Donnerstag, 16. Juli 2020

Vorhaben ...

Wenn ich etwas vorhabe, ist meist nichts dahinter.
Nur was ich hinter mir habe, hatte ich vor.

Heinz Rudolf Kunze


Das trifft es bei mir nicht wirklich. Und doch muss ich genau an die Worte von HRK denken, wenn ich das Jahr bisher betrachte 😟

Vor genau einem Jahr waren mein #Lieblingsmensch💕 und ich in unserer fast 2. Heimat Nordholland.
Ich fasste den Entschluss, nach dem doofen Unfall auf Teneriffa und den immer wieder aufkommenden Knie-Problemen, die Ultra-Trails sein zu lassen und wieder bei 0 anzufangen.

Die Absagen der geplanten Läufe, wie der Südthüringen Trail oder der Brockenmarathon, ließen zwar Wehmut aufkommen, aber nach überstandener OP und Neustart ins Laufen sowie dem Ergebnis in Marburg geben meiner Entscheidung Recht 😉


Auch eine fast unterbewusste Entscheidung hat sich als intuitiv Richtig herausgestellt.
Ich dachte beim Anblick der vielen Starter in Marburg, ich werde nicht mit 20 Mann unter der Dusche stehen bei den Meldungen im Radio über Infektionszahlen zum neuen Corona-Virus. Stattdessen stieg ich ins Auto und müffelte einsam vor mich hin.

Was dann folgte muss ich glaube nicht erzählen. Zu Präsent sind die Folgen.
Tausende Tote in Frankreich, Italien und Spanien. Jeder einzelne einer zu viel, zeigt es uns doch, was eine globalisierte Welt verursachen kann 😪

Es folgte Absage auf Absage und so manches Kopfkino wurde durch die Veranstalter beendet.
Ja. Ich bin ehrlich: ich hatte auch nicht auf jeden Lauf wirklich Lust. Aber das hat andere Ursachen.

Aber die Entscheidungen wurden mir abgenommen, auch wenn ich als Fußballgegner nicht alle als Richtig erachte.
Unsere Fußballmillionäre und der zu erzielende Umsatz aus der Sparte sind Grund genug, das freizugeben, während andere Bereiche nicht mehr ums Überleben kämpfen brauchen, sondern den Kampf inzwischen aufgeben mussten und noch weitere aufgeben werden müssen 😭

Aber, wie ich schon mal schrieb, soll das kein politischer Blog sein, sondern sich ums Laufen und den Weg zu neuen Zielen und Erfahrungen drehen.
Nun ist aber genau das der Grund, warum seit dem letzen Beitrag in meinem Blog so viel Zeit verstrichen ist.
Es gibt keine Events, keine Ziele, keine Erfahrungen 😔

Okay. Ich kann über die vielen Aktivitäten berichten, die ich erleben durfte.
Und erleben durfte ich wahrlich viel 😊

Wie viele andere auch hatte und habe ich Kurzarbeit, weil ja die Vertriebler die Pestverbreiter der Nation sind 😡
In vielen Unternehmen wurden Besuche von Externen untersagt, Schichtmitarbeiter und Bürokollegen getrennt, um nach Feierabend dann doch wieder als Fahrgemeinschaft Heim zu fahren 😂

Auch wurde mir berichtet, dass Ehepartner in gleichen Schichten getrennt wurden 😂😂😂
Ja. Und nachts haben die dann die Plastikscheibe in der Besucherritze?

Gut. Ich muss gestehen: auf der einen Seite waren viele Maßnahmen nachvollziehbar, wie Mundschutz und Abstand, auf der anderen auch überzogen, was die Anzahl von Kunden in Geschäften angeht oder die Berichte über Mitarbeitertrennungen.

Aber nun wieder nach Nordholland:
nicht nur die Wettkämpfe wurden abgesagt, natürlich auch Urlaube und geplante Reisen.
Wie auch unsere in die Türkei, worüber wir mehr als traurig waren 😢.
So kam die Idee, nach Abklärung der Möglichkeiten, unseren Urlaub in den Niederlanden zu verbringen.

Und auch da ist und war das Virus präsent. Aber, wie wir finden, maßvoller der Umgang damit.
Es gibt auch da die Abstandsregelungen und Mund-Nase-Schutz. Den aber nur in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Und?
Es geht!
Die Holländer sind eben irgendwie gut drauf. Auch wenn wir in Alkmaar die Auswirkungen der Pandemie an den geschlossenen Geschäften sehen mussten 😟





So, jetzt ist aber Schluss und es geht zurück zu den Zielen.
Wir lagen also am Strand und genau mein Bild vom Beginn diesen Beitrags entstand da und wenn ich damals gewusst hätte, dass daraus nichts werden wird ...

Dafür habe ich natürlich die unfreiwillige Urlaubszeit genutzt und einige Projekte im heimischen Garten endlich umgesetzt, die man so gern vor sich herschiebt 😏
Da müssen alte Baumaterialien entsorgt werden und vom Lieblingsmensch💕 angedachte Veränderungen realisiert werden.

Und dann natürlich Sport 😌
Wegen abgesagter Wettkämpfe hatte ich inzwischen den 3. Trainingsplan gelöscht und, was noch viel schlimmer war, ich hatte gar keine Lust mehr zu laufen.
Also zum Laufen schon, nur nicht mehr auf Wettkämpfe.
Aber dafür umso mehr Lust zum Radfahren. Und das habe ich wirklich ausgiebig gemacht.

Ich bin auf neuen Wegen zu unsere Tochter über den Eisenberg nach Niederaula geradelt 😲




Von da zurück auf neuen Wegen nach Homberg/Efze.



Bin mit dem MTB durch meinen Kellerwald auf Teilen des Urwaldsteiges 😍




Durch´s Sauerland auf NRWs 2. höchsten Berg 😲





Mit meinem Lieblingsmenschen💕 habe ich natürlich auch was unternommen 😊
Wir haben uns endlich für die Anschaffung eines elektrifizierten Rades entschieden und schon können wir gemeinsam Nordhessen erkunden.

Für mein Duracell-Häschen ist es einfach nicht möglich mit mir zusammen zu fahren. Zum einen gibt es hier kaum eine Möglichkeit flach zu fahren und zum anderen sind die Distanzen zu groß.
Also ist ein e-Bike eine gute Sache.

Der Anfang ist gemacht und mein Duracell-Häschen ist inzwischen schon mal der Anstifter auf eine Rad-Tour, was mich mehr als nur freut 💕💕💕

Natürlich sind wir auch in den Niederlanden geradelt und haben es endlich mal nach Texel geschafft 😊





Irgendwie musste ja der Kuchen, die Fritijes und die anderen leckeren Sachen verbrannt werden 😃

So kommen in 2020 bereits 4.500 km auf dem Rad zusammen und ich bin, wenn man Strava glaubt, meinem geplanten Ziel von 5.000 Rad-km bereits 1.888 km voraus 😱
Auch das Laufen läuft wieder besser (was ein Wortspiel 😁).
Auch da stehen bereits 1500 km auf der Habenseite, allerdings 99 km im Rückstand zum Ziel 3.000 km 😕

Das ist eigentlich irgendwie egal und nach den letzten Meldungen aus Rauschenberg und dem stattfindenden Burgwald-Märchen-Marathon kommt tatsächlich wieder Lust auf, sich nach einem Trainingsplan akribisch auf einen Wettkampf vorzubereiten.

Die 2. Woche dazu ist bereits im Gange und lediglich zu den Intervallen kommt keine Lust auf.
Stattdessen werde ich diese wohl wider in den Wald auf mehr oder weniger anspruchsvolle Anstiege verlegen 😌

Letzte Woche habe ich seit langer langer Zeit mal ein Intervalltraining nach Plan durchgezogen.
Aber:
1. muss ich dann noch mal mit dem Auto los 😔
2. ist´s so lustig auch nicht 😉

Dann lieber in den Wald, die Ruhe genießen und das eine oder andere Reh aufscheuchen 😍

Das war aber ein langer Beitrag. Der letzte ist ja auch schon lange her und wenn man´s sich mal wieder vom Herzen geschrieben hat, stellt man fest, dass die Worte vom Eingang so doch gar nicht passen.

Wenn ich etwas vorhabe, ist meist nichts dahinter.
Nur was ich hinter mir habe, hatte ich vor.

Bei mir ist doch immer irgendwie immer was dahinter.
Ich bin nicht der Typ, der Ziel- und Planlos in den Tag leben kann, auch wenn das manchmal mich selbst schon nervt.
Aber man könnte ja am Ende des Tage sagen: hätte ich doch, wären wir doch ...

Okay, der Plan ruft und ich bin dann mal weg: Laufen.

Euch danke ich von ganzem Herzen für das Lesen meines (langen) Beitrags und hoffe doch sehr, den einen und die andere bald mal wieder im wahren Leben zu treffen. Denn das ist das, was mich am traurigsten macht: die fehlenden sozialen Kontakte. Die Privaten, wie die mit Kunden 😔
Wie sagt dazu schon mein Mantra?
Wer sich bewegt, bewegt was!

Alles klar?

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Mittwoch, 18. März 2020

Vertrieb ...

kommt zwar von vertreiben, hat aber nichts mit dem Zeitvertreiben zu tun.


Ja. Es ist schon eine schwierige Zeit, mit neuen Herausforderungen, neuen Organisationsaufwendungen und sicher auch neuen Sichtweisen auf nie wirklich hinterfragte Dinge.
Und doch auch eine Zeit mit neuen Chancen.

Die ganze Welt, also die die uns regieren will, spricht von Verlagerung der Arbeitsplätze ins Home-Office.
Ja. Das ist sicher eine Möglichkeit, die Pandemie einzudämmen, zu verlangsamen, die Ansteckungsgefahren zu reduzieren.

Auch eine gute Gelegenheit, den Job des Außendienstes in ein anderes Licht zu rücken.

Wie sehen denn die meisten meinen/unseren Job 🤔
So, wie sie uns in aller Regel eben sehen: im Anzug und Krawatte, mit Firmenwagen, Firmenhandy und meist mit Kunden beim Essen 😉

Ja. Stimmt. Auch das gehört dazu.
Wenn die meisten der Kollegen zu Hause bei ihren Lieben sind, mit den Kindern, mit den Ehepartnern, Familienleben haben dürfen, sitzen wir in irgendeiner Gaststätte und reden bis tief in die Nacht, bei der einen oder anderen Flasche Wein, über den Job, die nächsten Herausforderung und Projekte.

Und am nächsten Morgen 8:00 Uhr wieder geschniegelt und gebügelt geht's weiter. Egal, ob du gerade Kopfschmerzen hast und der letzte Wein schlecht war 🤣

Dann kommst du irgendwann nach Hause, in dein Home-Office und auch da geht's weiter.
Denn das besprochene muss fixiert werden, aufbereitet, zusammengefasst.
Auch der nächste Tag kommt. Die nächsten Termine und ab ins Hamsterrad 🥴

Und die eigenen Herausforderungen nicht zu vergessen 😱
Der Trainingsplan hängt provozierend an der Wand, die Uhr tickt und der Countdown zum nächsten Wettkampf zählt unnachgiebig rückwärts.
Egal Kopfschmerz, egal Lustlosigkeit, egal Müdigkeit.

Und doch ist es genau das, was ich will. Das ist mein Leben, mein Job.
Vertrieb.
Ich liebe es!
Sorry, goldenes M 🤣
Vertreiben von Kopfschmerz, Lustlosigkeit und Müdigkeit.
Vertrieb von Produkten und Lösungen für meine, unsere Kunden.
Denn sie sind es, die meine Startgebühr, meine neuen Laufschuhe, meine Hobbys finanzieren.

Doch was hat COVID-19 damit zu tun 🤔

Wenn jetzt alle die, denen es möglich ist, ins Home-Office verbannt werden, wird vielleicht unser Job im Außendienst in neues Licht gerückt werden.
Es wird auf einmal klar, das eine ganze Menge Selbstmotivation dazugehört.
Nicht eben noch ein bisschen am Frühstückstisch sitzen zu bleiben.
Oder mal eben die Spülmaschine auszuräumen, oder noch schnell den Staubsauger durch die Wohnung zu schieben, einzukaufen oder oder oder.
Ja. Jedes negative hat eine gute Seite. Hoffe ich doch wenigstens.

Und liebe Regierung: 
vielleicht merkt ihr nun, dass wir zwar Willens sind und auch gemeinsam diese Herausforderung bestehen werden und wollen.
Nur ihr müsst uns und der Wirtschaft nicht erklären, wie man sich organisiert.
Ihr müsst verdammt noch mal dafür Sorge tragen, dass die Infrastruktur dafür da ist.
Das schnelles Internet existiert.
Oder auch Ladesäulen für eure priorisierte e-Mobility aufgestellt werden können, ohne das jeder Pups und Feuerstein ein Hindernis darstellt.


Aber das soll kein Mecker-Beitrag werden.
Ich möchte nur appellieren, sich zusammenzureißen, gemeinsam diese Krise ohne Mord und Totschlag wegen Toilettenpapier zu überstehen, denn wenn wir eh zu Hause sind und uns mehrfach täglich die Händewaschen sollen ...
🤣🤣🤣

In dem Sinne.
Habt euch lieb, aber nicht zu nah und bleibt meinem Blog gewogen.

Mit sportlichen Grüßen aus dem Home-Office
Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 1. März 2020

wieder dabei oder Back to the roots

😉

Wie oft habe ich das hinterfragt und bereits während unseres Urlaubs in Petten, Niederlande, letztes Jahr die Entscheidung getroffen.
Vielleicht kann sich der eine oder andere Entsinnen 😉



Und der Entschluss war richtig, wie ich heute weiß 😉
Ich habe mir vorgenommen auf Trails vorerst zu verzichten und wieder bei "0" zu starten.
Wenn man das so sagen kann 
🤔



Ja, ich kann es bestätigen. 

Diese Entscheidung war vollkommen richtig, ich bin mehr als zufrieden und vor allem sehr dankbar 🙏

8 Wochen nach Plan und das Zitat von Herrn Lessing ist bestätigt 😊

Auch wenn es teilweise schwer fiel, die Trails und den Wald links liegen zu lassen 😔

Aber ich habe den Plan durchgezogen und stand am Samstag, voller Erwartungen zum 4. Mal in Marburg am Start beim Lahntallauf.



Aber nicht nur der Trainingsplan wurde eingehalten.
Nein! Ich besann mich ebenso an "alte" Gewohnheiten 😉


So galt es am Freitag die Birne zu polieren (
👴) und die Race-Friese herzurichten, Füßchen zu pflegen und letztlich ganz wichtig:
Carboloading 😋





Der Gnü stand 17:30 Uhr pünklich am Herd und bereitete sein LieblingsVorWettkampfMenü zu: Kidneybohnen a´la Afrika 😋😋😋

Wer mag kann gern das Rezept bekommen, solange ihr hinter mir bleibt 😂

Auch meiner Herzdame hat´s geschmeckt, auch wenn Sie sicher am unsichersten in Bezug auf die Distanz war 💓💓💓

7:45 Uhr Start in Richtung Marburg.

Am Parkplatz angekommen endlich wieder dieser Wettkampfduft:
Gel, Aufregung und bei manchen den Duft der Klamotten, die seit dem letzten Wettkampf keine Waschmaschine gesehen haben 😨

Und natürlich liebgewordene Freunde.
Hans-Dieter, der sich auf seine 24h-Meisterschaft vorbereitet und natürlich, wie kann´s anders sein?
Corinna und Alex.


Nach gemütlichen dahinschleichen in Richtung Start und entspanntem Geplapper reihten wir uns 2 Minuten nach dem Startschuss dann endlich auch mal ein und setzten uns in Bewegung 🏃

Was kann man von einem Wettkampf, der 5 Runden beinhaltet, berichten?
Irgendwie nichts.


Das Wetter war gut für einen Wettkampf.
Ab 14:00 Uhr war Regen angesagt. Wind und Böen gab es ja in der Vorbereitung schon genug, wieso soll´s also zum Wettkampf anders sein 😟
Die Strecke ging durch die Lahnaue. Bis km 6/7 gab es genug Gegenwind und ab km 7 hatten wir diesen auf der "Zielgeraden" also im Rücken.

Der erste Schreck kam bereits bei km 7, als uns ein Läufer mit Startnummer entgegenkam.
Dumme Sprüche blieben stecken, denn kurz darauf lag eine Läuferin, umsorgt von mehreren Helferinnen und Helfern am Straßenrand. Kurz darauf kam uns bereits das Rettungsfahrzeug mit Blaulicht entgegen und man hat auf einmal keine Lust mehr auf den Wettkampf😥
Es gibt so viel wichtigeres 😕
Hoffen wir mal, das es "nur" ein Schwächeanfall war und sie wohlauf ist 🙏

Also, was gab es auf der Strecke sonst?
Runde 1: natürlich die "schnellen" 10k und 20k-Läufer alle vorn und bereits bis km 6 überwiegend eingesammelt 😏

Rund 2 und 3 galt es dem Gegenwind zu trotzen. Und der war echt gemein 😟

Runde 4 lief eigentlich ganz gut.

Runde 5: jetzt die Pflicht, wenn das vorangegangene die Kür war 😱 
Es hieß wirklich beißen und die Zweifel besiegen.


Die erste Runde war wohl ein bisschen zu schnell angegangen?
5:14/k m waren deutlich über die Zielpace von 5:30/km und wurden also in der letzten Runde bestraft.
Aber okay.
Wenn´s leicht wäre, wäre es Fußball und nach 2 x 45' erledigt 😂

Auf der "Zielgeraden" konnte ich noch nen Ultra einsammeln der leider abreißen lassen musste.

Auf der Brücke über die Lahn kam mir noch Ron entgegen und klatschte mich ab.
Leider habe ich ihn im Startbereich nicht entdecken können.


Dann letztes Mal die 180°-Kehre und runter auf den Radweg und endlich Zieleinlauf 😌😌😌

Es hat aber auch echt gereicht und ich war sehr sehr dankbar so gut und ohne Beschwerden durchzukommen.
Na klar sind die Beinchen schwer und der Gnü hat neben der mittleren Zehe nun auch den Nagel vom kleinen Zeh eingebüßt. Aber wenn´s einfach wäre (s. o.)...

Ich habe es geschafft und ich möchte den Kommentaren gern zustimmen:
Gnü is back 😊😊😊

Wie hatte Alex in der Sporthalle gemeint?
"Wird Zeit, das ich zurückkomme, bevor der DUV-Account gelöscht würde." 😂😂😂

Nun wird die Datenbank also wieder einen Eintrag seit Mai 2019 bekommen 😊

Und eine neue Medaille und Urkunde schmücken meine Wand 😊



Damit ist der 57. Marathon/Ultra abgelaufen und ich bin guter Hoffnung, die Auszeit endlich hinter mir gelassen zu haben und freue mich auf die nächsten Ziele 😉

Da wartet als nächstes Kaiser Barbarossa auf dem Kyffhäuser und dieses Mal BITTE ohne Schnee im April 😔

Euch Danke ich von ganzem Herzen für eure vielen Lieben Worte, Glückwünsche und sonstigen Kommentare und für das Lesen meines Blog.
Freue mich, wenn ihr mir gewogen bleibt und verbleibe mit sportlichen Grüßen in die Weiten der Republik nicht ohne euch wieder bestätigen zu können:
Wer sich bewegt, bewegt was!

Euer Gnü aus Zü

Freitag, 28. Februar 2020

ein Rückblick zum Ausblick ...

Wer vor seiner Vergangenheit flieht, verliert immer das Rennen.

Thomas Stearns Eliot

Nein.
Geflohen bin ich sicher nicht.
Gewonnen habe ich allerdings auch nie.
Gewonnen? 😱
Vielleicht doch? 🤔
An Erfahrung 😉

Und wenn es "nur" die Erfahrung ist, in die Vergangenheit zu blicken und aus den Erfahrungen Rückschlüsse für die Zukunft zu ziehen 😉

Nach, bzw. während, meiner langen Zwangspause blickte ich also zurück und überlegte, was damals anders/besser lief.
Wie habe ich es, bis auf kleine und kurze Unterbrechungen, geschafft, mich auf meine Ziele vorzubereiten?

Der Schlüssel lag im ...
Trainingsplan 😉
Ja.
Ganz einfach.
In einer Excel-Tabelle 😊


2010 habe ich mit dem Laufen begonnen.
2011 war das Ziel einen Marathon zu laufen.
Was man halt so mit 42 für Ziele hat 🤣
Was daraus wurde ist hinlänglich bekannt.
Nüschd 😢
Also wenigsten kein Marathon.
Dafür kam ich zu der Erkenntnis, dass ein Trainingsplan zum Ziel führen kann/muss/sollte.

Das Ergebnis 2012 bestätigte mich und so muss ich also auch Herrn Eliot Recht haben, wenn er von der Flucht vor seiner Vergangenheit abrät.

Also "Back to the roots", wie man heute so schön sagt und fein nach Plan trainieren.

Heute kann/muss/will ich Herrn Eliot zustimmen.
8 Wochen nach dem Plan von Herrn Olbricht brachten mich wieder zurück zu alten Leistungen, wenn auch nicht gleich zum Sieg 😉

Gut.
Ich habe den Plan nicht in allen Umfängen durchgezogen.
Vielleicht liegt das Ausbleiben von Ausfällen auch daran.?
Aber auf jeden Fall wird er mich zur Startlinie nach Marburg bringen.
Das Ergebnis wissen wir morgen 😉

Im Januar mit ersten zaghaften Läufchen gestartet. Und nach bereits nach einer ersten Woche mit unglaublichen 33!!! km bin ich in den Plan eingestiegen 🤨

Nein. Die Wochenziele habe ich nie erreicht.
Aber ich bin seit langem mal wieder 8 Wochen ohne Ausfällen durchgelaufen.




Montags Stabitraining und etwas für die Rumpfstabilität getan.
Schließlich hatte ich ausreichend Tipps vom Physiotherapeut mitgenommen 🥰

Sonst nie übertreiben, immer auf den Körper hören 😉
Das war die Maxime.
Und die war gut.

Ich hatte Muffe vor dem ersten "langen" Lauf >20k.
Früher hätte ich über 20k gelacht 🤣
Dann habe ich an meine Vergangenheit gedacht und daran, das ich "früher" bei solchen Wahnsinnsdistanzen den Trinkrucksack inkl.  Wasser, Brötchen oder Salzkartoffeln gepackt hatte 😱🤣🤣🤣

Heute nehme ich "nur" 500 ml mit auf Läufen bis 30 km.
Leute. Wie sich Zeiten ändern 😉

Dann kamen die ersten "Tempoläufe" und ich blieb bei 5:05/km förmlich am Asphalt kleben.
Wie habe ich es "früher" auf sub 4:00/km gebracht?
Lassen wir das lieber 😉

Dann der erste >30k.
Der, oder besser der Gnü, lief besser, als gedacht und die Woche drauf das gleich noch Mal.
Gut.
Auch hier hatten eigentlich 45k im Plan gestanden.
Aber ich dachte mir, wenn 30 gehen werde ich schon irgendwie noch +20 im Wettkampfmodus schaffen.

Okay.

Wie sagte gestern mein Lieblingskollege zu mir?
Wir sollten Dankbar und Demütig sein, bei dem was wir leisten können und das wir die Chance haben, es leisten zu dürfen.
Genau das trift es, was in meinem Kopf vorgeht.
Dankbarkeit unverletzt, ohne Ausfall, ohne Trainingsunterbrechung morgen nach Marburg fahren zu können und zu sehen, ob ich wieder zurück auf den langen Distanzen bin.

So danke ich dem, der mir die Kraft und die Chance dazu gibt, euch wie immer von ganzem Herzen für´s Lesen meines Blog, euren vielen aufmunternden Worte in der Vergangenheit und schon mal für´s Daumendrücken morgen 🥰

Ich verbleibe mit sportlichen Grüßen in die Weiten der Republik
Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 26. Januar 2020

Unser Wald ....


Ich bin der Wald,

ich hege das Reh,
ich bau euch ein Haus,
ich heiz euch den Herd.
Drum haltet mich Wert.

unbekannter Autor, Inschrift in einem niedersächsischen Forsthaus




Wir sollten uns das täglich aufsagen.

Vermittelt er Ruhe, bringt uns Entspannung, erdet uns so zu sagen 😍

Inzwischen weiß sicher jeder, dass ich den Wald wirklich sehr liebe und wenn ich die Wahl habe zwischen einem Tempolauf und Wald, nehme ich lieber den Wald, gönne mir den "Aufstieg" zum Beginn und genieße dann die Ruhe 💓

Die eine genießt "ihr" Meer, ich "meinen" Wald 😉



Ich habe inzwischen sogar "meinen" Baum gefunden, an dem ich, ohne ihn zu umarmen, nicht vorbei komme 💚


Und doch muss ich irgendwann ja weiter 😪

Auch wenn es unbeschreiblich ist, die Rinde, das Moos zu spüren 💚
Und wenn man bedenkt, wie alt er ist und was er schon alles gesehen hat ...
Dann wird man, oder muss man, demütig werden 😔

Neben der Lauferei und dem Radeln ist inzwischen Fotografieren lieb gewonnenes Hobby, wie auch Bücher.

Ja. Lesen!
Ja. So richtig mit Seiten und zum umblättern; nicht wischen 😉
Man gefährdet nicht nur die Dummheit.


© Skowronski & Koch Verlag
Nein. Man kann sowas sogar unter das Tischbein legen, wenn der kippelt 😱
Wer macht das schon mit seinem Handy 😂

Und so komme ich natürlich von Büchern über das Laufen und Radeln oder Bergsteigen und Wandern, Fotografieren und politischem Weltgeschehen auch zum Wald.


Hier gibt es den einen, an dem so zusagen kein Weg vorbei führt:

Peter Wohlleben und seinem Buch "Das Geheimen Leben der Bäume".
Um so größer war meine Freude, dass das Buch verfilmt wurde und es war doch ganz klar, das ein erneuter Kinobesuch anstand.
Und wenn der auch noch in Fritzlar im First-Class-Kino läuft 😌
So schön mit in den Ledersessel fläzen 😨😂😂

Was gibt es schöneres, als in den Wald eintauchen?

Natürlich am liebsten Live und in Farbe. Fuchs und Reh aufscheuchen. Frische Luft einsaugen.
Verwesung und Neugeburt riechen.
Die Mystik erleben.


durch Bäume hindurchgehen (bring auch noch Glück) 💖


den Lieblingsplatz besuchen 💚


oder über die Baumgrenze hinauskommen 😲


die Sonne einfangen 😍


hunderte Jahre alt 😌


verwittert 😍


beobachtend 😱


versteckend 😉
ernährend 😚



versinkend 😧


erwachend 💚


verschlingend 😏


Heimat gebend 💗💗💗
Ja.
Das alles bedeutet Wald.

Wald fetzt 💚
Wir sollten und müssen ihn schützen. Denn jahrhundertelang schütze er uns.
Und tut es auch heute noch.
Denn ohne ihn würden wir einfach ersticken.

So wie heute er 😪

Gelaufen bin ich natürlich auch, wenn auch nicht immer durch den Wald, aber so oft es ging doch 😉

So ist die 3. Woche der Vorbereitung auf den ersten Ultra seit Juni 2019 wieder im vollen Gange und der erste Lauf mit einer 2 vorn, die ich auch immer gern als Schallmauer bezeichne, ist geschafft.
Und das auch noch vollkommen schmerzfrei 😊


Ein bisschen bammel hatte ich ja schon, muss ich gestehen.
Umso mehr freue ich mich, dass das so gut geklappt hat.



Die Runde ums "Dorf" hat gut geklappt und die Pace konnte ich bei 5:45/km ziemlich konstant halten 😊

Die Steigerung nach der Knie-OP finde ich persönlich auch gelungen

KW1 = 32 km
KW2 = 44 km
KW3 = 60 km
KW4 = 72 km

Läuft so zu sagen 👌
Also der Gnü 😃

Und der bedankt sich auf das Herzlichste bei euch für das Lesen meines Blog, die lieben Kommentare die mich schon erreicht haben und danke euch schon mal im Voraus für die, die mich vielleicht noch erreichen werden.

Mit sportlichen Grüßen verbleibe ich in die Weiten der Republik
Euer Gnü aus Zü