Montag, 22. Mai 2017

DNF ...

ist manchmal doch eine Lösung.



Der Kalender ist voll mit schönen Veranstaltungen, auf die ich mich sehr freue und doch habe ich in dieser Woche eine Entscheidung getroffen, weil DNF zwar in der Regel nicht die einfachste Entscheidung ist, aber unter Umständen eine vernünftige.


Meine Schwerpunkte sind definitiv die langen Kanten. Und auch den Nordhessencup (NHC) habe ich im Plan stehen, der für mich in diesem Jahr nicht nur ein Wettkampf an sich ist, sondern auch eine Möglichkeit der Beteiligung am Spendensammeln.

So schwer mir es auch fiel; ich habe den NHC 2017 nicht beendet. Ich habe meinen Kalender bereinigt und die Termine des NHC gelöscht, weil ich mich zunehmend unter Druck gesetzt fühlte und Laufen als Stress empfand.
Die nächsten beiden Sonntage wären mit einer Fahrt dahin verbunden und ich sitze echt genug im Auto :-(

Und das ist es definitiv nicht wert, so dem Hobby ein Ende zu setzten. Zumal für mich der Ausdauersport eine neue, lebenswichtige, Bedeutung bekommen hat.

Das möchte ich heute (noch nicht) weiter kommentieren. Vielleicht später, wenn ich mit mir im Reinen dazu bin.

Also wird sich vorerst wieder stressfrei auf den nächsten Ultra konzentriert und der ist in bereits 14 Tagen fällig.


Die letzte Woche stand im Fokus des Laufens mit Trinkrucksack und da ich keine Einschränkungen, außer beim Tempo, feststellen konnte, habe ich mich in dieser Woche zwar auf die Mitnahme des Rucksacks so doch ohne die 2 Liter Wasser beschränkt.


Wie komme ich aber auf das Bild in der Einleitung?

Nun ja; so ganz kann ich mir die 85 km Semi-Autonom noch nicht vorstellen.
Mir fehlen irgendwie lange Einheiten und die 28 km vergangenen Sonntag sind ja nicht wirklich der Rede wert. Doch Distanz ist eben, was dein Kopf draus macht. Ich bin gespannt und werde das Ding schon schaukeln laufen :-)

Montag habe ich das Rennrad aus dem Keller befreit. Nicht ganz unfreiwillig, habe ich doch tatsächlich total verschwitzt, dass der Space Shuttle zur Inspektion musste :-(


Also Auto abgeliefert und mit dem MTB heim geradelt :-)





0:26 h

10 km
114 bpm HF
60 pos Hm

Am Nachmittag musste der Space Shuttle ja auch wieder zurück und so mit dem Rennrad den Weg zurückgelegt.




Endlich konnte auch mal die Sommerkluft angelegt werden. Ich dachte schon, das Trikot bleibt dieses Jahr ungenutzt :-(





1:36 h

42 km
119 bpm HF
430 pos Hm

später war ich mit wieder Daheim und sehr froh so ein Raumwunder fahren zu dürfen :-)


Dienstag Laufen :-)

Aber erst Brötchen verdienen und lange im inspizierten Space Shuttle ins bergische Land fahren.
Auch wenn es zum Schluss des Tages wieder 400 km waren, so ist die Fahrt in die Stadt der Schwebebahn immer mit freudigen Erwartungen verbunden, denn in 2018 werde ich ja hier meinen ersten Etappenlauf bei den Bergischen 5 absolvieren. Oh man. Ick freu mir, wa?! ;-)

Am Abend aber erst einmal die Inov8 Mudclaw300 an die Füsschen und ab in den Wald




Das war einfach wunderschön. Ein Lauf durch die Kinderstube von Mutter Natur.

Nachdem ich Züschen auf dem Volkmarser-Weg verlassen hatte und im Helenental in Richtung Haddamar lief, erschreckte ich 2 Fuchskinder beim Spielen und kurz darauf scheuchte ich ein Waschbärkleines auf einen Baum :-)



Vielleicht kann man den Fellkneul in der Mitte des Bildes erkennen.




Wenn so ein Schattenmann durch den Wald schnauft :-)

Würde ich auch flüchten :-)

1:43 h

19 km
5:27/km
136 bpm HF
311 pos Hm

Mittwoch freute ich mich schon den ganzen Tag aufs Rennrad zu kommen, denn ich wollte unbedingt mal wieder mit den Jungs vom SRC-Fritzlar eine Runde drehen und nicht nur Beitrag im Verein zahlen :-(

An dieser Stelle mal Danke an Harti für die Überarbeitung der Web-Seite.



Nach getaner Arbeit im wunderschönen Sauerland (eigentlich wäre ich auch gern hier ne Runde heim gelaufen) saß ich 17:00 Uhr auf dem Drössiger und nahm Kurs auf Fritzlar.
Ehrlich? Hätte ich gewusst, was mich erwartet, wäre ich direkt zum Treffpunkt gefahren :-(


Harti, Wolfgang und ich fuhren in Richtung Wabern um Ralf entgegen zu rollen. Zu viert ging es bei nervendem Wind durch gelbe Rapsfelder durch Nordhessen.




Durch die Schwälmer Schweiz ging es in Richtung Ostheim und weiter nach Hombergshausen.




Für die einen ist es eine tote Gegend. Für mich und viele andere Radler, einfach traumhaft still und stressfrei (manchmal).

Kaum ein Auto, was uns überholte oder entgegen kam sind ein deutlicher Vorteil, wenn es ums Radeln geht.

Wir streiften Homberg und die Jungs wollten Borken noch mitnehmen.




Aber um Ehrlich zu sein, wie ich ja im letzten Post schrieb, war ich echt am Limit.

Die Runde hat doch mehr geschlaucht und die zurückgelegten Anstiege waren letztlich auch nicht ohne.

Wolfgang war so nett und lies mich immer schön im Windschatten fahren, sodass wir gemeinsam in Geismar eintrafen, wo er sich verabschiedete und ich die letzen 5 km allein und langsam nach Hause trampelte.

Langsam? Nun j aauch nicht wirklich denn im Schnitt 28 km/h waren nicht ganz so langsam :-)

3:03 h

80 km
120 bpm HF
700 pos Hm



Angekommen, dusch und ab in die Heja :-(


Donnerstag war die Regeneration abgeschlossen und der Gnü bereit zum Laufen




Die Brooks Cascadia an die Füsschen und ab in den Wald

1:24 h
16 km
5:17/km
142 bpm HF
314 pos Hm

Ja, ich gestehe. Ich habe in der Vorwoche glaube ich genug am Berg getan und versuchen lieber mal wieder etwas Tempo rein zubringen. Irgendwie habe ich mein Grundtempo auf der Treppe verloren :-(
Ich war schon mal schneller und die Ergebnisse der Wettkämpfe geben mir Recht.
50 km Lahntal-Lauf: langsamer
6h-Lauf Nürnberg: weniger km
Kyffhäuser Berglauf: langsamer

Nun gut. dafür kann ich aber mit Fug und Recht behaupten: ich kann länger :-)

Freitag ist kurz zusammengefasst: nichts :-(
Es schüttet bereits seit dem Morgen, wie aus Eimern und lässt auch nicht mal kurz nach :-(

Sonnabend dafür Ausgleich.
Kleinen Morgenlauf und Brötchen eingefangen.



Ein paar dunkle Wolken hängen noch über dem Chattengau, aber es war so herrlich frische Luft :-)

1:13 h
15 km
5:00/km
140 bpm HF
138 pos Hm

Ja, wenn ich will, scheint's auch schneller zu gehen. Nur die sub 5:00/km fallen mir sehr schwer.

Am Nachmittag, nach getaner Gartenarbeit hat mich die bessere Hälfte sogar noch mal aufs Rennrad gelassen. Danke


1:07 h
30 km
122 bpm HF
324 pos Hm


Dann war's aber auch gut, denn am Sonntag sollte noch was langes folgen.

Sonntag versprach der Sommer mal auszubrechen und an den Edersee hatten wir mal irgendwie keine Lust. So konnte ich in der prallen Mittagssonne den Trinkrucksack aufsetzten und brach zu meinem langen Lauf auf.
In der letzten Woche war die Gesamtlaufleistung sehr zufriedenstellend, nur fehlte mir ein langer Lauf. 110 km sind gut, nur für den Keufelskopf ...

Also führte mich der Weg mal wieder über den Asphalt in Richtung Lohne in den Chattengau.
Die Region hat was. Vulkankegel prägen sie und ich mag es sehr.

Wartenberg bei Kirchberg
Hinter Lohne ging der Weg nach Gleichen und weiter nach Gutensberg. Um meiner Frau die Sorge um mich zu nehmen, sendete ich jeder Stunde meinen Standort.

Von Gutensberg ging der Weg entlang des Goldbachs nach Maden und weiter nach Obervorschütz auf dem Radweg.
Hier folgte ich dem Ars Narura in Richtung Oberstes Holz nach Cappel.


Immer wieder wird man von "Sporlern" im PKW überholt, die in den Wald fahren zu müssen, um zu laufen :-(
Komisch!

Am Waldparkplatz angekommen stand ein Läufer mit einer Kopfwunde da und warnte vor einem angriffslustigen Greifvogel. Upps. Das hatte ich doch schon mal :-(
Mich verschonte er, oder wenigstens habe ich keinen gesehen und kam unbeschadet in Cappel an.

Leider musste ich hier bis Niedervorschütz auf der Straße laufen und mich über so manchen geistlosen Verkehrsteilnehmer aufregen. 1,5 Meter scheint keiner einschätzen zu können.

Nun, irgendwann hatte ich es geschafft und kam auf den Radweg nach Wabern.

Am Bahnhof die nächste Meldung an das Basecamp.


Ab hier wurde es wirklich hart und geht in die Motivationstrainingsanalen ein. Kerzengeradeaus mit Sicht fast bis Fritzlar über die folgenden 7 km :-(

Auch die habe ich irgendwie überstanden und erinnerten mich sehr stark an die Müritz-Umrundung. Upps. Die habe ich ja auch noch vor dieses Jahr.

In Fritzlar musste ich das kühle Nass der Eder genießen und mir den Schweiß von Kopf und Armen waschen. Schee wars :-)

Die letzten 10 km waren schon eine kleine Herausforderung und nur Winni, den ich in Geismar traf, haben mir den Weg versüßt.

Irgenwie habe ich es wirklich geschafft und bin nach 

3:39 h
40 km
5:30/km
141 bpm HF
349 pos Hm

in Züschen gelandet.
Die Trinkblase war leer und es zeigt mir, dass ich mich wirklich mehr dazu zwingen muss ausreichend zu trinken. Hat mir in der Vergangenheit auch weniger ausgemacht. Aber die Gewichtskontrolle auf der Waage gaben mir Recht und der Keufelskopf, als auch die Müritz-Umrundung, werden nun mal größtenteils in der prallen Mittagshitze gelaufen.


So stehen dann folgende km in der Habenliste:
162 km geradelt
90 km gelaufen

Na wenn ich damit mal nicht sehr zufrieden bin. Vor allem mit den Rad-km. Es tut mir und meinem Rücken sehr gut.

So bleiben mir noch 2 Wochen, bis das große Abenteuer Semi-Autonomie startet und viel kann ich nicht mehr tun. Obwohl. Die nächste Woche hat doch nur 3 Arbeitstage und am Freitag habe ich Urlaub. Hmmm :-)

In diesem Sinne sage ich euch mal wieder ganz lieb Danke für's Lesen meines Blog, freue mich über einen Kommentar wenn es euch gefallen hat oder ihr Kritik los werden wollt und kann euch nur immer wieder ans Herz legen:
Wer sich bewegt, bewegt was!
Und sei es nur das Wasser auf dem Rücken :-(

Ich verbleibe mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus zü 

Montag, 15. Mai 2017

zurück in die Zukunft ...

1983 ...
(gleichnamiger Film erschien zwar erst 2 Jahre später) doch wir fühlten uns vergangenes Wochenende dahin zurückversetzt.




Jugendweihe in Meißen meines Neffen.

175 Jahre Tradition und doch wird sie ganz stark mit der DDR verbunden. Ist es für "uns" ein entscheidender Schritt gewesen. Eintritt in den Kreis der Erwachsenen. Festlichkeit, auf der großen Bühne im Kulti in Dresden.
UND: Geschenke.
Mein erstes Rennrad. Aus dem Westen.

aus ebay Kleinanzeigen, aber genau das :-)
Die Oma ist also Schuld, was aus mir und meiner Sucht geworden ist :-)

Heute auch Festlichkeit auf großer Bühne. 

Schön, dass an der Tradition so festgehalten wird. Das sie so alt ist, war mir unbekannt. 
Man wird alt, wie ne Kuh ...

Die Laudatio heute natürlich mit anderem Inhalt, anderer Weltanschauung, anderen Schwerpunkten.

Aber was ich als besonders gut fand, waren die Stichworte, die rechts und links der Bühne von den Plakaten prangten:





Welche haben für mich die höchste Gewichtung?

Ich gestehe:
  • Fleiß
  • Ehrlichkeit
  • Toleranz

Mit Fleiß habe ich das erreicht, was ich sportlich und beruflich vorzuweisen habe.
Ehrlichkeit. Das schätzen "meine" Kunden besonders an mir. Und auch ich bin ehrlich zu mir, wenn es um die Streken geht, die ich mir zutraue.
ToleranzDas Wichtigste wohl überhaupt in der heutigen Zeit.

Das möchte ich auch allen Jugendweihlingen ans Herz legen. 

Es ist die halbe Miete im Leben.

Was aber hat das mal wieder mit einem Lauf-Blog zu tun?

Nun ja. 

Gerade wir Sportler sind meiner Meinung nach das Aushängeschild von Toleranz.

Ich habe noch nie erlebt, dass wir uns angepöbelt haben. Ob schwarz, ob weiß, ob Gesund und Fit oder Starter bei Paralympics.

Und es hat mich die ganze Zeit bei meinen Läufen in den vergangen Tagen begleitet. 


Und auch heute wieder reise ich in die Vergangenheit:




Cover:
Destroyer
Casablanca Record and FilmWorks ™ 1976


Seit langem freue ich mich darauf und nachdem das letzte Konzert abgesagt wurde, ist es nun heute soweit.


In der DDR eine verbotene Band, die durch die Runen im Namen nicht auf Wohlwollen der SED-Führung stieß, hatte sie doch eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Fans.

Ich kann mich noch sehr genau erinnern, als im West-Fernsehen KISS "I was made for lovin´ you" lief. Hammer. Gene mit seiner Megazunge und Ace, der Frauenheld :-)

Die Scheibe, welche ich oben abgebildet habe, hat mich seinerzeit 200 Ost-Mark auf dem Schwarzmarkt gekostet. Eine Unsumme, wenn man mal bedenkt, dass meine Mama als Friseurin gerade mal 400 Mark verdiente. Im Monat!!! Hammer.


Aber ich musste sie haben und habe sie, glaube ich, so oft gehört, dass die Rillen weg gerillt sind :-)


Also mal sehen, was die alten Herren so auf die Bühne bringen, aber wie wir wissen, hält uns das Alter von nichts ab.


Nicht einmal vom Laufen. Und da können die Strecken nicht lang genug sein. Die Herausforderung nicht hoch genug und wir stellen uns den Aufgaben. Mit Fleiß im Training, Ehrlichkeit zu uns selbst und Toleranz gegenüber anderen Startern.


Nun sind wir also wieder beim Laufen :-)


Die letzen 2 Wochen liegen hinter mir und 3 Wochen vor mir, bevor es in den Hunsrück geht, z
um Keufelskopf, meinem ersten Semi-Autonomen Ultra, bei dem außer Wasser an 4 Versorgungsstellen, bei 24, 39, 56 und 71 km und dann im Ziel, nichts gereicht wird.

In der Woche nach dem Treppenmarathon habe ich es wirklich geschafft und bin nur 38 km gelaufen. Dafür 30 km dem MTB gefahren.
War auch mal schön und könnte bei dem Wetter in diesem Jahr die Alternative werden :-(



KW17

Die erste Woche im Mai nutzte ich für den Angriff auf den #kkut und konnte meine liebe Frau nun endlich mal mit auf meine Laufstrecke ins Edertal mitnehmen :-)


1. Mai




Die Strecke ist so sehr schön, dass diese 22-28 km als meine Lieblingsstrecke gilt.

Durch den Wald, durch Täler, vorbei an Bächlein und an Kuhweiden.



Vorbei an Bauernschuppen und Bänken die zum Verweilen einladen.





Wir wanderten durch nordhessische Wälder und kehrten in Bergheim in der Jause bei Fam. Seibel ein :-)

Ne lecker Curry-Wurst mit vieeeeel Pommes hatten wir uns auf jeden Fall verdient :-)

Das Laufen hatte ich auch wieder angefangen, und ich muss gestehen, dass ich in den ersten Tagen nach der Treppe keine echte Lust verspürte.

Der Akku war leer. Das Ziel erreicht und der Keufelskopf noch so lange hin :-)

Die erste Woche im Mai steht wie folgt im Buche:



KW18
74 km gelaufen
14 km gewandert

In der 2. Woche dachte ich dann aber, dass ich, um das Ziel Keufelskopf, der mit 85 km und 3500 pos Höhenmetern sicher nicht zu den enspanntesten Läufen zählen wird, mal so was wie einen Plan machen sollte.
Wenn ich auch letztlich auf einen wirklichen Plan verzichte, so muss doch das Laufen mit Rucksack sein.

Denn nur Wasser ist wohl nicht zielführend, wenn ich schon wenig esse beim Laufen :-)

Montag habe ich aber die Füße noch stillgehalten


Dienstag der erste Lauf mit Trinkblase. Ich laufe ja gern mit Rucksack und doch schien es eine Ewigkeit her.


Durch den Wald, denn auch Höhenmeter und der Bodenbelag muss fokussiert werden, wie auf der Homepage des Veranstalters angekündigt wird.

Also die Salomon Sense Mantra3 an die Füsschen und ne Halbmarathondistanz im Kopf.


Pausen müssen sein :-)
Na und das Höhenprofil war auch nicht so verkehrt :-)



Zum Schluss waren es:

2 h
21,35 km
5:37/km
135 bpm HF
418 pos HM

Mittwoch kann man das auch wiederholen. Nur ne andere Strecke. Berg und Wald haben wir schließlich genug :-)


Dazu nahm ich mal wieder die Runde über den Hasenberg und den Ringwall bei Lohne in Angriff, denn hier bin ich schon so lange nicht her gelaufen.





Ich glaube so langsam, dass ich jeden Berg im Umkreis mal in einer Runde mitgenommen habe, was aber nicht minder anstrengend ist :-)




Nun gut; ein paar hätte ich noch zur Auswahl. Muss man mal weiter in den Chattengau rein :-)


1:45 h

17,8 km
5:46/km
142 bpm HF
351 pos HM

Donnerstag hätte ich gern mal das Rennrad genommen, aber ...

Die Wettervorhersage für Hessen war schuld, das nicht und das Wetter in NRW war so viel besser :-(
Wäre ich mal da geblieben.

Aber was man nicht ändern kann ...

Wenigstens die Strecke kann ich ändern und dazu auch mal etwas flacher :-(
Den Trinkrucksack auf und los in Richtung Fritzlar und unten am Mühlengraben zurück in Richtung Geismar.



Wenn auch die Gedanken so ganz trüb waren, schließlich ist an dem Tag ein Rollerfahrer aus Züschen bei einem Zusammenstoß mit einem Trecker verstorben.
Wieder ist es ein Schwächerer, der sein Leben lassen musste, weil ein anderer keine Rücksicht nahm.

Gerade am Morgen musste ich beim Weg zur A44 über Naumburg erleben, wie ein Bulldogfahrer mit dem Handy am Ohr in seinem Monster saß. Unfassbar! Wann hört das auf?

Zum Schluss standen

1:35 h
18 km
5:15
144 bpm HF
192 pos HM

auf der Habenseite


Freitag endlich die 2. Reis in die Vergangenheit zu KISS und unglaublicher weise ohne einem Läufchen. Aber ich dachte, wir stehen und springen genug am Abend :-)




Um es kurz zu machen, was soll man auch zu einem Konzert schreiben, außer das es sehr geil war, unfassbar, was die alten Männer da so abliefen :-)



Geiler Sound, tolle Stimmung, gesittet und eine Show, die man fast nicht toppen kann.

Sonnabend nach einer kurzen Nacht und schlechtem Schlaf die Sonne genutzt, Trinkrucksack auf den Rücken und meine Lieblingsstrecke :-)




Es ist einfach nur ein Träumchen.
Das satte Gelb der Rapsfelder, die frischen Triebe an den Nadelbäumen. Man muss einfach raus.
Und wenn man dann noch auf einem Feld das einzige, was man vom Reh sieht die Radartüten sind ...



Etwas ruhiger, wie die letzten Tage kam ich auf folgendes Ergebnis:


2:15 h

23,4 km
5:50/km
144 bpm HF
532 pos HM

Der Tag klang mit zu erledigender Gartenarbeit aus und die Mauerkronen müssen auch noch verfugt werden :-(


Sonntag Muttertag und eine Aufgabe unserer Kinder, was für Mama zu tun :-)


Nach einem sehr schönem, gemeinsamen Frühstück, ging es natürlich an "unseren" See, der leider nichts Gutes für den Sommer erwarten lässt. es müsste mehr regnen.


Wie immer ließen wir uns den leckeren Kuchen bei Cappuccino und Sonnenschein in der Strandoase schmecken, bevor ich die Mädels mit dem Auto nach Hause schickte und ich mich für die letzten km in dieser Woche wappnete.



Das Ziel stand für diese Woche fest und 30 km waren Minimum.

Ich nahm den Urwald-Steig und Ziel Peterskopf :-)
Ganz so flink, wie ich vielleicht sonst bin, war ich nicht, denn die fast 3 km auf dem Rücken ziehen doch das Tempo nach unten :-(

Oben angekommen, ist der Blick einfach sensationell.


Der Blick zurück zum Edersee


Wir hatten also Glück gehabt, denn es wurde nass :-)

Ich lief eine Runde um das obere Staubecken herum, bevor ich mich wieder nach unten machte. Nicht, ohne den höchsten Punkt mitzunehmen.


Der Weg führte mich über Affoldern entlang der Eder nach Bergheim, wo ich wieder in den Wald eintauchte.
Zu nervend sind die Jungs auf den Motorrädern, die das Edertal zum Nürburgring machten :-(
Ihr macht so lange, bis alle Straßen am Wochenende für euch gesperrt sind. Das Sauerland macht's schon vor am Sorpestausee :-)

Ach, was ist's schön im Wald.
Die Stille, der Duft, die Tiere.


In Bergheim nistet bereits Meister Adebar:


Davor traf ich meinen Bruder:


Noch n Esel :-)

Im Wald stolperte ich fast über eine sonnenbadende Blindschleiche:


Was soll man in den Zoo gehen, wenn man alles in freier Natur erleben kann?
Naja, nen Löwen brauche ich nicht :-)


Aber die Höhenmeter, die brauchte ich.


Leider waren es am Ende nicht ganz die 30, aber alles ist gut, solange du wild bist :-)

2:45 h
28 km
5:55/km
137 bpm HF
526 pos HM

Und wenn man die davor zurückgelegten km dazu nimmt:


Es waren immerhin 8,8 km in 1:50 h :-)

Was sagt die wöchentliche Zusammenfassung?


108 km gelaufen
8,8 km gewandert

Damit bin ich doch mal zufrieden, wenn auch so ein richtig langes Brett fehlt. Aber es kommt ja ne neue Woche :-)

Somit ist also mal wieder eine Woche "abgelaufen und es bleiben noch 19 Tage bis zum Keufelskopf Ultra Trail, der mich wahrscheinlich mal ganz stark an meine Grenzen bringen wird, wie ich das einschätze. Aber wie sage ich immer?

Wer sich bewegt, bewegt was!


Und meine einleitenden Gedanken sind immer dabei:
Fleiß, zum bestehen der Herausforderung.

Ehrlichkeit, zur Herausforderung.
Toleranz, gegen alle, die sich der Herausforderung stellen.

In diesem Sinne; bleibt alle gesund und lieben Dank für das Lesen meines Blog.
Ich freue mich, wenn ihr einen Kommentar hinterlasst und wenn man sich mal bei einem Lauf trifft.

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Montag, 1. Mai 2017

Und dann?

Stille ...



So, und wahrscheinlich noch intensiver, fühlt sich jeder Gipfelbezwinger, der den Mount Everest erklommen hat; sein Ziel erreicht.
Es muss ja nicht so etwas extremes sein. 
Es reicht sicherlich auch, ein bestimmtes Ziel erreicht zu haben; den ersten Halbmarathon, wie Torsten. Den ersten Marathon. Ein bestimmtes Ziel, worauf all dein Tun hinorientiert war.
Und dann?
Dann hast du es erreicht. Und Leere, Stille kehrt ein.


Nach den ersten Tagen der Euphorie, nach Gesprächen mit Menschen, die das nachvollziehen können, kommt der Alltag und niemand nimmt Notiz von dem, was du dir gerade erarbeitet hast.

Es ist ja nicht nur im Hobby so. Nein. Auch im Job werden Erfolge zu schnell vergessen. Wird in den Trott übergegangen, anstatt sich täglich daran zu erinnern, wie und was man erreicht hat.

Auch mein Everest liegt nun eine Woche zurück.
Der Alltag hat uns ein, die Woche geht wieder seinen Trott und das Erreichte wirkt irreal.
Der Kalender ist leer, also der Trainingsplankalender und die ersten Tage war das auch ein bisschen Erholung.
Dann ist es wichtig, sich Idylle zu schaffen, wie Theodor Fontane sagt.

Montag und Dienstag war an Laufen nicht zu denken, weil ich so einen Muskelkater in der rechten Wade hatte, wie ich ihn noch nie hatte.
Das Konzept, an der Treppe Doppelstufen zu nehmen, hatte also ein Nachspiel und die Dienstreise am Mittwoch verhinderte es dann zusätzlich.

Aber Donnerstag: dann war es soweit und die Brook Cadence 6 wurden eingelaufen.


Toller Schuh und seit dem 2er hat sich einiges getan. So ist die Sohle nicht mehr so ballig, dafür sehr angenehm zu laufen.
Die ersten 11 km liefen sich ein bisschen wie auf Wolken und deutlich angenehmer, auf Asphalt, wie meine Trail-Schuhe.



So lief ich mal wieder ein bisschen Idylle, wie eingangs erwähnt, entlang meiner kleinen Elbe.



Denn als Dresdner wohnt man einfach an der Elbe, wie der Kölner, der den Dom aus der Wohnung heraus sehen muss :-)



Der Donnerstag endete dann weniger angenehm, dazu aber später vielleicht mehr.

Freitag, nach einem Tag im Büro und dem lange fälligem Rasenmähen, nochmal ein kleines Beine lockern und testen, für Sonnabend.



Übern Hasenberg und durch den Steinbruch wieder Heim nach Züschen.
Da mich ja leider die ICEBUGS ORIBI mit der Einlegesohle enttäuscht hatten, ich den Schuh an sich aber für sehr gelungen halte, habe ich aus meinen entsorgten, aber heiß geliebten LaSportuva BUSHIDO, die Einlegesohle in die ORRIBI überführt, was gut geklappt hat.



Vielen Dank, du alter Kämpfer, für die zurückliegenden 1700 km über Stock und Stein, beim Bödefelder Hollenlauf und die geleisteten km auf Asphalt beim Dresden-Marathon. Ein toller Schuh und der neue Kämpfer steht schon im Regal :-)

Sonnabend der 3. Lauf im Nordhessencup 2017 und das in (eigentlich) erlaufbarer Nähe in Wolfhagen :-))

Nach 20 Minuten war ich am Startort und als ich Richtung Anmeldung laufe, wer sehen meine Augen?
Jens! Na, was ne Freude, ihn zu treffen eine Woche nach dem Treppenlauf :-)




Er hatte Max im Schlepptau und so konnten wir ein paar Worte über das zurückliegende Event wechseln und natürlich uns noch mal beglückwünschen, denn in Radebeul musste er schnell zum Zug und wir haben uns nicht mehr gesehen :-(



Wenn dann 2 solche schnellen Flitzer am Start stehen, weiß der Gnü, wo sein Aufstellungsplatz ist und das Endergebnis gibt mir Recht. So konnte Jens tatsächlich nach 1:10:14 h auf die Uhr drücken und den 1. Platz erlaufen. Irre!

Für mich war es, ganz ehrlich, schwer.
Im Kopf kreisen Gedanken, die mit dem Donnerstag zusammenhängen und auch die Beine zeigten nach 6 km Asphalt Ermüdungserscheinungen.
Aber, um in die Wertung zu kommen, muss man halt 8 von den angebotenen 18 Läufen haben. Und so ganz ohne Pokal ... Nee!

Dann ist da ja noch die Spendensammelaktion "Laufen tut gut - Laufend Gutes tun!" Na und da bin ich doch dabei, wenn pro gelaufenen km 0,10 € in den Spendentopf fließen :-)

Nach 18,5 km hatte auch ich das Ziel erreicht und konnte nach 1:26:31 h auf meiner Uhr die Stopp-Taste drücken.



Platz 13 gesamt
Platz 5 AK45

Damit bin ich doch sehr zufrieden und machte mich auf den Heimweg, nachdem ich Stefan nun endlich persönlich kennenlernen konnte und Max mir noch ein Salomon-Buff schenkte :-) Dankeschön.

Sonntag mal Seele baumeln lassen, Idylle suchen und nicht ans Laufen denken, auch wenn man gleich am Eingang mit diesem Schild empfangen wird:



Ohha. Gemein :-)

Nach einem schönen Gartenfestbesuch im Kloster Dalheim rief das MTB aber so kläglich aus dem Keller, dass es mit mir unbedingt noch mal raus musste.

Das Wetter war sonnig, aber verdammt windig, sodass der Wald die bessere Entscheidung war, wie die Straße mit dem Rennrad. Und Wald macht glücklich, weiß ich nun auch seit dem Lesen des Buches von Peter Wohlleben "Das geheime Leben der Bäume". Sehr lesenswert und unbedingt zu empfehlen.



Und bei den Bildern? Könnte man ewig weiter fahren, wenn nicht der Hunger wäre :-)

SO ist die Woche nach der Gipfelbesteigung vergangen. Man denkt zurück, bekommt ein Grinsen ins Gesicht und muss an die lieben Freunde denken, die einen dabei unterstützt haben und nun auch schon wieder neue Ziele erreicht haben beim OEM. 
Herzlichen Glückwunsch allen!

Der April ist auch Geschichte und neue Ziele sind zu erlaufen.



363 km gelaufen
265 km geradelt
42 km gespinningt
30 km gewandert

Das nächste Ziel heißt "semi autonom" durch den Hunsrück beim Keufelskopf Ultra Trail am 03.06. über 85 km mit 4500 Höhenmeter und ich bin sehr gespannt, wie das läuft, wenn man nur Getränke unterwegs bekommt und der Rest im Rucksack mitzuführen ist.
Inzwischen bin ich ja essenstechnisch eher bei Galina Schatalova und ihrem Buch "Wir fressen uns zu Tode" angekommen. Selbst wenn man nicht jedes Wort nachvollziehen kann, was sie schreibt, so kann ich es doch nachvollziehen, dass wir/die meisten einfach zu viel Essen und nicht dem Bedarf entsprechend.

Für nächstes Jahr ist inzwischen auch eine Entscheidung gegen den Treppenmaraton gefallen, aber ich werde als Supporter in 355 Tagen dabei sein und versuchen, etwas von dem zurück zu geben, was ich bei den letzten Teilnahmen erfahren durfte.

Euch danke ich von ganzem Herzen für das Lesen meines Blog, kann euch nur wieder ans Herz legen:
Wer sich bewegt, bewegt was!
und wenn es das vollgefressene Ränzchen ist :-)

Bleibt alle gesund und meinem Blog gewogen.

Ich freue mich auf eure Kommentare und wenn man sich bei dem einen oder anderem Lauf mal persönlich trifft.

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü