Sonntag, 17. Mai 2015

Der Kassel-Marathon ist Geschichte

und das in mehrerer Hinsicht :-(
Die Auflösung zu der Aussage kommt später.

Schon immer hatte ich mal vor mit dem Rad nach Kassel zu düsen und die Unterlagen für den Kassel-Marathon abzuholen.
Dieses Jahr hat das wunderbar, durch das lange Wochenende, hin gehauen.
13:00 Büro abgeschlossen, umgezogen und ab aufs Rennrad.

Die Sonne schien, ein laues Gegenwindchen blies und auf einmal klingt es in meinem Kopf:

"Jauchzet, frohlocket! auf, preiset die Tage!"

Bach, Weihnachtsoratorium! Und das im Wonnemonat Mai.
Nein, genau so war mir zu Mute. Jauchzen, frohlocken.
Ich kurbelte die Straße runter, Kirchberg entgegen gegen den Wind. 45 km/h zeigte die Suunto. Nichts mit rollen lassen. Jauchzen, frohlocken!
Wunderbar! Freiheit! Zufriedenheit! Kassel-Marathon! Juhu! Es ist so weit!

Nicht das High-Light in diesem Jahr und doch mein Lieblingsmarathon. Vor der Haustür.

Meine Marathon-Debüt-Veranstaltung. 4 Jahre ist es her, als ich hier meinen 1. Halbmarathon lief. Hätte ich damals auch nur Ansatzweise geahnt, wo das hin führt ...

Das Jahr drauf mein Marathon-Debüt. Knapp unter der magischen 4h-Grenze. Fertig, nie wieder, Schmerzen, 2 Wochen Muskelkater. Hihi.
Heute fahren wir nach nem Ultra ganz entspannt noch 2 h nach Hause. Selbst ;-)


Nach nur einer Stunde kam ich an der Sporthalle an, in der wie in jedem Jahr die Messe-Expo stattfindet und die Unterlagen ausgegeben werden. Und wer denkt 14:30 Uhr sei nichts los :-)
Der irrt ;-)

Na gut, der Bär hat noch nicht gesteppt, aber es füllte sich mit der Zeit.
Eine angenehme Überraschung erwartete mich dann auch noch. War doch der Laufclub Duisburg vertreten und warb für den in 2 Wochen stattfindenden Marathon. Die Anmeldung konnte ich mir sparen :-)
Wenigstens hatten wir viel zu lachen und in dem Moment, wo wir am Quasseln sind, kommt die Meldebestätigung mit der Startnummer 96!


Ich traf mich dann noch mit +Martin Sauer  und es gab wie immer viel zu erzählen, denn dies war das erste Treffen in der Realität.
Viele weitere bekannte Gesichter konnte ich ausmachen:
Jürgen vom 100 Marathon-Club, mit dem ich in Rotenburg 6 Stunden im Kreis gelaufen bin,
Armin und Sandra, die unsere Runden in Rotenburg an der Fulda gezählt hatten,
Mitläufer aus der Nordhessencup-Serie, wie Juri und Peter von den SMA-Runner,
Matthias aus Strava, den ich auch schon bei den NHC-Läufen treffen konnte, allerdings bisher nur von hinten sah :-)))

Der Heimweg mit dem Rennrad sollte an der Fulda entlang schön flach nach Hause führen und nach in Summe 71 km hatte ich dann auch die Woche erfolgreich abgeradelt.


Daten wie immer: Klicken :-)



Am Sonnabend stand der nächste Besuch in Kassel auf dem Plan: Mini-Marathon, Pasta-Party, Mini-Com-Treffen. In der Reihenfolge.
Die Kinids sind genau so aufgeregt, wie die Großen. Ein drängeln und schubbsen, ein geschnatter und Geschrei. Manchmal schon fast zu laut. Die armen Lehrer, die den Haufen beaufsichtigen mussten :-))
Irgendwann fiel der Startschuss und sie machten sich auf den 10/Marathon durch Buga-Gelände auf den Weg und wir ins Auestadion, denn auch die Kids liefen hier ein.


War das eine Stimmung! Omas, Opas, Eltern, Pateneltern. Alle schrien sich die Seele aus dem Leib und der HR1 heizte die Stimmung auch noch mal richtig ein.
Wunderschön. Die Kinder zu sehen. Wie sie laufen. Frei, unbeschwert, unverkrampft, leicht. Ich wünschte ich könnte auch so laufen :-)
Der erste kam bereits nach 14:xx Minuten ins Stadioninnere geschossen, denn bei der Zeit wäre laufen der falsche Ausdruck. Super geil! Mehr fällt mir dazu nicht ein.
Aber auch der Rest von 5200 Kindern wurde gebührend empfangen :-)

Wir machten uns auf den Weg in den Bereich hinter der Messe-Expo, denn hier hatten wir uns mit +Martje Neumann zu unserem kleinen Com-Treffen verabredet. +Martin Sauer hatte seinen Sohn noch auf der Strecke und +Jens Nähler musste arbeiten.
So kam nach kurzer Zeit Martje auf uns zu und es gab natürlich wie immer eine Menge zu erzählen.

Da es etwas kühl wurde verabschiedeten wir uns nachdem unsere Pasta alle war und machten uns auf den Heimweg.

Zu Hause ging es ans Klamotten zurechtlegen, Verpflegung und die Frühstücksvorbereitung und das weitere Carbo-Loading


Die Nacht endete 5:00 durch einen nervende Taube und so konnte ich mein Obst-Müsli mit Banane, Orange, Kiwi, Erdbeeren und Granatapfel mit Chia-Samen und Soja-Reis-Milch in aller Ruhe genießen.

Dann war es endlich so weit:
Frank fuhr vor und gemeinsam machten wir uns auf den Weg nach Kassel.
Angekommen trafen wir auf den Rest der Züschener Laufgruppe und nach einem kleinen Umzieh- und Organisations-Chaos konnten wir echt noch ein Gruppen-Foto schießen.

v.h.l. Jürgen, ich, Günter, Silke, Frank, Anja, Antje, Rolf
v.u.l. Iris, Gaby und Peter
Rolf machte sich als erster auf die Socken, er lief die Halbdistanz und wir anderen trieben natürlich auf die Strecke.


Ich traf dann noch einen Strava-Bekannten: Peter. Er war als Brems- und Zugläufer für die 4:15 Kandidaten unterwegs :-)


So langsam machten sich die Halbmarathonis auf den Weg und wir zurück in die Eissporthalle zur Klamottenabgabe.

Das Einlaufen lies ich heute mal gepflegt ausfallen, denn dazu war schließlich auf den kommenden 40 km genug Zeit. Nur die letzten 10 Minuten musst du gut aussehen :-)


Mit Günter positionierten wir uns bei den BuZl der 3:30 und traf dann auch noch Susi, mit der ich schon den Bilstein abgehöppelt habe :-)

Pünktlich 9:00 Uhr erfolgte der Startschuss und die Staffel-Läufer und Marathonis setzten sich in Bewegung. Viele war das nicht mehr :-( Nur 442 laut Davengo.

Günter gab Gas und ich hielt mich die ersten 3 km an den BuZl fest. Die kamen mir etwas zu langsam vor und ich hatte ein gutes Gefühl. Ich setzte mich ab und lief mein eigenes Ding.
Der 9. Marathon-Start und das beim 9. Kassel-Marathon sollte auch ein Verpflegungstest werden. Ich hatte mir 4 Gels in die Gesäßtasche gepackt und die VP bei km 12,5/22,5/33,5 und 38,5 auf den Unterarm geschrieben. Ich wollte wissen, ob die sonstigen Einbrüche im Beginn des 3. Viertel dadurch ausblieben.

Wir durchliefen Salzmannhausen und ich konnte es mir nicht verkneifen, das Handy zu zücken und die alte Fabrikanlage zu fotografieren.


Später bogen wir in die Miramstraße ein und wurden mit "Tequila" empfangen. Rein musikalisch versteht sich :-)))

Bei km 26 sammelte ich Günter ein und forderte ihn auf dran zu bleiben, aber es lief heute bei mir einfach besser. Revanche für letztes Jahr :-)

Ansonsten muss ich gestehen, war an der Strecke schon mal mehr los. Vielleicht lag das auch am langen Wochenende und die Kasseläner sind ausgeflogen?!
Richtig gute Stimmung kam erst auf, als wir an Joe's Garage vorbei kamen und die Friedrich-Ebert-Straße runter liefen.

Zur Ernährung kann ich sagen: der Einbruch blieb aus! Ich lief in der Pace sehr konstant um die 4:45/km kam dabei nie über die 4:37 und unter die 5:05. An den Anmeldungen zu den VP riss ich das Gel auf und fiel in Gang, um gezielt das Tütchen mit einem Becher Wasser zu mir zu nehmen. Hat so im Nachhinein betrachtet Super funktioniert und wird in Duisburg in 2 Wochen gleich noch mal wiederholt!

Dann kam der letzte Gel-Point bei km 38,5 und das gleiche Procedere wie schon 3 x zuvor. Nun galt es einfach nur noch das Ding nach Hause zu laufen. 3:15 war nicht mein Ziel und 3:30 hatte ich locker in der Tasche. Die 160 pos. Höhenmeter wird es in Duisburg nicht geben, von daher ist eine Zeit von sub 3:15 durchaus denkbar :-)

Dann kommt der letzte Hinweis bei km41, man kann schon durch die Bäume die Flutlichtmasten des Auestadions sehen und die Zuschauer hören.
Der Staffel-Läufer-Treff kommt in Sichtweite und nun heißt es noch mal alles mobilisieren: Stadioneinlauf!
Das ist Gänsehautfeeling pur. Wer das einmal erlebt hat wird süchtig danach! Garantiert!

Auf der Großbildleinwand wird das Einlauftor für alle sichtbar angezeigt.


Und dann ist es soweit! 
Meine Liebste und unsere Tochter mit Freund stehen an der Bande und Lisa hält voll drauf:


Der Gnü aus Zü ist fast im Ziel.
Und hinten stehts drauf :-))


Damit ist der 9. Kassel-Marathon Geschichte und ob Kassel für mich Geschichte ist?
Vielleicht! Denn leider hat man sich dazu entscheiden Den Marathon in den September zu verlegen. Das bedeutet für mich eine Überschneidung mit einem eventuellen Start beim P-Weg-Ultra in Plettenberg. Naja, mal sehen.

Inzwischen ist die Urkunde da und ich bin trotz 2 wöchiger Laufpause durch Schienbein2015 mehr als zu frieden.


Die Runde findet ihr wie immer mit allen Details bei Klick auf Bild

Kassel-Marathon 2015
Beim Verlassen des Stadion treffe ich noch einen Mitläufer aus Rotenburg. Der erzählt mir was von einem Hallen-Marathon im Winter. Na und ob ich da dabei bin :-)))

HIer noch das Finisher-Bild der Züscher


Somit liegt eine wirklich sehr gute Wettkampfwoche hinter mir und das Wochenengebnis ist mehr als richtig gut :-)


217 km gekurbelt
77 km gelaufen

Was bleibt ist Danke zu sagen. Danke an alle, die mir so viel Mut zugesprochen haben bei meinem Ausfall, allen die die die Finger gehoben haben und mich zur Vorsicht mahnten und natürlich allen, die meinem Blog und meinem Laufleben folgen. Denn eins kann ich euch nur immer wieder beteuern: Wer sich bewegt, bewegt was!
Ganz sicher :-)

In diesm Sinne vielen Dank für Lesen meines Blog un ich freue mich, wenn ihr wieder kommt.
Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Freitag, 15. Mai 2015

der moderne Mann ...

sitzt nicht mehr in der Höhle. Neee!

  • Der jagt keine Mammuts mehr.
  • Der geht brav mit der Liebsten einkaufen.
  • Der rasiert sich die Beine
  • Die Achseln
  • Entfernt sich das Brusthaar
  • und zum Männertag ...
  • geht er fein mit der Lieben zum Gartenfest

Ja. So sind wir Männer heute!

  • Schmusebären
  • Weicheier
  • Softies
  • ...

Nein, Quatsch.
Das sind wir nicht.

  • Wir sind nur nicht mehr gern besoffen unterwegs.
  • Wir haben einen stressigen Job und wollen die wenige Zeit, die uns beleibt, mit unseren Lieben verbringen.
  • Wir halten uns Fit.
  • Wir machen Sport
  • Wir setzten uns Ziele. Beruflich und sportlich.

Und zum Vatertag überlassen wir das Feld den angehenden Vätern :-)

Donnerstag Gartenfest in Calden am Schloss Wilhelmstal, Kinder ausgeflogen und was machen Mama und Papa? Natürlich genau das, was ich oben beschrieben habe:
Die freie Zeit gemeinsam genießen.
Und wir waren nicht allein!



Männer, soweit das Auge reichte :-)
Alle trugen ganz brav ihren Frauen die Taschen und Tüten mit überteuertem Klüngel. Man könnte denken, es sei Frauentag :-)
Ich tat es auch! Jawoll. Ich nehme mich nicht aus. Bei keinem der o. g. Punkte :-)
Nach 3 Stunden reicht es dann aber auch und nach einem leckeren Stück Erdbeerkuchen und Cappuccino verließen wir das Getümmel und machten uns  auf den Heimweg, denn eine kleine Trainingseinheit stand auch noch auf dem Plan. Schließlich die letzte, vor Kassel.



Mit ner Punktlandung ist also die Vorbereitung, wenn man das so nennen darf, abgelaufen und der Freitag steht unter dem Marathon-Vorbereitungs-Stern: Messe, Startunterlagen abholen und vielleicht ein paar bekannte Gesichter treffen.

Daten für den letzten Lauf wie immer beim Klick, wen es interessiert :-)

Ansonsten sage ich dann mal bis bald und immer schön dran bleiben, denn nur wer sich bewegt, bewegt was!

Vielen Dank allen Lesern und Leserinnen
Mit sportlichen Marathon-Weekend-Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Glück ...

 muss man haben, denke ich heute, ein paar Stunden vor meinem Start beim Kassel-Marathon :-)

Fast verzweifelt blickte ich mit Schienbein2015 auf das bevorstehende Event. Auch wenn Kassel für mich einfach kein Bestzeitenwettbewerb sonder Lust auf Kassel und Spaß am Laufen bedeutet. So stand doch die Teilnahme bis zum Community-Lauf in Plau am See doch sehr auf der Kippe, denn Duisburg soll ja das High-Light sein.

Heute schlage ich die HNA auf und auf einmal ist alles gut :-)
Zahlen sind nicht wirklich meine Freunde, doch eine mag ich ganz besonders: die 3!

  • 03.03.69: mein Geburtstag
  • 03.xx.xx: der Geburtstag meiner Frau
  • 03.xx.xx: der Geburtstag unserer Tochter
  • 04.xx.xx: unser Sohn hat nen Tag zum hübschmachen gebraucht :-)
Merkt ihr was? Die 3er-Reihe begleitet mich/uns :-)

  • An der Müritz: Startnummer 13
  • In Rotenburg: Startnummer 69
  • Bilstein: Startnummer 49
die 3 > dabei :-))
In Kassel, haltet euch fest: 

Der 9. Kassel-Marathon und ...
Mein 9. Start zu einem Marathon
Startnummer?
22X
Nein, leider keine 9.
Aber 3 x dürft ihr raten, was ich in Duisburg auf der Brust tragen werde!
96!!!
Wenn das kein gutes Omen ist, dann weiß ich auch nicht weiter :-)))
Jetzt heißt es aber erst einmal volle Konzentration auf:


Die Luft der Mecklenburgischen Seenplatte hat so viel heilsame Energie, dass ich nach dem zaghaften Versuch des Neustarts mit Schienbein2015 bereits am Montag, den 04. Mai wieder ins Training einsteigen konnte und die verbleibende Zeit für die Vorbereitung auf Kassel und Duisburg .



Nach Plan mit Regeneration auf dem Rennrad gestartet und am Sonntag mit einem langen Lauf über 30 km geendet, verlief die 1. Woche ganz passabel und schlägt mit folgenden Resultaten zu Buche:
203 km gekurbelt
76 km gelaufen
8 km gewandert

Als High-Light sei die gemeinsame Runde mit Henning erwähnt.
Kannte ich ihn bisher nur aus der virtuellen Strava-Welt und gegenseitigen Kundos für die erbrachten Leistungen, haben wir es nun echt geschafft und haben am Sonnabend eine gemeinsame Runde durch den Chattengau abgeradelt. Wie immer gab es viel zu erzählen und festzustellen ist, es gibt viele übereinstimmenden Meinungen :-)



Leider immer nur von hinten gesehen ;-)

Die letzte Woche vor meinem Lieblingsmarathon brachte einigen dienstlichen Stress.
Der Plan wurde für den 10. Marathon in Duisburg optimiert und so stand am Montag Regeneration als Aktivität.


Daten gibt es für alle Interessierten wieder beim Klick aufs Bild.
Der Ernährungstest für den Bilstein-Ultra hatte ja ganz gut geklappt und so wollte ich auch in der verbleibenden Woche die Speicher in 3 Tagen leeren, um dann die letzten 3 Tage ins Carbo-Loading zu gehen. Allerdings blieb das ein frommer Wunsch :-(

Dienstag folgte ich dem Trainngsplan mit einem Intervalltraining. Dazu fuhr ich nach Bergheim, um konzentriert und Höhenmeterfrei meine Runden zu drehen.


Das Einlaufen wurde mit ein paar Versuchen des Lauf-ABC bestückt, aber so richtig bin ich da nicht für zu haben. Ich weiß, es müsste sein ...

5 x 1000 Meter mit 200 Meter bei 4:30/km hatte ich vor der Brust. Bis zum 4. Intervall klappe das auch ganz gut. Dann ein Blitz, ein Donner und ich durfte abbrechen :-(
Man muss sich ja nicht umbringen!
Kaum zu Hause angekommen ...
Strahlender Sonnenschein. OK. Dann wenigstens ein bisschen die Beine lockerlaufen ...

Mittwoch steht nun ganz fest das SRC-Radtraining im Plan. Wegen anstehender Termine und langer Fahrt nach Hause packte ich das Rennrad zum ersten Mal in den Space Shuttle und wollte u. U. direkt nach Fritzlar durchstarten. Zum Glück kam es ein bisschen anders und ich hatte doch noch Zeit nach Hause zu fahren und den vergessenen Helm zu holen, denn ohne fahre ich nicht!

Ich machte mich mit Kai 17:15 Uhr auf den Weg und wollten schon mal ein paar km einsammeln. Unterwegs sammelten wir noch Thorsten und Gerhard ein und pünktlich landeten wir in Fritzlar um in großer Runde 18:00 Uhr zu starten.

9 Fahrer am Start
Als Runde wählten wir mal die Borkener Gegend aus. Sind wir viel zu selten, in der alten Bergbau-Region.


Ach, was war das ein geschnuddel :-) Aber wunder bar!


Alle Details wie immer: Klick :-)

Was kann man noch erwarten, bei so viel Glück in dieser Woche? Da wird einem ja schon fast Angst :-)

Der Rest der Woche steht dann unter der Regeneration für Kassel und einem Mini-Com-Treffen.
Ich freu mich schon wie Bolle auf Freitag, denn da starten 3 Tage Kassel-Marathon und ich mittendrin :-)

Euch, ihr lieben Leser, danke ich wieder von ganzem Herzen, dass ihr mir so fleißig folgt und der Eine oder die Andere meinem Motto folgt: Wer sich bewegt, bewegt was!
Denn das tut es. Definitiv.

Bis dahin verbleibe ich mit sportlichen Grüßen

Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 3. Mai 2015

Community-Lauf 2015 ...

oder ein Wiedersehen mit lieben Freunden:-)
das wäre die Kurzform, aber trifft nicht alles, was dran hängt.

Wer kann sich nicht noch erinnern, an meinen Blog-Beitrag vom Januar 2014 und dem 1. Com-Treffen? (Wer es hat, darf hier gern noch mal nachlesen).
Schon damals hatten wir beim Abschied, dem scharfen Schwert von damals :-(,  den nächsten Plan in Mecklenburg-Vorpommern unserem +Guıdo Strauß aufs Auge gedrückt und nach über einem Jahr des Wartens war es nun endlich soweit :-)

Lange, lange habe ich überlegt. Abgewogen, abgeschätzt, das Für und Wieder in die Waagschale geworfen und den Entschluss gefasst, trotz Schienbein2015 am Lauf um den Plauer See teilzunehmen. Und ich muss gestehen, die Wahl war schwer.
Laufen bedeutet unter Umständen das Schienbein zu früh zu belasten und die weitere Jahresplanung aufs Spiel zu setzten. Nicht zu laufen auf ein schönes Wochenende mit liebgewordenen Freunden sausen zu lassen.
Ja, ich weiß. Die Meisten werden wieder den Finger heben und warnen. Und ja. Ihr habt Recht. Aber ich habe es getan :-)))

Doch der Reihe nach.

Freitag hieß es start der Teilnehmer und Anreise nach Mecklenburg-Vorpommern. Unser Ziel hieß "Ferienpark Plauer See" in Alt Schwerin/Wendorf.


aus Google-Map
Aus der Mitte Deutschland sieht das so weit gar nicht aus, doch knappe 500 km quer durch das Land können ganz schön schlauchen. Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir, die Liebste und ich, nach einem "Eis-Zwischen-Stopp" in Bismark (wir sind schon 2 Leckermäulchen) allerdings zu spät in Wendorf, um am warmup teilzunehmen, was mir in Anbetracht des Schienbein2015 gar nicht so ungelegen kam.

Schon die Reise nach Mecklenburg-Vorpommern ließen die Vorfreude auf die diesjährige Müritz-Umrundung im August stiegen. Nirgends sind so schöne Alleen zu finden, wie hier:


Was wir dann auch lernen durften, dass die Kühe in McPom anders ticken:


Also bei uns geben die Milch. Zu mindest behaupten das die Bauern, reden schließlich immer von Milchrate :-))

Wir begrüßten die schon umgezogenen und verabschiedeten +Guıdo Strauß +Jürgen Weinreich +Oliver Wiesner +Regine Wagner +Heiner Grote +Michael Mankus +Martin Licht und Torsten auf die warmup-Runde.


Wir beiden checkten ein und drehten mit Sylwia und Claudia eine kleine Runde bis es anfing zu tröpfeln :-(
Das fing ja vielversprechend an ...

Zieleinlauf und Datenerfassung :-)))
Der Abend stand natürlich wieder unter dem Motto: Come-come-together :-)))
Ach ist das schön. Treffen von lieben Freunden, langes Quasseln, über dies und das, was man so erlebt hat, was als nächstes kommt, Ziele, Enttäuschungen, Handicap und Verletzungen ...

Es hätte können ewig so weiter gehen:


Und natürlich sind bei uns auch die Kleinsten ganz groß :-)
Aber auch so ein Abend muss zu ende gehen, denn für den Sonnabend steht für 7:00 Uhr der Start der Umrundung des Plauer See auf dem Plan.

©Regine
Mit einer kleinen Verspätung machten sich die Umrunder 7:20 Uhr auf den Weg und informierten uns vorbildlich :-)

Wir anderen sollten 9:00-9:20 Uhr in Plau am See am See zu unserem 35-km-Einstiegspunkt eintreffen und hatten so ausreichend Zeit für unser Frühstück.
Ich muss schon sagen: als Teilnehmer kann das sehr entspannt sein. Orga ist schon etwas hektischer :-))

Jürgen übernahm den Fahrdienst und 8:50 Uhr machten wir,  +Jürgen Weinreich +Oliver Wiesner +Martin Licht und +Heiner Grote und ich, uns auf den Weg, nach Plau am See. Da +An Drea und Torsten in Plau übernachteten, sollte wir uns da treffen.

Guten Morgen und Hallo
Pünktlich wie die Maurer begrüßten wir die Frühstarter und nach kurzer Stärkung, hatten sie doch schon 20 km in den Beinen, machten wir uns nun schon mit 9 Männern und 2 Frauen auf den Weg, denn +Roland Günther hatte als Einheimischer eben Heimvorteil :-)

Gemeinsam ging es am Rande des Plauer See zum nächsten Einstiegspunkt in Lenz.
Unterwegs erwartete uns eine abwechslungsreiche Landschaft, eine wunderbare Laufstrecke und natürlich eine Menge Spaß. Leider nicht für alle, denn Regine musste unerwartet nach 25 km abbrechen.
Sehr schade, aber wie schon so oft diskutiert: dazu gehört  auch viel Kraft. Und die hat sie auf jeden Fall bewiesen, wie sie uns gestanden hat. Schnell schickte sie uns weg, um die Tränchen für sich zu behalten.
Davor genossen wir aber ganz wundervolle Ausblicke auf den See.


Ja, ich weiß: Gänse :-))
Ein bisschen sightseeing muss schließlich auch sein :-)


Wie auch schon die letzten Male wurde so weit möglich aufeinander Rücksicht genommen, denn unser Motto Gemeinsam Los, gemeinsam ankommen! galt immer noch.


Immer wieder offenbarten sich tolle Aussichten auf den Plauer See und man musst einfach stehen bleiben und diesen Blick genießen. Offen gesagt, war es mir persönlich auch dieses Mal gar nicht wichtig eine bestimmte Distanz erlaufen zu wollen: ich wollte einfach nur genießen. Und ich habe es genossen. Die Strecke bot wirklich alles: Vom befestigten Waldwirtschaftsweg bis zum traumhaften Single-Trail war alles dabei.


In Lenz hatten wir dann allerdings ein paar Probleme Claudia zu treffen, denn der anvisierte Parkplatz war auf 3h-Nutzung begrenzt und so dauerte der Aufenthalt etwas länger.


Rolands Frau hatte aber eine wunderbare Verpflegungsstation aufgebaut und uns hervorragend mit Bananen, Brühe und Iso versorgt. Lieben Dank dafür!

Mit aufgefüllter Frauenquote ging es weiter, um die letzte Mitläuferin in Wendorf, +Martına Strauß , einzusammeln und die Frauenquote somit auf deutlich über 30% zu steigern. So geht das Frau Merkel, und ganz ohne Gesetzgebung  :-)))

Ja und der See ...
Der wurde einfach nicht langweiliger. Immer wieder kamen lichte Stellen, an denen der Blick auf den See freigegeben wurde und man so immer wieder abgelenkt wurde.


Mit nun fast vollzähliger Truppe ging es die letzten 5 km um die Insel im Plauer See zu erlaufen.


"Angetrieben" von Michael gab es kein zurück :-)
Das Ziel "Ferienpark Plauer See" vor Augen bewältigten wir die letzten vor uns liegenden km. Leider mussten wir unser Motto hier brechen, denn die lange Trainingspause konnte Martina nicht verleugnen und musste uns ziehen lassen. Schade, aber da einige von uns bereits hier einige km mehr in den Beinen hatten, als die bisherigen Trainingsumfänge, hatten doch alle mit sich selbst zu tun. Hiermit also schon mal ein riesen Lob an alle, die den Mut dazu aufgebracht haben!

Wir erreichten Den Ferienpark und warteten, bis alle eintrafen.



Nach kurzer Pause erfolgte der letzte Weg: Gipfelkreuz!
Nee, kein Witz. Das gibt es wirklich. Zwar nicht der höchste Punkt in Mecklenburg-Vorpommern, so doch der auf der Insel :-)))

Also Auf!


Völlig Wertfrei gab es das Zielfoto der 1. 3 eintreffenden kurz bevor der Rest der lustigen Truppe schon wieder laut schnatternd eintraf.

am Ziel
Wir hatten es mal wieder geschafft! Wir haben es erreicht; das Ziel: einen Lauf in Mecklenburg-Vorpommern. Läufer aus der fast gesamten Bundesrepublik an einen Ort zu bringen, ein gemeinsames Ziel zu erreichen, sich zu verstehen, zu achten und zu unterstützen. Ist das nicht toll?

Aus sozialen Netzwerken so eine Truppe zusammen zu bringen, die völlig unterschiedlich in ihrer Leistungsfähigkeit und unterschiedlichen Zielen doch ein gemeinsames Ziel erreichen kann und dabei so viel Spaß hat! Und um es mal vornweg zu nehmen: wir haben für 2016 schon die nächste Verabredung. ein neues Ziel, ein neues Event. Ich freu mich so sehr darauf. Auf euch, auf uns, auf unsere Truppe, die ein so tolles Motto hat: Gemeinsam los, gemeinsam ankommen! Und wenn es dann am Gipfelkreuz ist :-)))

Der Tag klang natürlich mit dem Auffüllend er Kohlenhydratspeicher aus und der Überreichung der Finisher-Urkunden und Medaillen, die Romy wieder ganz wundervoll für uns gebastelt hat. Danke auch dafür :-)


Nach der Stärkung wollte aber wieder keiner so einfach aufbrechen und wir machten uns auf, nach Plau am See, um noch ein bisschen was von der wundervollen Gegend zu nach Hause zu nehmen.

Durch die Stadt und einer Menge Bilder und Eindrücke ließen wird die traumhaften 2 Tage ausklingen.


Familie Straß verabschiedete sich dann und trat mit Tränchen in den Augen die Heimfahrt an, war es für die Kids doch ein langer Tag. Keine Angst! Wir sehen uns ja wieder.

Wir anderen kehrten schon wieder ein und genossen den traumhaften Sonnenuntergang an der Elde.
Abschied
Was bleibt ist die Erkenntnis eine Truppe zu sein, zusammengewachsen wie der Baum mit dem Geländer in Plau am See:


So verschieden und doch untrennbar, ohne einen von beiden zu zerstören. Möge es immer so bleiben; ein Freundschaft geprägt von Achtung und Rücksichtnahme, Unterstützung und Hilfe.

Am Sonntag erfolgte die Heimfahrt; quälende 500 km Retoure und doch mit einem Gefühl 14 Tage Urlaub gehabt zu haben.
Unterwegs die obligatorische Pause mit was wohl?


Eine Kindheiterinnerung: Softeis in der Waffel-Muschel :-)

Danke an alle, die für ein unvergessliches Wochenende gesorgt haben und vor allen an Familie Strauß für die Orga dieses Community-Laufes in ihrer Heimat, Mecklenburg-Vorpommern.

Damit schließt die Woche. Ich werde nächste Woche wieder die Beine hochlegen und dem Schienbein2015 noch eine Woche der Erholung gönnen bevor es dann wieder heißt:
Wer sich bewegt, bewegt was!

Allen eine erfolgreiche Woche und vielen Dank für das Lesen meines Blog

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü