Sonntag, 28. Dezember 2014

Am Ende ...

stellt du fest
  • eigentlich alles so unwichtig
  • anderes viel wichtiger
  • nicht zu ändern
  • hätte ich doch
  • ...
Aber wie meine Mathe-Professorin immer zu sagen pflegte, und sie hatte (fast) immer Recht:
Das Leben ist eins der Härtesten!

Die Diagnose: nicht gut. Gar nicht gut. Verheißt nichts gutes, kein Happyend.
Am Ende ist man immer schlauer. Hätte man es eher gewusst, hätte man. Aber nun ist es zu spät! Die Diagnose steht. Und so sehr man es dreht und wendet, so sehr man sich dreht und windet. Du wirst es nicht ändern können und kannst nur das Beste hoffen. Wir können nur das Beste hoffen!

Nein, Freunde! Nicht ich! Keine Angst! Noch nicht ...
Wen die Diagnose getroffen hat möchte ich hier nicht sagen. Nur einen sehr nahen Menschen.

Am Ende möchte aber ich, für mein Fazit, sagen können:

  • daran hat es nicht gelegen
  • das habe ich mir nicht vorzuwerfen
  • dies habe ich in soweit Richtig getan
Und dazu gehört für mich definitiv der Sport!
Der erste Schritt war vor 4 Jahren den Klimmstängel ad acta zu legen und das Ziel Marathon an zu visieren. 
2010/11 ganz schnell in die Realität zurück geholt und nach dem Reset neu gestartet, kann ich heute mit Sicherheit sagen: der Weg stimmt. Ob die Diagnose in XX Jahren das Selbe sagt? Das weiß ich nicht. Will es auch nicht wissen. Ich hoffe!

Am Ende heißt es aber auch immer Danke zu sagen. Ob am Ende eines Tages, am Ende des Auftrages, am Ende des Lebens, eines Jahres.
Und das Jahr war für mich, bis vor 4 Wochen, bis zur Diagnose, Top und gerade darum werde ich es Revue passieren lassen.

Viele liebe Menschen durfte ich dieses Jahr kennen lernen: Menschen die mich begleitet haben, mich motiviert, die mir in den Ar..  getreten, zur Räson gerufen, mich gebremst, wieder aufgebaut und applaudiert haben.
Menschen die den Kopf schütteln, ungläubig drein blicken, wenn man was von Distanzen erzählt, die man so zusammen läuft.
Ich danke euch allen von Herze dafür. Ihr seid mein Antrieb, mein Motor, meine Bremse, mein Gewissen :-)
Sicher werde ich einige Vergessen, aber dennoch:
meine liebe Frau, die alles so tapfer erträgt und mich immer wieder überrascht, meinen Kindern, die so manchen Stress mitmachen müssen (ich habe euch trotzdem sehr lieb), meiner Familie in der Ferne, Edgar, ein fleißiger Leser und Spender :-), Regine, Manuela, Sonja H. und meiner Motivations-Sonja aus Remscheid. Guido meinem Radbegleiter an der Müritz, Michael, den ich am Kyffhäuser kennen lernen durfte und inzwischen so schöne Wettkämpfe zusammen laufen konnte. Thomas für den tollen Lauf entlang der Isar im Sommer. Oliver für die langen Telefonate, trotz des immensen Arbeitsaufkommens. Ganz großen Dank an Jürgen und Sylwia für unseren gemeinsamen Abend in Dortmund und unsere langen Gespräche, als ob man sich schon ewig kennen würde. Michael M. für seine Idee des 16summit, was der Auslöser für so manches Com-Treffen war. Margitta, für die Bremse und Ermahnungen - Ich werde auf mich aufpassen und keine Leiche am Wegesrand werden :-))). Dobro für die Shirt-Aktion und alle anderen, die ich gar nicht alle aufzählen kann. Sorry!

Mein Jahresrückblick

Januar
Community-Treffen am Edersee


v.l.nr. unten:
Claudia, Jürgen, Regine, Guido, Sigmar
hinten:
Ich, Heiner, Martin, Daniel, Horst, Thomas, Oliver
auf der Edersee-Sperrmauer
So eine tolle Sache und ein wunderbares Erlebnis, was aus Netzwerkbekanntschaften Freunde gemacht hat.

Februar
Verletzung des linken Sprungelenks führte zur Absage des 1. Ultratrails in Frankreich und stellte den Rest der geplanten Wettkämpfe in Frage.
Dank eines tollen Chirurgen, der heilenden Hände der Praxis Medifit und reduzierten Umfangs konnte ich im März wieder ins Training einsteigen.

März
2. Anlauf für einen Auslandseinsatzes des Gnü aus Zü und diesmal hat es geklappt.
Ohne echtes Training und noch nicht vollständig schmerzfrei ging es mit der Liebsten nach Holland um in Venlo einen Testhalbmarathon für Kassel zu laufen.

der Com-Gründer Thomas, seine Frau und ich in Venlo
April
da der Testhalbmarathon mit einer guten Zeit im Buche stand, folgte ein Spaß-Marathon am Kyffhäuser, so fern man einen Marathon als Spaß bezeichnen kann :-)
Hier lernte ich unterwegs, kurz hinter dem Start, Michael kennen. Mit ner lockeren 5:00 min/km-Pace trabte er neben mir her und wir kamen ins Gespräch: wo kommst du her? Aus der Nähe von Köln. OK. Wo genau? Kennst du nicht: Velbert! Und ob. 2. Heimat durch den Job und so ergab es sich, den Lauf soweit wie möglich zusammen zu bleiben. Bis zur Halbzeit am alten Barbarossa jat das auch geklappt, nur durch meine Verpflegungspause und Fotostopp haben wir uns verloren :-)

Michael und ich beim Kyffhäuser- Bergmarathon
Mai
das große Frühjahrsevent: Kassel-Marathon. Für mich ein Muss, so kurz vor der Haustür und durch den ehemaligen Bundesmarathontrainer W. Aufenanger ein toll organisierter Marathon nahe des Weltkulturerbe, dem Bergpark Wilhelmshöhe.

v.l.nr. unten:
Frank und Anja
hinten:
ich, Günter, Antje, Silke und Iris
Und alle sind 2015 wieder dabei :-)

Weil ja ein Marathon nun so der Hit auch nicht ist, machen wir doch gleich noch ein kleines Com-Treffen im Anschluss :-)

v.l.n.r: ich, Andreas, Michael, Jana
Von Michael geplant lud ich dann noch ein paar Läufer ein, mit uns durch den Kellerwald zu laufen. 60 km sollten es werden, dazu einige Höhenmeter.
Tolles Ding und muss wiederholt werden :-)

Juni
hieß Vorbereitung auf das große Jahresziel Müritz-Lauf um Deutschlands größten Binnensee. Dazu nutze ich die 10k-Läufe der Nordhessencup-Serie und die Hitze des kurzen Sommers.
Der erste lange Lauf bei 35° morgens um 10:00 Uhr waren der Hammer und ließen erahnen, was im August auf mich zukommen kann :-(

Bergtraining als Alternative für Asphaltgehöppel :-)
Juli
harter Untergrund, lange Läufe, schnelles Tempo --> Ende vom Lied? Kommt Ende des Monats.
Nebenbei Gartengestaltung.


Nach der Aktion und durch die schnelle Steigerung des Trainingsumfangs handelte ich mir ein Schienbeinkantensyndrom ein und einen erneuten Besuch beim Orthopäden und dem Medifit (das Lachen war auf deren Seite).
Aber da ich den Ar.. nicht stillhalten kann spulte ich in der letzten Juli-Woche 637 km mit dem Rennrad ab.

Kurzurlaub nach Amberg und Besuch der Walhalla


August
setzte ich das Alternativtraining auf dem Rennrad fort und kam so in Summe auf 1276 km in der Verletzungsfreienzeit.

Das Ziel Müritz-Umrundung habe ich dabei aber immer noch nicht aus den Augen verloren und begann 2 Wochen vor dem Start mit langsamen Aufbautraining, in der Hoffnung, das irgendwie zu schaffen.

Dank der Motivation von Guido und den Freunden der Com via Hangout wäre alles andere auch nicht akzeptabel gewesen :-))
An dieser Stelle euch noch mal´s meinen allergrößten Dank. Ihr seid die Besten.

kurz vorm Start
ich, Kartin, Guido, Max und ???

mein aller schönster Zieleinlauf:
mit meiner Frau gemeinsam :-)
Was folgte war ein traumhafter Urlaub. Nur wir 2. In Mecklenburg-Vorpommern und jeden Tag mit Spontanentscheidungen :-)

am Bodden in Fuhlendorf

am Kreidefelsen auf Rügen

am Strand auf dem Darß

September
ging das schon wieder los, mit der Vorbereitung auf einen Wettkampf: Röntgenlauf in Remscheid im Oktober.
Trainingsplan gebastelt und der Straße entsagt, denn 63,3 km durch das bergische Land hießen Höhenmeter und Landschaft :-)

Vorher habe ich aber den Ederauenlauf in Bergheim mit 10km als Testlauf auf nordhessens flachster Strecke genutzt :-)

Podestplatz und Bestzeit

Oktober
der Ausweichlauf für den in Gefahr geratenen Ultra an der Müritz.
Trotzdem das nur Ausweichlauf sei sollte, habe ich mich darauf akribisch vorbereitet und kann heute wohl mit Recht behaupten, alles richtig gemacht zu haben. Denn ich bin da angekommen, wo ich hin wollte: in der Ultradistanz.

Als letzte Vorbereitung darauf sollte ein Wettkampf an der Sperrmauer dienen, der leider abgesagt wurde und wir, die wir uns bereits angemeldet, die Unterkunft und Urlaub geplant hatten, entschieden, einen Spendenlauf daraus zu machen.



Regine, Markus, Frauke, Tobias, Manuela, Martina, Heiner, Oliver,
Thomas, Markus, ich, Jürgen, Guido, Martin, Michael und Sigmar

zufrieden

Und dann folgte Remscheid.

ich, Jens, Michael M. und Michael K.
November
cooldown und warmaup in einem Monat :-)
Runterfahren vom Ultra und Vorbereitung auf den letzten Marathon.
Dazu Halbmarathontestlauf mit Michael K. in Essen beim Blumensaatlauf.

neue Bestzeit :-)
Dezember
letzter Wettkampf und begleichen einer offenen Rechnung im Siebengebirg :-)


Da ich hier ohne Unterstützung her gefahren bin, also auch kein Bekannter auf einem Bild :-(

Medaillenausbeute

Urkundenausbeute
Und dann kam die allerletzte große Aufgabe:
Relegation für das kmspiel unseres Teams.
Mein Ziel: täglich laufen und sehen, was geht. Und es ging ganz gut. In Summe habe ich 130 km erlaufen.

KW52
In der Zusammenfassung steht für 2014 folgendes im Buch:

Laufen
3.184 km
50.414 Höhenmeter
283,5 h Trainingszeit

Rennrad
3.564 km
39.106 Höhenmeter
138,5 h Trainingszeit

16287 Blogaufrufe seit Start
1.472.606 Profilbesucher bei G+ seit Start

Was soll ich sagen? Ich bin total überwältigt.
Ich danke euch sehr, für jeden eurer Kommentare, jeden eurer Klicks, für jedes "+" und eure vielen, vielen netten Worte und Unterstützung für dieses mein Jahr.

Was kommt jetzt?
Ob ihr es glaubt oder nicht!                                  Nichts!!!

Jawoll. Ich werde jetzt 4 Wochen regenerieren und  Ende Januar in das Training für meinen ersten 6h-Lauf mit Michael K. in Rothenburg an der Fulda im März einsteigen.

In diesem Sinne danke ich allen für das treue Lesen meines Blog im vergangenen Jahr und hoffe, dass ihr mir auch über die Pause treu bleibt. Und vor allen auch meinem Motto:
Wer sich bewegt, bewegt was!
Was dabei rauskommt, konntet ihr oben lesen. Ich verspreche euch: Es lohnt sich :-))


Ich verbleibe mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

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