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Freitag, 17. April 2015

rock around ...

the Kuckucksuhr :-)
Oder anders ausgedrückt, wer lange Weile hat, darf mir gern ein paar Stunden abgeben!

Die Tage sind so voll gepackt, dass es schon fast ein Balanceakt ist, alles unter einen Hut zu bekommen.

  1. der Frühling bricht aus und mit ihm startet die Haus- und Hofsaison
  2. die Vorbereitungen auf einen Ultra erfordern einige km mehr, als auf einen Marathon
  3. dienstlich ist es zwar telefonisch etwas ruhiger, ferienbedingt, und doch ist aller Hand zu tun.

Denn, wie auch beim Laufen heißt es hier: nach dem Lauf/Verkauf ist vor dem Lauf/Verkauf! Oder: Wer sich bewegt, bewegt was!

Die vorösterliche Herbstwoche stand unter dem 1. Punkt und die Küche wurde, mit musikalischen Untermalung mit "der Herbst steht auf der Leiter" "der Gnü steht auf der Leiter" nach sagenhaften 10 Jahren mit neuen Farben der allgemeinen Wetterlage angepasst: "Dust" und "Cumulus". Na hoffentlich wird das Wetter nicht ganzjährig an unseren Wänden sichtbar :-))

geschafft :-)  und Treppen(Leiter)-Training
Punkt 2 kam durch den 1. etwas zu kurz, stand doch immer noch der Bilstein-Ultra am 12.04. als nächstes Event auf dem Plan.
In der Vergangenheit hat sich bei mir so eine Art "Notnagel-Lösung" in der Planung ergeben. Ich plane immer ein Großziel und kurze Zeit darauf ein Ausweichziel. Das ist aber gar nicht beabsichtigt, sondern ist mir erst heuer aufgefallen.
Das große Ziel im Frühjahr wurde mit dem 6-Stunden-Lauf in Rotenburg definiert. Bilstein nur 3 Wochen später stand gar nicht so sehr im Focus und wurde nicht richtig nach Plan trainiert.
Wenn ich so zurück blicke, fällt mir aber auf, dass das schon öfter passiert ist:
2014 Müritz und Röntgenlauf bei den Ultra-Marathons. Kyffhäuser und Kassel bei den Marathons und auch 3013 Essen und Siebengebirge. In 2015 wird das Primärziel Duisburg und Kassel als Test bei den Marathons gelaufen. Mal sehen, ob ich dann abschließend auch noch feststellen kann, dass das Sekundärziel besser läuft, als das Hauptevent :-)

letzter Lauf
Ostern und die Fahrt in die alte Heimat lassen wir auf Grund der wirklich beschissenen Lage einfach mal ausfallen und starten mit Ostermontag wieder in Nordhessen.

Da lies ich mal so richtig den Frust auf meiner Haus- und Hof-Trailstrecke raus und drehte eine 28km-Doppelschleife :-) Schön wars!
Donnerstag dann die letzte 21 km-Runde über Fritzlar auf Asphalt und damit die letzte Laufeinheit vor dem Bilstein-Ultra. Diese letzte Runde lief gar nicht gut und ich hatte arge Bedenken für die anspruchsvolle Strecke im Kaufunger Wald. Immerhin hatte der Veranstalter trailige 57 km mit fast 1500 Höhenmeter versprochen :-(

Dafür konnte ich das Rennrad mehrfach auspacken und kam so auf 185 km. Juhu!





Und dann war es endlich so weit. Der Bilstein-Ultra-Tag war da!
In den vergangenen Tagen stieg die Vorfreude auf den Lauf tatsächlich an, obwohl ich den Lauf ja nicht wirklich fokussiert hatte. Und doch. Wenn der Tag näher rückt, steigt auch die Anspannung und die Vorfreude darauf.
Der Wetterbericht meldete 14-18°C, was auf beste Bedingungen hoffen lies. Nur die Liebste musste dadurch auf den gemeinsamen Spaziergang am Edersee verzichten :-(

Am Abend wie immer die die Utensilien zusammengepackt, das Laufdress verstaut und die Geheimwaffen der Tarahumara hergerichtet.

Tasche gepackt
Während der kurzen Fahrt stand wie immer das Chia-Gel auf dem Plan, eine weitere Dosis für kurz vor dem Start und erstmalig wollte ich was Neues probieren: Wraps mit Kichererbsenmus und Salat. 
Bereits die Tage vor dem Wettkampf hatte ich mit Tests anderer Ernährung verbracht. Die langen ruhigen Rennradtouren im unteren Pulsbereich ließen die Kohlenhydratspeicher im Körper schrumpfen und ist aß am Abend nur Rührei mit Tomate und trank dazu einen veganen Eiweißshake. Auf der Waage machte sich das natürlich auch bemerkbar und die letzten 3 Tage vor dem Wettkampf versorgte ich die Speicher wieder schön mit Vollkornnudeln und Wildgulasch, was mir ein Gefühl von guter Vorbereitung gab.

Die Fahrt nach Witzenhausen-Kleinalmerode verlief unspektakulär, bis auf dass das Thermometer Werte nahe 0° anzeigte. Uff, war da die Entscheidung in kurz Laufen zu wollen die richtige? Ich überlegte hin und her.
Die Veranstalter hatten für den nunmehr 5. Bilstein-Marathon perfekte Vorbereitungen getroffen: die wenigen Parkplätze waren beizeiten ausgeschildert und man wurde von fleißigen Helfern eingewiesen. Leider auch hier, wie so oft, in betagtem Alter. Ich frage mich, was soll werden, wenn diese Helfer mal nicht mehr sind ...

Als Anmeldung wurde das Gemeindehaus mit der Möglichkeit der Deponierung der Klamotten angeboten, und wer zuerst da ist, malt zuerst :-) Wobei, bei 500 Teilnehmern wird nicht mit gedrängel zu rechnen sein. 
Diese teilen sich dann auch noch auf die angebotenen Distanzen, Halbmarathon, Marathon, 42km Wandern und den 57 km Ultra auf. Mehr gibt die Infrastruktur dann aber auch nicht her, denn selbst das Duschen funktioniert nur auf dem Sportplatz mit angebotenem Shuttleverkehr.

Die Läuferschar der Ultra-Szene ist dann auch schon wieder überschaubar. Man kennt sich inzwischen und das eine oder andere Gesicht habe ich in den letzten paar Wochen häufiger gesehen. So konnte ich einen vom 6-Stunden-Lauf aus Rotenburg grüßen und mit einem anderen über den Röntgenlauf und Marburg schwatzen. Irgendwann kam mir auch +Thomas Pagenkämper entgegen. Ein freudiges Hallo und Umarmung, sind wir schließlich schon ein paar Mal gemeinsam gelaufen, sei es Paderborn 2013 oder auf den höchsten Berg in NRW, den Langenberg, mit +Michael Mankus auch in 2013. Auch Joe Kelbel war wieder mit am Start und berichtete wie immer für Marathon4You.

Und dann war es endlich so weit. Nach Begrüßung durch die Kirschenkönigin Saskia I und kurzer Ansprache durch die Veranstalter fiel pünktlich und ohne Zwischenfälle der Startschuss für den Lauf durch die nordhessische Landschaft im Kaufunger Wald.

Also wer die Drängelei und Hektik bei Marathonveranstaltungen leid ist, der sollte sich auf Ultras konzentrieren. Keine Panik, die Strecke ist lang genug scheint das Motto. Und heute nicht nur das. Nein, auch wellig :-)

Die Einleitung erfolgt relativ gemäßigt auf Asphalt und leichter Steigung, was aber nicht wirklich als eine Herausforderung bezeichnet werden konnte. Wenig später ging der Weg in Waldwirtschaftswege über, was für schätzungsweise 80% der Strecke der Untergrund gewesen sein dürfte. Bis auf ganz kurze Asphaltpassagen teilte sich die Untergrund auf geschotterte Waldwege und wunderschön ausgewählte Trails. Das war einfach das Beste, was ich bis jetzt erlaufen durfte. Ganz echt!

an der Roten Nieste

abwärts ging es auch mal :-)

allerdings gefühlt mehr bergauf :-(

und immer wieder Trails :-))
Die Veranstalter dieses kleinen liebevollen Marathons gaben sich die allergrößte Mühe. Nicht nur mit einer richtig tollen Strecke, nein auch mit allem anderen.
Schon bei der Anmeldung hätte man auch im DGH sitzen bleiben können und den Tag am Kuchenbuffet genießen und auch die sonst mit allerlei Marathonwerbepapier vollgestopfte Tasche beinhaltete nützliches. So zum Beispiel eine Mütze für die kommende Wintersaison :-)


Ich sag mal so: es gab schon schlimmeres :-)
Auch sonst hatte man sich so einiges einfallen lassen. Bei km 16 erfolgte der Hinweis auf einen wunderbaren Blick hinein nach Kassel bis hoch zum nackten Man, den Herkules. Immerhin schätzte ich die Fernsicht an dem Tag auf locker 80 km.
Ein weiterer Hinweis erfolgte bei km 26. Aber da hatte ich ehrlich anderes im Sinn, als den Meissner zu bestaunen. Denn hier ging es bereits seit 10 km nur bergauf. Nicht steil, aber immer noch zermürbend genug, um den Gipfel herbei zu wünschen.
Doch auch hier hatten die lieben Organisatoren ein Herz mit uns:

Motivation unterwegs
Motivation pur, auf der gesamten Strecke.
Landschaftlich und streckenmäßig ein Traum und die Versorgung ließ absolut keine Wünsche offen: insgesamt waren 10 VPs eingerichtet, was eine Versorgung aller 5 km bedeutete. Das mitschleppen von Eigenverpflegung war damit völlig unnütz. Von Bananen über Salzbrezeln und Mohrenköppen gab es auch bei der Flüssignahrung nichts auszusetzen. Wasser, Cola, Iso, Tee und wer wollte hätte auch ein Bier bekommen. Aber wir wollen ja mal nicht übertreiben. So hieß es also Vorsicht! Sonst bringst du am Ende des Laufes mehr auf die Waage, als am Start :-)

Irgendwie bin ich glücklicherweise auf einen Läufer aufgelaufen, der die Strecke beim Orga-Lauf bereits mit gelaufen war und gemeinsam machten wir uns auf den Anstieg zum Bilstein. Mit immerhin 641 Meter üNN zwar nicht der höchste Berg im Kaufunger Wald so doch bei inzwischen km 45 keine leichte Aufgabe. Denn 3 km vor dem "Gipfel" musste ich meinen Partner ziehen lassen und fiel zurück.
Unsagbarer Wunsch, die geschwollenen Hände irgendwie zu kühlen kam bereits bei km 30 auf und so war der aus dem Berg sprudelnde Quell eine willkommene Ausrede. Wer lange Strecken gelaufen ist, wird vielleicht ähnliches berichten können: wenn der Körper in bestimmte Belastungszonen kommt, werden weniger wichtige Abläufe reduziert. Bei mir ist das immer nach 3-3,5 h das Anschwellen der Hände, was auf reduzierte Nierenfunktion zurückzuführen sein kann. Meist hilft mir das Kühlen, wenn möglich ganz gut, oder einfach nicht daran denken :-) 
Heute half die Kühlung und bereits oben angekommen war es vergessen.

auf dem Bilstein
Und da saßen sie nun: die Spaziergänger und die Blaskapelle. Saßen aber eben und spielten nicht. Na denen hab ich was erzählt. Mich antreiben und selbst machen die Pause! Sachen gibt es ... Tzz.
Lautes Gelächter und Beifall und ich war vorbei. Nicht ohne wieder einmal das Handy zu zücken. So viel Zeit muss doch sein.

toller Blick ins weite Land
Wieder ging der Weg bergab. Ich ließ es laufen und war umso erstaunter, als ich überholt wurde. Ich frage, ob er Marathon liefe, aber nein, ein Ultra. Wo kam der denn her? Allerdings musste er sich nach wenigen hundert Metern wieder zurück fallen lassen und ich war allein auf weiter Flur.

Kilometer 45! "Nur" noch 13 km. Sollte in einer Stunde zu schaffen sein. Oh. Weit gefehlt. Ich lief bergab und lief bergauf. Es schien kein Ende nehmen zu wollen. Ich überholte die 3 Wanderjungs von der Kleinalmeroder Feuerwehr, welche ich bereits bei km 12 überholt hatte. Da machten auch sie noch Späßchen. Jetzt waren sie ebenfalls stiller. Der eine kannte den Ultra-Läufer-Trick, sich einen hübschen Hintern zu suchen und hinter her zu laufen. Den Trick zu kennen ist schon gut, nun muss man es nur noch umsetzen sagte ich :-)
Aber weit und breit kein Hintern mehr in Sicht und die km zogen sich wie Kaugummi.
Stehenbleiben. Aufhören. Genug Landschaft. Genug Bergauf und ab. Genug! Von allem. Vom Laufen, Verpflegung, Mohrenköppen.
Km 52 Verpflegungspunkt. Soeben haben mich wirklich noch 2 Läufer überholt. Das war so grausam. Am Horizont sah ich meinen Laufpartner von unterwegs über die Bergkuppe verschwinden. Ich griff mir einen Becher Cola und gleich ein Iso dazu. Beides zusammengekippt und weiter. Die Uhr zeigte 4:45 h. Noch 5 km. Das wird also unter 5:30 schaffbar. Kein Ziel aber ein Strohhalm an den du dich klammerst. Gleich am Ende sein zu dürfen. Nur noch 5 km. Weniger als 10% der Gesamtstrecke.
Auf! Gnü aus Zü. Der als Mütze aufgesetzte Buff Schlauch, der jedem zeigte wo ich herkam, war inzwischen an das Handgelenk verbannt. Die Sone war auf der freien Fläche kaum noch zu ertragen und die Entscheidung in kurz gelaufen zu sein, war die richtige.

In der Nähe zeigte sich eine Wacholderheide oberhalb von Roßbach. Auf dieses Stück Trail freute ich mich sehr. Ich genoss es und zog auch hier, wenn auch letztmalig das Handy.

oberhalb von Roßbach
Wieder ging es hinab in ein Tal, mit dem Wissen, es geht wieder nach oben. 
Dann endlich. Der letzte km. Bergab. Lockeres Laufen eigentlich nicht mehr drin. Trotzdem. Die Uhr zeigt sub 5:15 h. Auf! Die holst du dir. Du läufts als ob du hier noch was reißen könntest.
Unterwegs die Zurufe der Zuschauer meinten unter den 1. Was heißt das? Unter den ersten 10? 20? Ich denke 20. Wäre Super. Nicht erwartet. 3 vor mir. Weit davor schon lange keinen gesehen. Hinter mir? Auch frei. Keine Gefahr. Und doch wird der letzte Kilometer gelaufen, als könntest du noch einen einfangen. 4:30/km. 4:45/km zeigt die Suunto. 
Dann hörst du das kleine Volksfest. Der Sprecher bekommt von irgendwo deine Nummer gesteckt: "und da kommt der nächste Ultra-Läufer. Peter Gnüchtel aus Fritzlar-Züschen. Er hat es geschafft. 57 km mit über 1400 Höhenmetern. Er ist im Ziel!" Und die Menge klatscht und freut sich und während ich das hier am schreiben bin, bin ich wieder mittendrin. Gänsehaut und vergessener Schmerz. Freude und Tränchen. Du kommst an dem Sprecher vorbei, läufts in den Zielbereich, in die abgesperrte Zielgerade unter dem Zielbogen durch und bist einfach nur völlig voll. Voll mit Freude, voll mit Adrenalin, mit Glücksgefühlen und willst diesen einen, kurzen und doch so einmaligen Augenblick immer wieder genießen. Gleich noch mal! Vergessen der Schmerz, vergessen die Qual, nur noch die schönen Stellen des Laufs im Kopf. Vergessen der 10km lange Anstieg. Nur dieser Augenblick zählt. Du bekommst die Medaille um den Halt. Mit rosafarbenen Kirschblüten, wie sie bald an all den Kirschbäumen zu sehen sein werden, hier im Kaufunger Wald rund um Witzenhausen, der Kirschenecke in Nordhessen. Hier bin ich zu Hause. Angekommen. Zufrieden. Im Frieden mit mir!

Den Helfern gedankt, die Frau, die mir die Medaillie um den Hals hing, gedrückt, das erst beste Weizen gegriffen und schon war es verdunstet :-)

am Ziel
Was sagt das Ergebnis?


Yes! Topp 20 und unerwarteter 6 Platz in der AK40. Ich bin mehr als zufrieden und mache mich, nach kurzer Rast im Zielbereich und Beglückwünschung der 1. Ultra-Frau auf den Weg zum Space Shuttle. Die Dusche verlegte ich nach Hause, denn schließlich wartet da die bessere Hälfte.

5. Bilstein-Ultra-Marathon 12.04.2015
Das Höhenprofil spricht für sich und wie die Veranstalter versprochen hatten: "Flach ist anders". 2016 werde ich den ganzen Spaß sicherlich wiederholen, denn das heute war der bis jetzt beste und schönste Lauf, in meinem doch sehr kurzen Ultra-Leben. Aber das war das Ziel. Hier wollte ich landen und ich bin gelandet. Mit Leib und Seel dem Ultra verfallen. Dem Laufen verfallen.

Somit ist also mein 2. Ziel für das 1. Halbjahr abgelaufen, die Zielkontrolle aktualisiert und ich werde mich auf die nächsten Ziele in Kassel und in Duisburg konzentrieren. Denn auch wenn es so scheint: den Marathon habe ich nicht aus den Augen verloren und in Duisburg würde ich sehr gern unter ...

Jetzt steht aber erst ein mal eine Regeneration ins Haus und dann der Start in Kassel mit einem gemeinsamen Zieleinlauf mit unserer Tochter. Und darauf freue ich mich schon so sehr :-))

Ich kann euch allen nur danken. Für eure lieben Worte, die Glückwünsche und das Lesen meines Blog. Allen kann ich nur immer wieder ans Herz legen:
Wer sich bewegt, bewegt was! und wird seine Ziel erreichen. Nur Müßiggang führt nicht zum Erfolg

In diesem Sinne
mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Dienstag, 31. März 2015

krank ...

ganz eindeutig ...

letzten Freitag bin ich beim jährlichen Gesundheits-Check-up gewesen.
Ich soll mich im Laufe der nächsten Woche melden und bis dahin abwarten, sagt der Doc.

Und das Ergebnis?
Nicht gut!
Unheilbare neue Krankheit festgestellt :-(

GLS


Dank der neuesten Elektronenmikroskoptechnik konnte nun zum ersten Mal die GLS-Zelle, mit vollständigem Namen Gnüchtel-Lauf-Syndrom, nachgewiesen werden.

Bäm!
Das hat gesessen und erklärt so einiges.
Ich kann also nichts dafür. Ich bin unschuldig.
Hilfe?
Nicht in Sicht. Heilung ausgeschlossen :-(
Was sollst? Muss man mit leben und erklärt auch meine Entscheidung vom Sonntag, obwohl ich den Blog mit den Worten schloss, heute keinen Bock aufs Laufen zu haben, kurze Zeit später doch schon wieder in den Brooks Cascadia9 gestanden zu haben und über den Trail durch den Regen gelaufen zu sein.


Schön war es und die Woche konnte so mit 75 km abgeschlossen werden.

Neue Woche startet mit Urlaub und neuen Herausforderungen.
Diese bestanden in der dringlichen Notwendigkeit der Küche nach 10 Jahren neue Farbe zu verpassen. 
Und passender konnte diese nicht zur Wetterlage sein: Cumulus und Dust. Na hoffentlich ist das nicht das Ende vom April :-))



Es hat sich gelohnt, wie ich finde und für mich ging es zur Belohnung am Dienstag, trotz Sturmtief Niklas, wieder durch den Wald, Berg auf und ab, denn bis zum Bilstein ist nicht mehr lange hin :-))

Die Liebste musste natürlich im Klüngelladen des Vertrauens neue Wohnaccessories kaufen und ich schlüpfte in die Salomon SpeedCross3 und entschwand in die April-Wetterlage in den Wald.
Wunderbar! 
Dem Sonnenschein der ersten 2 km, folgte Nieselregen dem Sturmböen und dann wieder von vorn :-)
Aber wen störts, wenn du erst einmal nass bist? Niemanden. Also wenigsten den geneigten Läufer nicht.



Entlang des historischen Grenzsteinpfades ging es über meinen Lieblingshaustrail, denn der Bilstein-Ultra steht mit bei 58 km mit 1500 hm in der Ausschreibung.



Zum Glück führt hier keine Strecke der Deutschen Bahn lang. Das Bäumchen hätte bestimmt für Mega-Stress gesorgt :-))




Und da ich von oben schon ausreichend nass geworden war, bin ich auch nicht mehr jeder Pfütze ausgewichen, Allerdings war die letzte zu tief :-(

Egal. Die letzten km gingen dann eher wieder etwas verhalten ohne Pfützen, aber die Schuhe wabbelten noch ein bisschen :-))

Schön war es trotzdem. Die Mischung von Sonne, Regen, Moder, Morast und der daraus entstehende Duft machen den Wald einfach nur herrlich. Die Vögel zwitschern, Rehe verschwinden aufgeschreckt im Dickicht. Und das alles kannst du nur sehen, wenn du die Komfort-Zone verlässt und dem Wetter trotzt. Kein Mensch unterwegs. Keiner. Auf 26 km. Ihr tut mir leid, wobei immer andere mitleidig mir hinterher schauen. Aber wen das GLS gepackt hat ...

Nach 26 km kam ich wieder in meinem kleinen Züschen an und überquerte zum letzten Mal die kleine Elbe.



Die glitzerte heute besonders schön und fast reißend schoss sie dahin, die Wassermassen der letzen Stunden tragend. Immerhin 25 Liter in den letzten 24 Stunden.



Wie immer gibt es die Daten beim Klick aufs Bild.

Wenigstens konnte ich meiner Krankheit nachgeben und mich austoben. Neue Kraft sammeln für das nächste Ziel: Bilstein in 11 Tagen und 16 Stunden am Hohen Meißner in Nordhessen.

Nordhessen ist schön und hat was zu bieten. Wenigstens denen die sich bewegen. Denn:wer sich bewegt, bewegt was! Sag ich doch :-))

Damit ist dann auch der März "abgelaufen".



343 km gelaufen
157 km geradelt
10 km gewandert

Euch vielen Dank für das Lesen meines Blog und vielleicht hat euch ja auch GLS befallen. Dann bleibt euch nur eins: raus und versuchen davon zu laufen :-)

mit sportlichen Grüßen

Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 29. März 2015

was soll man dazu noch sagen ...

kaum ist der Eine beendet, fängt der Nächste an :-(

Und jeder scheint zu denken: "der hat nicht alle Tassen im Schrank!"
Aber soll ich euch was sagen?
Es ist mir Wurscht, was andere denken!

Es ist mein Leben!
Es ist mein Hobby!
Es ist meine Entscheidung!

Denn ich fühle mich gut dabei. Ich fühle mich frei!
Es ist toll, draußen sein zu dürfen und die Füße laufen zu lassen oder mit dem Rennrad durch Nordhessen zu düsen ...


Der 6h-Lauf ist vergessen und und die Vorbereitung für den Bilstein-Ultra hat begonnen. Wobei. Stopp! So einen richtigen Plan habe ich hierfür nicht. Zu kurz ist der Abstand und eine Pause gibt es nicht.

Noch ein paar Worte zum 6h-Lauf:
Wie ich es vermutet hatte, war nicht nur das Event selbst eine kleine schnuckelige liebevoll organisierte Veranstaltung. Nein! Denn auch danach kam vom Organisator, Harald Heyde, eine super liebe Email an die Teilnehmer, mit Hinweis zur Urkunde, Dank an alle und, was ich ganz besonders toll fand, seine Bilder des Laufes im Anhang.

Also an der Stelle noch mals vielen Dank und vielleicht bis zum nächsten Mal :-) Das war Spitze!


Foto: Harald Heyde
Also nun auf zu neuen Zielen ohne Plan :-))

Montag habe ich die Woche mit einer Rennradeinheit begonnen, denn der Space Shuttle muss ja auch wieder aus der Werkstatt zurück.



Da ich im besten Autohaus der Welt bin, haben die Kollegen sogar noch mal umgedreht und mir den Wagen raus gegeben. Ist halt Mist, wenn unterwegs 3 x das Telefon klingelt. Was tut man nicht alles um die Brötchen zu verdienen?!
Wie immer gibt es die kompletten Daten beim Klick aufs Bild.

Dienstag
Bitte geben Sie ihr Ziel ein!
Amberg. Enter
Dem Straßenverlauf sehr lange folgen!

Leute. Irgendwann steige ich aus dem Space Shuttle und hab ne Blase am A...
Die Laufklamotten hatten natürlich einen Platz an Bord, denn mein Kollege Peter hatte mir eine Runde um den Mariahilf-Berg versprochen.

Landung und Enttäuschung lagen sehr nah bei einander :-(
Peter musste leider krankheitsbedingt absagen. So machte sich der andere Peter allein auf den Weg ;-(



Oh man, ist diese Strecke langweilig allein. 2 x schon traf ich den Micha aus dem Zuchthaus, keine Angst, der arbeitet da :-), und gemeinsam ist die Runde immer schneller abgelaufen.

OK. Die Beine hatten aber auch noch nicht wirklich den Mega Bock, aber nach knappen 500 km im Auto ist es unbedingt notwendig die Dinger auszuschütteln.

Am Rande:
Immer mal wieder kommt die Diskussion zu Kompressionsstrümpfen auf.
Mein Fazit hierzu:
bei Läufen konnte ich weder Vor- noch Nachteile feststellen.
bei der Regeneration allerdings schon.
Ich trage immer Stützstrümpfe unter dem Anzug. Wer lange sitzt kann das nachvollziehen. Und gerade nach sehr langen oder anstrengenden Läufen hat sich das als sehr gut erwiesen. Die Beine schmerzen weniger und ich bin der Meinung sehr schnell wieder fit zu sein.

Der Lauf in Amberg kann das bestätigen, denn wenn ich mal so 3-4 Jahr zurück denke, wie ich nach nem Marathon durch die Gegend gehumpelt bin ... Tzzz.

Die Daten zur Runde: beim Klick :-)

Mittwoch Heimreise. 19:00 Uhr Ankunft. Nix mehr. Bett! Fertig!

Donnerstag natürlich Laufen.
Die Tante der Versicherungszunft hat sich trotz Anmerkung meinerseits wieder einmal unbeliebt gemacht, denn verspätet.
Leute. Mal ehrlich. Ich fahre 200 km über Autobahnen und bin noch nie zu spät zu einem Termin gekommen. Sie schafft es im Schwalm-Eder-Kreis nicht :-(

Somit der Gnü aus Zü mit nem dicken Hals und gefrustet 15 Minuten später los als geplant, denn auf die Stirnlampe wollte ich verzichten.



Die 21 km liefen beinahe wie geschmiert und der Entschluss für den Nordhessencup 2015 stand somit fest.
Ich werde in diesem Jahr die Halbmarathondistanz wählen, um diese gleich als Vorbereitung auf die nächsten Ultra-Distanzen zu nutzen.

Also einen fast Tempodauerlauf draus gemacht, aber auf die angepeilten 4:50 min/km habe ich es nicht gebracht. Die Daten: wie immer :-)))

Freitag: Bürotag und letzter Arbeitstag, dann mal 4 Tage frei. Und was steht an? 
Neee! Nicht laufen oder radeln! Küche renovieren :-(
Also nach dem Feierabend mit der Angetrauten in den Baumarkt des Vertrauens und die Utensilien geholt.
Na denn man tau ...

Nebenbei habe ich dann die Läufe für den Nordhessencup 2015 fixiert, denn auch die wollen geplant werden und müssen in den Plan passen.

Sonnabend aufgewacht mit strahlendem Sonnenschein und Vogelgezwitscher was unbedingt nach Gartenarbeit klang :-)

Gut vorangekommen, Hecken verschnitten und ein bisschen den Flieder gestutzt hieß es 13:00 Uhr auf nach Warburg zum 1. Lauf der Nordehessencup-Serie.
Es wird so viel Geld sinnlos ausgegeben und ich bin der Meinung, dass die 4,-€ gut investiert sind. Schließlich steckt auch in einem Volkslauf eine Menge Arbeit und will organisiert sein.
Dann kommt auch ein bisschen Verpflichtung rein, denn Armin hat sich letztes Jahr echt Mühe gegeben, um mir meine Urkunde und meinen Pokal für den 4. Platz zukommen zu lassen.
Und ein ganz wesentlicher Punkt sind die inzwischen gefundenen Lauffreunde, die sicherlich heute auch am Start stehen werden.

50 km und 45 Minuten später war der Gnü aus Zü am Ziel. Parkplatz in unmittelbarer Nähe zur Sporthalle und so eben noch den Start der Bambinis mitbekommen. Ist immer sehr schön, wenn man die Kidis losflitzen sieht. So locker, unverkrampft und frei.

Angemeldet und die 4,-€ gegen eine Startnummer getauscht. Dabei gleich noch den Stempel für das Bonusheft für die Krankenkasse abgeholt und somit auch das erledigt :-)

Umgezogen und raus. Der 10 km Wettkampf startete 10 Minuten vor uns und ich wollte die Kollegen natürlich auf die Strecke schicken.
Wie erhofft habe ich (fast) alle getroffen: Fred, Peter, Juri und Klaus. Hallo und Schulterklopfen, ein paar liebe Worte mehr mit Klaus gewechselt und dann ging es für die Jungs und Mädels auch schon los.

Ich lief mich noch ein paar Meter ein, denn ich muss gestehen, auf 2-3 km habe ich derzeit keine Lust im Vorfeld :-(

14:45 Uhr sollte die Tröte uns auf den Parcours schicken, allerdings hatte die schon Wochenende ;-))) 
So musste der alte Ruf: "auf die Plätze, Los" herhalten. Ging doch auch gut.

Die ersten 2 km gingen schön strack bergab. Wer baut denn die Sporthallen immer auf nem Berg? Denn wenn es jetzt runter geht, gehts später hier auch sicher wieder hoch :-(

Entlang der Diemel auf dem Diemel-Radweg R1, der mich spontan wieder an Rotenburg denken lies, ging es auf asphaltierten Wegen, geschotterten und schönen Trails durch das benachbarte NRW. Warum dann Nordhessencup? Hihi.



So viel Zeit muss sein, dachte ich und musste einfach mal einen Teil der Strecke auf die Pixel bannen. So toll. Ich hatte schon bedenken, wegen der Schuhwahl. Denn die Brooks Cascadia sind eher für Waldboden, als für Asphalt, aber nach 5 km war ich ganz froh diesen Schuh an den Füsschen zu haben.
Es ging wunderbar über breite Radwege bis wir an den Wanderpfad kamen und mehr als 2 Läufer nebeneinander keine Chance gehabt hätten. Das Feld hatte sich aber schon schön auseinander gezogen, sodass die Bahn frei blieb.

Wenn man so allein läuft, gibt es eigentlich nichts weiter zu berichten. Man nimmt die Umwelt auf, spürt den teilweise starken Wind, fragt sich dann warum machst du das und hätten 10 km nicht auch gereicht?
Bei km 12 fing es dann auch noch an zu regnen und ich war froh, dass wir heute morgen die Gartenarbeit so weit vorangebracht hatten.

Von hinten hatte sich inzwischen einer herangearbeitet und meinte: da hast mich aber ganz schön was gekostet :-)
Er ging vorbei, denn ich war in dem Moment nicht in der Lage etwas entgegen zu setzten. Die letzten 2 km gegen den Wind und bergauf hatten mehr gekostet, als ich zugeben wollte. Vielleicht hätte ich doch an den Wasserpunkten zugreifen sollen?

Um die nächste Kurve und dann ging es bergab. Der Kollege lies es gut laufen, ich hingegen habe immer ein wenig Schiss Respekt und kann meinen Beinchen nicht so freie Fahrt gewähren.
Auf einmal wurde er immer langsamer und ich ging vorbei. Schmerzen in der Wade ließen ihn weiter und weiter zurück fallen. Er konnte mir nicht folgen und so machte ich mich für das letzte 1/4 der Strecke wieder alleine auf.

3-4 Läufer hatten wohl ihre Kraft etwas besser eingeteilt, oder keinen Ultra in der letzten Woche :-) und zogen an mir vorbei.
Der schlimmste, der mich überholte, hatte am Arm sein Handy und die Musik nicht über Kopfhörer, sonder laut, so dass alle es hören mussten.
Leute! Das ist ein Landschaftslauf und Genuss für mich. Ich will das nicht. Und schon gar nicht Modern Talking. Wie irre ist das denn?

Der letzte Berg kam und die letzten 1,5 km waren fast die Hölle. Die Beine wollten nicht mehr und die Lunge schient gleich mit nem weißen Fähnchen aus der Brust zu hüpfen. Wie ein Zielbogen am Olymp kam mir dann der Durchgang zum Sportplatz vor und ich war erleichtert, die letzten 200 Meter vor mir zu haben.

Zielgerade und Blick zurück; keiner mehr da und Stopp! Geschafft und Zeitnahme der Offiziellen.



Wow, und das bei 320 pos. hm und nur 7 Tage nach Rotenburg. Ich bin sehr zufrieden.
Die Daten findet ihr bei Kick auf die Urkunde :-))


1. Lauf der Nordhessencup-Serie 2015
Der 2. Lauf wird dann der 5. in der Serie sein, denn vorher ist der Terminplan voll und für die Wertung werden 8 der 17 Läufe benötigt.

Nebenbei habe ich dann auch noch dieses geile Ergebnis erlaufen:



1002 km im 1. Quartal. Wo soll das noch hinführen?

Sonntag ob ihr es glaubt oder nicht ...
keinen Bock :-(
SRC-Saison-Auftakt-Fahrt lies ich wegen Regen sausen und zum Laufen war mir heute auch mal nicht zu mute. 
Muss auch mal sein und somit schließt diese Woche

KW13
60 km gelaufen
54 km geradelt
und die Zielkontrolle angepasst.

Für den Bilstein-Ultra vergeht die Zeit wie im Flug, wie ihr hier verfolgen könnt.

Mir bleibt wie immer nur ein riesen Lob an euch auszusprechen und für eure lieben Worte, Ermahnungen und Motivationen Danke zu sagen. Ihr seid die Besten.
Und wie man heute lesen konnte, haben einige neue persönliche Bestzeiten erlaufen können, was ich einfach mal darauf schiebe: Wer sich bewegt, bewegt was!

Allen Finishern ein ganz großes Lob, herzlichen Glückwunsch und bleibt dran; es loht sich ;-)

Mit sportlichen Grüßen

Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 22. März 2015

nach dem Lauf ...

ist vor dem Lauf, heißt es.

So auch für mich.
Der Space Shuttle muss in die Inspektion und wie kommt der Gnü nach Zü?
Mit dem Rennrad :-)
Was vergisst der Gnü ist Auto zu packen? Die Schuhe fürs Rennrad :-(
Was macht der Gnü? Fährt zurück nach Zü und wirft den Rennradplan wegen Kalt und Wind über den Haufen und zieht sich die Laufklamotten an.

Jetzt könnte man denken, der hat ne Vollmeise. Und eigentlich würde ich da fast zustimmen.
Aber eben nur fast.
Denn zum Einen muss der Wagen am Montag 8:00 Uhr in der Werkstatt sein und zum Anderen hat natürlich mal wieder niemand für mich Zeit :-(
Und so schwer die vergangene Nacht, wie nach jedem Lauf, war, so komisch läuft man auch am Morgen. Aber was hilft dagegen am Besten?
Richtig! Ein Läufchen :-)

Also wieder nach Fritzlar. Diesmal alles am Mann/Gnü und so konnte der Homerun pünktlich 13:30 Uhr starten.


Es nützt ja auch alles nichts. Der Plan steht und in 20 Tagen ist auch der Bilstein-Ultra Geschichte.

Der 1. km fühlte sich noch etwas wackelig an. Aber schon der 2. war wieder gut und nach dem 5. hatte ich die Lust verloren, schon nach Hause zu kommen :-)

Der Weg ging durch die Ederauen nach Geismar und folgte hier der warmup-Strecke vom Freitag mit Michael.


Die Daten gibt es wie immer bei Klick aufs Bild :-)

Somit ist eine wirklich spannende Woche "abgelaufen" und der nächste Wettkampf steht vor der Tür. Wobei ich den nicht unter den Ambitionen bestreiten werde, wie den 6h-run. Bilstein soll ein erholsamer, aber anspruchsvoller, Landschaftslauf vor der Haustür werden. Denn der Hohe Meißner ist so weit nicht weg, doch leider viel zu wenig im Fokus.


Die Woche kamen dann wieder 116 km fürs kmspiel zusammen und leider nur eine Rennradrunde mit 55 km. Bitte entschuldige liebes Rad :-(

Nun hießt es also etwas ausspannen mit einer erneuten Dienstreise nach Amberg, doch nicht ohne die Laufklamotten. Denn ich bin mit meinem Kollegen Peter zu einer kleinen Runde um Ambergs Mariahilf-Berg verabredet :-)

Somit danke ich euch wieder einmal von ganzem Herzen für das Lesen meines Blog, auch wenn es schon der 3. diese Woche war, und freue mich sehr, wenn ihr mir auch auf dem nächsten Weg zum Bilstein-Ultra folgt, wenn es wieder heißt: Wer sich bewegt, bewegt was!

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü mit Füße oben :-)))

Samstag, 7. März 2015

das, was man wenigsten braucht ...

das bekommst du. Die Erklärung kommt später :-(

Was ich aber nicht mehr erwartet hätte, nachdem es einige Unstimmigkeiten zum Thema Urkunden beim Lauf vom Sonnabend in Marburg gab, dass diese doch tatsächlich über die Homepage des DUV (Deutsche Ultra Vereinigung e. V.) ausgedruckt werden konnten.
Und somit ziert die für mich schönste und wichtigste Urkunde nun meine Wand:


Ich meine wir reden hier immerhin über die Deutschen Meisterschaften :-)
Das hatte ich allerdings beim Ausfüllen der Anmeldung gar nicht auf dem Schirm.
Um so schöner, wenn man hier doch so gut abschneiden konnte. Ich sage es mal ganz ehrlich: da bin ich dann doch schon mal richtig Stolz drauf :-)))

Der Rest der Woche verlief dafür um so be...ner :.-(
Montag kurzfristige Dienstreise nach Amberg und was bringst du außer Frust, über einen Misslungenen Einsatz noch mit? Richtig. Ne richtig dicke fette Erkältung, die dann am Mittwoch ausbrach. Dafür mit aller Härte des Möglichen :-(

Dienstag stand mein "Ehrentag im Mittelpunkt und dafür machte ich mir nach dem Mittag frei und nutzte das tolle Frühlingswetter für einen unbekümmerten Lauf durch die nordhessens Landschaft.

https://www.strava.com/activities/262371854


Die Daten gibt es wie immer beim Klick aufs Bild.
Aber irgendwie war der Puls schon unerwartet hoch, doch ich schob es auf den zurückliegenden Wettkampf.
Am Abend genossen wir in unserer kleinen familiären Runde den Abend beim Griechen und ließen es uns gut gehen.

Mittwoch dann das böse Erwachen.
Schlecht aus dem Bett, dicken Kopf und so gar nicht sicher, was das nun wieder sein könnte. Ich tröstete mich erst noch mit dem beginnenden Heuschnupfen, aber Pustekuchen.
Dabei wollte ich doch in dieser Woche noch mal so richtig angreifen.

Es gab soviel zu feiern:
100ster Geburtstag von meinem Opa
30 Jahre aus der Schule
5. Jahr Nichtraucher
und am Sonntag der letzte Lauf zur Winterlaufserie in Ahnatal.

Muss das denn sein? Kann denn der Kelch nicht an mir vorbei ziehen, wie die letzten 3 Jahre? Ausgerechnet jetzt :-(
So ein Mist.
Mittwoch dann alle Hausmittelchen ins Feld geworfen:
Badewanne mit ätherischen Ölen
Tee mit Zitrone, Honig und Zimt
Ingwertee
Halspastillen
...

Nicht weg. Nein, das nicht. Aber immerhin die kürzeste Grippe in der diesjährigen Periode :-)
Laufen fällt trotzdem aus. Dabei hatte ich so einen tollen Plan:
Da die Liebste am Sonnabend arbeiten darf, wollte ich ne super Runde durch den Kellerwald drehen und am Sonntag die Woche mit dem Halbmarathon in Ahnatal beenden und damit dann in die Regenerationswochen vor meinem Fühjahresevent in Rotenburg an der Fulda starten.
Na gut. Ist so dramatisch auch nicht. Die Basis stimmt und ich werde beim 6h-Lauf starten. 
Allerdings hat man ja Ziele ...

Somit blieb mit am Sonnabend nur eine kleine Wanderung und das tun, was ich schon immer mal tun wollte: den Wartberg bei Kirchberg erkunden und auf dem Rückweg das Leichenköpfchen bei Gleichen mitnehmen.
Auch wenn das kein Ersatz fürs Laufen ist, ist es doch ein klasse Ausgleich an der frischen Luft mit gemäßigtem Tempo und somit der Genesung förderlich.
Und das was ich gesucht habe, habe ich auch noch gefunden: Klasse neue Trailstrecken, die es gilt auf dem Weg zum nächsten Event zu erlaufen. Und das heißt Bilstein-Ultra am Hohen Meißner mit 57 km und 1700 hm am 12. April.


Der Einstieg für den Rundweg könnte besser beschildert sein, somit kletterte der Gnü mal kurzer Hand über ein paar Weidezäune und fand auch so den Weg nach oben


Der Aufstieg loht auf jeden Fall und der Blick ins Land ist traumhaft. Der Habichtswald von Nordwesten bis Nordost und der Chattengau liegt vor den Füßen.

Der Rückweg führte mich über Gleichen zum Leichenköpfchen, an dessen Fuße mich im letzten Jahr mal ein Vogel angegriffen hatte, wie hier zu lesen war.
Ich nahm allen Mut zusammen und bin davon ausgegangen, dass die jetzt noch nicht brüten würden. War auch so :-)
Dafür wurde ich auch hier am "Gipfel" mit einem tollen Ausblick belohnt.

Wartberg von Leichenköpfchen aus
Emsaue und die Gleicher-Mühle
Alles was bleibt, ist zu hoffen, dass ich am Dienstag wieder ins Training einsteigen kann.

Euch allen noch mals vielen Dank für eure tröstenden Worte und das virtuelle Schulterklopfen für den vergangen Sonnabend.
Und vor allem vielen Dank, dass ihr wieder ein mal meinem Weg gefolgt seid und meinen Blog gelesen habt, auch wenn er diese Woche recht Laufsparsam ausfiel :-)

So verbleibe ich mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü