpackung rum zerrt, um sie zu guter letzt mit einem Messer zu schlachten. Da kann ich auch gleich die Kuh umbringen :-(


Ich will nicht Alt werden :-(
Und in der Woche sogar mal wieder eine schöne Rennradrunde mit meinem Freund Kai geschafft :-)

mit Kai durch den Chattengau
In Summe waren es leider etwas zu wenige km für den Weg zum Röntgenlauf2014, aber OK. Man muss auch mal Alternativen finden. So zum Beispiel Wandern zum Riesenstein mit der Liebsten.


am Riesenstein
Ohne mal auf die einzelnen Touren und Läufe einzugehen:

KW40
Im Einzelnen:
140 km Rennrad
80 km Laufen
10 km Wandern

In der vergangenen Woche stand als Highlight wie bereits berichtet der Vortrag mit Joey Kelly ganz oben auf dem Schirm; davor allerdings eine Dienstreise nach Amberg.

Montag hin und wie immer genug mit den Kollegen zu besprechen. Das ist manchmal von Vorteil, wenn man im Homeoffice arbeiten darf, hat aber auch Nachteile :-)

Am Abend, wie so häufig, Essen mit Kunden und ich habe mich schon zurück gehalten, trotzdem kam ich mal wieder nicht zur Ruhe und so stand ich 4:40 Uhr vorm Hotel und absolvierte meine Trainingsrunde in wunderbarem Nebel und Dunkelheit.
Nach 1:28 h hatte ich meine 16 km abgehöppelt und saß frisch geschniekelt und gebügelt und happy am Frühstückstisch in Vorfreude auf den Vortrag am Abend.


Joey und ich
Hier noch mal vielen lieben Dank für eure Kommentare auf den Post von gestern :-)
Nein, Joey wollte kein Autogramm von mir. Wobei. Vielleicht hätte ich einfach mal fragen sollen, vielleicht hat er sich´s ja nicht getraut :-))

Den Rest der Woche verbrachte ich zum Einen wie Eingangs erwähnt mit der Vorbereitung auf unseren Spendenlauf, Arbeiten und Lauftraining für den Röntgenlauf2014. Wobei die Reihenfolge NICHTS zu sagen hat :-)

Wie das dann aber immer wieder vorkommt, verlief der Lauf am Sonnabend weniger Rund, als geplant und ich sehne so langsam den Röntgenlauf herbei, denn ich habe einen Punkt erreicht, an dem das Laufen etwas zäh ist und ich genau aus dem Grund den langen Lauf am heutigen Sonntag ausfallen lies.
Ja. Auch das gibt es!
Nicht nur fehlende Lust, auch ein Schmerz im rechten Knie sind Grund genug, um wieder einmal mit der Liebsten zum Edersee zu fahren und sich noch mal mit Fam. Zimmermann zum anstehenden Lauf abzustimmen. Die Duschen sind gebongt und der Raum geplant. Prima! Und leckeren Kuchen und frisch gebackene Waffeln haben wir schon mal vorgekostet :-)

Und um euch noch mal auf unser Treffen einzustimmen, hier ein paar Bilder von der heutigen Runde :-)




Die letzte Woche brachte:


KW41
Im Einzelnen:
71 km Laufen
9 km Wandern

Und weitere große Ereignisse wurden in dieser Woche geplant:
Die Läufe für das erste Halbjahr 2015 stehen fest.



Ja. Ihr lest richtig. Biel ist erst einmal für 2015 passé.

Ich werde stattdessen noch ein Jahr in der Ultradistanz Erfahrung sammeln und mit einem 6-Stunden-Lauf vor der Haustür in Rotenburg starten. Der Bilstein Ultra-Marathon ist mit 58 km und mit 1500 pos. hm sicher nicht ganz ohne.
Den Com-Lauf mit 60 km in Mecklenburg-Vorpommern wird Guido organisieren und da ist ja nun mal Teilnahme Pflicht :-)

Kassel ist natürlich ein Muss und Müritz ... Wird besser, als in 2014.

Ansonsten bleibt uns noch der Blick auf den Countdown für 2014



Das heißt in 6 Tagen werde ich ganz viele Freunde hier bei mir begrüßen dürfen und ich freue mich sehr darauf.

Bis dahin sage ich vielen Dank fürs Lesen, ich freue mich, wenn ihr wieder kommt und verbleibe 

mit sportlichen Grüßen

Euer Gnü aus Zü

Samstag, 11. Oktober 2014

Ausdauersport ist ...


  • grausam
  • leidvoll
  • schmerzhaft
  • Qual
aber auch
  • ehrlich
  • Leidenschaft
  • Stolz
  • Adrenalin
Diese Woche hatte ich die Gelegenheit mich bei einem Vortrag einzuschleichen, der von der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg und der Kasseler Bank in Bad Wildungen organisiert wurde.
Der Termin stand sofort nach Bekanntgabe in der lokalen Presse in meinem Kalender, und wer mich kennt weiß, was da steht ist Gesetz. Genau so, wie meine Kundentermine und mein Trainingsplan. Die finden auch statt und werden nicht gelöscht.

Dumm nur, wenn eine Dienstreise dazu kommt. Also neue Planung, um den Vortrag nicht zu verpassen, 14:30 Abreise aus Amberg und auf nach Bad Wildungen.

18:10 Uhr Landung und mir 2 ältere Pärchen in die Wandelhalle. Im Gespräch bekam ich heraus, dass das nur für geladene Gäste ist. Upps. Und nun? Egal, denke ich, mal sehen.

Zeitiges Kommen sichert nicht nur gute Plätze, sondern auch die Gelegenheit dem Moderator und Redner Joey Kelly persönlich die Hand zuschütteln.
Selfie und Autogramm in sein Buch sind selbstredend :-)

Joey und ich
Nun meinten einige in der Com, ob ich auch wenigstens Joey ein Autogramm gegeben habe :-) Danke! Ihr seid so lieb :-)

Aber Herr Kelly hatte sogar vergessen, dass er hier durchgelaufen ist. Sogar durch Züschen ist er gekommen, bei seinem Deutschland-Lauf. Na wenigstens konnte er dann meinen Hinweis in seinem Vortrag noch mal verwerten :-(
Ach, und den Edersee-Ultra, den es mal gegeben hat, hat er dann auch erwähnt, als er die Route im Buch sah. Wenn man so viel rum kommt, vergisst man schon mal die Provinz :-(

mit Signatur :-)
Und Gnü aus Zü war wahrscheinlich auch zu sehr genuschelt :-(
Aber ich habe eine persönliche Widmung.
PS: die erste in meinem Leben :-)

Egal.
Nach der üblichen Beweihräucherung der Organisatoren startete dann endlich der Vortrag.

In Anlehnung an das Buch ging es um das Laufen, das Aufwachsen in der Kelly Family unter der Leitung des strengen Vaters und dem einen Ziel: die Familie zu ernähren und ein einigermaßen freies und selbstbestimmtes Leben zu führen.

Hunger, Geldmangel, Ignoranz ...
Formen Menschen. Machen dich stark, oder lassen dich zerbrechen.

Man muss kein Fan der Kellys sein. Aber der Wille und die Leidenschaft, die die Familie zu dem gemacht haben, was sie waren, eine erfolgreiche Großfamilie die vor 50.00 Menschen Konzerte gab, mit den Großen der Musikszene auf einer Bühne stand, Millionen von Platten verkaufte, dass ist es, was mich fasziniert und letztlich auch zum Kauf des Buches bewegte und zum Vortrag zu gehen.

Ich will hier nicht auf die "tollen" und "erfolgreichen" Wettkämpfe eingehen. Auch spielte bestimmt nicht immer nur die Leidenschaft eine Rolle. Solche Unternehmungen sind auch Verpflichtungen gegenüber Sponsoren, der Öffentlichkeit, dem Marketing.

Geschafft hat er es doch und ganz besonders wichtig fand ich die Botschaft aus dem Vortrag:

  • Disziplin
  • Fleiß
  • Wille
  • Leidenschaft
Genau das ist es, was uns Ausdauersportler auszeichnet. Und damit sind wir wieder am Anfang des Posts angekommen.

Wenn du nicht leiden willst, wirst du nie nach 42 km ins Ziel laufen. Geschweige denn darüber hinaus.
Wenn du Schmerzen nicht ertragen willst, eben so wenig. Hast du keinen Willen, Schmerz und Leiden zu ertragen, dich zu Quälen, brauchst du die Disziplin gar nicht erst an den Tag legen. Denn es funktioniert nur zusammen.

Alle diese Eigenschaften bringen dich zum Ziel, oder ihm wenigstens ein Stück näher.

Oder glaubt hier einer, mir tut nichts weh? Oh doch. Nach 20 km werden die Beine immer schwer. Wer anderes behauptet ist wohl eher überirdisch ...

Hier der Artikel in der lokalen Presse.

Entgegen meiner sonstigen Beiträge wollte ich einfach mal die eine wichtige Botschaft rüber bringen. Vielleicht sind wir deshalb anders, als andere. Vielleicht sind wir deshalb Morgens im Dunkel schon, oder Abends noch, mit der Stirnlampe unterwegs, sodass andere denken, was quält der/die sich.

Ein bisschen Qual, ein bisschen Leidenschaft, ein bisschen das Warten auf den nächsten Adrenalinschub, wenn du im Ziel angekommen bist, dir die Tränen unweigerlich in die Augen schießen.

Genau das ist es, auf was ich mich so freue. In 2 Wochen werde ich genau dies wieder spüren. Und ich freue mich drauf, wenn ich die 63,3 km in Remscheid geschafft haben werde und das Fazit ziehen kann: 

  • Disziplin
  • Fleiß
  • Wille
  • Leidenschaft

Das hat dich hier her gebracht und ich werde es wieder tun. Fleißig darauf hin trainieren, ein bisschen verbissen, ein bisschen bemitleidet, ein bisschen missverstanden.

Tut es! ihr werdet sehen, es lohn. Denn:

Wer sich bewegt, bewegt was!

Mit sportlichen Grüßen

Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 28. September 2014

ein See, ein Lauf und kein Konzept ...

Sonnabend startet mit eine Meldung, die mir den Atem stocken lässt und das Blut im Leib gefrieren.

+Michael Kloß meldet von der Homepage des Jahrhundertlaufes



Was nun?
Aus der Community haben sich 17 Läufer angemeldet. Was sollen wir tun? Laufen wir trotzdem?
Nach der Schrecksekunde sofort ein einstimmiges JA!

Also schnell das Orga-Mäntelchen übergeworfen und nen Plan geschmiedet.

Com-Come-Together stand ja schon fest. Tisch ist reserviert, die Hotelzimmer auch.
Anruf in der Strandoase am Edersee und 26 Personen angemeldet. Herr Zimmermann bringt dann gleich die Idee eines Spendenlaufes und dem Willen, einen Beitrag zu leisten. 
Topp! Und schon den Raum für das gemütliche Beisammensein bestätigt und sogar kostenloses Duschen für die Läufer dazu. Superherzlichen Dank :-)

Inzwischen geht die Planung für einen Spendenlauf weiter und alle der gemeldeten Läufer sind Feuer und Flamme. Ich danke euch dafür, von ganzem Herzen.

Die Strecke habe ich dann am heutigen Sonntag, der ein so besonderer ist, gleich mal abgelaufen.
Berlin meldet am Morgen neuen Weltrekord mit 2:02:57 h für die 42,195 km. Unglaublich und die Frage, die bleibt, wann fällt die 2:00-h-Marke?

Zurück zu uns.
Es ist schon erbärmlich!
100 Jahre Edersee und das, für das Frühjahr angemeldete Rennen, auf den Herbst verschoben. Dann Absage. Was ist das für ein Marketing.
Leute mal ganz ehrlich!


Wir haben eine tolle Landschaft, eine gute Infrastruktur, Parkplätze zu humanen Preisen, Wildpark, Kletterwald, Gastronomie. Radwegenetz aus dem Chattengau, ja sogar von der Nordsee aus könnte man bis an den Edersee radel, komplett auf Radwegen.
Die Weser abwärts, an die Fulda bis Hann. Münden. Durch Kassel an die Edermündung bei Guxhagen und dann der Eder folgend bis zum Edersee.
Aber das Marketing ist ne Katastrophe. Sorry. 100 Jahre Edersee und es fällt euch nichts weiter ein, wie der ganze übliche Qatsch, der schon sonst stattfindet: Wochenmarkt, Trödelmakt ...

Einen Ultra hat es am Edersee schon gegeben. 75 km in einer der waldreichsten Gegenden Deutschlands. Mit ein wenig Planung schaffe ich den auf 100 km auszubauen und das ohne eine Straße sperren zu müssen. Ihr bekommt es nicht hin.

Was meldet stattdessen der Veranstalter? Jahrhundertlauf im nächsten Jahr. Was ein Quatsch. Der Edersee wird nur einmal 100.

So. Genug Dampf abgelassen. Ich werde mir für nächstes Jahr was ganz Großes einfallen lassen und euch zeigen, wie man ein Event plant! Versprochen!

Immerhin habe ich es bereits zum 2. Mal geschafft über 10 Läufer aus der gesamten Republik an den Edersee zu holen, mit entsprechender Übernachtung in Fritzlar und geldausgeben in Gastronomie und Gewerbe. 

Aber diese Woche ist natürlich auch noch anderes passiert.

Montag habe ich den Lauf vom Dienstag vorgezogen und den Haustrail in Anbetracht des Röntenlaufes in Remscheid gequält.
Oder er mich :-)

Montagsrunde

Die komplette Runde gibt es hier. 

Dienstag fiel das Laufen wegen Dienstreise nach Amberg aus. Dafür Hardcoreautofahren mit 720 km  :-(((

Mittwoch dachte ich dann doch, man könnte die Gunst der Stunde nutzen und zum Mittwochstraining mit den Jungs vom SRC.

Haha:


Und? Was stellt ihr fest? 
Richtig! Da steht nur ein Rad. Nämlich meins.  ;-(((

Also bin ich alleine los.

Mittwochstraining
So zog ich allein mal ne Runde über Bad Wildungen und freue mich schon auf den 07.10. Denn da werde ich in Wildungen Joey Kelly treffen, der einen Motivationsvortrag halten wird :-)

in den Kellerwald hinein
Die komplette Runde findet ihr hier.


Donnerstag wieder den Haustrail. Auch noch was dran gehangen und die 20 km vollgemacht.

Donnerstag
Die komplette Runde findet ihr hier.


Freitag bis 15:00 Uhr im Büro die Woche aufgearbeitet und der Liebsten das Rasenmähen überlassen.

Ich bin dafür mit der Tochter ins IKEA. OMG. Das ist nichts für mich und ich war froh, als wir wieder zu Hause waren.
Am Liebsten hätte ich mich noch mal im Wald ausgetobt, aber es stand Laufpause im Plan :-)

Sonnabend quälte mich die Katze miauender Weise vorm Schlafzimmerfenster und ich bin 7:00 Uhr los.
Oh. Traumhaft, wenn der Nebel im Tal hängt und die Sonne so langsam den Dunst wegschleckt.

Züschen im Tal

zwischen Geismar und Wellen
Sonnabend
Die Morgenrunde gibt es hier.

Den Rest des Tages dann mit eingangs erwähnter Laufplanung verbracht und bin heute sehr zufrieden, mit dem, was wir bis heute erreicht haben.

Sonntag voll Vorfreude vom Brötchenholen zurück und das getan, was ich nie tue. Nur genau 2 x im Jahr. 
Fernsehen beim Frühstück.

  • Ironman Frankfurt
  • Berlin-Marathon

Und der bescherte eben einen neuen Weltrekord. Irre! Tolle Leistung.

Am Mittag, da der Lauf ja so lange nicht ging mit 2:02:57 h, dann zum Sonntagsspaziergang mit der Liebsten zum Edersee und anschließendem Kaffeetrinken in die Strandoase. 
Lecker Pflaumenkuchen und Kaffee und der Heimweg ...

Wurde von mir gleich laufend zurück gelegt und die Spendenlaufstrecke inspiziert.


Spendenlaufstrecke
Die Strecke findet ihr hier.
Da wir von Fritzlar zum Edersee laufen, wird es also stetig bergauf gehen, aber sehr moderat.
Aller 5 km sind Einstiegspunkte definiert, die man gut mit dem Auto erreichen kann und es auch kostenlose Parkmöglichkeiten gibt.

Wer die Strecke gern auf Handy als GPS-Daten laden möchte findet sie hier.
Da die Zeit wie im Flug vergeht, muss ich ja auch mal wieder ein paar km mehr abspulen für den Röntgenlauf in Remscheid.



In Summe waren es in dieser Woche somit 85 gelaufene km und 45 geradelte.

Das solls mal für diese Woche gewesen sein und ich danke euch wie immer fürs lesen und die Unterstützung bei meinen Zielen und Vorhaben. 
Dann freue ich mich riesig auf unser Treffen in 3 Wochen und verbleibe

mit sportlichen Grüßen

Euer Gnü aus Zü

und immer dran denken:
Wer sich bewegt, bewegt was!

Sonntag, 21. September 2014

Chancen nutzen ...

Wie oft sagst du dir "morgen"?

Und dann? Morgen. Morgen.
Dann ist die Chance vertan und jemanden, den du besuchen hättest sollen, ist nicht mehr da. Weg. Ausgeschieden. Endboss.

Vor 15 Jahren ging meine Mutter. Wir fern. Beim Bund. Eines Morgens wurde in der Flugplanung ein Flugbegleiter für einen Generalsflug nach Dresden gesucht.
Flug von Fritzlar über Leipzig, General und Adjutant einladen und zu ner Tagung nach Dresden. Eventuell Übernachtung und dann muss ein Bordtechniker die Maschine morgens kontrollieren.
Topp. Eine Chance meine Mutter im Krankenhaus zu besuchen. Landung in Dresden und die Kollegen der Polizei haben mich auch noch unter Amtshilfe ins Krankenhaus gefahren.
Das Gesicht meiner Mutter im Krankenbett und den Stolz, ihren Sohn in Fliegerkombi :-)
4 Wochen später eingeschlafen.

Nächste Chance habe ich vertan. 2008 So kurz vor Troisdorf und meine Oma nicht besucht. Termine, Termine. Freitags war sie eingeschlafen :-(

2 Wochen später meine Tante :-(

Die vergangene Woche war eine Woche voller Chancen und der Frage, Welche soll ich ergreifen?
Ich bekam die Chance bei einem Kunden einen kleinen Messestand mit Produkten unserer Firma aufzustellen, welche ich natürlich nutze, denn im Sauerland ist das Gro meiner Kunden zu Hause.
Übernachten in Dortmund und die Entscheidung welche Chance als Nächstes nutzen: mit einem Freund aus der Com laufen, oder meinen Onkel besuchen. An die 90 Jahre und treuer Leser meines Blog. Hin und Her entschied ich mich für den Lauf mit +Eugen Pazer 

Chancen muss du ergreifen. Nur ob es die Richtige war, das entscheidet sich erst am Ende das Tages und bis dahin ...
Gibt es hoffentlich noch viele Chancen für den Onkel!

Doch die Woche starten wir am Montag:
Die Zeit bis zum Röntgenlauf verfliegt und ich muss langsam einen Plan basteln und nutze dazu den vom Müritz-Lauf. 
Bisschen einfach, aber es blieben nur noch 6 Wochen und da der "nur" der Ausweichlauf für den Müritz-Lauf sein sollte, aber die Anmeldung steht und nun auch noch +Michael Mankus angemeldet ist, werde ich den definitiv laufen. Wie? Werden wir sehen.

Laut Plan stand für heute Regeneration, Stabi oder Alternativtraining im Plan.
Also machen wir Alternativregenrationstraining :-)
Wetter passt, Zeit passt --> Rennrad! Und was hat sich das Pferdchen gefreut :-)
Endlich mal wieder raus aus dem dunklen Keller und ab in den Chattengau.

Blich in den Chattengau zum Hessenturm

Ach war das schön. Richtung Altendorf, weiter nach Balhorn und dann am Rande des Habichtswaldes immer wieder den Habichtswaldsteig vom 20.06. im Kopf. "Nur" 40 km geschafft, allerdings mit über 1300 pos. hm. Den hole ich mir noch mal :-)
Jemand dabei??? :-)

Montagsrunde durch den Chattengau
Die komplette Runde findet ihr hier.

Dienstag:
stand Lauftraining auf dem Plan. Schwellenlauf oder Fahrtspiele. Upps. OK. Ab in den Wald, da gibt es genug Chancen auf Tempowechsel. Und dafür war die Runde über Lohne, Ringwall und anschließend noch den Riesenstein perfekt :-)

Vorm Start konnte ich allerdings in unserem Garten dies Foto schießen:

Taubenschwänzen
Da ich fast geneigt war an einen Kolibri zu glauben, teilte ich das Bild mal schnell und prompt habe ich wieder was dazu gelernt. Danke an alle :-)
Hier der Link zum Nabu und deren Erklärung zum Taubenschwänzen.

Im Wald ging das dann so weiter, dass mir folgendes einfiel:

Germany´s next Top Wood Modell

Ich traf so viele Schönheiten im Wald, und die wollten alle vor die Linse, auch wenn die durch die Läufe in der Bauchtasche stark gelitten hat.

was guckst du?

Oh Man, Angst ... Hau ab!
Inzwischen habe ich den Mittelrahmen mit der Kameralinse vom Handy gewechselt und die Bilder sind wieder gestochen scharf :-)

Weiter ging es hoch zum Riesenstein zwischen Heimarshausen und Altendorf.
Ich nutze die nächste Chance auf ein paar schöne Bilder und die Stille im Wald. Das Wetter war aber auch phantastisch zum Verweilen und den Geräuschen des Waldes zu lauschen.

Riesenstein
Naja, und weil man auch mal nach Hause muss ...

Dienstagsrunde
19 km mit knapp 500 pos. hm sind es geworden. Das sind schon mal die Hälfte der Höhenmeter die mich auf den 63 km in Remscheid erwarten. Wird also ...
Die Runde in allen Details findet ihr hier.

Mittwoch:
Stand, wie Eingangs erwähnt, im Zeichen einer Reise nach Lüdenscheid und Aufbau des Messetandes.

Ich bin bereit
Geplant war ein Lauf am Abend mit meinem Kollegen. Auf Grund der Uhrzeit hatte er aber keinen Bock mehr :-(
Siehste! Genau das unterscheidet uns eben von den Anderen. Man kann auch auf das Essen verzichten, oder später essen, oder weniger, aber aufs Laufen ...
Na gut. Ich willigte ein und wir genossen den Abend beim Spanier und einem sehr leckeren Tapas-Teller.
Der Abend war gelungen und im Garten saß es sich wunderbar unter dem Kastanienbaum. Nur gefährlich war es :-)

es wurde scharf geschossen
Donnerstag:

Messestart 9:30 Uhr und leider viel zu wenig los.
Dafür aber am Abend die Verabredung mit Eugen auf dem Schirm und nach ängstlichen Blicken auf die Uhr und froh die Laufkiste im Auto abgestellt zu haben, war ich pünklich 18:20 Uhr am vereinbarten Treffpunkt in Industriegebiet Phönix.

Ich bin in der Vergangenheit ja bereits mehrmals hier durch gelaufen, wenn ich in Dortmund übernachtet hatte, doch heute war es was besonderes. Denn Eugen ist ein noch recht neues Mitglied unserer Community und doch sehr erfolgreich bei seinen Wettkämpfen.

Und pünktlich zum Ende des Messetages fing es an zu regnen. So konnten wir die erste 1/2 Stunde zum Quasseln über die Com, unser Treffen zum Jahrhundertlauf und dies und das nutzen. Wie das immer so ist ...

Dann brachen wir trotz des Regens auf und machten uns auf den Weg, eine Runde um den neu entstandenen Phönix-See zu laufen.
Das Wetter war fürn Ar..., denn gern hätte ich den Lauf mit ein paar Bildern kommentiert.
Mitten in Dortmund, der immerhin drittgrößten Stadt in NRW, hat sich eine echte Oase des Luxus angesiedelt. Um eine Dreckgrube und eine bis dahin hässlichsten Gegenden wurden tolle Grundstücke erschlossen und der See in der Mitte bieten ein Urlaubsflair, dass seines Gleichen sucht.
Segelbote und Stege, Lauf- und Radwege laden regelrecht zum Seelebaumelnlassen ein.

Wenigsten gab es am Ende ein kurzes Regenloch für ein Bild mit Eugen :-)

Lauf in Dortmund
Donnerstagslauf in Dortmund
Die gesamte, leider zu kurze Runde, findet ihr hier.

Freitag:
Abbau und Abreise aus Lüdenscheid. Vollsperrung durch Überflutung, Regen, Feierabendverkehr :-(
Laufen?
Gern aber wieder ausgefallen :-(

Sonnabend:
letzter Wettkampf. 
Im vergangenen Jahr bin ich zum ersten Mal beim Ederauenlauf in Bergheim gestartet. Flachste und schnellste Strecke, die man in Nordhessen für einen 10k- oder Halbmarathon findet. 
Und in 2013 war ich so verpeilt, dass ich nach dem Lauf nach Hause fuhr und die Siegerehrung mit dem 2. Platz verpasst hatte. Depp.
Aber heute malte ich mir gute Chancen aus, auch wenn das Training diese Woche für die Füße war.

Vormittags Einkaufen und dies und das und nach dem Kaffeetrinken mit der besseren Hälfte und Tochter brach Papilein mal wieder auf.
15 Minuten Fahrt, 4 € Startgeld ...
Da wäre ich doch blöd, wenn ich das nicht nutzen würde.

Angekommen, Parkplatz sehr leer, wenig im Startbereich :-(
Was hier denn los? Auflösung kam nach dem Lauf: In Kassel fand der 25. Kasseler-Herkules Berglauf statt. Mist. Schade für das Rennen heute und Schade für mich. Denn den hätte ich auch gern gelaufen.

Man kann nicht alles haben, denke ich und merke mir das mal für 2015.

Nach der Anmeldung und dem Einlaufe verzögerte sich leider der Start der Halbmarathonis und unserer somit ebenfalls um 15 Minuten.

Irgendwann, nachdem wir wieder schön ausgekühlt waren, stellten wir uns auf, kurze Einweisung und der Startschuss fiel.

3/4 Runde über den Platz, den ich für meine Intervalleinheiten nutzte und ab auf den Radweg in Richtung Wega.
Erstaunlicher Weise blieb das sonst übliche Zick-Zack-Laufen aus und ich ging auf Position 4 auf die Strecke.
Bei km 1,5 wurde ich von hinten eingesammelt. Ein riesen Kerl, Typ Guido, überholte mich mit riesigen Schritten und ich versuchte dran zu bleiben an dem 3er Team und den Windschatten zu nutzen. Bis km 2,5 war das auch ok. Dann wurden die immer langsamer.
Mein Ziel für heute war die 40 in der Zielzeit zu schnappen und damit hieß die Ø-Pace 4:05 min/km Minimum! 
4:12; 4:13 waren zu wenig. Also vorbei und nach meinem Ziel streben.

Die Strecke verläuft auf dem Ederradweg in Richtung Wega. In Anraff geht es über die Eder und nach 2,5 km geht es auf dem Feldweg weiter.
Hier konnte ich meine Trainingserfolge voll ausspielen: Wiese, unebener Untergrund, nichts für Asphalt-Marathonis :-)
Als Schuh hatte ich den Brooks PureDrift2 gewählt und die flachen Flundern liefen gut, sehr gut :-)

Das 10er Feld zog sich auseinander und die ersten Halbmarathonis wurden eingesammelt. Bei km 5,5 hatten wir den Feldweg geschafft und den 1. Wasserpunkt erreicht. Den lies ich mit Blick auf die Zielzeit im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und machte mich auf die letzten 4,5 km Asphalt.

Oha, die Flundern erfordern echte Fußarbeit. Schön auf dem Ballen und nicht so platschen lassen! Der Puls ging inzwischen auch höher und es hieß durchbeißen.

Bei km 8 dann das Oberpech für den Kollegen vor mir. Läufer 1 und 2 hatten uns bei km 2 einfach stehen lassen und waren schon lange außer Sichtweite. Vor mir einer in meinem Alter und vor ihm noch einer, der den Abstand zu uns immer weiter ausbauen konnte. Und genau der verpasste bei km 8 die Streckenführung und musste stehen bleiben, um uns nach dem Weg zu fragen. Das war bitter und er tat mir so leid.
Na ja. Er nahm wieder Fahrt auf und ließ uns ganz schön alt aussehen. Waren wir auch, im Vergleich zu ihm. Wie sich im Ziel herausstellte AK30. Alter. Na dann ...

Wir kamen in den Sportplatzbereich und die letzte 1/2 Runde brach an. Der Kollege vor mir hatte es ca. 70 Meter vor mir geschafft und ich verpasste den Knopfdruck :-(
Shit. Meine Uhr zeigte 42:51. Nach Nachfrage bei meinem Vorgänger müsste es so bei 41:30-40 landen.
Ohha. Das hieß abwarten, denn ich war auf Platz 5 in der Gesamtwertung eingelaufen und der vor mir war in der AK45, wie ich. Spannung! Podest?

Ederauenlauf
Schuhe aus und über den Platz Barfuß auslaufen und ab in die Dusche. Schön leer und schön neu kam ich geschniekelt und gebügelt zurück und wartete auf den Aushang der Ergebnislisten. Und?
Juhu!!!

Platz 3 in der AK45.


Die kompletten Wettkampfdaten findet ihr hier.

Damit ist jetzt auch Schluss mit den Läufen auf der Kurzdistanz und der Fokus wird jetzt auf den Röntgenlauf in 5 Wochen gerichtet.

Sonntag:
sollte laut Trainingsplan mal ein 40er gelaufen werden. Aber die Flundern vom Ederauenlauf forderten ihren Tribut und die Waden riefen NEIN! Tu uns das nicht an.
Ich gab nach und machte mich wenigstens auf, eine Fritzlarer-Runde zu laufen. 16-18 km sollten auch ok sein.

So machte ich mich denn auf den Weg und lief schön in den Nieselregen hinein, welcher für wunderschönen Nebel in den Tälern sorgte.

Blick ins Elbetal

Richtung Züschen
Und dann ...
kam mir kurz vor der Papiermühle Günter entgegen. Was eine Überraschung. Gemeinsam liefen wir noch mal zurück bis zum Ortsschild Geismar, drehten um und liefen zusammen nach Züschen. Kurzweilig, denn zu erzählen gibt es ja eh genug :-)

Sonntagslauf
Die Sonntagsrunde findet ihr hier.

Somit stehen diese Woche dann doch 120 km auf der Uhr.


Und die 65 km Rennrad vom Montag :-)

Was haben wir also von der Woche gelernt?
Chancen musst du nutzen. Denn wenn es zu spät ist, der Endboss an der Tür geklopft hat, ist es zu spät und du wirst dich ärgern, die Chance nicht genutzt zu haben.
Wie komme ich drauf? Zu viel Kopfkino beim Laufen!
Aber es ist eine gute Gelegenheit über den Sinn des Lebens, das Universum und den ganzen Rest nach zu denken. Und die Antwort auf die Frage ist nicht immer 42 :-)

42? Ist er jetzt völlig Irre? Nein!
Alle Douglas Adams Fans wissen wovon ich spreche. Aber 42 ist für uns Läufer immer eine Antwort :-)

In diesem Sinne danke ich allen für das Lesen meines Blogs, Eugen für die Zeit, die er für mich am Donnerstag geopfert hat, meinem Onkel, der mit fast 90 meinen Blog liest und am PC Briefe schreibt, ausdruckt und mir zusendet, weil das Senden der Email nicht klappt :-)
Ich wünsche mir, dass ich mit 90 noch so fit bin.

SO Danke ich euch allen, dass ihr meinem Blog so treu folgt, freue mich, wenn ihr wieder kommt und auf unser Treffen am Edersee und verbleibe mit sportlichen Grüßen

Euer Gnü aus Zü