Sonntag, 14. April 2019

(fast) ein Winterlauf ...

Ich hör die Leitungsrohre knacken
und das Gesicht war zugefroren 😖
Ich hatte blauche Backen und Eisgebilde an den Ohren 😢
Da kam ich ganz von selbst dahinter,
es ist (noch) Winter 😩

Eigentlich, ja eigentlich ...
Sollte mein 4. Start beim Kyffhäuser Berglauf ein bisschen anders ablaufen, wie er es dann tat.
Aber ...

Die Zeit des unkoordinierten rumgehöppel sollte mit dem KBL aufhören und als Auftakt für den Trainingsplan zum Teneriffa-Blue-Trail dienen.
Die kommenden 8 Wochen, ja so schnell vergeht die Zeit, stehen nun im Schatten des El Teide, den es am 08.06. zu erklimmen gilt.

Am Donnerstag schrieb mich Ingmar an, das er mich in der Starterliste gesehen hat und er auch in Bad Frankenhausen sein werde. Das war eine schöne Überraschung denn ich habe mich nicht wirklich mit den Listen beschäftigt, was mir noch eine schöne Überraschung bescheren sollte.

Am Sonnabendmorgen, nachdem die Wetterprognosen der vergangenen Tag für das Wochenende die Rückkehr des Winters ankündigte, machte ich mich 5:45 Uhr auf den Weg der vor mir liegenden 180 km.

Die Strecke ist mir bekannt und auch der anzusteuernde Parkplatz. Hatte ich in den letzten Jahren immer direkt am Schulzentrum und den zugänglichen Duschen einen Polepositionparkplatz ergattert, kam dieses Jahr die Ernüchterung: wegen Umbau keine Dusche in der Sporthalle 😩

Auch die Fahrt hielt genügend Überraschungen bereit: Schnee, Schneeregen, dunkle Wolken und alles andere als Frühlingsgefühle. Na das wird ja ein Spaß werden und in Höhe Heiligenstatt habe ich wirklich mit dem Gedanken gespielt, abzubrechen und umzukehren, denn ohne Winterräder wird die Fahrt durchs Kyffhäusergerbirge nicht kalkulierbar.
Aber der Gedanke kam nur kurz. Schließlich freute ich mich zu sehr auf den Kyffi und Kaiser Barbarossa, der uns zur Halbdistanz auf seinem Ross in Empfang nehmen würde.



7:30 Uhr erfolgte die Landung am Schulzentrum mit Planänderung und keiner direkten Einkehr in die Sporthalle. Stattdessen Tasche schultern und Fußmarsch zum Startort.

Das nächste Dixi direkt angesteuert und danach in den Ausgabepavillon zum Startnummernempfang.

Mit entsprechender Routine alles kein Problem und kurze Zeit später habe ich auch schon Marcel gesichtet.



Na wenigstens haben wir uns am Start noch mal gesehen, denn so schnell wie er ist ...
bin ich alter Sack schon lange nicht mehr 😂

Nach dem Umziehen und Klamottenbeutelabgabe ging mein Blick auf Ingmarsuche ...

Kein Ingmar ...

Dafür eine nette Überraschung:



Susi. Prima.
Wir sind schon so manchen Kilometer nebeneinander bzw. hintereinander hergetrabt aber es war mir natürlich nicht bewusst, wenn man die Startlisten nicht liest 😡
Schon 2 x sind wir beim Kasselmarathon zusammengelaufen und zuletzt beim BiMa und auch da schon 2 mal.

Ich lauschte ein bisschen den Moderatoren des 41. Kyffhäuser Berglaufes.



Wobei die meisten lieber noch im wärmeren Pavillon hockten, anstatt in der Kälte.

Und dann hat es geklappt:
Ingmar kam über die Wiese geschlendert.



Die Wiedersehensfreude war groß, denn auch wir sind nun schon so ein paar Wettkämpfe nebeneinander hergetrabt.
Zum ersten Mal beim Sächsischen Mount Everest 2016 und dann beim SaarschleifeTrail, der ein einziges Desaster für uns war.
Es folgte der nächste gemeinsame Start an der Treppe und darauf der ArberlandUltraTrail im letzten Jahr. Aber dieses Jahr hatten wir uns beide gegen die Treppe entschieden, umso schöner war es, sich trotzdem zu treffen 😊

Durch die ganzen Quasselei verging die Zeit wie im Flug und 8:30 Uhr fiel der Startschuss.
Wie immer mit Ingmar, kurze Absprache: zwangloses Zusammenbleiben, wie jeder mag und kann.
Ja und aus dem Zwanglos wurden mal wieder 42,195 km 😌

Bei Ingmar war es der 2. Start nach 2009 in Bad Frankenausen und bei mir nun bereits der 4., was mit besserer Streckenkenntnis belohnt wurde.

Wir nahmen immer gemeinsam die Versorgungspunkte in Anspruch, hielten gemeinsam zum Pippipäuschen und so verging die Zeit sehr schnell und kurzweilig.

Wir quatschen wie immer über Gott und die Welt, kommende Läufe, zurückliegendes und private Dinge. Immer wieder schön, wenn man auf einer Wellenlänge liegt.

Das Wetter jedoch war eine einzige Katastrophe und ich war froh mich zu einem WK angemeldet zu haben. Bei dem Wetter hätte ich einen langen Lauf ausfallen lassen. Aber so ...
Ist´s doch eine gute Chance Wettkampfhärte für El Teide zu trainieren, denn wer weiß, was mich da auf dem Höhenunterschied von 0 üNN auf 3555 üNN alles erwarten wird 😨

Aber auch Emotional liegt mir der Kyffi am Herzen.
Denn Kaiser Barbarossa ging seiner Zeit von Korbach nach Tilleda und der X8, wie der 325 km lange Fernwanderweg bezeichnet ist, ist auch so manches Mal mein Weg bei meinen Läufen in meinem Nordhessen.



Und soviel vorn weg: am Abend stand ein Konzertbesuch in Bad Wildungen an und auch da:



Die Welt ist klein ...

Nun gut. Auf jeden Fall schrumpften die Kilometer und mir ist die Zeit noch nie so kurz vorgekommen.
Schon stand das Schild am Rand: Noch 22 km und gleich sollten wir unseren Stempel am Kyffhäuser empfangen. Nur leider heute ohne Bild. zum ersten mal seit meinem 1. Start 😭

Na wenigstens haben wir die Bärlauchwiese gerochen, wenn man sie auch nicht sehen konnte unter der Schneedecke. 
Und davon hatten wir in der Tat genug.
Von den 42 km hatten wir nur ca. 8 keinen Schneefall 😱.
Entsprechend sahen wir alle aus: weiße Augenbrauen, Schnee in den Bärten der Männer und Eiszäpfchen an den Wimpern 
😱

Es hilft ja nichts. Angemeldet ist angemeldet. Wir wollten es ja so ...

Schon waren wir am Flugplatz und einen Vorteil hatte das Wetter: es gab kein Angriff der Stechfliegen, wie in den vergangenen Jahren 😡

Dafür gab es seit langem mal wieder Krämpfe. Im den Pobacken. Na wenn man die Salztabletten vergisst...
Nur bei dem Wetter hätte ich die mit den dicken Handschuhen nicht aus der Tüte bekommen 😲

Ja. Richtig gelesen. Dicke Handschuhe.
Alles was schon in die Winterpause geschickt wurde, wurde wieder rausgekramt.
Die warme Jacke genau so, wie die Handschuhe und die Wintermütze. Dafür konnten das Geburtstagsgeschenk von meiner besseren Hälfte, die neuen Calfs von CEP eingelaufen werden, denn die werden mit mir nach Teneriffa reisen.

Durch das Wetter wurden wir dieses Jahr leider nicht durch die Musikkapelle am letzten Berg am Panorama Museum empfangen 😢

Dafür gaben Ingmar und ich auf den letzten 4 km noch mal alles 😊
Ich sag mal so: wir flogen so ziemlich dem Ziel entgegen mit 4:30/km.

Irgendwann war´s dann wirklich geschafft und die Stopptaste der Suunto durfte gedrückt werden.


Nun gut. Es war nicht der Teide, aber bei 750 pos hm bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden und denke auf einem guten Weg für mein Highlight zu sein 😊


Damit geht´s also in der nächsten Woche mit meinem Trainingsplan los, wenn es in nur noch 54 Tagen auf den höchsten Berg Spaniens geht.
Davor kommt noch der Vulkan-Trail in heimatlichen Gefilden und der Bödefelder Hollenlauf im Sauerland.

Euch danke ich natürlich ganz herzlich für das Lesen meines Blog, freue mich, wenn ihr es nachempfinden konntet und kann euch nur bestätigen:
Wer sich bewegt, bewegt was!
und wenn es manchmal nur die Schneeflocken auf den Klamotten sind.


Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Montag, 8. April 2019

hinter den 3 Bergen ...

bei den 7 Zwergen ...

Ja. Da stimmt was nicht. 😌
Ich weiß.


Aber wie kommt der Gnü denn nun wieder auf so was?
Fangen wir also mal lieber vorn an: mit der Wettkampfsaisoneröffnung 2019.

Es gibt nun wirklich wenige Veranstaltungen, die ich noch nicht besucht habe, in meinem schönen Nordhessen. Aber ein paar nun eben doch 😖
Wie zum Beispiel den 3 Bergelauf in Dodenhausen in "meinem" schönen Kellerwald 😊

Also war es in der Planung für mein großes Ziel TeneriffaBlueTrail nahe liegend, diesen Lauf, mit den Bergen sicher ganz hilfreich für Teneriffa, mit einzubinden.

Aber irgendwie ist der Name, in Verbindung mit Kellerwald, Grimmheimat und Schneewitchendorf Bergfreiheit, verbesserungswürdig 😉
Hier werden sich doch sicher noch 4 Berge finden lassen, um hinter den 7 Bergen bei den 7 Zwergen starten zu können 😃😃😃

Ich habe meine Gedanken natürlich vorgetragen. Mal sehen, ob man darauf eingeht.


Und dann sieht´s vielleicht so aus 😂

Wobei ...
Die 3 Berge haben auch gereicht.
Das es nicht leicht wird, war mir bekannt. Denn laut Ausschreibung warteten 973 Höhenmeter bei 26,2 km auf die Starter und Starterinnen der langen Strecke.

Mit gerade mal 35 Minuten Anreise ist´s ja fast sträflich hier noch nie gestartet zu sein, aber es stand eben immer was im Weg 😞
Nun war es aber so weit und wie es immer ist, sichert zeitiges Kommen gute (Park)Plätze 😊
Hotel Henry direkt vor dem Sportplatz abgestellt und den Weg zum DGH zu Fuß zurückgelegt. Na die 500 Meter ...

Startnummer und Chip in Empfang genommen und vorm DGH unter dem leider noch kahlen Kastanienbaum auf das Eintreffen der lieben Freunde und Mitläufer/innen gewartet.

Es dauerte nicht lang und Corinna und Alex kamen angetrabt. Auf sie freute ich mich sehr, denn unser letztes Treffen war am Twistesee zum Adventsmarathon und die Plätzchen von damals waren auch schon alle 😂





Wie immer gibt es natürlich einiges zu erzählen und auszutauschen, aber ein bisschen warmlaufen ist sicher nicht verkehrt, bei dem was auf uns wartete.

Dabei entdeckte ich, dass wir den Tischbein-Weg queren würden und fand sein Zitat oben mehr als passend.

So muss man´s machen.
Nicht eher aufhören, bis man nichts mehr sehen kann, was noch verbessert werden könnte.


Dem ist, in Bezug auf den TBT, sicher erst einmal nichts hinzuzufügen und abgerechnet wird zum Schluss, sage ich immer.

Das sagte ich auch Iris, Peter und Frank, die für die Laufgruppe Züschen startend, meinten:ich sei doch viel zu schnell.

Naja ...

Die ersten 2 km beim Einlaufen ließen mich schon ahnen, was hier schnell ist. Der Gnü schnell müde vielleicht 😓


Dabei dachte ich noch: ein paar Runden um den Weiher würden eigentlich auch ausreichen, aber würden mich für Teneriffa nicht voranbringen.


Pünktlich 13:00 Uhr fiel der Startschuss und die 55 Teilnehmer der Langstrecke setzten sich mit den anderen Läufern und Läuferinnen der kürzeren Distanzen in Bewegung.


Der erste Anstieg sollte uns hinauf zum "Hohes Lohr" bringen, wo wir mit unseren Kindern schon rodelnder Weise hinabgeschossen sind 😤.

Hier hatten wir nach 5 km auch schon den ersten Getränkepunkt erreicht und ich war wirklich froh nach dem warmen Tee greifen zu können.

Dann durften wir uns mal 3 km erholen und es laufen lassen. Es ging tatsächlich bergab 😲.
Und laufen ließ ich es wirklich. Einmal bergab und einmal in die Hecke 😞
Wenn ich nicht so eine Pissnelke wäre ...

Und wieder bergauf ...
Es ging hoch zum "Jeust" und WP 2 wartete auf uns.
Zum Glück ist erst April, dachte ich so bei mir. Im Sommer möchte ich das nicht tun.

Und wieder bergab ...
Es ging runter nach Schönstein und es wurde tatsächlich eine Straße gequert, welche von den Kameraden der Feuerwehr abgesichert wurde.

Mir ist die Ecke ja nun nicht unbekannt. Schließlich fahre ich hier öfter mit dem Rad entlang. 
Wenig Verkehr. Tolle Straßen (meistens wenigstens) und wunderschöne Landschaft 💚
Hier ist mein Zuhause. Ich liebe Nordhessen sehr.

Aber es wartete noch der letzte Brocken auf uns, wenn auch nicht gleich DER Brocken 😉 
Aber auch der Kellerwaldturm auf 680 üNN muss erst mal erklommen werden.


Der Kollege, der mich gerade noch beim Aufstieg dahin überholt hatte, war aus den Augen und kam mir auf einmal entgegen gelaufen. Hatte sich leider  vertan und verlaufen, was meiner Meinung bei der tollen Ausschilderung fast unmöglich war.

Gemeinsam ging´s auf den Trail hoch zum höchsten Punkt des Laufs und war genau mein Ding.


Na und der Downhill erst 😁
Yes ...
Da flog der Gnü fast runter. Zum Glück nur fast und ich kam heil unten an.
Genau mein Ding und ich konnte tatsächlich noch 2 junge Wilde und den Verläufer hinter mir lassen.

Nach 2:24:50 h konnte ich die Stopptaste der Suunto drücken und mich bei den LaSportiva Bushido bedanken. Sie werden mich hoffentlich genau so trittsicher über den El Teide bringen 😔

Das war er also: mein ersten Wettkampf in der neuen AK, mein erster in der Vorbereitung auf den TeneriffaBlueTrail, mein erster in 2019 und nach fast 4 Monaten den dumpfen vor sich hin höppeln 😩

Na und mit dem Ergebnis kann ich doch auch sehr zufrieden sein für mit ohne Training 😂


Nächste Woche folgt der Kyffhäuser Berglauf, einer meiner Lieblingsläufe, in toller Landschaft und in Erinnerung hier einen inzwischen sehr guten Freund kennengelernt zuhaben 💗

Euch danke ich natürlich wieder von ganzem Herzen für das Lesen meines Blog, wünsche euch alles Gute für alle eure Vorhaben und vielleicht kann euch mein Mantra 
Wer sich bewegt, bewegt was!
auch ein Stück voranbringen. Mich würde es freuen.

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Montag, 4. März 2019

Was stimmt denn nicht mit dir (mir)?

Solche Fragen muss man sich immer mal wieder anhören 😢



Von Menschen in der Nachbarschaft - mit ungläubigem Blick 😩

Von Kunden - mit ein bisschen Achtung vor der Organisation, die solche Vorhaben zwangsläufig mit sich bringen 😊

Sogar in der Familie - mit häufiger Angst vor dem Kommenden 😱

Es ist aber auch schwer, allen Versuchungen zu widerstehen 😔

Zu häufig werden neue Läufe angeboten.
Getreu dem Motto: Höher, schneller, weiter 😡

Einige reizen mich sehr.
Andere lassen mich unbeeindruckt. Fast kalt.

Wenn doch aber Oliver wieder mit einer neuen Idee um die Ecke kommt, und sich eine Veranstaltung ausgedacht hat, die es wohl nur einmal geben wird und schon einen gewissen Reiz hat ... 😉

"Die glorreichen 7" ließen meine, mich bremsende besser Hälfte, genau zu wieder zu so einer Aussage hinreisen.
"Kennst du eigentlich noch Grenzen? Was stimmt nicht mit dir?"

Was wäre, wenn sie dies nicht tun würde?
Ich hätte mich wohl schon wieder angemeldet 😄

Aber man hat ja auch noch andere Ziele/Aufgaben/Ausgaben 😩
und es ist schwer, bis fast unmöglich, den vielen Ankündigungen zu widerstehen.

So kommt es, dass man den Plan am Ende des Jahres für das bevorstehende schon wieder gut gefüllt hat und die vielen Termine kaum unter einen Hut bekommt.

Da ist der Job, der natürlich dafür sorgt, die Startgebühren zu erwirtschaften und, nicht zu vergessen, die Familie, die einen auch noch mal sehen will 😍

So ist allein die Urlaubsplanung schon eine gewisse Herausforderung, welche wir aber ganz gut gemeistert haben und unseren Erholungsurlaub perfekt in den Laufplan integriert bekamen 😊

Dann sind da noch die unerwarteten Ankündigungen, welche man nicht absagen kann. Schon gar nicht, wenn die Geschäftsleitung ruft 😔
So hieß es sehr überraschend, dass wir uns im Sommer in Amberg treffen werden und schon ...

drehte sich das Kopfkino vom Gnü, und schwuppdiwupp ...
Hatte ich auch das wieder mit einer lang gehegten Idee verbunden 😉

Schon lange wollte ich mit dem Rad mal die Heimreise antreten.
Zu warten, bis ich in Rente gehe und meinen Dienstwagen abgeben muss, ist mir dann doch noch zu weit weg und so verbinde ich es eben mit der Tagung 
😊

Erstes Konzept war eigentlich die 350 km mit dem Rennrad am Stück zu bewältigen. Aber nach genauerer Betrachtung der Strecke, dachte ich mir: nö, das machst du nicht und fährst nicht auf der Bundesstraße. Das wird zu stressig.
Also neu geplant und herausgekommen sind:
Tata ...



Sagenhafte 412 km mit 3800 hm entlang an vielen Flüssen und natürlich über den einen oder anderen Anstieg, um von einem Flusstal ins nächste zu kommen.
Warum können die auch nicht besser ins Gestein gewaschen sein? 😂

Aber der Mensch wächst mit seinen Aufgaben und Herausforderungen und wenn der Weg immer nur flach verliefe, wäre es zu einfach, gar langweilig.

Und wie hatte ich letztens bei Hans Kammerlander gelesen?
"Du weißt nur, ob du es kannst, wenn du es versuchst"

Yes!

So werde ich von Amberg nach Vilseck über Seitenstraßen fahren, um  mich dann in Richtung Hiltpoldstein in die Fränkische Schweiz nach Ebermannstadt durchzuschlagen 😊
Dann geht´s nach Buttenheim, dem Heimatort der Fam. Levis 😏
In Bamberg werde ich dem Main folgen, in Schweinfurt diesen links liegen lassen und mich durch Franken auf den Weg nach Bad Neustadt an der Saale machen.
Hier habe ich (natürlich) bereits ein Hotel gebucht 😉 und werde mir für die 2. Etappe das Wänstchen vollschlagen, wenn ich nicht gleich todmüde in Bett falle 😓

Der 2. Tag wird mich durch die Rhön nach Kaltennordheim an der Felda entlang nach Vacha bringen, wo ich Thüringen verlasse und in Philippsthal wieder im Hessischen sein werde.

Dann ist man ja fast (aber eben nur fast) wieder zu Hause und ich muss nur noch den Weg zur Fulle finden.
Ab Rotenburg an der Fulda werde ich dieser, auf dem mir bekannten Fernradweg R1, bis an die Fuldaschleife bei Büchenwerra folgen und an der Mündung der Eder in die Fulda bei Guxhagen/Edermünde "meiner" Eder folgen.

Denn: an der Eder lebt bekanntlich der Peter 😍

Ja, und wenn Gott will, werde ich mein Ziel am Sonntagnachmittag erreichen und ...
vielleicht von meiner besseren, mich zum Glück hin und wieder bremsenden, Hälfte mit einem extra großen Stück Kuchen empfangen werden 💗

Klingt nach einem tollen Plan und mein MTB ist bereits (fast) einsatzbereit.

Aber ...
So ganz ohne Einschränkungen ist eben solch Abenteuer nun doch nicht möglich.

Teneriffa ist und bleibt mein großes Ziel und hinter dem wird alles andere zurückgestellt.



Es gibt aber auch andere Läufe, die schön und toll sind, aber bereits mehrfach gelaufen wurden.
So habe ich mich entschieden, dass ich den SachsenTrail am Rabenberg absage und auch den 6h-Lauf in Herne werde ich sausen lassen.

Der SachsenTrail ist mir zu nah am MTB-Event und das Desaster vom letzen Jahr habe ich noch gut in Erinnerung, als ich nach dem Rabenberg auf´s Rad stieg, und vielleicht ein bisschen übertrieben habe.
Und zu 6h im Kreislaufen kann ich mich zur Zeit kein bisschen Motivieren 😢
Aber so ist das nun mal und man muss seinem Herzen folgen und nicht immer wild Plänen hinterherjagen. Oder?

So ist also mein 2019 ein Jahr des Genusses.
Gespickt mit ordentlichen Herausforderungen und feinen Dingen für die Seele.
Denn die sollte man auf keinen Fall vernachlässigen ...

In diesem Sinne danke ich euch mal wieder für das Lesen meines Blog, möchte euch meine Zielplanung empfehlen, wer mehr wissen möchte, und verbleibe

mit sportlichen Grüßen
Eur Gnü aus Zü

Dienstag, 29. Januar 2019

Wer selbst nicht brennt ...



©Bild pixabay
Ein sehr weiser Spruch eines sehr weisen Politikers, Hans Dietrich Genscher, über das Wesen von Hr. Hallervorden zum 80. Geburtstag.
So passend und treffend.

Auch die Aussage von Diddi in "Sein letztes Rennen": "Wer stehen bleibt, hat schon verloren!"

Brennen.
Was ein Wort!
Und doch gehört das brennen für etwas, was man tut, dazu.
Sonst wird es halbherzig erledigt.
Ohne Feuer und Flamme zu sein, heißt meist auch ohne Leidenschaft.

Zitate und Mantras sind für mich sehr wichtig und ich habe viele davon.
Auch zum Thema Leidenschaft:
"Leidenschaft ist es, wenn es Leiden schafft."


Oder:
"Erfolg hat du dann, wenn du das tust, was du liebst!"

Albert Einstein



Steht doch genau das Bild mit dem Zitat, von meinem Töchterchen geschenkt, vor mir, in meiner kleinen Fitnessecke und motiviert mich so sehr.

Und brennen?
Nun brennen muss man wohl definitiv, wenn man solch einen Brocken vor Augen und auf dem Plan hat:



Ja. El Teide.
Der Grund meiner schlaflosen Nächte und seit gestern in greifbarer Nähe.


In den Nachbarländern ist ein Start ohne ärztliches Attest nicht möglich und der upload war mit meinem super spanisch 😂 ein bisschen holprig.
Aber gestern traf sie ein: die schriftliche Bestätigung und ich träume nun wirklich jede Nacht, was auf mich zu kommen wird, was ich alles noch brauche, wie ich was unterbringe und und und ...

Aber die Checkliste ist schon so gut wie abgehakt:
Anmeldung ✔
Parkplatz ✔
Flug ✔
Hotel ✔
Trainingsplan ✔
Test-Wettkämpfe ✔
auferegt ✔

😉

Nun.
Ruhe bewahren!
Schock bekämpfen!
Füße hoch lagern!


Das ist aber gar nicht so einfach, wenn man für eine Sache brennt.
Ich sag mal so:
Kommt mir nur nicht zu nahe!
Feuergefährlich 
😉

Aber noch sind´s ja 130 Tage und der Rest von heute, bevor der Bus mich von Puerto de la Cruz nach Adeje bringt und wir uns 23:30 Uhr auf den Weg zum Gipfel machen werden, um auf der anderen Seite wieder von 3555 Meter ü NN zurück auf 0 zu laufen 😲

Wer mag, darf hier in meiner Zielplanung gern mit mir fiebern.

Euch danke ich mal wieder von ganzem Herzen für das Lesen meines Blog, wünsche euch nur das allerbeste und vielleicht trifft man sich mal, auf dem Weg zum großen Ziel 2019

Ich verbleibe mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Mittwoch, 23. Januar 2019

Jahrestag ...

und ein Motto, was mich seither begleitet 😊



2010 beendete ich mein (furchtbares) Laster und tauschte die Ausgaben an die Tabakindustrie gegen die an die Sportindustrie 😃

Wo ich es hinüberweise ist ja eigentlich egal.
Wie sagt man so schön?
Ich lebe ja nicht (unbedingt) länger.
Ich sterbe dafür aber gesünder 😂

Auf jeden Fall ist die Investition in diese Leidenschaft eine deutlich sinnvollere, wenn auch nicht unbedingt sooo günstige.
Machen uns schließlich alle möglichen Hersteller weis, dass man  unbedingt diese Schuhe, das Trikot, diese Shorts oder, gaaanz wichtig, diese Uhr benötigt 😏
Ok. Mit der Uhr ist´s so eine Sache. Und gerade ich darf da nicht so tun, als ob es ohne ginge 😪

Aber wieso "Jahrestag" im Titel?
Nun ja: ich bin nun seit genau 5 Jahren auf den langen Kanten unterwegs und am 19.01.2014 fand unser so wunderschönes Com-Treffen der Google+ Community "Running/Laufen, statt.

12, bis dahin fremde Menschen, trafen sich, um im schönen Nordhessen eine Runde um den Edersee, mit immerhin 60 km, zu laufen.

Was war das eine feine Sache und ich erinnere mich heute noch sehr gern an diese Aktion.
Hier kann man das noch mal nachlesen, wer so gern wie ich in Erinnerungen schwelgen mag.



Viele von damals sind verschollen. Haben das Hobby gewechselt oder sind untergetaucht.

Ja. ich gestehe, dass auch meine Entscheidung die Com zu verlassen, aus heutiger Sicht, anders hätte geschehen sollen/können. Aber es ist so, wie es ist und wenigstens bin ich den langen Distanzen treu geblieben und ein paar von damals trifft man noch hin und wieder 😉

Was durfte ich in den zurückliegenden Jahren alles erleben und erfahren 💓

Die Distanzen für die Akkulaufzeit des Handys wurden zu weit und ich beschäftigte mich mit Uhren, Puls, Trainingsplänen und gaaaanz wichtig: Schuhen 😂

Ja. Da bin ich fast schlimmer, als eine Frau und zeitweise standen da 15 Paar im Regal 😉



Alles probiert: Adidas, Saucony, New Balance, Salomon, Inov8 und LaSportiva und bei den zuletzt genannten "hängen" geblieben.

Und Strecken 😲
Was durfte ich Strecken und Ecken in Deutschland kennen lernen 😊

Ja. Ich bin immer noch der Meinung, dass das Zentrum meiner Läufe hier liegen sollte und wird.
Hier verdiene ich meine Startgelder. Hier sind tausende fleißige Hände darum bemüht uns einen wundervollen Tag zu bereiten und ich denke, dass man das in erster Linie unterstützen sollte und muss.

Natürlich gibt und gab es den einen oder anderen Abstecher in die Nachbarschaft.

Meist jedoch, weil es in einen Trainigsplan passt, es ein kleiner Wunsch war oder ein großer Traum ist 😔



Wunderschöne Landschaften durfte ich erlaufen.



Den müden Ar... auf bereitgestellten Stühlen niederlassen.



Phantastische Stimmungen erleben.



Oder mit Freunden weniger erfreuliche Erfahrungen machen.



Dann wieder tolle Ergebnisse erzielen, die ich nie erwartet hatte.



Ja. Da gab es schon viele schöne Stunden und Erinnerungen in 5 Jahren.

Und das ganze habe ich dann hier im Blog festgehalten.
Hin und wieder lese ich, manchmal schmunzelnd, meinen 1. Post vom 29.12.2012.

Bei der Umrundung der Müritz ist es nicht geblieben, wenn auch die Umrundung von Seen eine feine Sache ist und ich es liebe "meinen" Edersee zu umkreisen 😊

So sind bis zum heutigen Tag 286 Posts veröffentlicht (ein paar schlummern noch und warten auf die Veröffentlichung).
115.985 Menschen haben meine Beiträge gelesen.
Sie kamen aus (natürlich) Deutschland, den USA (Google liest mit), Russland (???), Österreich und Polen, aus der Ukraine, Frankreich und der Schweiz.

Die am meisten gelesenen Posts sind immer noch die Erlebnisse vom Sachsentrail am Rabenberg 2016 mit 1111 Aufrufen, gefolgt von der Erkenntnis auf der Treppe, die die Welt bedeutet, Ohne Fleiß auch kein Preis mit 1079 Aufrufen.

Das erfüllt mich schon ein bisschen mit Stolz und Dankbarkeit und ich hoffe, und weiß, dass ich ein paar Menschen mit meinen Berichten motivieren konnte und habe.

Aufregende 5 Jahre liegen also hinter mir und ich hoffe das noch mehr vor mir liegen.

Was auf jeden Fall vor mir liegt, ist das nahe Ende der "Pause", wenn man das so bezeichnen kann 😂 


Ganz ohne Laufen oder Radeln geht´s nun mal nicht (mehr). Die Sucht, sich zu bewegen, ist, wenn auch deutlich gesünder, kaum heilbar.

Ach so. Wie viele Kilometer ich seit dem erlaufen habe?
So genau kann ich´s nicht wirklich nachweisen.
Ist mir aber eigentlich auch irgendwie vollkommen Wurschd.
Ich laufe aus Spaß. Und nicht weil ich es muss 😉
So gibt es keine Jahreskilomterleistungswünsche, freue mich aber, wenn ich gesund und verletzungsfrei durch gekommen bin. 
Wie durch manchen Wettkampf und mancher Radtour. Aber das ist ein neuer Beitrag wert.

Euch danke ich ganz herzlich für das Lesen meines Beitrags zum 5. Jahrestag der langen Kanten und verbleibe
mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü