Montag, 17. September 2018

Nehmen Sie grün ...

Dat hebt.


Sie zwar nicht über die Ziellinie, aber auf jeden Fall die Stimmung 😌

Grün begleitet und bekleidet mich in meinem Leben.
Ob beruflich, wo grün "unsere" Unternehmensfarbe ist, und auch am liebsten bei meiner Klamotten- und Accessoirewahl 😱

Mein Hoody ist grün.
Meine Brille ist grün.
Mein Notfallarmband ist grün.
Am liebsten bin ich im Grünen.


Was liegt also näher, als beim Kassel-Marathon zu starten?
Ist auch die Farbe des Kassel-Marathon grün.
Hat nicht auch Winfried Aufenanger im Interview gesagt: "Grün ist meine Augenweide." 😃 
Jawoll ja, ist es. Meine auch.


Nicht umsonst sollte uns, bzw. die Top-Athleten, eine grüne Linie durch Kassels Straßen ziehen, um nicht wieder so zu enden, wie 2017
Aber war ja klar. Da lief ich ja auch nicht mit 😂

Am Freitag holte ich, schon fast traditionell, meine Startunterlagen mit dem Rad in Kassel ab und genoss die Spannung, die in der Marathon-Luft lag.


Während überall fleißig noch, oder schon, aufgebaut wurde, holte ich meinen Startbeutel mit der Nummer und lies mich im Treiben in der Halle nieder und genoss einen leckeren Muffin und Kaffee.



Der Moderator erzählte und interviewte die Aussteller, aber es schien niemand zu zuhören 😲

Ich traf Urs, der die Startunterlagen für seine Staffel abholte. Fred, der für einen Freund Zugläufer in der Halbdistanz machen wollte. Quatschte mit Stephan von Laufmal Kassel und schnüffelte mal ein bisschen beim Laufladen rum.
Leider haben beide nichts für meine Trail-Füsschen zu bieten 😕
Aber sonst ein sehr gutes Sortiment für Laufeinsteiger und auch  Fortgeschrittene und eine sehr empfehlenswerte Beratung. Da sind Profis mit Leidenschaft am Werk.

Der Abend wurde zu Hause mit PPPP (PetersPrivaterPastaParty) beendet und der Gnü lag beizeiten mit vorbereitetem Alarmpäckchen in der Heija 😆


Vorm Wecker war ich putzmunter und schlich mich aus dem Bettchen. Die Liebste durfte ja ausschlafen 😍

Das Powerfrühstück, aus Banane, Haferflocken, Chia, Birne und Hafer-Drink, wollte nicht rutschen und so verschwand es wieder im Kühlschrank. Stattdessen verschwand eine Banane und ein Energie-Cake im Startbeutel und pünktlich 7:45 stand Iris mit Anja, Silke und Frank vor der Tür.
Gemeinsam fuhren wir nach Kassel und verpassten irgendwie ein Gruppenfoto zu machen 😖

Während sich die Mitfahrer auf ihren Staffel- und Halbmarathonstart vorbereiteten genoss ich das Bad in der Menge.
Es ist einfach nur immer wieder schön.
Die Hektik, das Aufgeregtsein, die Hibbeligkeit zu erleben.

Die Handbiker waren die ersten, die auf die Strecke geschickt wurden und es war schon fast ein bisschen traurig die nur Handvoll zu sehen.


Tja. Berlin zieht eben (leider) mehr.

9:15 gingen die Halbmarathonis auf die Strecke, die die deutliche Dominanz beim Kassel-Marathon haben.
Und selbst das wird noch von den Kindern im Minimarathon getoppt 👍.


10:00 Uhr folgte dann unser Start, und die "nur knapp" 400 Starter machten sich auf "The Green Mile" ging es mir durch den Kopf 😔

Ich habe inzwischen den 7. Start in Kassel hinter mir und so oft darüber berichtet.
Und doch ist es etwas besonderes.
Sicher. Kassel ist nicht Berlin, Bosten oder New York.
Und doch ist es inzwischen meine Heimat.

Nach nun 23 Jahren ist dem so.
Ich bin gern in Nordhessen unterwegs.
Fahre oder Laufe gern um den Edersee, durch den Habichtswald, hoch zum Herkules. Spazieren in der Karlsaue, genieße das Treiben in der City, wenn wir auch nach 2 h froh sind, dem entfliehen zu können.
Aber trotzdem ist es inzwischen mein/unser zu Hause.

10:00 Uhr Start.
Über die Damaschke-Brücke in Richtung Messehallen und nach Waldau. Auf einer erstaunlich ruhigen Strecke, die in den letzen Jahren deutlich mehr Publikum zu bieten hatte ging es nach Sandershausen und durch das Industriegebiet "Salzmannhausen" rüber nach Bettenhausen.
Vorbei am A7, einer Disko in der auch meine Kinder das Beineschütteln gelernt haben 😂, über die Fulda nach Wesertor.

Hinter der Brücke "Ysenburgstraße" stand er Spielmannszug Grebenstein und aus der Innenstadt klangen die Sonntagsglocken zu uns rüber.
In Gedanken war ich schon am Ziel und freute mich auf meine Frau, unsere Tochter und meinen Enkelhund, die mich in Empfang nehmen würden.
Der Gnü ist so ein Wichei.
Unweigerlich wurde es um die Nase nass und ich freute mich schon, in 23 Kilometer es hinter mir zu haben.
Aber auf dem Weg zu Holländischen Straße wurde mir wieder schnell bewusst, das noch nicht mal die Hälfte "abgelaufen" ist ...

Und nicht nur das.
Nein. Nicht nur, dass erst 18 Kilometer rum sind, sondern das auch die Härte von Kassel erst noch kommt.

Nachdem km 26 und Wesertor passiert sind, kommt das Stück, was mir immer den letzten Motivationsnerv raubt: Nordholland an der Ahne entlang. Und die Kilometer ziehen sich.
In den letzten Jahren musste ich hier immer wieder Gehpausen einlegen. Aber dieses Jahr war das Ziel, nach der verletzungsbedingten Pause, Durchlaufen. Und ich habe es geschafft. Wenigsten dieses Ziel.

Auf der Mombachstraße, hoch nach Rothenditmold, werden dir dann endgültig die letzten Körner aus den Beinen und der Birne gezogen 😕
Du hast das Gefühl, als ginge es nur noch bergauf und nur noch gegen den Wind.

Die ersten Splits waren noch konstant mit 5:04/km, 5.01/km und 5:12/km. Aber dann war der Drops gelutscht, wie man so schön sagt.


Gut. Mit ohne Vorbereitung 😀 war/bin/kann ich sehr zufrieden sein.

Mir kamen meine Fam. in den Sinn.
Wo sie wohl stehen werden?
Im Stadion, oder doch davor.
Egal.
Lauf, Gnü. Lauf einfach.

Es wurde immer schwerer und ich auch immer langsamer.

Die Schuhwahl war jedenfalls perfekt. Mit den Brooks Cadence hätte ich wohl sicher schon lange kapituliert, aber die Salomon SenseMantra waren, trotz CityTrail ohne Trailanteil, die perfekte Wahl.

Ich verfiel immer mehr in den Ultra-Schlurf-Schritt und selbst auf der leicht abfallenden Friedrich-Ebert-Straße kam der Floh der ersten 30 km nicht mehr zurück. Hab ich irgendwo verloren 😰

Egal. Nur noch 4 km überleben, geht´s durch den leeren Kopf.
Der Countdown läuft und du freust dich über jeder dieser be... km-Schilder.
Übel. Echt übel.

Dann auf die Tischbeinstraße, in dem Wissen hier die GermanDoctors mit einer Spende zu beglücken.
Einfach nur über die Matte und schon sind 5€ Gutes getan.

Endlich. Noch 1,5 Kilometer . Schnurgeradeaus in Richtung Auestadion.
Keinen Blick mehr rechts, keinen Blick mehr links.
Mehr gequältes Gesichtverziehen, anstatt Lächeln.

"Peter". Von der Seite.
Iris mit den Staffelpartnern rufen meinen Namen. Warten auf Läufer Nr. 4. 



"Papa, Papa".
Ich hab´s zu spät realisiert.


Aber ein Bild sagt mehr, als 1000 Worte


Mann, was freue ich mich auf Sonnabend. 65 Kilometer im Wald.
Ey, die sind deutlich einfacher zu laufen mit 2500 hm, als 42 Kilometer Asphalt. Ich schwöre ...

Dann noch Silvi vom Laufteam Hofgeismar realisiert und abgeklatscht.

Dann endlich das blöde Tor ins Auestaidon.
Nur noch paar Meter und endlich stehen beleiben dürfen ...
Letzter Wunsch ...
Und dann ist´s geschafft.

Minimalziel erreicht 3:45:36 und Stopp-Taste gedrückt.
Medaille um den Hals und Aus.

Ich bin durchgelaufen und mein Ziel, in 3:30-3:45 h ins Ziel zu kommen, gerade so erreicht.

Aber nach der Laufpause ...


Sehr zufrieden und der Arber kann kommen 💚

Im Ziel dann schnell noch ein paar Becher Iso in den Kopp und zurück zu den Lieben. Schließlich haben sie mich auch so fern ein bisschen ins Ziel getragen.

Jens Nähler getroffen und ein paar (zu wenige) Worte gewechselt.

Mein "Enkel-Hund" war wie ein bisschen aus dem Häuschen ...


Der Gnü auch und gemeinsam sind wir natürlich in die Kasseler-Innenstadt, schließlich mussten die Vitamin-Speicher aufgefüllt werden 😊
#KuchenIstGrundnahrungsmittel


Anschließen war Hundeenkelin so seelig und glücklich, dass sie fast mit Opa eingeschlafen wäre 😂


Nun denn. Alle sind zufrieden und glücklich.
Ich habe meinen 7. Finish in Kassel abgeliefert, da wo 2011 alles begann, und für den ArberlandUltraTrail am kommenden Sonnabend ist erstmal alles getan.

Wie sage ich immer so schön?
Abgerechnet wird zum Schluss und aufgeben kannst du bei der Post.


In diesem Sinne sage ich euch mal wieder ganz lieben Dank für das lesen meines Blog.
Kann euch nur wärmstens an Herz legen:
Wer sich bewegt, bewegt was!
Und manchmal sind es nur die Gedanken an schöne Dinge, die einem auf Schritt un Tritt begegnen, wenn man die Augen offen hält.

Ich verbleibe mit sportlichen Grüßen in die Weiten der Republik
Euer Gnü aus Zü

Montag, 10. September 2018

du hast ja ein Ziel vor den Augen ...

damit du in der Welt dich nicht irrst, damit du weißt, was du machen sollst
Und hast du dich einmal entschlossen, dann darfst du nicht mehr rückwärtsgehen

Worte: Louis Fürnberg 
Weise: Gerhard Hadda 




solche Lieder haben uns geprägt.
Begleiten mich.
Ein Leben lang.

Nicht aus ideologischer Sicht. Nein. Viele Lieder, die wir damals, jenseits der Mauer lernten, waren mir zu politisch.

Zeilen daraus können aber prägend sein.

Ich bin so ein Orga-Freak. Und so kommt es, dass ein Ziel, was einmal in meinem Kalender steht, auch konsequent verfolgt wird.


Jeder, und ich meine wirklich jeder, Termin steht in meinem Kalender. Sei es auf Papier oder virtuell in meinem mich täglich treu begleitendem Handy.



Ich weiß. Manchmal ist das schon zwanghaft. Aber ich kann nicht einfach so in den Tag leben.

Aber Termine (Ziele), die die Arbeitswelt betreffen, werden ja auch konsequent verfolgt. Oder nicht? 

So kommt auch mein obiges Bild zustande.


2015 waren wir zum ersten Mal auf Teneriffa und ich habe mich wirklich in die Insel und den TeneriffaBlueTrail unsterblich verliebt, so zu sagen 😍

Seit 3 Jahren hängt der Anhänger vor meinen Augen im Auto. Ist also das Erste, was ich sehe, wenn ich morgens in mein Drive-Office steige und ebenso lange ist dies mein Desktop-Hintergrund. 




Nun wird es endlich wahr 😊


2016 wollte ich bereits da starten, wie ich damals voller Vorfreude schrieb.

Im Dezember 2015 traf mich dann fast der Schlag und ein Traum platzte.

Die Veranstaltung wurde abgesagt.

Sie fand damals noch im Oktober statt.
Auf Grund widriger Wetterumstände und nach der Absage, der Austragung im Oktober 2015, wurde der Lauf im Dezember 2015 dann endgültig in den Juni verlegt.
Mein Hotel war aber gebucht, der Flug ebenfalls und im Juni war schon Urlaub für Lanzarote im Plan, unverschiebbar.

Also starb der Traum von 97 Kilometer auf 70% Wanderwegen, 17% Feldwegen und nur 13% auf Asphalt die in 24h zu meistern sind.

Er hat es mir aber so angetan und lies mich einfach nie los.


2015 sind meine Frau und ich vom Ende der Seilbahnstation, etwas blauäugig vielleicht, 12 km talwärts gewandert und die Stille, die absolute Stille, war beeindruckend.




Stell dir vor:

Du hörst nichts. 
Keinen Vogel.
Kein Verkehrslärm.
Kein Wind.
Nichts.
Nichts außer dem knirschen der Steine unter deinem Schuh und deinen Atem.
3555 müNN
Unglaublich.
Über der Wolkendecke.

Über die Montana Blanca führte uns die Suunto damals abwärts und überpünktlich erreichten wir die Talstation, bevor der Bus kam und uns zurück nach Los Cristianos brachte.
Aber in meinem Kopf hat er, der El Teide, mit seinen 3718 Meter über Normal Null, dieses Erlebnis fest eingegraben.

Ja und nun wird es stattfinden.
Am 08. Juni 2019 werde ich vom Strand Playa Fañabé im Touristenzentrum von Adeje starten und über das höchste Bergdorf Spaniens Vilaflor de Chasna und Pico Viejo, La Rambleta, Montaña Blanca, Lomo Hurtado, Recibo Quemado, Ladera de Tigaiga, Chanajiga, Tigaiga, El Asomadero, El Mirador de La Corona, Mirador de San Pedro und Rambla de Castro zum Zielort Puerto de la Cruz laufen.

Wer mehr wissen möchte, dem sei die sehr gut ins deutsche übersetzte Webseite empfohlen.

Auch wenn es noch 271 Tage hin sind, bis das größte Abenteuer meines Lebens starten wird, bin ich so aufgeregt, dass ich eigentlich schon anfangen könnte die Kiste zu packen.
Aber die Kiste wird wohl zu Hause bleiben müssen, denn die Anreise erfolgt mit dem Flugzeug, was noch gebucht werden muss 😮

Aber das hat sicher noch ein bisschen Zeit, wenn auch schon das Hotel gebucht ist 😃
Ich sag ja: Orga-Freak 😂😂😂

Also fahren wir mal den Puls runter und bringen dieses Jahr, lauftechnisch, zu Ende.
Schließlich werde ich in 5 Tagen beim Kassel-Marathon starten als letzten langen Lauf für das Herbst-Highlight ArberlandUltraTrail in 11 Tagen.

Dann stehen noch ein paar schöne Landschaftsmarathons auf dem Plan. Auf den Brocken und nun endlich mal der Rothaarsteig, der ja immer zeitgleich mit dem Dresden-Marathon stattfindet, und als Jahresabschluss der Röntgenlauf mit 63 Kilomter, mit dem ich noch ne Rechnung aus dem letzten Jahr offen habe.

Dann ist das Jahr im wahrsten Sinne des Wortes abgelaufen und hat wieder so viele Überraschungen und Zwischenfälle bereitgehalten, die selbst den irrsten Orga-Freak aus der Bahn werfen 😩
Aber so ist das Leben.
Das Leben ist eines der Härtesten, hat meine Mathe-Professorin immer gesagt. Und Recht hatte sie. Definitiv.

In diesem Sinne hoffen wir, dass das große Ziel, El Teide, nicht wieder ins Wanken gerät.

Euch danke ich von ganzem Herzen für das Lesen meines Blogs und kann euch sagen:
Wer sich bewegt, bewegt was!

Und wenn es die Träume und Ziele im Kopf sind.
Aber sie sind es Wert verfolgt zu werden.

Ich verbleibe mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Montag, 6. August 2018

Wir haben alles ...

und nutzen vieles zu wenig 😲



Das fängt bereits bei unserem Gehirn an. Wir nutzen gemäß eines Mythos lediglich 10%.


Unser kostbarstes Gut ist aber mit Sicherheit Zeit.

Darum gehört ein perfektes Zeitmanagement auch zum erfolgreichen Training oder zum ganz normalen Alltag.

Aus dem Grund will ich heute mal etwas tun, was ich selten, fast nie, tue. Und zwar möchte ich mal auf eine Funktion eingehen und ein Produkt bewerben, was ich in den letzten 3 Jahren nie genutzt habe, es aber als sehr nette Unterstützung empfinde.


Wie alles begann:

Als ich mit dem Laufen 2010 anfing, fand ich recht schnell heraus, dass das Smartphone mit GPS ja eigentlich ne ganz nette Sache im Vergleich zu normalen Sportuhren ist.
Meine POLAR® damals nahm nur den Puls bei der gelaufenen Zeit auf, wertete min und max auf und vergaß das auch ganz schnell, da sie keinen Speicher hatte und schon garn nicht über eine Schnittstelle verfügte 😱

Mein erstes Smartphone von HTC mit WINDOWS® hatte GPS und schnell fand ich eine App (Joggah), die die  Distanz über die Zeit und noch dazu die Route aufzeichnete. Irgendwann kam man zwangsläufig zu Runtastic® und an das Ende der Akku-Laufzeit 😞


So entschied ich mich im Mai 2014 für eine Uhr aus dem Hause Suunto® und die Ambit 2 Peak. Hier war der Firmensitz Finnland und die Erfahrungen die man von der Stabilität von Mobiltelefonen aus dem Land hatte, die erste Entscheidung. Meine Distanzen und Laufzeiten von < 8 h waren hier ebenfalls ausschlaggebend und bis heute bereue ich diese Entscheidung auch bei der Ambit 3 Peak nicht.


Ja. Sicher gibt es inzwischen auch andere Modelle, die mit ein paar Vorteilen locken, aber allein die Akku-Kapazität mit einer Laufzeit von (laut Herstellerangabe) 20 h bei 1 sek Aufzeichnungsintervall und bester GPS-Genauigkeit sind unschlagbar und sie hat 2017 beim Treppenmarathon erst nach 22 h das weiße Fähnchen geschwenkt und sich abgemeldet 😊


Durch Zufall entdeckte ich in den letzten Tagen im Movescout-Portal einen Link "Trainingspläne". Nach genauem Ansehen erstellte ich mir einen Plan gem. meines Planes (in Papierform) und bin angenehm überrascht.
Sicher ist da auch noch einiges zu verbessern, aber der Ansatz ist Klasse.


Nach dem Start bekommt man eine "leere" Woche angezeigt, die man mit "Leben" füllt.




Das Einzige, was ich bemängeln muss: man kann leider kein Intervalltraining als solches eintragen, sondern kann nur die gewünschte Intensität auswählen. Wie das dann angezeigt wird, kommt später.


Irgendwann hat man dann seine Woche fertig.




Nach Erstellung des Planes kann man diesen im Kalender aufnehmen lassen.




Das sieht dann so aus:



Nach Synchronisation ist der Plan dann auch auf der Uhr aktiviert und am Morgen, wenn man dann zum ersten Mal die Uhr bewegt, bekommt man eine Meldung, dass heute Trainingstag sei 😏



Nicht um die Uhrzeit und nicht im Anzug. Man muss schließlich irgendwie seine Startgebühren erarbeiten  😂


Irgendwann ist es dann an der Zeit, der Anzug im Schrank, der Job erledigt, die Familie bespaßt und das Training kann starten 😂


An der Taste unten rechts kann man zur Trainingseinheit blättern, mit der Taste oben rechts direkt zur vordefinierten Aktivität springen und diese starten.




Da ich eine Intervalltrainingseinheit angelegt hatte, die mit "sehr hoher" Intensität definiert war, (das ist das Manko, man kann keinen Pulsbereich oder Tempo voreinstellen) wurde neben dem momentanen Tempo ein Pfeil angezeigt, welcher Symbolisiert, schneller zu werden, bzw. den Puls mehr zu belasten. Da ich aber in der Einlaufphase war, ignorierte ich dies.

Nach 2 km startete ich die vorher eingestellte Intervalleinheit (200 Meter schnell und 200 Meter Trabpause) und bekam dies, wie schon bekannt sein sollte, auf der Suunto angezeigt.

Da die Trainingseinheit 40 Minuten dauern sollte, bekam ich nach 20 Minuten über ein Signalton gemeldet, dass ich 50% erreicht hatte 😊


Nach Beendigung der Intervalleinheit lief ich noch 2 km aus und nach beenden der Trainingseinheit durch langen Druck auf die Taste oben rechts meldete die Ambit 3 Peak:




Na Prima. Ich bin ein Held 😂


Mein Fazit zu der Funktion


+++

einfach zu erstellen
einfache Darstellung
Erinnerung auf der Uhr

---

detaillierte Pläne wären hilfreich, z. b. für Intervalle
(man könnte diese Einheit auch so weit splitten und 3 einzelne Aktivitäten erstellen, ist aber m. E. zu Umständlich)

Ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Tipp geben konnte, wenn ihr bereits Besitzer einer Suunto seid. Welche Modelle diese Funktion unterstützen kann ich allerdings nicht beantworten. Dieses hier bezieht sich ausschließlich auf die Ambit3Peak.


Allen, die mit der Anschaffung einer guten Laufuhr liebäugeln hoffe ich bei der Kaufentscheidung geholfen zu haben, auch wenn dies aus rein freien Stücken erfolgte und nicht von jemandem erwartet wurde.


Ich danke euch für´s Lesen meines Blog und wünsche euch alles GUte bei der Umsetzung eurer Pläne und dem Erreichen eurer Ziele


Ich verbleibe

mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Freitag, 13. Juli 2018

Wenn einem so viel Schönes widerfährt ...

ist das schon ein Beitrag Wert 😊


Nach dem SachsenTrail im Erzgebirge stand sehr schnell fest, wie ich es in der Regel immer halte, dass den Füßchen eine Pause zu gönnen sei.

Beruflich bin ich genug und umfassend in unserer Republik unterwegs und es kommen immer wieder Ideen auf, wo man mal hin müsste.
Entweder laufend 😁
Oder auch gern mal kurbelnd 😉 

Die bessere Hälfte hat sich am Wochenende mit Freundinnen verabredet und der Gnü ist allein zu Haus.

Ich und zu Hause bleiben?

Schon oft habe ich freie Tage genutzt und habe was schönes unternommen, wozu sonst zu wenig Zeit und andere Verpflichtungen im Weg stehen 😕
Die Chance wird genutzt und ich dachte mir mal was neues aus.


Man muss noch nicht mal in die Ferne schweifen, oder reisen, um was schönes zu erleben. Nein. Das kann so nah vor der eigenen Haustür sein, dass man fast darüber stolpert 😉

Nachdem ich die Woche das Rennrad nun schon am Montag und Dienstag nutzte, es Mittwoch wegen zu viel Arbeit stehen blieb, am Donnerstag bereits 75 km auf der Uhr hatte, Freitag das Wochenende mit 112 km im Kellerwald eingekurbelt wurde, musste ja am Sonnabend und Sonntag eine Steigerung sein.



Ja, der Freitag und der Kellerwald 😍




Ich weiß: flach geht anders.

Und Regeneration so und so 😂😂😂

Am Sonnabend verließ mich meine Frau nach dem Frühstück und ich das Haus 😖

Als Tour wollte ich mal auf den Europaradweg R1 nach Melsungen und weiter bis Rotenburg an der Fulda.
Bis Melsungen ist ja klar und wurde schon oft genug gefahren. Aber dahinter geht´s ja weiter. Getreu nach Udo L. "Hinter dem Horizont geht´s weiter!"

Also warum mal nicht neue Wege gehen?

Der Weg hin ist klar: "folgen Sie immer dem Schild R1".



über die Fulle bei Kassel


bis nach Melsungen
nicht ganz durchgängig weiter
durch´s Kloster Haydau
bis nach Rotenburg an der Fulda
Aber zurück?
Klar dass ich eine Runde will, und nicht hin und zurück auf der gleichen Straße fahren werde.

Die Hessenradweg-App mal getestet und ich muss sagen: wirklich gut.

Nur nicht unbedingt für´s Rennrad. Denn der Radweg geht auch schon mal durch den Wald 😩



natürlich nicht ohne:

Kuchen 😋
Aber dafür war die Strecke sehr ruhig und wenig Verkehr.
Bis auf eine Sperrung der Straße nach Sterkelshausen, da wurde ein Autorennen veranstaltet, was mich zu einem Umweg zwang.
Schlimm?
Iwo! Zusatzkilometer 😃

Über Oberellenbach ging´s wieder weiter in Richtung Sterkelshausen und grobe Richtung Homberg.


guck nich so blöd
Irgendwann habe ich den höchsten Punkt der Tour erreicht und nur eins hat wirklich genervt: der Gegenwind 😒
Dieses Jahr scheint es ohne Wind nicht zu gehen und ich wusste, warum ich so schnell in Rotenburg war 😞
Es half ja alles nichts und auch wenn es weh tat, musste der Gnü nach Hause, denn der Magen meldete sich trotz des Megastücks Kuchen schon hörbar.


Aber als ich die Burg in Homberg sah, wusste ich, die letzten Kilometer schaffst du auch noch.

Nach 165 km und 6:25 Stunden im Sattel hatte ich den Heimathafen erreicht und sank schon ein bisschen groggy in den Gartenstuhl 😯


Und morgen noch mal?
Na das wusste ich noch nicht wirklich und wollte das je nach Zustand nach dem Aufwachen entscheiden.


Nach ner leckeren Pasta verkrümelte ich mich recht schnell in die Heija und war ruck zuck im Land der Träume.
Wie machen das die Profis der Tour de France? 😱

Sonntag morgen tat mir erstaunlich gar nichts wirklich weh und einer Tour stand somit nichts im Wege.

Bereits 2016 habe ich mit Freunden eine wunderbare Rennradtour ins Sauerland gemacht, welche hier gern noch mal nachgelesen werden kann.
So war sehr schnell klar, dass mich die Sonntagstour ins Sauerland führen wird, aber mit einer kleine Abweichung zu 2016.

Nach einem ausgiebigen, aber einsamen Frühstück ...


verließ der Gnü sein Zü ...


in Richtung NRW ...


Welches er hinter Somplar, dem letzten Ort im Kreis Waldeck-Frankenberg, nach 55 km erreichte und ab Hallenberg den Radweg entlang der Nuhne nutzte, um nach dem benachbarten Züschen zu kommen.

Was wunder bar, so abseits des Verkehrs und nur ein paar wenige entgegenkommende Radler.

Nach nun ca 70 km hatte ich das Winterberger Züschen erreicht und musste so ein bisschen in mich hinein schmunzeln 😌


stehen schon mal im Winter ein paar Skifahren bei uns vorm Haus und suchen den Skilift. Der ist aber eben 70 km weiter westlich.

Hinter Züschen sollte der Weg weiter hinauf nach Hoheley über Mollseifen führen.
Allerdings wurde meine Tour unfreiwillig in Mollseifen unterbrochen, weil der örtliche Schützenverein seinen Umzug stattfinden ließ.




Ich muss aber gestehen, dass die Dickebackenmusik unweigerlich die Tränchen in die Augen trieb.
Warum?
So genau kann ich es nicht sagen.
Zum einen die Freude einen Schützenumzug im Sauerland erleben zu dürfen, schließlich sind viele meiner Ansprechpartner darin integriert, zum anderen bei solch traumhaften Wetter zum ersten mal die Strecke abfahren zu können, die ich so oft im Hotel Henry sitzend verbringe, wenn ich auf dem Weg zu "meinen" Kunden bin.
😏

Straße im Tal Richtung Girkhausen
Und erst die ständige bergauffahrt ...

Richtung Hoheley
Um dann endlich den Platz zu erreichen ...


Und ich konnte es mir nicht nehmen lassen, noch über die Kuppe zu fahren, um ein Foto aus dem Lennetal zu erhaschen ...


Eine rasante Abfahrt auf der B480 brachte mich zu meinem Kuchen und meinen Etappenziel 😋


Der Heimweg führte den Peter entlang der Eder, fast bis vor die Haustür.


Irgendwann werde ich mal die Eder von der Quelle bis zur Mündung abfahren 😌
Oder Laufen 😉

Heute war aber erst einmal ankommen das oberste Ziel, denn so langsam tat der Popo wirklich weh und ich musste sehr oft inzwischen in den Wiegetritt.

Oberhalb von Battenberg habe ich den Blick ins Edertal und am Horizont den Heimathafen ausgemacht, bevor ich über Frankenberg an der B252 entlang weiter an der Eder nach Schmittlotheim düste.


Nach 7:37 Stunden im Sattel hatte ich das Ziel Züschen wieder erreicht ...


... und war darüber sehr froh, muss ich gestehen 😏
Der Popo war inzwischen unterwegs ausgestiegen und die kommende Woche nicht bereit sich noch mal auf den schmalen Sattel zu quetschen 😟
Okay, wird eben gelaufen 😀


Abschließend stellt sich aber die Frage, warum man immer als bekloppt bezeichnet wird, wenn man fast 8 Stunden Rad fährt oder läuft.
Wenn man 10 oder mehr Stunden im Auto sitzt und arbeitet ist es Normal 😩

Die Regenerationswoche steht dann wie folgt auf der Habenseite:


Aktive Regeneration eben 😃

Ich fand es wunderbar und kann euch nur ans Herz legen, es mal zu versuchen.
Es müssen ja nicht gleich 100 Kilometer oder 200 sein.
Es gibt so viele schöne Orte zu entdecken, wenn man mal die Perspektive wechselt und die öffentlichen Verkehrsbetriebe sind auch noch da 😉

Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, musste ich doch am Donnerstag wieder dienstlich ins Sauerland und wurde, als Kontrast zum Sonntag mit dem Blick ins Edertal belohnt ...


Und ich muss sagen, ich zehrte die ganze Woche, von meinem kleinen Urlaub 😍

Euch danke ich von ganzem Herzen für´s lesen meines Blog, über die Kommentare, die mich bereits erreichten und freue mich sehr,w enn ihr einen Kommentar im Blog hinterlasst.

Bleibt alle schön und Gesund
Euer Gnü aus Zü