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Sonntag, 11. Oktober 2015

kein Angst ...

nur Respekt :-)
So sagt man zu den langen Kanten und vor unbekannten Aufgaben.
Eine dieser Aufgaben stand mir noch bevor.

Und Respekt hatte ich gehörig; vor dem höchsten Berg der ehemaligen DDR und Honnis Hochposten gen Westen.
Korrektur: der höchste Berg der DDR war/ist der Fichtelberg. Danke an Alexander für den Hinweis. Erdkunde war nicht meine Stärke :-(


Fa. Horch und Guck :-))
Schnell stand für mich nach den letzten Marathons fest, dass ich auch bei noch intensiverem Training keine sub 3:00 h für die 42,195 km erreichen würde. Dafür habe ich wohl zu spät damit angefangen und zum anderen waren die letzten Male immer durch verletzungsbedingte Pausen gekrönt.
Ganz im Gegensatz zu den langen Kanten. Hier blieb ich trotz wirklich langer Trainingsumfänge im moderaten Tempo unverletzt und hatte selbst nach 60km-Umfängen keine Probleme am Folgetag wieder eine Einheit zu absolvieren. Also fiel der Schwerpunkt für die Zukunft auf Ultra-Läufe und Landschaftsmarathons.

Und natürlich sind auch die Berichte von Läufern ausschlaggebend, sich solch eine Herausforderung anzutun. Mit 1143 Meter über normal Null ist der Brocken sicherlich eine Herausforderung und für einen Herbstmarathon auch wettertechnisch mit einigem Risiko behaftet.

Eine Woche konnte ich meinen Ar... still halten nach der Müritz-Umrundung, bevor ich wieder einen Trainingsplan auskramte :-(

So verflog das eigentlich ungeplante Training wie im Flug und es kamen einige km zusammen, bevor es wieder einmal an das Tasche packen ging.
Die Statisktik meldet seit dem 01.09.2015 zur Vorbereitung auf den Brocken-Marathon:
400 km gelaufen
750 km geradelt
5000 pos. Höhenmeter.

Bereits 2 Wochen vor dem Start beobachtet ich aufmerksam die Wetterprognose und änderte fast täglich die Kleiderwahl.
In den Trainingsläufen verlagerte ich die Einheiten immer öfter auf den Haustrail, unternahm einige Läufe über 20 km mit extra vielen Höhenmetern und testete in der Klamottenwahl alles was die Kleiderkiste hergab:
Trägershirt, Funktionsshirt mit Funktionsunterhemd, Trägershirt mit Funktionsunterhemd und Ärmlingen und letztlich fiel die Wahl auf genau das letztere. Die Ärmlinge hatten zusätzlich den Vorteil, dass man sie bei Bedarf auch runterstreifen und als Schweißband nutzen konnte. Kurze Hose stand eh fest und für den Kopf die tolle Mütze vom Bilstein-Ultra.

Die letzte Woche hatte allerdings noch eine dienstliche Aufgabe in Stuttgart für mich und so musste ich die letzten Tage etwas vom eigentlichen Training und Ernährungsplan abweichen.


unser Messestand in Stuttgart auf der MOTEK
Die Eiweißdiät musste auf 2 Tage reduziert werden und das Carbo-Loading fand nur am letzten Abend statt. So konnte ich dennoch gut vorbereitet, aber mit dem gehörigen Respekt die Reise am Sonnabend nach Wernigerode antreten.

Der Wecker klingelte 4:45 und nach Power-Müsli mit Banane, Chia, Birne, Haferflocken, Soja-Reis-Milch und Hanfeiweiß machte ich mich 5:30 Uhr auf den Weg.
Nichts los und so konnte ich einen wundervollen Blick auf die "blaue Stunde" einfangen (aber nicht nachmachen!).


gen Osten :-)
Landung nach kurzer Irrfahrt, da Ausfahrt verpasst, um 7:50 Uhr in Wernigerode und den letzten Parkplatz vor der Duschmöglichkeit erhascht ;-)

Umgezogen, einen Peter (Ü70) kennen gelernt, Glück und Erfolg gewünscht, und schon war der Gnü bei 4°C auf dem Weg zum Start.
Was war ich froh in letzter Minuten die Handschuhe eingepackt zu haben :-)

+Michael Mankus war natürlich nicht ganz unschuldig an meiner Anmeldung, ist er doch schließlich des öfteren hier am Brocken unterwegs und so war es fast nahe liegend ihn hier zu treffen :-)



Immer wieder toll, wenn man sich auf Veranstaltungen trifft und nach kurzen Snack waren wir auch schon am Start.
Ansprache des Veranstalters und einer Frau, deren Namen ich nicht mehr weiß, mit dem Hinweis, dass der Lauf auf dem Brocken anfängt. Und für viele würde sie Recht behalten.

Das Streckenprofil spricht für sich:


Streckenprofil Brocken-Marathon
Oh ha. Der 1. Halbmarathon führt also von Wernigerode bis Ilsenburg noch relativ flach und wird ab hier einiges abverlangen. Das hieß Kräfte einteilen und haushalten.
Michael meinte was von 4:30/km und dann mal sehen was geht und ich meinte nur: Viel Spaß, man sieht sich im Ziel :-( Denn das würde ich nicht packen. Respekt, wie eingangs geschrieben :-)

Die Veranstalter ließen uns durch Cheerleader etwas aufheizen und regten zur Standaerobic an. Nach dem Startschuss setzte sich die Meute von 688 Läufern und Läuferinnen in Bewegung.



Wie so oft sind auch hier genug dabei, die sich freundlicherweise gaaaanz vorn Positionieren, um bereits auf den ersten km von hinten überholt zu werden.
Man kennt das schon und so braucht man sich nicht großartig umstellen :-)))

Im Zick Zack und mit Anmeldung überholte ich einige und hatte den Eindruck relativ weit vorn zu sein. Wie sich am Ende herausstellte, waren die Toppläufer aber 1. einige mehr und 2. schon weit weg :-(

Bis Ilsenburg hatte ich mir eine gute Position im Feld erarbeitet und lief sehr frei und einsam gen Aufstieg.
Bei km 9 kam der 1. VP und ich fummelte das 1. Gel aus dem Rucksack. Wasser gegriffen und fast wäre es auf der Zunge gefroren :-(
Zum Glück hatte ich die Trinkblase gefüllt und machte mich somit von den VPs unabhängig und konnte verpflegungstechnisch frei agieren.

Die Straße wurde zur Waldautobahn und wir machten uns an den Aufstieg zum Brocken, der mit 7,9 km ausgeschildert war.

Doch die umliegenden Höhen hauchten mir mehr Respekt ein, als ich anfangs eingestehen wollte. 8 km Aufstieg habe ich des Öfteren am Edersee zum Peterskopf trainiert, doch hier wusste ich, dass es mehr und steiler werden würde. Nur wie viel sollte ich erst einiges später erfahren.


Nebelverhangen
Entlang der Ilse kämpften wir uns nach oben. Ich konnte es nicht lassen und musste die Kamera zücken, denn zu schön war der zur Rechten fließende Bach.


an der Ilse entlang 
Wir hatten bis hier das Glück einige der Wanderer zu überholen, die uns natürlich mit Applaus und Aufmunterungen bedachten und es somit relativ kurzweilig war. Allerdings wurden derer immer weniger und um so höher man kam um so einsamer wurde es.


der Gipfel in Sicht :-)
Immer weiter nach oben ging der nicht enden wollende Weg. Aber er wurde für mich immer schöner. Wir erreichten endlich das, was ich am meisten mag: Singletrails:




Nach weiteren 9 km hatten wir die berüchtigte Panzerstraße erreicht und an Laufen war bei mir nicht mehr zu denken.
Ich musste immer wieder ins Gehen verfallen, weil es zum einen zu Steil und zum anderen unmöglich war zu laufen, auf diesen Betonplatten :-(

Dafür hatten wir so was von Glück mit dem Wetter. Es wurde zwar immer kälter und ich denke, dass wir gefühlt bei -5°C angekommen waren. 
Meine Lippen waren bereits taub und antworten war nicht möglich, als mich einer auf die Aussicht ansprach. Sorry :-(

Aber wenn man schon gehen muss, kann man auch Bilder machen, dachte ich und fingerte mit steifen Fingern das Handy aus dem Rucksack.


auf der Panzerstraße
Oh man. Was haben die an Beton hier aufgefahren :-(
Die Fernsicht war dafür einmalig und ich war gar nicht so böse hier von den Wegebeschaffenheiten ausgebremst zu werden.


Blick auf die Eckertalsperre
Es gab immer wieder welche, die genug Kraft oder Kondition hatten mich hier zu überholen. Aber ich muss gestehen, ich habe mich kampflos ergeben und fand das mal ausnahmsweise überhaupt nicht schlimm. Ich musste unweigerlich an mein Kennenlernen von +Michael Kloß denken :-)
2014 trafen wir uns das erste Mal beim Kyffhäuser-Marathon. Auch hier konnte ich nicht anders und musste auf dem Gipfel einfach das Handy zücken. Heute noch berichtet Michael davon :-)

Dann war der Gipfel des Brocken endlich erreicht.
oben
Ja. Was soll ich sagen? Der Gesichtsausdruck spricht für sich!
Ich war echt am Arsch. Sorry. Aber das war mit Abstand der härteste Halbmarathon, ever! Gerade noch knapp unter der magischen 2h-Grenze und schon flog ich am Gipfelstein vorbei und machte mich auf den Abstieg. 
Die Kälte auf dem Berg lies mich gar nicht an ein Bild denken und der Beifall der Ausflügler spornten wieder an.
Über eine für Läufer sehr undankbare Asphaltdecke ging der Weg, bis wir auf lauffreundlichen Waldboden den Wegweisern der Brockenhexe folgten.
Wobei die Hinweisschilder nicht gerade zur Motivation beitrugen. Wer will schon nach Elend? Elendlich war mir schon genug zu Mute und wie die Frau am Start schon sagte; das Rennen beginnt auf dem Berg. Downhill laufe ich ja ganz gern und auch beim Nordhessencup gibt es einige der Passagen. Doch nie über 20 km. Alter, das ist übel.

Etwas Dampf raus, denn umknicken oder anderweitig verletzten wäre weniger toll. Mit 4:30-4:10/km flog ich fast ins Tal. Doch die Gehpausen konnte ich nicht mehr kompensieren. Die Durchschnittspace pendelte bei 5:20/km ein was eine Zielzeit von unter 3:30 nicht mehr möglich machte. Ich hatte ja nicht wirklich auf ein Ziel hin trainiert; ich wollt den Lauf einfach nur finishen. Unter 4h zwar, und alles was drunter sein würde wäre einfach nur super.

Hin und wieder schaffte es einer von hinten auf mich aufzulaufen und zu überholen. Auch ein alter Bekannter vom Bilstein holte auf und zog an mir vorbei. Manchmal läufts halt :-)

Manchmal eben nicht :-(
Ich zückte ein letztes Mal das Handy, um diese Traumlandschaft einzufangen, denn wenn man schon ein Gel nimmt und in Schritt verfällt, kann man sich diese Sekunden auch noch leisten.



Wir kamen endlich aus dem Wald. Die Herbstsonne fiel auf den Rücken und taute mich auf. Die Ärmlinge waren eine gute Wahl. Endlich konnte ich sie runter streifen. Auch die Handschuhe verschwanden im Rucksack.
Und dann kam der Zeitpunkt, dass es für andere eben nicht mehr läuft :-)
Während bei ihnen der Downhill Tribut zollte, lief es für mich immer besser. Ich konnte die Pace immer weiter beschleunigen und ein paar Läufer einfangen. Ein weiterer Vorteil war, dass wir uns mit den Halbmarathonis vereinigten. Das motiviert ungemein. Und wenn dann einige hinter dir meinen: "das sieht so locke aus, bei dem" dann richtest du dich extra hoch auf und lässt es mit stolzgeschwellter Brust laufen. 
Das letzte Gel aus dem Rucksack gefischt und mit dem Inhalt des Trinkrucksackes herunter gespült. Pace angezogen und ab km 38 Vollgas.
km 38 = 4:35/km
km 39 = 4:30/km
km 40 = 4:24/km
km 41 = 4:19/km
km 42 = 3:52/km

Und dann hörst du endlich das Ziel.
Wie so oft ist es einfach endlich Zeit ins Ziel zu kommen.
Musik, Beifall, Stadionsprecher, Menschen die dir zujubeln, dein Name, Ziel, Stopp-Taste, Medaille.
Endlich. Endlich im Ziel, endlich geschafft. Stehen bleiben dürfen, Füße stillhalten. Luft holen können. Runterkommen.

Erster Blick auf die Uhr. Sub 3:40. Super




Krass :-)
3:39:22 h als offizielle Endzeit
Platz 70 gesamt 
Platz 15 AK45
Mehr als zufrieden machte ich mich im Laufschritt auf zur Schule, denn es wurde ja nicht wärmer. Schöne heiße Dusche genossen und endlich wieder die Fingerspitzen und die Lippen gespürt.

Was blieb war die Meldung an die Lieben daheim und das Einlösen der Gutscheine für die Erbsensuppe und das Bier (leider kein Alkfreies). Dafür war die Suppe sensationell und ich fühlte mich fast 25 Jahre zurück versetzt. Es war irgendwie schön. Wie früher und leider habe ich das Zusammensein bei den vielen Wettkämpfen im Westen der Republik so nie erleben können.
Hier saß alles beisammen, ob Zuschauer oder Wettkämpfer. Man stand in der Schlange an der Erbsensuppe und es regte sich niemand auf. Ossis halt. Fand ich als alter Ossi auch mal wieder schön :-)




Noch nen Apfelkuchen und nen Kaffee in den hungrigen Bauch und ich verabschiedete mich von Michael und trat die Heimreise an. Wie immer mit der Medaille um den Hals. Sieht doof aus im Auto, ist aber Cool :-))



Die Inschrift auf selbiger bestätigte es schließlich: Norddeutschlands schwerster Marathon. Und das war er mit Sicherheit. Noch nie habe ich so gekämpft auf der 1. Hälfte und so gelitten in der 2.
Das Höhenprofil spricht schließlich Bände und die 1243 gelaufen Höhenmeter besiegeln das.
Alle Details findet ihr wie immer beim Klick hier:-)
Alles in allem bin ich sehr zufrieden und habe mein Ziel erreicht.

Was bleibt ist der letzte Marathon in diesem Jahr am 1. Advent am Twistesee und den werde ich nun ganz wirklich ohne Ziel angehen. Oder? Na ja, vielleicht ...


Euch danke ich von ganzem Herzen für das Lesen meines Blog, eure Unterstützung in der Vorbereitung, eure lieben Kommentare, euer Mitfiebern und hoffe, das ihr mir und meinem Blog treu bleibt.

Bleibt gesund und vor allem dabei, denn wer sich bewegt, bewegt was!

Mit sportlichen Grüßen

Euer Gnü aus Zü

Freitag, 9. Oktober 2015

(keine) Zeit ...

keine Zeit,
immer höher, weiter, schnellerläuft das Leben an einem Vorbei. 

Morgen werden wir es anhalten.Falls wir Zeit dazu haben.

© Engelbert Schinkel

So geht es auch mir und die Zeit rinnt einfach durch die Finger. 
Am Ende des Tages bleibt mir nur festzustellen, dass noch so viel Aktivität übrig geblieben ist.

Am letzen Sonntag hat mich meine sehr verständnisvolle Frau nach unserem gemeinsamen Spaziergang um unseren geliebten Edersees unterhalb des Peterskopfes am Urwaldsteig abgesetzt, um mich auf die laufende Heimreise zu schicken.
Nach 500 Metern kommt mir eine Familie entgegen, die den Weg abwärts gehen.
Sagt der Vater, mit Kind an der Hand: "so viel Energie hätte ich auch gern!"
"Ich wünschte, ich hätte weniger!" entgegnete ich. 

In der Tat. Es ist schon fast ein Fluch. Ob ihr es glaubt oder nicht und auch wenn die Besserwisser unter meinen Lesern meinen: dann lass es doch!

Nein, so einfach ist das nicht. 

Erfolgreiche Menschen, und zu denen zähle ich mich nun mal, haben eine innere Unruhe, die sie genau zu dem machen was sie sind: ruhelose, erfolgreiche Menschen mit noch so vielen offenen Punkten am Ende des Tages :-(


Aber: ich habe auch meine Ruhepunkte gefunden:



mit meiner Frau

im Wald mit Laufschuhen :-)
am See
auf meinem Rennrad


mit Freunden
Und das alles ist mir sehr wichtig!

Gerade mit meinem Freund Michael, mit dem ich mich über die Entfernung Velbert / Züschen auf unseren Lauf an der Müritz vorbereitet habe, entstanden wundervolle Ideen der gemeinsamen Unternehmungen. 
Als wir am 01.08. die Stille auf dem Habichtswald-Steig genossen und in der Folgewoche den Neanderlandsteig durch die grünen Wälder des Ruhrgebietes abliefen, entschieden wir ganz spontan unsere lieben Frauen an dem Glück teilhaben zu lassen und legten für den 03.10. einen Wandertag auf eben dem Habichtswald-Steig fest.

Trotz eines flauen Gefühls im Magen meiner lieben Frau, sah sie doch mit gemischten Gefühlen den angekündigten 18 km entgegen, freuten wir uns sehr auf unseren Wandertag, denn die vergangenen Tage ließen auf einen prächtigen Herbsttag hoffen.


9:00 Uhr brachen wir auf und brachten den Space Shuttle zum Ziel an den nackten Mann, dem Wahrzeichen Kassels, zum Herkules.

Gemeinsam fuhren wir nach Zierenberg, wo wir uns mit Fam. Kloß für 10:00 Uhr verabredet hatten. Pünktlich auf die Minute trafen wir gemeinsam ein und nach kurzem Hallo schritten wir zur Tat.

Es war einfach ein Traum:

Das Wetter
Die Gespräche
Die Stille
Der Weg


man müsste die Zeit anschließen können :-(
Und ohne jetzt auf alle diese wundervollen Erlebnisse eingehen zu können, denn kein Wort kann das wiedergeben, möchte ich zurückkehren zum eingangs erwähnten Gedicht:
Zeit ist ein wichtiges Gut. Nutzt es!

Ich halte diesen Tag fest:

entschleunigt :-))
Denn nun ist auch schon wieder meine Pause vorbei und ich habe keine Zeit :-(

Die letzten Stunden vor meinem 3 Marathon in diesem Jahr rinnen mir durch die Finger und es bleibt noch so viel zu tun.


Und doch bin ich felsenfest davon überzeugt: Wer sich bewegt, bewegt was! 


In diesem Sinne danke ich euch für das Lesen meines Blog, freue mich natürlich über eure Kommentare und eigenen Erfahrungen und werde von meinem Marathon N°12 berichten.


Mit sportlichen Grüßen

Euer Gnü aus Zü

Montag, 7. September 2015

Respekt ...

scheint aus der Mode gekommen zu sein :-(
Es ist schon sehr auffällig, das immer weniger Respekt gegenüber den Eigentum anderer gezeigt wird. Der fehlende Respekt begegnet mir an so vielen Stellen des Alltages.

  • Flüchlingsunterkünfte werden angezündet
  • Wände beschmiert
  • Müll in die Umwelt entsorgt
  • Lauf bei Veranstaltungen behindert
  • Radfahrer abgedrängt, in Gefahrensituationen gebracht
  • in vielen täglichen Situationen
  • Ich, ich, ich


  • Ich stehe jetzt hier ...
  • Ich fahre jetzt hier ...
  • Ich gehe nicht zur Seite ...
  • Ich Grüße dich nicht ...
  • Ich bin die coolste Sau ...

Selten erlebe ich, dass geblinkt wird, Rücksicht auf Radfahrer genommen wird, Sicherheitsabstände eingehalten werden.
Es grenzt fast an versuchten Mord, was ich so alles auf dem Rad erleben muss.
Leute, 1,5 Meter sind fast Armbreit (beide Arme ausgestreckt sind in etwa 2 Meter). Die StVO sagt eindeutig , dass insbesondere an Gefahrenstellen und da, wo von einem Erschrecken des Radfahrers auszugehen ist, sogar 2 Meter Abstand zu halten sind!
Das Ausfahren aus einem Kreisverkehr ist mit Blinken anzuzeigen.
Bei Herannahen von Läufern ist das überqueren der abgesperrten Laufstrecke zu unterlassen.
Das Beleidigen der gegnerischen Mannschaft gilt als unsportlich.
Das bewerfen der unparteiischen ist Körperverletzung.

Es wird wirklich immer schlimmer! Oder empfinde ich das nur so?
Eure Meinung?
Eure Erfahrung?


Sport gemacht habe ich auch :-)

Montag habe ich nach Veröffentlichung des Blog und Monatsabschluss das kleine Loch zwischen Hecke schneiden und Abendessen doch noch mal für ne kleine Temporunde mit Kollege Drössiger genutzt und habe meine bisher schnellste Runde gedreht :-)



Daten gibt es wie immer beim Klick aufs Bild.

Dienstag wurde in Voraussicht des anstehenden Brocken-Marathon der Trainingsplan erstellt und auch gleich von abgewichen :-(
Das Intervalltraining habe ich durch ein Fahrtspiel in den Wald auf meinen Haus-Trail verlegt.



Was war das wunderbar: den ganzen Tag regen und angenehme Temperaturen versprachen wesentlich mehr Spaß, als beim Runden Laufen auf der Aschebahn.
Und genau das war es auch; ein Traum! Quer durch die Pfützen und durchs nasse Gras, durch Rinnsale den Berg hinunter, wo ich auch noch Uwe traf, mit dem ich dann ein paar km geminsam durch den Wald laufen konnt.
Die letzten 3 km forcierte ich das Tempo noch ein bisschen und gehe davon aus, für Sonnabend, den letzten Wettkampf in der Nordhessencup-Serie 2015 in Baunatal.

Mittwoch geht es wieder mit den Jungs vom SRC-Fritzlar in die Spur.
16:00 Uhr aufs Rennrad und ab mit Hr. Gnü, raus aus Zü :-)
In Richtung Wellen und über den Radweg zurück nach Fritzlar und den kleinen Abstecher über Rothelmshausen wie schon in der Vorwoche. Nur das mir heute der wilde Eber in Ungedanken och vor die Linse gesprungen ist :-)



nun gut; zu alt, zu zäh, fristet er sein Dasein hinter Maschendraht :-(

Pünktlich 17:00 Uhr machten wir uns zu dritt mit Harti und Rolf auf den Weg, die nordhessische Landschaft in Richtung Schwalm und Dillich etwas flacher abzufahren.
In Summe waren es dann doch 88 km und mit nem 28,x Schnitt nicht ganz so entspannt, wie erhofft :-)



Wie immer gibt es alle Daten beim Klick aufs Bild.

Donnerstag wurde der Trainingsplan für den Brock-Marathon laut Hr. Steffny aktiviert. Denn obwohl ich keine Zielzeit für diesen Landschaftslauf plane, ist es mit Plan doch etwas strukturiert. Und Struktur ist immer gut :-)
Somit startete ich mit einem 70 Minuten Dauerlauf und änderte unterwegs dieses in eine Tempodauerlauf über 14 km. Die Pace von 4:45/km konnte ich selbst über die Höhenmeter gut halten und zum Ende hin sogar noch etwas forcieren.



Das dürfte also auch am Sonnabend gut klappen, denn der letzte Lauf in der Nordhessencup-Serie für 2015 findet auf deutlich flacheren Niveau in Baunatal statt. Ich bin gespannt, ob ich das anvisierte Ziel erreichen werde ...
Daten wie immer: Klick!

Freitag ganz Easy ins Wochenende gerollt und die neuen Flitzerchen anschließend eingelaufen.



Lange habe ich mit mir gekämpft, ob ich mir den Schuh leiste. Aber irgendwann konnte ich nicht mehr widerstehen und musste zuschlagen. Und das, obwohl ich Bushido überhaupt nicht ab kann und seit seiner Auszeichnung ich es nur noch peinlich finde :-)))
Ich bin gespannt, ob der Trail-Schuh von LaSportiva namens "BUSHIDO" das hält, was er verspricht und werde berichten.


Was soll man denn dazu sagen?
Vielleicht ein "einfach geile Latschen ..." Das trifft es leider nur in ungefähr, denn dafür gibt es keine Worte. 
Das ist der mit Abstand beste Schuh, den ich je gelaufen habe. Suverän auf den Trails und überlegend auf Asphalt. Was alle anderen meiner Schuhe bisher nur einzeln als Stärke verbuchen konnten, vereint der La Sportiva "BUSHIDO", der Kämpfer, so zu sagen unter einem Dach.
Ist der Salomon SpeedCross3 auf anspruchsvollen Trails einfach Topp, muss er auf Asphalt passen. Der Brooks Cascadia9 ist dafür wieder besser geeignet,verlangt aber einiges an Trittsicherheit auf den Trails ab und muss sogar deutlich zurückstecken, wenn es matschig und rutschig wird.

Daten zum Lauf, wie immer ...

Da die Liebste erst am Abend heim kam, konnte ich gleich im Anschluss noch mal das Rennpferdchen für ne kurze Runde aus dem Keller befreien, das hat aber auch so was von gewiehrt :-)


Auch hier wieder einfach mal klicken :-))

Sonnabend startete einfach nur beschissen. Sorry.
Vieles ist in den letzten Wochen liegen geblieben, durch die Vorbereitung auf den Müritz-Ultra und in diesem Jahr sollte eigentlich die Kellertreppe einen neune Belag bekommen.
Nur so viel: nach 3 Stunden habe ich aufgegeben und an einer anderen Stelle angefangen. Mann oh mann, was haben die früher auch nen Mist hingelatzt :-(
Wenigst der Liebsten gefiel das Ergebnis nach 5 Stunden Arbeit und es scheint ein spätsommerfüllendes Programm zu werden :-((((

Meine Laune wurde in sofern nur durch den letzen anstehenden Wettkampf für die Nordhessencup-Serie 2015 am Sonnabend aufgeheitert und ich war froh endlich den Space Shuttle in Richtung Baunatal starten zu können.
Wie immer herrschte bereits reges Treiben, als ich eintraf und nach der Sommerpause war es auch ganz schön die vielen Bekannten wieder zu treffen und ein bisschen Fachsimpeln zu können.
Das Wetter verhieß beste Laufbedingungen und war schon fast zu kalt, nach der Hitze der letzten Wochen.

Pünktlich 16:40 Uhr erfolgte der Startschuss auf eine neue Stecke, die nicht wie in der Vergangenheit in mehreren Runden ausartetet, sondern nur ein 1-Runden-Kurs ist. Klasse!

Trotz Gegenwind und stürmischen Böen von vorn machte das Feld vom Start weg ordentlich Druck und die Favoriten hatten sich sehr schnell abgesetzt.
Ich hängte mich an meinen Gegner in der Gesamtwertung dran, hatte aber wirklich arg zu kämpfen, denn schließlich war die Müritz erst 2 Wochen her und ein Training hatte  noch nicht wirklich angefangen. Aber auch Torsten W. hatte zu kämpfen. Er lieferte sich einen verbitterten 2-Kampf wie ich von hinten gut beobachten konnte  und musste sich schließlich geschlagen geben. Er kam an seinem Kontrahenten nicht vorbei. Dafür konnte ich Meter um Meter gegen die beiden gut machen und auf den letzten km sogar doch einholen.

Mein Glück waren die 10-km-Wettkämpfer, welche auf den verbleibenden letzten etwa 4 km mit uns ins Ziel liefen. Gerade noch sah ich Gerhard T. auf die Strecke einbiegen, dicht gefolgt von Armin H., der meine Runden in Rotenburg gezählt hatte, und ich hatte also 2 starke Zugläufer, welche ich zwar nicht einholen konnte, doch aber gut nutzen konnte. Ich konnte den Abstand zu Torsten immer weiter ausbauen.
Die letzten Meter verflogen und ich sehnte das Ziel herbei. Die Oberschenkel machten langsam dicht und der leichte bergablauf machten es nicht einfacher.
Rechtskurve, rein ins Wohngebiet, Treppe hoch, Brücke, wieder runter, Stadion in Sicht, Ordner weisen den Weg. Links und gerade aus. 2 mollige Popos überholt, die nach den 5 km ebenfalls am Ende waren (ich wünsche euch, das ihr dabei bleibt) und entlang des Stadionzauns zum Hintereingang. In den Bereich der Umkleiden und durch den Tunnel. Blick zurück: Verfolger in Sicht!
Gas geben und durch die Diskobeleuchtung angetrieben mit hängender Zunge auf die Tartanbahn und Endbeschleunigung. 200, 100, 50. Finish. Armband an den Transponder und aus.
Oh ha. Selten so gekämpft und nach Blick auf die Uhr sehr, sehr zufrieden: 20 km (die Suunto meldet 18,5?) mit 1:20:31 h!
Somit dürfte ich nach Hochrechnung der Gesamtwertung auf Platz 4 auf der 20 km-Distanz landen. Unerwartet und überglücklich :-)

8. Lauf Nordhessencup-Serie 2015
Unterwegs hatte ich den einen oder anderen Läufer grüßen können, Fred, Gerhard und auch +Jens Nähler waren angetreten und mit Jens konnte ich im Ziel ein paar Worte wechseln, natürlich mit Photo :-))


Danke dafür.Ddir alles Gute und viel Erfolg in Berlin und Frankfurt. Man sieht sich im nächsten Jahr auf der Ultra-Distanz  :-))

Es wurde nicht wärmer und so macht eich mich schnell auf den Weg unter die warme Dusche und den Heimweg.

Sonntag wollte ich eigentlich ne 200er-Rennradrunde drehen, aber bei den herbstlichen Zuständen, die bereits bei der Brötchenholrunde herrschten, verflog die Lust und die Pläne wurden geändert. 


Standen da nicht neue Schuhe im Keller?
Jupp. Und die werden mich und Nordhessen heute kennen lernen.
Tasche gepackt, Liebste auf Arbeit geschickt (Gewerbeausstellung sei Dank) und ich saß im Space Shuttle auf dem Weg zum Edersee und einer tollen Idee im Kopf, den Kellerwaldsteig ein bisschen abzuhöppeln :-)

der Peterskopf
Da lag er vor mir: der Kellerwald. Ausgerollt wie grüner Samt und wartete nur auf mich :-)
Der Einstieg erfolgte in Affoldern.


Die nächsten 7 km waren nicht einfach, aber einfach schön :-)
Stetig bergauf und mit tollen Trails genau das, was die La Sportiva "BUSHIDO" verdient hatten.


Am Staubecken angekommen offenbarte sich eine Wunderbare Sicht über die Landschaft.

ins Waldecker Land
Ich schlug den Weg in Richtung Tannendrisch ein, den ich letztes Jahr mit +Jana Melath +Andreas Spernol  und +Michael Mankus schon mal gelaufen bin. Allerdings wollte ich heute keine 60 km auf die Uhr bringen. 30-34 sollten reichen.

Ach, was war es schön im Wald. Hin und wieder ein paar Wanderer, ein Mountenbiker und sonst nichts. Nichts, außer dem gleichmäßigem Atmen und den Schritten auf der Waldautobahn.


Ein neues Zuhause hätte ich auch gefunden. "My Home is my Schwamml!" wie der Bayer zu sagen pflegt und dieser Apparillo hätte mich bestimmt auch noch satt gemacht. Ich ließ ihn aber stehen und folgte der Navigation auf der Uhr.
Nächster Stopp, wie anvisiert, Quernst-Kirche.


Die Aussicht war heute einfach großartig. Bis nach NRW und seinem höchsten Berg, dem Lnagenberg, mit 843 m üNN konnte man blicken.


Ein Stück davor das hessische Willingen und das Upland. Wunderbar und so schön habe ich das noch nie gesehen. Schade, dass man auf Bildern die Situation nur bedingt einfangen kann :-(

Ich lief wieder los, aber fast in die falsche Richtung. Irgendwie hatte ich einen Fehler im System nach so viel Aussicht, und war froh die Wanderer nach dem Weg gefragt zu haben, sonst wären es doch noch 60 km geworden :-(

Also Return und (leider) fast den selben Weg wieder zurück.

Kellerwald-Runde
Daten bit es wie immer beim Klick auf das Bild.


Wieder am Staubecken oberhalb der Staumauer  angekommen, ein letzter Blick über das Waldecker Land und es hieß die letzten 7 km bergab zum Auto.
Unterwegs noch mal eben den Bauch vollgeschlagen mit super leckeren Brombeeren von Mutter Natur, lieben Dank, und dann hatte ich das Auto erreicht.

Das Fazit aus dem Lauf:
1. Wald macht glücklich
2. der La Sportiva "BUSHIDO" ist meine neuer Lieblingsschuh
3. das beste aus dem Tag gemacht
4. Beine aua
5. Peter fertig

Aber das war richtig³ x richtig³ schön.

Das war sie dann auch, die Woche des Herrn Gnü aus Zü mit vielen vielen Erlebnissen, einem guten Ergebnis des letzten Wettkampfes und wieder über 100 gelaufenen Kilometern.
Damit startet die Vorbereitung auf Marathon N°11 am Brocken und auch wenn das Genuss wird, weil Landschaftslauf, heißt es wieder: "Wer sich bewegt, bewegt was!"
Und das haben die beiden molligen Popos am Sonnabend auch verstanden und ich wünsche ihnen sehr, dass sie dranbleiben. So wie es viele tun, um Gesund zu bleiben, Gesund zu werden oder einfach aus Spaß an der Freude. Es muss ja auch nicht jeder so nach Plan trainieren, wie ich das tue. Aber es hilft :-))

In diesem Sinne, bleibt dran und vielen Dank für das Lesen meines Blog, kommt bitte wieder und ich freue mich über JEDEN Kommentar, denn sie sind das Salz in der Suppe, wie meine liebe +ultraistgut Ostsee zu sagen pflegt.

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Montag, 31. August 2015

Früher ...

war alles besser :-(

Quatsch!
Ich bin ein positiv denkender Mensch. Mein Glas ist halb Voll und nicht halb Leer.
Das Wetter ist auch meistens gut.
Aber was sich da anbahnt, ist schon wirklich Humbug.

Mein wohl ältester Leser sagt immer wieder, wie schwer wir es doch heute hätten, im Job zu bestehen. Früher sei vieles einfacher gewesen. Vielleicht ist das so. Ich kann es nicht beurteilen, weil ich im Heute lebe und nicht im Früher :-)

Allerdings ändern sich die Zeiten.
1. Beispiel:
Ich habe einem Kunden, der eine Anlage bei mir gekauft hat, die Betriebsanleitung in elektronischer Form per Email zugesandt, damit er das Papier nicht einscannen muss. Ist soweit doch ganz nett und ein Kundenvorteil, weil Zeiteinsparung.
Er antwortet: Als Lean-Beauftragter dürfte ich eigentlich keine Dankesmail schreiben. 
Mehr habe ich nicht mehr gelesen :-(

2. Beispiel:
Am Mittwoch sind wir wieder einmal mit der Radgruppe durch Nordhessen gedonnert. Am Abend übertrug ich die Bilder in die Cloud und verteilte den Link hierzu. 
Einer, wirklich nur einer, sagte Danke, und gab Rückmeldung dass die Bilder angekommen und der Link funktioniert hat.

Ich finde das sehr Traurig.
Früher hatten wir keine Blogs, Facebooks und Google+. Wir hatten Freundschaftsbücher und Poesiealben.
Mein Lieblingsspruch dadrin:
2 Schlüssel führen in jedes Herz,2 kleine, niedliche, blanke.Pass auf, dass du sie nie verlierst. 
Sie heißen "Bitte" und "Danke".
Dem Ärger Luft gemacht und vielleicht zum Nachdenken angestoßen, denn auch im Supermarkt muss ich immer wieder feststellen, mit welcher Scheißlaune Verkäuferinnen an der Kasse oder am Wurststand konfrontiert werden. Schämt euch!

Sport habe ich natürlich auch gemacht und versucht die Beinchen nach dem Müritz-Ultra am Sonnabend still zu halten: geht nicht!

Bereits am Dienstag mussten diese ihren Willen durchsetzten und nach den ersten Metern war es ganz OK  :-)

Die Daten gibt es beim Klick aufs Bild.

Der Mittwoch stand unter dem lange ausgesetzten Training mit den Jungs vom SRC-FritzlarDiese Woche sollte es mal wieder klappen und ich machte mich beizeiten auf, um noch mal ein paar km extra zu sammeln, denn lange wird es nicht mehr gehen; es wird zeitiger dunkel :-(


auf der Staumauer
Auf der Staumauer positionierten wir uns für ein Gruppenbild, welches ich leider zum Start vergessen hatte. Freundlicherweise lieh und die nette Hundebesitzerin ihre Hand zum Auslösen; in Zeiten von Selfies ja keine Selbstverständlichkeit mehr :-(

In lustiger Schnuddelrunde ging es hin zum See, der nun fast auf dem Trockenen liegt :-(


auf der Uferrandstraße
Die beiden Hügelchen im Wasser, kurz über dem Geländer, sind eigentlich ca 5 Meter unter Wasser. Dafür konnte ich schön den Abend einfangen, bevor es ab Affoldern zur Sache ging und Gerhard uns richtig einheizte :-)

Blick in Richtung Halbinsel Scheid

Auch hier selbstverständlich --> Klicken für Infos

Donnerstag Laufen! Aber bitte keinen Asphalt, haben die Füssschen gerufen und die Salomons schielten auch schon ganz übel gelaunt aus dem Regal herüber. OK. Sollt euren Willen haben!
Wieder einmal, seit einer gefühlten Ewigkeit, den Haustrail unter die Füße genommen und besser hätte auch nicht kommen können; leichter Nieselregen setzte ein. Wundervoll! Minimal angezogen mit Trägershirt spürte ich jeder einzelnen der warmen Tropfen. Wunderbar.


on the trail again

Auch hier wie immer die Daten beim Klick aufs Bild :-)

Freitag nach getaner Gartenarbeit den Kollegen Drössiger, seines Zeichens Rennrad, aus dem dunklen Keller befreit und zu einer kurzen, aber schmerzvollen Runde durch den Chattengau getrieben.


Mit einem 28,9-Schnitt bei 337 Höhenmetern tat die Auffahrt nach Lohne richtig weh, aber ich habe den Streikwillen der Oberschenkel gebrochen. Keine Chance!
Daten auch wider beim Klick aufs Bild.

Den Tag haben die Liebste und ich bei einem neuen Lieblingsitaliener ausklingen lassen und einem romantischen Besuch beim nackten Mann ;-))


am Herkules

Sonnabend das übliche: Einkaufen, Garten, Vorbereitungen für das nächste Bauprojekt ... 
Vor dem Familien-Grillen dann natürlich noch mal Platz für die Steaks gemacht ;-)



Die Kette rechts, das Herz links und Sonne in den Speichen ging es etwas ruhiger durch den Habichtswald. Dabei kreuzte ich so manche Stelle des gleichnamigen Steiges, welchen ich 4 Wochen zuvor mit +Michael Kloß abgelaufen bin. Leute, die Zeit rennt und in 6 Wochen geht es schon wieder zum nächsten Marathon auf den Brocken :-)



Die Runde findet ihr ...
Na klar beim Klick aufs Bild.

Sonntag startete wie üblich mit dem Gang zum Bäcker bei angenehmen 20°C und Sonnenschein. Unterwegs reifte der Plan zu ... Na klar: einer kleinen Sonntagsmorgentour :-)))

Also, Brötchentüte deponiert, Zettel zum Verbleib des Herrn Gnü hinterlassen und für 10:00 Uhr Rückkehr angemeldet, Kollege Drössiger aus dem Keller, Montur über, Helm auf die Waffel und Start auf der Suunto gedrückt.
"Der Straße sehr lange folgen!" meinte die eingebaute Navi und der Gnü verließ das schlafende Städtchen in Richtung Geismar mit Ziel Edersee.


Mühlenallee

Was natürlich Kopf-Susi nicht ahnen kann:
Nebel im Edertal,
schlechte Tourenwahl!
Kurzerhand umprogrammiert und andere Richtung im Edertal, da sah es besser aus: War es auch :-)


Richtung Geismar

So ging die Tour an der Eder entlang in Richtung Wabern, weiter nach Gudensberg und mit ein paar Schleifen wieder in Richtung Züschen.
Super schön und ein toller Start in den Tag und das mit 30km/h bei fast 45 km meine schnellste Tour in diesem Jahr :-)

Die komplette Tour wie immer beim Klick auf das Bild.



Wie vereinbart 10:00 Uhr zurück und gemeinsames Frühstück mit Tagesplanung.
Bei gemeldeten 34°C blieb nicht wirklich viel Spielraum und wir machten uns auf den Weg zum Edersee, um die letzten Pfützen zum Baden zu nutzen.

Leider erinnerte es eher an einen Wüstenaufenthalt, als an den sonst so geliebten See.


Wüste Gobi in Nordhessen

Der Blick rüber nach Scheid macht es vielleicht etwas deutlicher:


andere Uferseite: Scheid

Hier fehlen mal so an die 20 Meter würde ich schätzen. Da muss es lange regnen denken wir und machten uns beizeiten wieder vom Acker.

Die neue Woche startetet mit einem Montag-Morgen-Lauf und dem letzten Lauf für diesen Monat.

Damit gehen nun aber auch die Vorbereitungen auf die letzten Events in diesem Jahr los. Wobei ich dafür nicht den Mega-Plan im Kopf habe.
Den Brocken will ich einfach finishen und den Twistesee-Marathon im November testen, da hier so viele immer wieder nicht ankommen. 
Davor steht am kommenden Sonnabend der letzte Lauf in der Norhessencup-Serie an und ich will ja noch ein paar Plätze gut machen :-)



Damit ist eine nicht sehr ernst genommene Regeneratioswoche abgelaufen und der August gleich mit.
Die Woche schlägt mit nur 23 km zu Buche. Dafür stehen 208 Rennrad-km auf der Habenseite.


August 2015
Ganz nebenbei habe ich am Mittwoch bei der Abfahrt, von Schloss Waldeck runter zum Edersee, auch noch einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt: 81,7km/h. Bitte nicht darüber nachdenken. Helm kann man da glaube ich auch schon weglassen :-(

Was bleibt ist zu hoffen, dass ich mit eingangs erwähnten Sprüchlein mal wieder zum Nachdenken angeregt habe, so wie ich auch hoffe den einen oder anderen zur Bewegung motiviert zu haben. Denn eins steht fest: Wer sich bewegt, bewegt was!

Ich danke allen für das Lesen meines Blog, freue mich auf eure Kommentare und noch mehr, wenn ihr wiederkommt.

Bis dahin bleibt gesund und keep on running

Euer Gnü aus Zü