Montag, 5. September 2016

Auszeit ...

Ich brauch wieder mal ne Auszeit ...

Aber doch nicht so 
Doch nicht, indem man vom Rennrad geholt wird.
Das ist übel und tut sehr weh
Und verursacht Trainingspausen, die man nicht braucht, geschweige denn haben will 
So mir!

Am Freitag nach ner stressigen Woche ...
Büro zu und ab aufs Rennrad. Wochenende einrollen 
 

Doch wird nichts!
Stoppt abrupt im Krankenauto 


Weiß nichts mehr.
Weiß nicht, wie ich da hinein gekommen bin.
Nur, dass ich von der Straße gedrängt wurde und über den Bordstein flog.
Aufgewacht erst im Krankenhaus 
Lückenhaft.
Fragen!
Handy?
In der hinteren Trikottasche!
Sollen wir wen benachrichtigen?
Hinten in der Trikottasche ist mein Notfallpäckchen mit Toilettenpapier, Feuchttücher und Organspendeausweis inkl. Telefonliste meiner lieben Frau
Abfahrt.
Wohin weiß ich nicht
Im Krankenhaus das übliche Fragen.
Welcher Tag?
Datum?
Telefonnummer.
Lob!
Bitte ruft meine Frau an
Tetanus?
Ruft meine Tochter an, die sagt euch das.
Klasse. Klappt.
Einweisung, dann ins Bett, dann kommt kurz darauf meine Frau und unsere Tochter und unser Sohn.
Freude! Mir kommen die Tränen 洛
Schön euch zu sehen 


Freude kommt auf. Mein Rennrad hat mein Polizeinachbar Heim gebracht.
Danke!
Trikot und Helm sind leider hin und in einer Tüte verstaut 


Ich bin lädiert.
Knie beide aufgeschürft
Schulter links aufgeschürft
Linke Wange aufgeschürft





Alles tut so höllisch weh.
Mist!
Morgen Halbmarathon in Bergheim kann ich vergessen.
Langen Lauf am Sonntag auch?
Mist!


Darf hier bleiben!
Nicht heim zu meine Frau; zu meinen Kindern.
Die sind mit hier ❤


Sohn zieht mir die Socken über die kalten Füße. Wenn er das nicht kann, wer sonst? Schließlich startet die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger bald.
Unsere Tochter baut mich auf.
Schließlich startet der Studiengang zur sozialen Arbeit demnächst.
Alles richtig gemacht. Tolle Kinder. Sozial engagiert.
Wir sind so sehr stolz auf euch.


Meine Frau bleibt noch ein bisschen, bevor sie geht. Ich bin müde. Muss ins Bett.
Kann doch nicht schlafen.
Schleppe mich auf meinen Balkon, sehe in die untergehende Sonne.
Sehe "meinen" nackten Mann gegenüber. Herkules bewacht mich (mal wieder).


Danke.

Die Sonne geht unter und versinkt hinter dem hohen Dörnberg.


Das Essen ist gut. Das Personal sehr lieb und nett. Und doch will ich nach Hause.
Heute nicht. Noch eine Nacht.
Endlose Nacht.

Sonntag kommt. Zurück mit ihm meine Liebe und unsere Tochter.
Nehmen mich mit 裸
Ich darf nach unendlich langem Warten wieder Heim.

Nun bin ich es und fühle mich so schwach. Für den Rest der Woche außer Gefecht gesetzt. Schmerzen überall. Laufen kann ich vergessen. Mir ist noch schwummrig, duselig. Schone mich.

Kommen wieder bessere Zeiten.

Danke an alle, die an mich gedacht haben, mir Mut zugesprochen, mich angerufen, an uns gedacht haben.
Wenige "wahre" Freude. Vieles aufgesetzt 

Ich wünsche euch trotzdem, dass ihr gesund bleiben möget.

mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü us Zü

Kommentare:

  1. Lieber Peter, du bist wieder zu Hause, das ist der erste gute Schritt, die nächsten guten werden folgen - und in absehbarer Zeit ist alles Schnee von gestern. Habe Geduld, denke nicht an den blöden Halbmarathon, du wirst noch bei vielen Läufen am Start stehen, vorausgesetzt, du lässt dir Zeit, Zeit für die Heilung, Zeit für die Wiederherstellung - und dann ...........steigst du wieder ein ......so wie ich es getan habe, freue dich über jeden Tag, an dem du Besserung verspürst und jammere nicht über das, was war, es wird dir helfen. Think pink, auch wenn es derzeit schwierig erscheint ! Lass' dich drücken - alles wird gut - und - wie gesagt - sei geduldig, es zahlt sich aus, und dann sehen wir wieder Peter Gnü aus Zü lächeln beim Laufen und beim Radfahren - YES !!!!

    Noch ein Paket frischer, gesunder Seeluft anbei, damit die Genesung noch schneller heran schreitet !!

    Ciao Läufer !!!

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    1. Das ist sehr lieb von dir. Die Seeluft ist angekommen.
      Ich verspreche natürlich keinen Quatsch zu machen.
      Meine Pfleger bewachen mich. Alle 3 :-))

      Liebe Grüße zurück ans Meer
      Peter

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  2. Das ist so der Alptraum von jedem, der sich aufs Radl setzt. Ich war erleichtert zu lesen, dass du Glück im Unglück hattest. Helm kaputt, aber Kopf bis auf ne Abschürfung heil, etc.

    Schön, dass du am Sonntag nach Hause durftest. In den eigenen vier Wänden fühlt man sich doch am wohlsten, wenn man sich unwohl fühlt.

    Dann wünsch ich dir, dass es Tag für Tag spürbar besser wird und Du bald wieder unterwegs sein kannst!

    Und, inspiriert von 'ultraistgut', schicke ich spätsommerliche heilende Sonnenstrahlen aus Bayern.

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    1. Sehr lieb von dir, Claudia.
      Ich fühle mich so langsam auch echt besser.
      ZU Haus ist´s am Schönsten und die Lebensgeister kommen am schnellsten zurück.
      Sei grüßt
      Peter

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